[Bericht] Mainuferlauf Offenbach
Autor: Torsten Sigmund (2004-10-18 16:03:55)
Der Mainuferlauf in Offenbach, immer zwei Wochen vor dem
Frankfurt-Marathon gelegen, ist traditionell die große Gelegenheit zu
einem Formtest. Entweder für den Marathon in Frankfurt oder nach einem
Marathon anderswo. Neben dem Halbmarathon werden noch die 10 und 5 k
angeboten, alles auf durchweg asphaltierten und sehr ebenen Wegen. Also
nutzte ich die Gelegenheit, drei Wochen nach Berlin in einem ersten 10er
zu testen, was noch in Richtung neue Bestzeit möglich ist.
Je näher der Wettkampftag kam, merkte ich, dass mir für eine wirklich
gute Zeit die körperliche und mentale Frische fehlt. Ich fühlte mich
zwar recht ordentlich vom Marathon erholt, merkte aber auch, dass sobald
das Tempo dauerhaft höher werden soll, sich eine gewisse Müdigkeit
durchsetzte. Trotzdem bin ich dann am Sonntag Morgen den kurzen Weg von
Frankfurt nach Offenbach gefahren und stand mit überraschend guten
Beinen am Start und dachte, mehr als schlecht laufen kann es auch wieder
nicht.
Kurz vor dem Startschuss stellte ich mich also in die zweite Reihe und
werde nach dem Start erst mal von etwa 30 Leuten abgehängt. Hoppla,
dachte ich, sooo schlecht bin ich auch nicht, und spekulierte darauf,
dass ich schon sehr bald hochrotköpfige Schnellstarter auflesen
würde.
Unter die ersten 10 wollte ich schon kommen. Die Strecke führt 5 KM
direkt am Main entlang, hat dabei einige kurze links/rechts-Kurven, an
denen man sich einen guten Überblick über das vorauslaufende Feld
machen
konnte. Nach 5 KM dann der Wendepunkt und es geht geradewegs zurück,
diesmal allerdings mit zum Teil böigen Gegenwind.
Kurz vor KM 1 die erste Links/rechts-Kurve und ich zählte mich etwa auf
Platz 25. Meine Durchgangszeit: 3:37. Ein sicheres Zeichen, dass ich
heute den Weltrekord nicht gefährden würde und auch an meiner
Bestzeit
mehr oder weniger deutlich vorbei schrammen würde.
Bis Km 2 hatte ich mich auf Platz 20 vorgearbeitet, vor mir direkt eine
5-köpfige Gruppe. Kurz danach entschloss ich mich, mit einem leichten
Antritt an dieser Gruppe vorbei zu gehen. Klappte prima und ich lag auf
Platz 15. Bis ca. 500 Meter vor der Wende darf ich noch zwei Läufer
einsammeln und sehe mich wirklich schon bald unter den ersten 10. Kurz
vor der Wende wurde ich dann auch mal überholt und blieb aber dran. An
der Wende hatte ich exakt 18:30 min. Nicht besonders gut, nicht
besonders schlecht. Da es jetzt windig wurde, versuchte ich gar nicht
erst noch unter 37 zu bleiben, sondern konzentrierte mich darauf, an den
Konkurrenten dran zu bleiben. Zunächst hing ich so 1 bis 2 Meter hinter
dem Läufer, der mich kurz zuvor überholt hatte. Immer wenn ich zu ihm
auflief, zog er an, so dass ich keinen guten Windschatten hatte.
Leider kamen wir auch nicht an die vor uns Laufenden heran und von
hinten kam noch ein anderer aufgelaufen. So war das alles nicht geplant.
Zusätzlich drückte sich der Wind in schlechteren KM-Zeiten aus. Etwa
bei
KM 6 beschleunigte der Läufer vor mir und hing mich so ab. Mir fehlte
das Selbstvertrauen mitzugehen, ich befürchtete, dann am Ende ganz
einzugehen. Der andere hing an mir dran und bleibt immer hinter mir. So
bei KM 8 nahm ich mir vor, den letzten KM nochmals richtig anzutreten
und ihn abzuhängen. Leider trat er aber schon etwa 500 Meter vorher an
und nahm mir so bis ins Ziel noch 8 Sek. ab. Ich musste den letzten Km
ordentlich kämpfen, um wenigstens unter 37:30 zu bleiben. Klappt mit
37:29 so gerade eben. Es bleibt bei Platz 15 gesamt, 3. Platz in der AK
Fazit
Was früher prima klappte, drei Wochen nach dem Marathon über 10 km
eine
lockere Bestzeit zu laufen, scheint jetzt nicht mehr so einfach möglich
zu sein. Wirklich enttäuscht kann ich darüber nicht sein, da ich es
vorher eigentlich wusste. So habe ich erstmals versucht, einen Wettkampf
aus taktischen Gesichtspunkten zu bestreiten. Leider ohne den
erwünschten Erfolg. Das kann ja noch kommen. Zu mal mir am Ende einfach
die Lust fehlte mich richtig zu quälen.
--
Newsoffice.de - Die Onlinesoftware zum Lesen und Schreiben im Usenet
Die Signatur läßt sich nach Belieben anpassen ;-)
Autor: Karlheinz Dantes (2004-10-19 21:05:19)
Autor: Karlheinz Dantes (2004-10-19 21:05:19)
Torsten Sigmund schrieb:
>Je näher der Wettkampftag kam, merkte ich, dass mir für eine
wirklich
>gute Zeit die körperliche und mentale Frische fehlt. Ich fühlte
mich
>zwar recht ordentlich vom Marathon erholt, merkte aber auch, dass sobald
>das Tempo dauerhaft höher werden soll, sich eine gewisse
Müdigkeit
>durchsetzte. Trotzdem bin ich dann am Sonntag Morgen den kurzen Weg von
>Frankfurt nach Offenbach gefahren und stand mit überraschend guten
>Beinen am Start und dachte, mehr als schlecht laufen kann es auch wieder
>nicht.
Da hast du recht :-)
>Kurz vor dem Startschuss stellte ich mich also in die zweite Reihe und
>werde nach dem Start erst mal von etwa 30 Leuten abgehängt. Hoppla,
>dachte ich, sooo schlecht bin ich auch nicht, und spekulierte darauf,
>dass ich schon sehr bald hochrotköpfige Schnellstarter auflesen
würde.
Meistens ist es so...
>Unter die ersten 10 wollte ich schon kommen. Die Strecke führt 5 KM
>direkt am Main entlang, hat dabei einige kurze links/rechts-Kurven, an
>denen man sich einen guten Überblick über das vorauslaufende Feld
machen
>konnte. Nach 5 KM dann der Wendepunkt und es geht geradewegs zurück,
>diesmal allerdings mit zum Teil böigen Gegenwind.
Brrr...
>Kurz vor KM 1 die erste Links/rechts-Kurve und ich zählte mich etwa
auf
>Platz 25. Meine Durchgangszeit: 3:37. Ein sicheres Zeichen, dass ich
>heute den Weltrekord nicht gefährden würde und auch an meiner
Bestzeit
>mehr oder weniger deutlich vorbei schrammen würde.
Wie war denn deine Bestzeit?
>So war das alles nicht geplant.
Man kann nicht immer gewinnen
>37:29 so gerade eben. Es bleibt bei Platz 15 gesamt, 3. Platz in der AK
Trotzdem noch eine relativ gute Zeit...ich wäre froh darüber
>Fazit
>Was früher prima klappte, drei Wochen nach dem Marathon über 10
km eine
>lockere Bestzeit zu laufen, scheint jetzt nicht mehr so einfach
möglich
>zu sein. Wirklich enttäuscht kann ich darüber nicht sein, da ich
es
>vorher eigentlich wusste. So habe ich erstmals versucht, einen Wettkampf
>aus taktischen Gesichtspunkten zu bestreiten. Leider ohne den
>erwünschten Erfolg. Das kann ja noch kommen. Zu mal mir am Ende
einfach
>die Lust fehlte mich richtig zu quälen.
Man muss sich ja nicht immer quälen, soll doch auch Spass machen...
--
MfG Karlheinz
www.drsl.de/?werist=Karlheinz Dantes
Autor: tanjahatesspam@gmx.de (Tanja Gabriele Klein) (2004-10-22 17:47:47)
Torsten Sigmund wrote:
> nutzte ich die Gelegenheit, drei Wochen nach Berlin in einem ersten 10er
> zu testen, was noch in Richtung neue Bestzeit möglich ist.
Da bin ich ja mal gespannt...
>
> Je näher der Wettkampftag kam, merkte ich, dass mir für eine
wirklich
> gute Zeit die körperliche und mentale Frische fehlt. Ich fühlte
mich
> zwar recht ordentlich vom Marathon erholt, merkte aber auch, dass sobald
> das Tempo dauerhaft höher werden soll, sich eine gewisse
Müdigkeit
> durchsetzte. Trotzdem bin ich dann am Sonntag Morgen den kurzen Weg von
> Frankfurt nach Offenbach gefahren und stand mit überraschend guten
> Beinen am Start
[x] send pix! ;-)
> und dachte, mehr als schlecht laufen kann es auch wieder
> nicht.
Eben!
> Kurz vor dem Startschuss stellte ich mich also in die zweite Reihe und
> werde nach dem Start erst mal von etwa 30 Leuten abgehängt. Hoppla,
> dachte ich, sooo schlecht bin ich auch nicht, und spekulierte darauf,
> dass ich schon sehr bald hochrotköpfige Schnellstarter auflesen
würde.
Wie das halt immer so ist... (sag ich jetzt mal mit meinen ganzen 2
Wettkaempfen Erfahrung ;-))
> Unter die ersten 10 wollte ich schon kommen. Die Strecke führt 5 KM
> direkt am Main entlang, hat dabei einige kurze links/rechts-Kurven, an
> denen man sich einen guten Überblick über das vorauslaufende
Feld machen
> konnte. Nach 5 KM dann der Wendepunkt und es geht geradewegs zurück,
> diesmal allerdings mit zum Teil böigen Gegenwind.
Bis auf den Gegenwind klingt das doch recht huebsch!
> Kurz vor KM 1 die erste Links/rechts-Kurve und ich zählte mich etwa
auf
> Platz 25. Meine Durchgangszeit: 3:37. Ein sicheres Zeichen, dass ich
> heute den Weltrekord nicht gefährden würde
Da haben sicher einige aufgeatmet...
> und auch an meiner Bestzeit
> mehr oder weniger deutlich vorbei schrammen würde.
:-(
>
> Bis Km 2 hatte ich mich auf Platz 20 vorgearbeitet, vor mir direkt eine
> 5-köpfige Gruppe. Kurz danach entschloss ich mich, mit einem leichten
> Antritt an dieser Gruppe vorbei zu gehen. Klappte prima und ich lag auf
> Platz 15.
Wow! -- Was ich mich frage: Woher wisst Ihr das immer, auf welchem Platz
Ihr seid? Ich haette wahrscheinlich gar keinen Nerv, zu zaehlen, wer
jetzt schon am Start vor mir loskommt und wie viele Leute ich unterwegs
einsammele & kaeme wahrscheinlich voellig durcheinander...
> Bis ca. 500 Meter vor der Wende darf ich noch zwei Läufer
> einsammeln und sehe mich wirklich schon bald unter den ersten 10.
Poah!!
> Kurz
> vor der Wende wurde ich dann auch mal überholt und blieb aber dran.
An
> der Wende hatte ich exakt 18:30 min. Nicht besonders gut, nicht
> besonders schlecht. Da es jetzt windig wurde, versuchte ich gar nicht
> erst noch unter 37 zu bleiben, sondern konzentrierte mich darauf, an den
> Konkurrenten dran zu bleiben. Zunächst hing ich so 1 bis 2 Meter
hinter
> dem Läufer, der mich kurz zuvor überholt hatte. Immer wenn ich
zu ihm
> auflief, zog er an, so dass ich keinen guten Windschatten hatte.
So ein Schweinehund! (Ein Lasso oder so hattest Du nicht zufaellig
griffbereit...?)
>
> Leider kamen wir auch nicht an die vor uns Laufenden heran und von
> hinten kam noch ein anderer aufgelaufen. So war das alles nicht geplant.
> Zusätzlich drückte sich der Wind in schlechteren KM-Zeiten aus.
Etwa bei
> KM 6 beschleunigte der Läufer vor mir und hing mich so ab. Mir fehlte
> das Selbstvertrauen mitzugehen, ich befürchtete, dann am Ende ganz
> einzugehen. Der andere hing an mir dran und bleibt immer hinter mir. So
> bei KM 8 nahm ich mir vor, den letzten KM nochmals richtig anzutreten
> und ihn abzuhängen. Leider trat er aber schon etwa 500 Meter vorher
an
> und nahm mir so bis ins Ziel noch 8 Sek. ab. Ich musste den letzten Km
> ordentlich kämpfen, um wenigstens unter 37:30 zu bleiben. Klappt mit
> 37:29 so gerade eben. Es bleibt bei Platz 15 gesamt, 3. Platz in der AK
Aber hallo! Herzlichen Glueckwunsch! Das ist eine klasse Zeit und
Plazierung! :-)
> Was früher prima klappte, drei Wochen nach dem Marathon über 10
km eine
> lockere Bestzeit zu laufen, scheint jetzt nicht mehr so einfach
möglich
> zu sein.
Wir werden halt alle nicht juenger... ;-)
> Wirklich enttäuscht kann ich darüber nicht sein, da ich es
> vorher eigentlich wusste. So habe ich erstmals versucht, einen Wettkampf
> aus taktischen Gesichtspunkten zu bestreiten. Leider ohne den
> erwünschten Erfolg. Das kann ja noch kommen. Zu mal mir am Ende
einfach
> die Lust fehlte mich richtig zu quälen.
Hey komm, drei Wochen nach einem Marathon!
Auf jeden Fall finde ich es immer spannend, diese "schnellen"
Berichte
aus den ganz anderen Zeitzonen zu lesen... vielen Dank, war sehr
interessant!
Liebe Gruesse, Tanja
Autor: Torsten Sigmund (2004-10-25 11:19:49)
Tanja Gabriele Klein wrote:
>> nutzte ich die Gelegenheit, drei Wochen nach Berlin in einem ersten
10er
>> zu testen, was noch in Richtung neue Bestzeit möglich ist.
> Da bin ich ja mal gespannt...
>>
>> Je näher der Wettkampftag kam, merkte ich, dass mir für eine
wirklich
>> gute Zeit die körperliche und mentale Frische fehlt. Ich
fühlte mich
>> zwar recht ordentlich vom Marathon erholt, merkte aber auch, dass
sobald
>> das Tempo dauerhaft höher werden soll, sich eine gewisse
Müdigkeit
>> durchsetzte. Trotzdem bin ich dann am Sonntag Morgen den kurzen Weg
von
>> Frankfurt nach Offenbach gefahren und stand mit überraschend
guten
>> Beinen am Start
> [x] send pix! ;-)
Gibts nicht, gottseidank...
>> und dachte, mehr als schlecht laufen kann es auch wieder
>> nicht.
> Eben!
>> Kurz vor dem Startschuss stellte ich mich also in die zweite Reihe und
>> werde nach dem Start erst mal von etwa 30 Leuten abgehängt.
Hoppla,
>> dachte ich, sooo schlecht bin ich auch nicht, und spekulierte darauf,
>> dass ich schon sehr bald hochrotköpfige Schnellstarter auflesen
würde.
> Wie das halt immer so ist... (sag ich jetzt mal mit meinen ganzen 2
> Wettkaempfen Erfahrung ;-))
Dazu reicht ein Wettkampf ;-)
>> Unter die ersten 10 wollte ich schon kommen. Die Strecke führt 5
KM
>> direkt am Main entlang, hat dabei einige kurze links/rechts-Kurven, an
>> denen man sich einen guten Überblick über das vorauslaufende
Feld machen
>> konnte. Nach 5 KM dann der Wendepunkt und es geht geradewegs
zurück,
>> diesmal allerdings mit zum Teil böigen Gegenwind.
> Bis auf den Gegenwind klingt das doch recht huebsch!
Ja, ist eine wirklich sehr gute Strecke, ledier wgen des Mains immer
windig.
>> Kurz vor KM 1 die erste Links/rechts-Kurve und ich zählte mich
etwa auf
>> Platz 25. Meine Durchgangszeit: 3:37. Ein sicheres Zeichen, dass ich
>> heute den Weltrekord nicht gefährden würde
> Da haben sicher einige aufgeatmet...
Ich auch, weil dass doch arg anstregnedn geworden wäre...
>> und auch an meiner Bestzeit
>> mehr oder weniger deutlich vorbei schrammen würde.
> :-(
Nicht wirklich schlimm.
>>
>> Bis Km 2 hatte ich mich auf Platz 20 vorgearbeitet, vor mir direkt
eine
>> 5-köpfige Gruppe. Kurz danach entschloss ich mich, mit einem
leichten
>> Antritt an dieser Gruppe vorbei zu gehen. Klappte prima und ich lag
auf
>> Platz 15.
> Wow! -- Was ich mich frage: Woher wisst Ihr das immer, auf welchem Platz
> Ihr seid? Ich haette wahrscheinlich gar keinen Nerv, zu zaehlen, wer
> jetzt schon am Start vor mir loskommt und wie viele Leute ich unterwegs
> einsammele & kaeme wahrscheinlich voellig durcheinander...
Na, habe ich doch oben geschrieben. Eben mal an den Kurven zählen. Und
wenn man einigermaßen vorne liegt, geht das ganz gut. Richtig kannte ich
meine Platzierung erst kurz vor der Wende, weil da ja die Spitze schon
auf dem Rückweg war.
>> Bis ca. 500 Meter vor der Wende darf ich noch zwei Läufer
>> einsammeln und sehe mich wirklich schon bald unter den ersten 10.
> Poah!!
Habe ich auch gedacht.
>> Kurz
>> vor der Wende wurde ich dann auch mal überholt und blieb aber
dran. An
>> der Wende hatte ich exakt 18:30 min. Nicht besonders gut, nicht
>> besonders schlecht. Da es jetzt windig wurde, versuchte ich gar nicht
>> erst noch unter 37 zu bleiben, sondern konzentrierte mich darauf, an
den
>> Konkurrenten dran zu bleiben. Zunächst hing ich so 1 bis 2 Meter
hinter
>> dem Läufer, der mich kurz zuvor überholt hatte. Immer wenn
ich zu ihm
>> auflief, zog er an, so dass ich keinen guten Windschatten hatte.
> So ein Schweinehund! (Ein Lasso oder so hattest Du nicht zufaellig
> griffbereit...?)
Später hat sich dann rausgestellt, dass der eigentlich viel schneller
kann... Der hätte mich dann wohl mit Lasso hintergeschleift.
>>
>> Leider kamen wir auch nicht an die vor uns Laufenden heran und von
>> hinten kam noch ein anderer aufgelaufen. So war das alles nicht
geplant.
>> Zusätzlich drückte sich der Wind in schlechteren KM-Zeiten
aus. Etwa bei
>> KM 6 beschleunigte der Läufer vor mir und hing mich so ab. Mir
fehlte
>> das Selbstvertrauen mitzugehen, ich befürchtete, dann am Ende
ganz
>> einzugehen. Der andere hing an mir dran und bleibt immer hinter mir.
So
>> bei KM 8 nahm ich mir vor, den letzten KM nochmals richtig anzutreten
>> und ihn abzuhängen. Leider trat er aber schon etwa 500 Meter
vorher an
>> und nahm mir so bis ins Ziel noch 8 Sek. ab. Ich musste den letzten Km
>> ordentlich kämpfen, um wenigstens unter 37:30 zu bleiben. Klappt
mit
>> 37:29 so gerade eben. Es bleibt bei Platz 15 gesamt, 3. Platz in der
AK
> Aber hallo! Herzlichen Glueckwunsch! Das ist eine klasse Zeit und
> Plazierung! :-)
Danke.
>> Was früher prima klappte, drei Wochen nach dem Marathon über
10 km eine
>> lockere Bestzeit zu laufen, scheint jetzt nicht mehr so einfach
möglich
>> zu sein.
> Wir werden halt alle nicht juenger... ;-)
Jaja, habe schon verstanden.
>> Wirklich enttäuscht kann ich darüber nicht sein, da ich es
>> vorher eigentlich wusste. So habe ich erstmals versucht, einen
Wettkampf
>> aus taktischen Gesichtspunkten zu bestreiten. Leider ohne den
>> erwünschten Erfolg. Das kann ja noch kommen. Zu mal mir am Ende
einfach
>> die Lust fehlte mich richtig zu quälen.
> Hey komm, drei Wochen nach einem Marathon!
> Auf jeden Fall finde ich es immer spannend, diese "schnellen"
Berichte
> aus den ganz anderen Zeitzonen zu lesen... vielen Dank, war sehr
> interessant!
Ich bin natütrlich auf Deinen HM-Bericht aus Bonn. Du sthest schon unter
strenger Beobachtung ;-)
> Liebe Gruesse, Tanja
Alles Gute, Torsten
--
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Die Signatur läßt sich nach Belieben anpassen ;-)
Autor: Torsten Sigmund (2004-10-18 16:03:55)
Der Mainuferlauf in Offenbach, immer zwei Wochen vor dem
Frankfurt-Marathon gelegen, ist traditionell die große Gelegenheit zu
einem Formtest. Entweder für den Marathon in Frankfurt oder nach einem
Marathon anderswo. Neben dem Halbmarathon werden noch die 10 und 5 k
angeboten, alles auf durchweg asphaltierten und sehr ebenen Wegen. Also
nutzte ich die Gelegenheit, drei Wochen nach Berlin in einem ersten 10er
zu testen, was noch in Richtung neue Bestzeit möglich ist.
Je näher der Wettkampftag kam, merkte ich, dass mir für eine wirklich
gute Zeit die körperliche und mentale Frische fehlt. Ich fühlte mich
zwar recht ordentlich vom Marathon erholt, merkte aber auch, dass sobald
das Tempo dauerhaft höher werden soll, sich eine gewisse Müdigkeit
durchsetzte. Trotzdem bin ich dann am Sonntag Morgen den kurzen Weg von
Frankfurt nach Offenbach gefahren und stand mit überraschend guten
Beinen am Start und dachte, mehr als schlecht laufen kann es auch wieder
nicht.
Kurz vor dem Startschuss stellte ich mich also in die zweite Reihe und
werde nach dem Start erst mal von etwa 30 Leuten abgehängt. Hoppla,
dachte ich, sooo schlecht bin ich auch nicht, und spekulierte darauf,
dass ich schon sehr bald hochrotköpfige Schnellstarter auflesen
würde.
Unter die ersten 10 wollte ich schon kommen. Die Strecke führt 5 KM
direkt am Main entlang, hat dabei einige kurze links/rechts-Kurven, an
denen man sich einen guten Überblick über das vorauslaufende Feld
machen
konnte. Nach 5 KM dann der Wendepunkt und es geht geradewegs zurück,
diesmal allerdings mit zum Teil böigen Gegenwind.
Kurz vor KM 1 die erste Links/rechts-Kurve und ich zählte mich etwa auf
Platz 25. Meine Durchgangszeit: 3:37. Ein sicheres Zeichen, dass ich
heute den Weltrekord nicht gefährden würde und auch an meiner
Bestzeit
mehr oder weniger deutlich vorbei schrammen würde.
Bis Km 2 hatte ich mich auf Platz 20 vorgearbeitet, vor mir direkt eine
5-köpfige Gruppe. Kurz danach entschloss ich mich, mit einem leichten
Antritt an dieser Gruppe vorbei zu gehen. Klappte prima und ich lag auf
Platz 15. Bis ca. 500 Meter vor der Wende darf ich noch zwei Läufer
einsammeln und sehe mich wirklich schon bald unter den ersten 10. Kurz
vor der Wende wurde ich dann auch mal überholt und blieb aber dran. An
der Wende hatte ich exakt 18:30 min. Nicht besonders gut, nicht
besonders schlecht. Da es jetzt windig wurde, versuchte ich gar nicht
erst noch unter 37 zu bleiben, sondern konzentrierte mich darauf, an den
Konkurrenten dran zu bleiben. Zunächst hing ich so 1 bis 2 Meter hinter
dem Läufer, der mich kurz zuvor überholt hatte. Immer wenn ich zu ihm
auflief, zog er an, so dass ich keinen guten Windschatten hatte.
Leider kamen wir auch nicht an die vor uns Laufenden heran und von
hinten kam noch ein anderer aufgelaufen. So war das alles nicht geplant.
Zusätzlich drückte sich der Wind in schlechteren KM-Zeiten aus. Etwa
bei
KM 6 beschleunigte der Läufer vor mir und hing mich so ab. Mir fehlte
das Selbstvertrauen mitzugehen, ich befürchtete, dann am Ende ganz
einzugehen. Der andere hing an mir dran und bleibt immer hinter mir. So
bei KM 8 nahm ich mir vor, den letzten KM nochmals richtig anzutreten
und ihn abzuhängen. Leider trat er aber schon etwa 500 Meter vorher an
und nahm mir so bis ins Ziel noch 8 Sek. ab. Ich musste den letzten Km
ordentlich kämpfen, um wenigstens unter 37:30 zu bleiben. Klappt mit
37:29 so gerade eben. Es bleibt bei Platz 15 gesamt, 3. Platz in der AK
Fazit
Was früher prima klappte, drei Wochen nach dem Marathon über 10 km
eine
lockere Bestzeit zu laufen, scheint jetzt nicht mehr so einfach möglich
zu sein. Wirklich enttäuscht kann ich darüber nicht sein, da ich es
vorher eigentlich wusste. So habe ich erstmals versucht, einen Wettkampf
aus taktischen Gesichtspunkten zu bestreiten. Leider ohne den
erwünschten Erfolg. Das kann ja noch kommen. Zu mal mir am Ende einfach
die Lust fehlte mich richtig zu quälen.
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Die Signatur läßt sich nach Belieben anpassen ;-)
Autor: Karlheinz Dantes (2004-10-19 21:05:19)
Torsten Sigmund schrieb:
>Je näher der Wettkampftag kam, merkte ich, dass mir für eine
wirklich
>gute Zeit die körperliche und mentale Frische fehlt. Ich fühlte
mich
>zwar recht ordentlich vom Marathon erholt, merkte aber auch, dass sobald
>das Tempo dauerhaft höher werden soll, sich eine gewisse
Müdigkeit
>durchsetzte. Trotzdem bin ich dann am Sonntag Morgen den kurzen Weg von
>Frankfurt nach Offenbach gefahren und stand mit überraschend guten
>Beinen am Start und dachte, mehr als schlecht laufen kann es auch wieder
>nicht.
Da hast du recht :-)
>Kurz vor dem Startschuss stellte ich mich also in die zweite Reihe und
>werde nach dem Start erst mal von etwa 30 Leuten abgehängt. Hoppla,
>dachte ich, sooo schlecht bin ich auch nicht, und spekulierte darauf,
>dass ich schon sehr bald hochrotköpfige Schnellstarter auflesen
würde.
Meistens ist es so...
>Unter die ersten 10 wollte ich schon kommen. Die Strecke führt 5 KM
>direkt am Main entlang, hat dabei einige kurze links/rechts-Kurven, an
>denen man sich einen guten Überblick über das vorauslaufende Feld
machen
>konnte. Nach 5 KM dann der Wendepunkt und es geht geradewegs zurück,
>diesmal allerdings mit zum Teil böigen Gegenwind.
Brrr...
>Kurz vor KM 1 die erste Links/rechts-Kurve und ich zählte mich etwa
auf
>Platz 25. Meine Durchgangszeit: 3:37. Ein sicheres Zeichen, dass ich
>heute den Weltrekord nicht gefährden würde und auch an meiner
Bestzeit
>mehr oder weniger deutlich vorbei schrammen würde.
Wie war denn deine Bestzeit?
>So war das alles nicht geplant.
Man kann nicht immer gewinnen
>37:29 so gerade eben. Es bleibt bei Platz 15 gesamt, 3. Platz in der AK
Trotzdem noch eine relativ gute Zeit...ich wäre froh darüber
>Fazit
>Was früher prima klappte, drei Wochen nach dem Marathon über 10
km eine
>lockere Bestzeit zu laufen, scheint jetzt nicht mehr so einfach
möglich
>zu sein. Wirklich enttäuscht kann ich darüber nicht sein, da ich
es
>vorher eigentlich wusste. So habe ich erstmals versucht, einen Wettkampf
>aus taktischen Gesichtspunkten zu bestreiten. Leider ohne den
>erwünschten Erfolg. Das kann ja noch kommen. Zu mal mir am Ende
einfach
>die Lust fehlte mich richtig zu quälen.
Man muss sich ja nicht immer quälen, soll doch auch Spass machen...
--
MfG Karlheinz
www.drsl.de/?werist=Karlheinz Dantes
Autor: tanjahatesspam@gmx.de (Tanja Gabriele Klein) (2004-10-22 17:47:47)
Torsten Sigmund wrote:
> nutzte ich die Gelegenheit, drei Wochen nach Berlin in einem ersten 10er
> zu testen, was noch in Richtung neue Bestzeit möglich ist.
Da bin ich ja mal gespannt...
>
> Je näher der Wettkampftag kam, merkte ich, dass mir für eine
wirklich
> gute Zeit die körperliche und mentale Frische fehlt. Ich fühlte
mich
> zwar recht ordentlich vom Marathon erholt, merkte aber auch, dass sobald
> das Tempo dauerhaft höher werden soll, sich eine gewisse
Müdigkeit
> durchsetzte. Trotzdem bin ich dann am Sonntag Morgen den kurzen Weg von
> Frankfurt nach Offenbach gefahren und stand mit überraschend guten
> Beinen am Start
[x] send pix! ;-)
> und dachte, mehr als schlecht laufen kann es auch wieder
> nicht.
Eben!
> Kurz vor dem Startschuss stellte ich mich also in die zweite Reihe und
> werde nach dem Start erst mal von etwa 30 Leuten abgehängt. Hoppla,
> dachte ich, sooo schlecht bin ich auch nicht, und spekulierte darauf,
> dass ich schon sehr bald hochrotköpfige Schnellstarter auflesen
würde.
Wie das halt immer so ist... (sag ich jetzt mal mit meinen ganzen 2
Wettkaempfen Erfahrung ;-))
> Unter die ersten 10 wollte ich schon kommen. Die Strecke führt 5 KM
> direkt am Main entlang, hat dabei einige kurze links/rechts-Kurven, an
> denen man sich einen guten Überblick über das vorauslaufende
Feld machen
> konnte. Nach 5 KM dann der Wendepunkt und es geht geradewegs zurück,
> diesmal allerdings mit zum Teil böigen Gegenwind.
Bis auf den Gegenwind klingt das doch recht huebsch!
> Kurz vor KM 1 die erste Links/rechts-Kurve und ich zählte mich etwa
auf
> Platz 25. Meine Durchgangszeit: 3:37. Ein sicheres Zeichen, dass ich
> heute den Weltrekord nicht gefährden würde
Da haben sicher einige aufgeatmet...
> und auch an meiner Bestzeit
> mehr oder weniger deutlich vorbei schrammen würde.
:-(
>
> Bis Km 2 hatte ich mich auf Platz 20 vorgearbeitet, vor mir direkt eine
> 5-köpfige Gruppe. Kurz danach entschloss ich mich, mit einem leichten
> Antritt an dieser Gruppe vorbei zu gehen. Klappte prima und ich lag auf
> Platz 15.
Wow! -- Was ich mich frage: Woher wisst Ihr das immer, auf welchem Platz
Ihr seid? Ich haette wahrscheinlich gar keinen Nerv, zu zaehlen, wer
jetzt schon am Start vor mir loskommt und wie viele Leute ich unterwegs
einsammele & kaeme wahrscheinlich voellig durcheinander...
> Bis ca. 500 Meter vor der Wende darf ich noch zwei Läufer
> einsammeln und sehe mich wirklich schon bald unter den ersten 10.
Poah!!
> Kurz
> vor der Wende wurde ich dann auch mal überholt und blieb aber dran.
An
> der Wende hatte ich exakt 18:30 min. Nicht besonders gut, nicht
> besonders schlecht. Da es jetzt windig wurde, versuchte ich gar nicht
> erst noch unter 37 zu bleiben, sondern konzentrierte mich darauf, an den
> Konkurrenten dran zu bleiben. Zunächst hing ich so 1 bis 2 Meter
hinter
> dem Läufer, der mich kurz zuvor überholt hatte. Immer wenn ich
zu ihm
> auflief, zog er an, so dass ich keinen guten Windschatten hatte.
So ein Schweinehund! (Ein Lasso oder so hattest Du nicht zufaellig
griffbereit...?)
>
> Leider kamen wir auch nicht an die vor uns Laufenden heran und von
> hinten kam noch ein anderer aufgelaufen. So war das alles nicht geplant.
> Zusätzlich drückte sich der Wind in schlechteren KM-Zeiten aus.
Etwa bei
> KM 6 beschleunigte der Läufer vor mir und hing mich so ab. Mir fehlte
> das Selbstvertrauen mitzugehen, ich befürchtete, dann am Ende ganz
> einzugehen. Der andere hing an mir dran und bleibt immer hinter mir. So
> bei KM 8 nahm ich mir vor, den letzten KM nochmals richtig anzutreten
> und ihn abzuhängen. Leider trat er aber schon etwa 500 Meter vorher
an
> und nahm mir so bis ins Ziel noch 8 Sek. ab. Ich musste den letzten Km
> ordentlich kämpfen, um wenigstens unter 37:30 zu bleiben. Klappt mit
> 37:29 so gerade eben. Es bleibt bei Platz 15 gesamt, 3. Platz in der AK
Aber hallo! Herzlichen Glueckwunsch! Das ist eine klasse Zeit und
Plazierung! :-)
> Was früher prima klappte, drei Wochen nach dem Marathon über 10
km eine
> lockere Bestzeit zu laufen, scheint jetzt nicht mehr so einfach
möglich
> zu sein.
Wir werden halt alle nicht juenger... ;-)
> Wirklich enttäuscht kann ich darüber nicht sein, da ich es
> vorher eigentlich wusste. So habe ich erstmals versucht, einen Wettkampf
> aus taktischen Gesichtspunkten zu bestreiten. Leider ohne den
> erwünschten Erfolg. Das kann ja noch kommen. Zu mal mir am Ende
einfach
> die Lust fehlte mich richtig zu quälen.
Hey komm, drei Wochen nach einem Marathon!
Auf jeden Fall finde ich es immer spannend, diese "schnellen"
Berichte
aus den ganz anderen Zeitzonen zu lesen... vielen Dank, war sehr
interessant!
Liebe Gruesse, Tanja
Autor: Torsten Sigmund (2004-10-25 11:19:49)
Tanja Gabriele Klein wrote:
>> nutzte ich die Gelegenheit, drei Wochen nach Berlin in einem ersten
10er
>> zu testen, was noch in Richtung neue Bestzeit möglich ist.
> Da bin ich ja mal gespannt...
>>
>> Je näher der Wettkampftag kam, merkte ich, dass mir für eine
wirklich
>> gute Zeit die körperliche und mentale Frische fehlt. Ich
fühlte mich
>> zwar recht ordentlich vom Marathon erholt, merkte aber auch, dass
sobald
>> das Tempo dauerhaft höher werden soll, sich eine gewisse
Müdigkeit
>> durchsetzte. Trotzdem bin ich dann am Sonntag Morgen den kurzen Weg
von
>> Frankfurt nach Offenbach gefahren und stand mit überraschend
guten
>> Beinen am Start
> [x] send pix! ;-)
Gibts nicht, gottseidank...
>> und dachte, mehr als schlecht laufen kann es auch wieder
>> nicht.
> Eben!
>> Kurz vor dem Startschuss stellte ich mich also in die zweite Reihe und
>> werde nach dem Start erst mal von etwa 30 Leuten abgehängt.
Hoppla,
>> dachte ich, sooo schlecht bin ich auch nicht, und spekulierte darauf,
>> dass ich schon sehr bald hochrotköpfige Schnellstarter auflesen
würde.
> Wie das halt immer so ist... (sag ich jetzt mal mit meinen ganzen 2
> Wettkaempfen Erfahrung ;-))
Dazu reicht ein Wettkampf ;-)
>> Unter die ersten 10 wollte ich schon kommen. Die Strecke führt 5
KM
>> direkt am Main entlang, hat dabei einige kurze links/rechts-Kurven, an
>> denen man sich einen guten Überblick über das vorauslaufende
Feld machen
>> konnte. Nach 5 KM dann der Wendepunkt und es geht geradewegs
zurück,
>> diesmal allerdings mit zum Teil böigen Gegenwind.
> Bis auf den Gegenwind klingt das doch recht huebsch!
Ja, ist eine wirklich sehr gute Strecke, ledier wgen des Mains immer
windig.
>> Kurz vor KM 1 die erste Links/rechts-Kurve und ich zählte mich
etwa auf
>> Platz 25. Meine Durchgangszeit: 3:37. Ein sicheres Zeichen, dass ich
>> heute den Weltrekord nicht gefährden würde
> Da haben sicher einige aufgeatmet...
Ich auch, weil dass doch arg anstregnedn geworden wäre...
>> und auch an meiner Bestzeit
>> mehr oder weniger deutlich vorbei schrammen würde.
> :-(
Nicht wirklich schlimm.
>>
>> Bis Km 2 hatte ich mich auf Platz 20 vorgearbeitet, vor mir direkt
eine
>> 5-köpfige Gruppe. Kurz danach entschloss ich mich, mit einem
leichten
>> Antritt an dieser Gruppe vorbei zu gehen. Klappte prima und ich lag
auf
>> Platz 15.
> Wow! -- Was ich mich frage: Woher wisst Ihr das immer, auf welchem Platz
> Ihr seid? Ich haette wahrscheinlich gar keinen Nerv, zu zaehlen, wer
> jetzt schon am Start vor mir loskommt und wie viele Leute ich unterwegs
> einsammele & kaeme wahrscheinlich voellig durcheinander...
Na, habe ich doch oben geschrieben. Eben mal an den Kurven zählen. Und
wenn man einigermaßen vorne liegt, geht das ganz gut. Richtig kannte ich
meine Platzierung erst kurz vor der Wende, weil da ja die Spitze schon
auf dem Rückweg war.
>> Bis ca. 500 Meter vor der Wende darf ich noch zwei Läufer
>> einsammeln und sehe mich wirklich schon bald unter den ersten 10.
> Poah!!
Habe ich auch gedacht.
>> Kurz
>> vor der Wende wurde ich dann auch mal überholt und blieb aber
dran. An
>> der Wende hatte ich exakt 18:30 min. Nicht besonders gut, nicht
>> besonders schlecht. Da es jetzt windig wurde, versuchte ich gar nicht
>> erst noch unter 37 zu bleiben, sondern konzentrierte mich darauf, an
den
>> Konkurrenten dran zu bleiben. Zunächst hing ich so 1 bis 2 Meter
hinter
>> dem Läufer, der mich kurz zuvor überholt hatte. Immer wenn
ich zu ihm
>> auflief, zog er an, so dass ich keinen guten Windschatten hatte.
> So ein Schweinehund! (Ein Lasso oder so hattest Du nicht zufaellig
> griffbereit...?)
Später hat sich dann rausgestellt, dass der eigentlich viel schneller
kann... Der hätte mich dann wohl mit Lasso hintergeschleift.
>>
>> Leider kamen wir auch nicht an die vor uns Laufenden heran und von
>> hinten kam noch ein anderer aufgelaufen. So war das alles nicht
geplant.
>> Zusätzlich drückte sich der Wind in schlechteren KM-Zeiten
aus. Etwa bei
>> KM 6 beschleunigte der Läufer vor mir und hing mich so ab. Mir
fehlte
>> das Selbstvertrauen mitzugehen, ich befürchtete, dann am Ende
ganz
>> einzugehen. Der andere hing an mir dran und bleibt immer hinter mir.
So
>> bei KM 8 nahm ich mir vor, den letzten KM nochmals richtig anzutreten
>> und ihn abzuhängen. Leider trat er aber schon etwa 500 Meter
vorher an
>> und nahm mir so bis ins Ziel noch 8 Sek. ab. Ich musste den letzten Km
>> ordentlich kämpfen, um wenigstens unter 37:30 zu bleiben. Klappt
mit
>> 37:29 so gerade eben. Es bleibt bei Platz 15 gesamt, 3. Platz in der
AK
> Aber hallo! Herzlichen Glueckwunsch! Das ist eine klasse Zeit und
> Plazierung! :-)
Danke.
>> Was früher prima klappte, drei Wochen nach dem Marathon über
10 km eine
>> lockere Bestzeit zu laufen, scheint jetzt nicht mehr so einfach
möglich
>> zu sein.
> Wir werden halt alle nicht juenger... ;-)
Jaja, habe schon verstanden.
>> Wirklich enttäuscht kann ich darüber nicht sein, da ich es
>> vorher eigentlich wusste. So habe ich erstmals versucht, einen
Wettkampf
>> aus taktischen Gesichtspunkten zu bestreiten. Leider ohne den
>> erwünschten Erfolg. Das kann ja noch kommen. Zu mal mir am Ende
einfach
>> die Lust fehlte mich richtig zu quälen.
> Hey komm, drei Wochen nach einem Marathon!
> Auf jeden Fall finde ich es immer spannend, diese "schnellen"
Berichte
> aus den ganz anderen Zeitzonen zu lesen... vielen Dank, war sehr
> interessant!
Ich bin natütrlich auf Deinen HM-Bericht aus Bonn. Du sthest schon unter
strenger Beobachtung ;-)
> Liebe Gruesse, Tanja
Alles Gute, Torsten
--
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