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[Laufbericht] Drachenlauf


[Laufbericht] Drachenlauf
Autor: Lexi Pimenidis (2005-10-23 19:52:26)

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[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
[X] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.

Name des Laufes: Drachenlauf
Datum: 23.10.2005 (Sun)
Ort: Königswinter
Postleitzahl: D5
Homepage (Veranstalter): www.drachenlauf.de
Ihr Name: Lexi Pimenidis
Ihre eMail-Adresse: lexi at cjgames com
Streckenlaengen: unbekannt, angeblich 26,5km
Beschaffenheit: größtenteils Waldwege, auch mti Schotter, Schlamm, etwas Asphalt
Profil: hügelig, 1000HM
Wetter: Anfangs sonnig, Regen nach 20km
Teilnehmer: 406 im Ziel
Bericht:

Den Startplatz beim Drachenlauf habe ich den Schwiegereltern von Max zu
verdanken, die ihn an diesem Wochenende offensichtlich beschäftigt
haben, so daß er nicht starten konnte. An dieser Stelle noch einmal ein
dickes DANKE für den Startplatz :-)

Zwischenzeitlich war ich mir gar nich so sicher, ob ich überhaupt
starten sollte, weil ich erst vor 4 Wochen eine längere Weile krank war
und seitdem noch keine Strecke über 20km gelaufen bin - mal ganz davon
abgesehen, daß ich noch nie eine Strecke mit 1000HM gelaufen bin. Aber
nachdem Max den Lauf als den schönsten alle Läufe beworben hatte, mußte
ich mir den einfach mal ansehen und bin dann also kurzfristig einfach
hingefahren.

Die Orga des Laufes ist absolut umwerfend, nett und hilfbereit - die
Umschreibung der Startnummer war gar kein Problem und auch der
Start/Ziel-bereich waren super übersichtlich. Ich bin wirklich
beeindruckt, von den diversen Leistungen, die man so als Starter hier
geniessen kann: Massagen für alle Läufer insbesondere (vorneweg: ich
habs trotzdem nicht gemacht).

Nachdem ich ständig was im Auto vergessen habe (Kleidung, Wasser,
Schlüssel...), verging die Zeit bis zum Start auch im Flug und kaum
hatte ich mich aklimatisiert, gings auch schon los. Das Wetter war
super: obwohl Regen angesagt war, war es recht sonnig und halbwegs
warm.

Wie üblich, war keine 2min nach dem Start das vorher so aufgeregt
plappernde Läufervolk totenstill und konzentriert. Kein Wunder, bei
einem sofortgen Anstieg über 200HM auf den großen Ölberg. Dachte ich
vorher noch darüber nach, daß es schön wäre den Lauf komplett
durchzulaufen, so war der Plan schon nach 1200m dahin: obwohl ich vom
Training im Aachener Umfeld einiges an Steigungen gewohnt war, war ich
ziemlich baff, als ich das Siebengebirge nun näher kennenlernte.

Mein selbstgesetztes Ziel von 2:30 verfloss vor meinem geistigen Auge,
als ich sah, in welcher endlosen Schlange sich die Läuferschar,
größtenteils gehend die Steigung raufquält. Die ersten drei Kilometer
waren dann auch mit Tempi von 6:05 bis 6:30 weit über den angepeilten
5:50. Aber kaum war die erste Steigung überwunden, ging ein Aufatmen
durch die Runde und das Rennen ging los.

Auf den Gefällestrecken konnte ich dann auch mein Tempo auf einen
5:00er Schnitt mit gelegentlichen 4:50ern dazwischen steigern, so daß
ich die verlorene Zeit vom Anfang schnell wieder drin hatte und ein
Zeitkonto anlegen konnte :-) bis Km8 lief dan nauch soweit alles nach
Plan.

Hier ging es dann in die zweite Steigungsrunde hoch zur Löwenburg. Auch
hier mußte ich wieder viele Teilstrecken gehen, um Kraft zu sparen, oder
auhc, weil ich die laufend nie hochgekommen wäre. Oben gabs dann für
knapp 2sec eine herliche Aussicht zu genießen, bevor es wieder hinab
ins Tal ging.

Bis zum Nachtigallental bei km21 gab es ein Gefälle von etwa 400HM,
also reichlich Zeit und Platz, sich einfach rollen zu lassen. Hier
merkte ich, daß sich meine Strategie wohl von vielen der Mitläufer
unterschied: während ich bergauf pausenlos überholt worden bin, konnte
ich auf den Gefällen wieder alles einsammeln und gelegentlich noch ein
paar Plätze gutmachen.

Zwischendurch kamen wir noch am Drachenfels vorbei, wo ich gerne etwas
länger geblieben wäre, aber schon die kurzen Blicke ins Tal waren
einfach umwerfend. Die weiteren Kilometer zum Nachtigallental, daß vor
dem berüchtigten Petersberg lag, waren an sich kein Problem: meine
Muskeln waren überraschenderweise noch recht locker, ich hatte Reserven
und bergab konnte ich gelegentlich Läufer einsammeln. Nicht zu
vergessen, daß man nicht genug von der schönen Umgebung bekommen konnte
:)

De Fuß des Petersberg (also etwa bei 20.5km) erreichte ich nach etwa
1:50h und hatte damit ein (vermeintliches) Zeitpolster von 10min für
die nun kommenden 300HM auf 1.5km. Vermeintlich deshalb, weil sowohl
auf der Webseite, als auch sonst fast überall der Lauf mit 26km
angegeben wurde, so daß ich fest damit rechnete, daß die verbleibenden
40min reichen würden für die letzten 5.5km.

Aber nicht umsonst heißt der Weg auf den Petersberg "Bittweg", und so
fühlt man sich dort auch: ein Laufen ist dort (für mich) vollkommen
unmöglich und mit den Läufern, die dort zeitgleich langkamen haben wir
uns gefragt, ob es irgendjemanden gibt, der diese Mordsteigung *laufen*
könnte. Trotz der Reserven am Fuße des Berges und einem guten Gehtempo,
war ich fix und fertig, als ich oben ankam. Mal davon abgesehen, daß
die 10min restlos verbraucht waren. Außerdem fing es auch zu regnen an
und die Kraftanzeige deutete an, daß es jetzt genehm wäre, bald im Ziel
zu sein.

Trotz aller Umstände schaffte ich, noch einmal auf ein 5:00er Tempo zu
beschleunigen und freute mich aufs Ziel. Und freute mich, und freute
mich, und... irgendwie kam das Ziel nicht. km23 und 24 kamen vorbei,
ohne, daß mir die Region bekannt vorkam. km25 und km26 passierte ich,
und so langsam wurde mir mulmig im Bauch: meine Beine protestierten und
verlangten, daß der Kopf sagen sollte "gleich kommt das Ziel", aber
immer noch sah die Gegend gar nicht nach dem aus, was ich vom
Streckenplan im Kopf hatte.

Als ich dann an km27 vorbeilief, ahnte ich, daß wohl offensichtlich die
Längenangabe von 26km (oder auch 26,5) auf der Homepage nicht ganz
stimmen konnte und war ratlos: wie lange sollte das noch so gehen? Eine
unerwartete Steigung von lediglich 10HM trieb meinen Puls auf HFmax und
eine Meute, die ich kürzlich noch überholte, kam mir wieder gefährlich
nah an die Fersen. Mal ganz davon abgesehen, daß die 2:30 durchliefen
und kein Ziel in Sicht war.

Urplötzlich nach einer Ecke kam mir die Gegend bekannt vor und ich
konnte mich mit letzter Kraft ins Ziel retten, wo ich vergaß meine
Nettozeit abzustoppen - das offizielle Ergebniss ist 2:34:58 und damit
auf 51.x% des Gesamteinlaufs, oder auch Platz 210/406. Also keine 2:30,
aber der Lauf war auch länger als geplant, also ein kleiner Trostpreis.
Ich weiß übrigens immer noch nicht, wie lang der Lauf wirklich war -
muß so um die 27,5 gewesen sein.

Irgendwie erschöpft, aber sehr zufrieden mit der Zeit, gings dann
unter die Dusche, zum Obstessen und Trinken und zurück nach Aachen.

Summa summarum ist der Lauf definitiv empfehlenswert und gehört
wirklich zu den schönsten, die ich kenne. Die Herbststimmung, die
Landschaft, die nette Orga - alles zusammen ergibt einen wirklich guten
Lauf mit Suchtfaktor :o))

# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team



--
t="tee /dev/tty";echo "Drei Chinesen mit nem Kontrabass"|$t|tr eiou a|\
$t|tr a e|$t|tr e i|$t|tr i o|$t|tr o u

[Laufbericht] Drachenlauf
Autor: "Carsten Ke!l" (2005-10-24 08:07:32)

[Laufbericht] Drachenlauf
Autor: "Carsten Ke!l" (2005-10-24 08:07:32)

Lexi Pimenidis schrieb:
> # Begin Template
> [ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
> [X] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
>
> Name des Laufes: Drachenlauf
> Datum: 23.10.2005 (Sun)
> Ort: Königswinter

[...schöne Herbstlaufimpressionen geschnippelt....]

> Ich weiß übrigens immer noch nicht, wie lang der Lauf wirklich war -
> muß so um die 27,5 gewesen sein.

copy&paste von www.drachenlauf.de

"Das Universum expandiert - Der Drachenlauf etwa auch ?

26 KM, 26,5 KM, 27 KM oder etwa noch mehr ? Ja was denn nun. Um diese
Frage nun endgültig und abschließend zu beantworten und um alle Zweifel
auszuräumen, lassen wir nun kurzfristig die Drachenlauf-Strecke amtlich
vermessen. Dazu hier bald mehr. (23.10.2005)"

> Summa summarum ist der Lauf definitiv empfehlenswert und gehört
> wirklich zu den schönsten, die ich kenne. Die Herbststimmung, die
> Landschaft, die nette Orga - alles zusammen ergibt einen wirklich guten
> Lauf mit Suchtfaktor :o))

Schön zu lesen :-) Toller Lauf und klasse Premierezeit! Demnächst bitte
aber mit Livecam ;-)

Danke für den Bericht
Carsten


--
Vorsicht: Werbung ;-)

- Kreuzberg-Challenge: http://kuerzer.de/Kreuzberg

[Laufbericht] Drachenlauf
Autor: "Peter Schuette" (2005-10-24 00:02:02)

Hallo Lexi!

Lexi Pimenidis schrieb:
> Name des Laufes: Drachenlauf
[...]
> Summa summarum ist der Lauf definitiv empfehlenswert und geh

[Laufbericht] Drachenlauf
Autor: Jan Bouwman (2005-10-24 10:05:03)

Carsten Ke!l wrote:

> copy&paste von www.drachenlauf.de
>
> "Das Universum expandiert - Der Drachenlauf etwa auch ?
>
> 26 KM, 26,5 KM, 27 KM oder etwa noch mehr ? Ja was denn nun. Um diese
> Frage nun endgültig und abschließend zu beantworten und um alle Zweifel
> auszuräumen, lassen wir nun kurzfristig die Drachenlauf-Strecke amtlich
> vermessen. Dazu hier bald mehr. (23.10.2005)"
>
Ah ja, MagicMaps hat nämlich deutlich weniger ermittelt.

Grüße

Jan
--
http://www.drsl.de?lidd3

[Laufbericht] Drachenlauf
Autor: Jan Bouwman (2005-10-24 10:20:52)

Lexi Pimenidis wrote:

> Name des Laufes: Drachenlauf
> Datum: 23.10.2005 (Sun)
>
> Zwischenzeitlich war ich mir gar nich so sicher, ob ich überhaupt
> starten sollte, weil ich erst vor 4 Wochen eine längere Weile krank war
> und seitdem noch keine Strecke über 20km gelaufen bin - mal ganz davon
> abgesehen, daß ich noch nie eine Strecke mit 1000HM gelaufen bin. Aber
> nachdem Max den Lauf als den schönsten alle Läufe beworben hatte, mußte
> ich mir den einfach mal ansehen und bin dann also kurzfristig einfach
> hingefahren.
>
Hoffe Du siehst das jetzt auch so.


> bei einem sofortgen Anstieg über 200HM auf den großen Ölberg. Dachte ich
> vorher noch darüber nach, daß es schön wäre den Lauf komplett
> durchzulaufen, so war der Plan schon nach 1200m dahin: obwohl ich vom
> Training im Aachener Umfeld einiges an Steigungen gewohnt war, war ich
> ziemlich baff, als ich das Siebengebirge nun näher kennenlernte.
>
Die Steigungen sind nicht ohne. Vor allem sind sie teilweise auch noch
steil.

> 5:50. Aber kaum war die erste Steigung überwunden, ging ein Aufatmen
> durch die Runde und das Rennen ging los.
>
Ja, bis zur Seufzerbrücke geht es teilweise ziemlich runter.

> Hier ging es dann in die zweite Steigungsrunde hoch zur Löwenburg.

Ja, auch ein Abschnitt, der gerne gegangen wird.

> Auch hier mußte ich wieder viele Teilstrecken gehen, um Kraft zu sparen,
> oder auhc, weil ich die laufend nie hochgekommen wäre. Oben gabs dann für
> knapp 2sec eine herliche Aussicht zu genießen, bevor es wieder hinab
> ins Tal ging.
>
Im Training bin ich dann immer noch für ein kurzes Päuschen die Treppe hoch
zum Baum gegangen.

> Bis zum Nachtigallental bei km21 gab es ein Gefälle von etwa 400HM,
> also reichlich Zeit und Platz, sich einfach rollen zu lassen.

Macht im Nachtigallental besonders spaß.

> De Fuß des Petersberg (also etwa bei 20.5km) erreichte ich nach etwa
> 1:50h und hatte damit ein (vermeintliches) Zeitpolster von 10min für
> die nun kommenden 300HM auf 1.5km.
>
> Aber nicht umsonst heißt der Weg auf den Petersberg "Bittweg", und so
> fühlt man sich dort auch: ein Laufen ist dort (für mich) vollkommen
> unmöglich und mit den Läufern, die dort zeitgleich langkamen haben wir
> uns gefragt, ob es irgendjemanden gibt, der diese Mordsteigung *laufen*
> könnte.

Ja gibt es ;-) Im Training schon einige Male.

> Trotz der Reserven am Fuße des Berges und einem guten Gehtempo,
> war ich fix und fertig, als ich oben ankam.

Das geht auch nicht anders.

> Mal davon abgesehen, daß
> die 10min restlos verbraucht waren. Außerdem fing es auch zu regnen an
> und die Kraftanzeige deutete an, daß es jetzt genehm wäre, bald im Ziel
> zu sein.
>
Naja, von hier fast nur noch bergab.

> Als ich dann an km27 vorbeilief, ahnte ich, daß wohl offensichtlich die
> Längenangabe von 26km (oder auch 26,5) auf der Homepage nicht ganz
> stimmen konnte und war ratlos: wie lange sollte das noch so gehen?

Naja, letztes Jahr hatten sich einige gewundert, dass der letzte km ziemlich
lang war. Offenbar wurde dieses Jahr deswegen ein Schild mehr
aufgestellt ;-)

> Summa summarum ist der Lauf definitiv empfehlenswert und gehört
> wirklich zu den schönsten, die ich kenne. Die Herbststimmung, die
> Landschaft, die nette Orga - alles zusammen ergibt einen wirklich guten
> Lauf mit Suchtfaktor :o))
>
Kann ich vom letzten Jahr nur bestätigen. Ich wäre gerne auch dieses Mal
wieder dabei gewesen.

Gratulation zu der guten Zeit.

Jan

--
http://www.drsl.de?lidd3

[Laufbericht] Drachenlauf
Autor: Lexi Pimenidis (2005-10-24 10:09:59)

On 24 Oct 2005 00:02:02 -0700, Peter Schuette wrote:

> Danke für den schönen Bericht, werde ich mir u.U. mal fürs nächste
> Jahr vormerken. Hört sich an, als ob der Monte Sophia und der
> Dreiländerlauf dagegen Kinderk*cke sind. ;-)

Wenn man durchlaufen möchte: ja. Der Lauf hat von den Steigungen her das
Prädikat: A+++ verdient, wobei das A hier für "A****treter-klasse"
steht. Andererseits mag das subjektiv sein, weil ich noch keine Läufe in
den Alpen hatte ;-)

> BTW, bist Du dieses Jahr wieder in Battice?

Wollte ich eigentlich. Kommst Du mit?

Grüße,

Lexi

--
perl -e @w=qw{mein hut der drei ecken nicht und er hat hätt so wär
01283434801697534ab7501};while($i<8){print "$w[hex] "
foreach(split(//,$w[12]));print"\n";$w[$i++]="*";}

[Laufbericht] Drachenlauf
Autor: Daniel Pfeilsticker (2005-10-24 11:15:20)

Jan Bouwman wrote:
>Carsten Ke!l wrote:
>> "Das Universum expandiert - Der Drachenlauf etwa auch ?
>>
>> 26 KM, 26,5 KM, 27 KM oder etwa noch mehr ? Ja was denn nun. Um diese
>> Frage nun endg

[Laufbericht] Drachenlauf
Autor: "Peter Schuette" (2005-10-24 02:40:10)

Hallo!

Lexi Pimenidis schrieb:
> Wenn man durchlaufen m