[Bericht] Kahlenberglauf (mit WrM), 9.10.2005
Autor: Winfried Strallhofer (2005-10-10 23:04:15)
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
Name des Laufs: 16. Kahlenberglauf
Datum: 9.10.2005 (Sun)
Ort: Wien
Postleitzahl: A
Homepage (Veranstalter): http://www.hoehenstrassenlauf.com/kb
Ihr Name: Winfried Strallhofer
Ihre eMail-Adresse: strallhofer@gmx.at
Streckenlänge: 8,6 km
Beschaffenheit: rund 60% Asphalt und kurz Pflastersteine, der Rest
Waldwege und Wiese zwischen den Weingärten
Profil: +470/-150 Hm
Wetter: sonnig und kühl, fast (100 m blendende Sonne <g>) perfekt
Teilnehmer: 109
Bericht:
16. Internationaler Kahlenberglauf,
mit Wiener Meisterschaften im Berglauf
| Sonntag früh, Dauerregen, der Wetterbericht spricht von 8°. Ein
| Wetter bei dem sich ganz Wien lieber noch einmal lieber im Bett
| umdreht.
So hat mein Bericht vom letzten Jahr angefangen, diesmal ist es in
der Früh auch nicht wärmer gewesen, strahlender Sonnenschein hat aber
schon Freude auf einen perfekten Lauftag gemacht. Bei der Hinfahrt
habe ich der Versuchung, am Pannenstreifen der Nordbrücke für ein
Foto vom Kahlenberg anzuhalten, trotzdem widerstehen können.
[Der alte Bericht ist übrigens unter
und
<http://www.drsl.de?berichta8> zu finden.]
Bei der Startnummernabholung treffe ich gleich auf Elisabeth, am Weg
zurück zum Auto, dass ich zehn Meter von der Startlinie entfernt
geparkt habe, begegnen mir auch ein paar Vereinskollegen und andere
Läufer, die ich schon von einigen Wettkämpfen kenne. Wer fe lt, ist
leider ein dritter männlicher Cricketer, damit ist die Chance auf
eine Mannschaftsmedaille schon vor dem Start vertan. Beim Herumstehen
und Tratschen vergeht die Zeit recht schnell, irgendwann komme ich
dann aber doch zum Einlaufen, zum Teil mit Alfred, der erst vor zwei
Wochen 2:33 in Berlin gelaufen ist.
Der Startschuss kommt recht plötzlich und unerwartet, und auch die
Beine fühlen sich noch nicht ganz munter an. Wie immer düsen vorn ein
paar Läufer recht schnell weg, die eigentlich nicht so schnell sind,
aber nach zwei Ecken im Kahlenbergerdorf hat sich das Feld schon
einigermaßen sortiert. Am Ortsausgang bin ich auf Position acht oder
neun, auf der ersten starken Steigung, die darauf folgt, an siebenter
Stelle. Diese Steigung, noch auf Asphalt, dauert aber ziemlich lang,
irgendwie habe ich das viel geraffter in Erinnerung.
Als es dann auf den Waldweg geht, haben sich vor mir schon zwei
Dreiergruppen gebildet: in der ersten Alfred, in der zweiten die
Berglauf-Europameisterin Andrea Mayr, Andi Stitz und Bernhard Klemen,
der hier letztes Jahr recht knapp vor mir war. Die drei entfernen
sich aber deutlich von mir, unmittelbar hinter mir scheint auch
niemand mehr zu sein, und ich frage mich, warum ich eigentlich gerade
dieses Tempo laufe: Ist es ein Gefühl in den Beinen? Die fühlen sich
im Moment eher nach kurzfristig überzogenem Tempo an. Ist es die
Atmung? Die geht aber noch vergleichsweise locker. Insgesamt finde
ich keinen richtigen Grund warum ich genau so schnell laufe, noch
weniger aber Gründe langsamer oder schneller zu laufen, also tue ich
einfach so, als ob ich genau wüsste, was ich tue, und laufe weiter.
Bei der 2-km-Markierung (10:37) hätte ich einen objektiven Hinweis
gehabt, wie schnell ich bin, wenn ich vorher die Zeit vom Vorjahr
nachgeschaut hätte, ich glaube, es war damals ein bisschen mehr. (Es
waren tatsächlich 10:49.) Während sich die Anderen vor mir immer
weiter entfernen, muss Andi hier am Ende der langen Steigung abreißen
lassen, ich komme ihm anscheinend sogar ein wenig näher, im kurzen
flachen Abschnitt sind es neun Sekunden, aber jetzt geht es fast drei
Kilometer bergab, da wird es schwer sein an einen Läufer
heranzukommen, der viel mehr Schnelligkeit hat als ich. Auch den
Bergababschnitt habe ich irgendwie nicht so lang in Erinnerung, aber
ich vertreibe mir die Zeit damit den Abstand mehrmals zu
kontrollieren: einmal sind es 15, dann sogar 17 Sekunden. Auf einem
steileren asphaltierten Gefälle probiere ich es auch einmal am
Vorfuß
aus, aber - örks - das wird doch ein bisschen schnell und auch
anstrengend.
Dann läuft das Gefälle endlich sanft aus, allerdings kommt auf der
recht schmalen Straße ein Traktor entgegen, der hält sich aber brav
ganz rechts, sodass man ungebremst vorbeilaufen kann. Da die Sicht
hier etwas weiter reicht, kann ich auch Bernhard noch ein Stück vor
Andi erkennen, die restlichen Vier sind aber endgültig verschwunden.
Die 5-km-Markierung erreiche ich nach 10:15 für die letzten drei
Kilometer, dabei bin ich mir sicher, dass das exakt die Zeit vom
Vorjahr ist. (Sie ist.) Jetzt bin ich auch gespannt, ob ich bergauf
wieder etwas von Andis Vorsprung abbauen kann, aber das scheint heute
nicht zu klappen. Die Steigung ist hier meistens nur leicht, ein
kurzes Stück geht es wieder bergab, und der Abstand beträgt immer
noch rund 15 Sekunden. Inzwischen ist für mich auch schon längst
ziemlich mühsam geworden, also nehme ich mir vor, den Abstand
wenigstens nicht größer werden zu lassen.
Endlich beginnt die Straße wieder stärker anzusteigen, die Strecke
biegt nach links ab, und es geht in den Wald hinein. Die Uhr sagt
mir, dass bei einem Zehner jetzt ungefähr die letzten zwei Kilometer
begonnen hätten. Plötzlich hat Andi auch nur mehr zehn Sekunden
Vorsprung, er schüttelt ein paar Mal seine Arme aus, und kurz vor der
ersten Serpentine habe ich ihn eingeholt - ui, der keucht aber stark
- und bin auch gleich vorbei. Sicherheitshalber versuche ich sofort
einen deutlichen Abstand zwischen uns zu bringen. Womöglich glaubt er
aber, ich hätte das Tempo überhaupt nur kurz erhöht, und
versucht
wieder heranzukommen, also muss ich es weiterhin hoch halten, um ihn
von "dummen" Ideen abzuhalten. Früher habe ich manchmal mit ihm
auf
der Bahn trainiert und weiß daher, dass er auch stark keuchend am
Ende noch ziemlich Gas geben kann. Ein vorsichtiger Blick in der
nächsten Kehre zeigt aber, dass der Abstand schon recht passabel ist.
Eine weitere recht steile Kehre folgt noch, dann kommt man schon zum
Parkplatz am Kahlenberg, wo ein paar Zuschauer stehen, die freundlich
klatschen. Die Pause, bis sie nach mir wieder zu klatschen beginnen,
ist beruhigend hoch, das Umdrehen kann ich mir sparen. Ziemlich flach
geht es zur 8-km-Markierung; um auf die Uhr zu sehen, ist jetzt keine
Zeit mehr (13:03, 13:11 im Vorjahr), schließlich fehlen nur noch 600
Meter. Wieder weg vom Asphalt geht es in der Diretissima Richtung
Sender hinauf, aber trotzdem ist es hier bei weitem nicht so steil
wie auf den ersten Kilometern.
Beim Wechsel vom Waldweg wieder zurück auf Asphalt habe ich das
Gefühl, in der Straße ein bisschen zu versinken, aber mit dem
Wissen,
dass ich praktisch schon im Ziel bin, bringe ich doch wieder einen
gscheiten Abdruck zusammen. Einmal noch nach links ums Eck und schon
ist der Fernsehsender, der unmittelbar neben dem die Ziellinie steht,
vor mir. Nur wo - verdammt - ist die Ziellinie jetzt genau? Ich sehe
sie nicht, also bremse ich erst dort, wo schon ein paar Leute im Weg
herum stehen. Nach dem ersten Verschnaufen unterhalte ich mich ein
wenig mit den Läufern, die schon da sind, und erfahre, dass Alfred
gewonnen hat, und Andrea knapp (nur 11 s) dahinter Dritte im Einlauf
geworden ist. Vor dem Start habe ich ihr noch glasgekugelt, dass sie
zumindestens unter die ersten Drei laufen würde. Nach der Ziellinie
bin ich übrigens rund 20 Meter weitergelaufen. :-)
Ich hole mir meinen Rucksack, in dem ich auch die Kamera herauf
transportieren habe lassen, und schaue mir die weiteren Läufer an,
die ins Ziel laufen. Als dann nach dem Startschuss schon 65 Minuten
vergangen sind, gehe ich Elisabeth ein Stück entgegen, schließlich
müsste sie jeden Augenblick auftauchen. Vor dem Start hat sie
außerdem gefragt gehabt, wie das wäre, wenn sie unterwegs nicht mehr
weiterkönne. Da habe ich ihr erklärt, dass sie dann eben ins Ziel
gehen müsse, andernfalls würden sie irgendwann wohl ein
Spaziergänger
finden und vielleicht den Hubschrauber rufen; wenn ihr das nicht
passe, müsse sie eben auf der Bahn laufen, wo man jederzeit
problemlos aussteigen könne.
Aber Glück gehabt, da kommt sie doch noch und wirkt recht locker,
also kann sie ruhig noch mit ein paar Aufmunterungen Richtung Ziel
treiben und dabei ein paar Fotos machen. Nach einem gemütlichen
Spaziergang hinunter ins Kahlenbergerdorf - am direkten Weg dauert
das nur gut 20 Minuten - geht sich für mich noch ein bisschen
Auslaufen aus, danach wird es schon Zeit für die Siegerehrung, wo
Elisabeth natürlich einen Pokal für den zweiten Platz in der W40
erhält. Ich werde in der Meisterschaft zwar nur Vierter, aber für den
dritten Platz in der MHK des Volkslaufs, die hier bis 34 reicht,
bekomme ich auch noch einen Pokal.
Ergebnisse:
http://www.hoehenstrassenlauf.com/kb/ergebnisse.html
Grüße
Winfried
--
Vervollständigen Sie diese Reihe:
60,4-61,0-61,6-..,.
Autor: Uwe Stoeckel (2005-10-10 23:25:42)
Autor: Uwe Stoeckel (2005-10-10 23:25:42)
On Mon, 10 Oct 2005 23:04:15 +0200, Winfried Strallhofer
wrote:
>Insgesamt finde
>ich keinen richtigen Grund warum ich genau so schnell laufe, noch
>weniger aber Gründe langsamer oder schneller zu laufen, also tue ich
>einfach so, als ob ich genau wüsste, was ich tue, und laufe weiter.
das ist einer Sig würdig!
--
http://www.drsl.de/?lid
Autor: Elisabeth Mueller (2005-10-14 00:00:48)
Winfried Strallhofer schrieb:
>Name des Laufs: 16. Kahlenberglauf
>16. Internationaler Kahlenberglauf,
>mit Wiener Meisterschaften im Berglauf
>
>| Sonntag früh, Dauerregen, der Wetterbericht spricht von 8°. Ein
>| Wetter bei dem sich ganz Wien lieber noch einmal lieber im Bett
>| umdreht.
Huh?
>
>So hat mein Bericht vom letzten Jahr angefangen,
Ach so!
>diesmal ist es in
>der Früh auch nicht wärmer gewesen, strahlender Sonnenschein hat
aber
>schon Freude auf einen perfekten Lauftag gemacht. Bei der Hinfahrt
>habe ich der Versuchung, am Pannenstreifen der Nordbrücke für ein
>Foto vom Kahlenberg anzuhalten, trotzdem widerstehen können.
Schade eigentlich, der Anblick war sicher schoen.
>
>[Der alte Bericht ist übrigens unter
> und
><http://www.drsl.de?berichta8> zu finden.]
>
>Bei der Startnummernabholung treffe ich gleich auf Elisabeth,
die sich dort breit macht
>Alfred, der erst vor zwei
>Wochen 2:33 in Berlin gelaufen ist.
Oerks.
>
>Der Startschuss kommt recht plötzlich und unerwartet, und auch die
>Beine fühlen sich noch nicht ganz munter an. Wie immer düsen vorn
ein
>paar Läufer recht schnell weg, die eigentlich nicht so schnell sind,
>aber nach zwei Ecken im Kahlenbergerdorf hat sich das Feld schon
>einigermaßen sortiert. Am Ortsausgang bin ich auf Position acht oder
>neun, auf der ersten starken Steigung, die darauf folgt, an siebenter
>Stelle. Diese Steigung, noch auf Asphalt, dauert aber ziemlich lang,
>irgendwie habe ich das viel geraffter in Erinnerung.
Nein, die dauert wirklich so lang. D.h. fuer Dich dauerte sie nur halb
so lang wie fuer mich. Aber eigentlich war es ein schoenes Stueck, ich
mag Waldwege.
>
>Insgesamt finde
>ich keinen richtigen Grund warum ich genau so schnell laufe, noch
>weniger aber Gründe langsamer oder schneller zu laufen, also tue ich
>einfach so, als ob ich genau wüsste, was ich tue, und laufe weiter.
LOL! Dann wirds schon stimmen. Du laeufst ja nicht zum ersten Mal.
>
>Auf einem
>steileren asphaltierten Gefälle probiere ich es auch einmal am
Vorfuß
>aus, aber - örks - das wird doch ein bisschen schnell und auch
>anstrengend.
Vorfuss - bergab? Wie soll das gehen? Das ist irgendwie verdreht.
>
>Dann läuft das Gefälle endlich sanft aus, allerdings kommt auf
der
>recht schmalen Straße ein Traktor entgegen, der hält sich aber
brav
>ganz rechts, sodass man ungebremst vorbeilaufen kann.
Vor Euch Spitzenlaeufern hatten die Fahrer noch den noetigen Respekt.
>Inzwischen ist für mich auch schon längst
>ziemlich mühsam geworden, also nehme ich mir vor, den Abstand
>wenigstens nicht größer werden zu lassen.
Fuer Dich war es auch muehsam? Dann bin ich ja beruhigt.
>
>Plötzlich hat Andi auch nur mehr zehn Sekunden
>Vorsprung, er schüttelt ein paar Mal seine Arme aus, und kurz vor der
>ersten Serpentine habe ich ihn eingeholt - ui, der keucht aber stark
>- und bin auch gleich vorbei. Sicherheitshalber versuche ich sofort
>einen deutlichen Abstand zwischen uns zu bringen.
He, super. Das waren diese super fiesen Serpentinen, wo ich kurz das
Gefuehl hatte, jetzt trete ich am Platz. Da gings ganz schoen steil
hinauf. Und dort konntest Du noch ueberholen? Reschpekt.
>Womöglich glaubt er
>aber, ich hätte das Tempo überhaupt nur kurz erhöht, und
versucht
>wieder heranzukommen, also muss ich es weiterhin hoch halten, um ihn
>von "dummen" Ideen abzuhalten. Früher habe ich manchmal mit
ihm auf
>der Bahn trainiert und weiß daher, dass er auch stark keuchend am
>Ende noch ziemlich Gas geben kann. Ein vorsichtiger Blick in der
>nächsten Kehre zeigt aber, dass der Abstand schon recht passabel ist.
Taktik ist alles. Du kannst nicht nur laufen, Du kannst auch noch
denken nebenbei.
>Beim Wechsel vom Waldweg wieder zurück auf Asphalt habe ich das
>Gefühl, in der Straße ein bisschen zu versinken,
Komisch, wie das? So weich war der Asphalt aber auch nicht.
>Nur wo - verdammt - ist die Ziellinie jetzt genau?
Du hast sie also auch nicht gesehen. War da ueberhaupt eine?
> Ich sehe
>sie nicht, also bremse ich erst dort, wo schon ein paar Leute im Weg
>herum stehen. Nach dem ersten Verschnaufen unterhalte ich mich ein
>wenig mit den Läufern, die schon da sind, und erfahre, dass Alfred
>gewonnen hat, und Andrea knapp (nur 11 s) dahinter Dritte im Einlauf
>geworden ist. Vor dem Start habe ich ihr noch glasgekugelt, dass sie
>zumindestens unter die ersten Drei laufen würde. Nach der Ziellinie
>bin ich übrigens rund 20 Meter weitergelaufen. :-)
Fuers Kilometerspiel?
>
>Ich hole mir meinen Rucksack, in dem ich auch die Kamera herauf
>transportieren habe lassen, und schaue mir die weiteren Läufer an,
>die ins Ziel laufen. Als dann nach dem Startschuss schon 65 Minuten
>vergangen sind, gehe ich Elisabeth ein Stück entgegen,
schließlich
>müsste sie jeden Augenblick auftauchen.
Du bist ganz schoen weit gekommen, d.h. ich war viel zu lange
unterwegs. Du hast uebrigens gar nicht so gewirkt, als seist Du gerade
den Berg hochgelaufen. Wenn Du mit dem Auto gekommen waerst, Du
haettest nicht frischer ausgesehen. Das hat mich in Kagran auch schon
so verbluefft. Schwitzt Du eigentlich nie?
>Vor dem Start hat sie
>außerdem gefragt gehabt, wie das wäre, wenn sie unterwegs nicht
mehr
>weiterkönne. Da habe ich ihr erklärt, dass sie dann eben ins Ziel
>gehen müsse, andernfalls würden sie irgendwann wohl ein
Spaziergänger
>finden und vielleicht den Hubschrauber rufen; wenn ihr das nicht
>passe, müsse sie eben auf der Bahn laufen, wo man jederzeit
>problemlos aussteigen könne.
Das hat mich auch sehr aufgebaut. grrrrr
>
>Aber Glück gehabt, da kommt sie doch noch und wirkt recht locker,
>also kann sie ruhig noch mit ein paar Aufmunterungen Richtung Ziel
>treiben und dabei ein paar Fotos machen.
Ich hab Dir auch in Standposen jede Menge Gelegenheit gegeben.
>Ich werde in der Meisterschaft zwar nur Vierter, aber für den
>dritten Platz in der MHK des Volkslaufs, die hier bis 34 reicht,
>bekomme ich auch noch einen Pokal.
Und so nonchalant hast Du ihn eben mal abgeholt.
Danke fuer den netten Bericht von der Spitze!
Elisabeth
Autor: Winfried Strallhofer (2005-10-16 20:43:24)
Elisabeth Mueller hat geschrieben:
>Winfried Strallhofer schrieb:
>>| Sonntag früh, Dauerregen, der Wetterbericht spricht von 8°.
Ein
>>| Wetter bei dem sich ganz Wien lieber noch einmal lieber im Bett
>>| umdreht.
>
>Huh?
Vielleicht hätte ich vor dem Zitieren noch auf Fehler noch
kontrollieren sollen. :-)
>>Auf einem
>>steileren asphaltierten Gefälle probiere ich es auch einmal am
Vorfuß
>>aus, aber - örks - das wird doch ein bisschen schnell und auch
>>anstrengend.
>
>Vorfuss - bergab? Wie soll das gehen? Das ist irgendwie verdreht.
Einfach am Vorfuß landen und dann rollen lassen, verdreht wäre es
mit
dem Rist aufzukommen. Da ich auch im Flachen längere Strecken nicht
am Vorfuß laufen kann, geht das bergab natürlich erst recht nur serh
kurz, und bremsen kann damit auch nicht.
>>Womöglich glaubt er
>>aber, ich hätte das Tempo überhaupt nur kurz erhöht, und
versucht
>>wieder heranzukommen, also muss ich es weiterhin hoch halten, um ihn
>>von "dummen" Ideen abzuhalten. Früher habe ich manchmal
mit ihm auf
>>der Bahn trainiert und weiß daher, dass er auch stark keuchend am
>>Ende noch ziemlich Gas geben kann. Ein vorsichtiger Blick in der
>>nächsten Kehre zeigt aber, dass der Abstand schon recht passabel
ist.
>
>Taktik ist alles. Du kannst nicht nur laufen, Du kannst auch noch
>denken nebenbei.
Denken braucht man dabei nicht. Das was ich im Bericht beschrieben
habe, ist mehr die Beobachtung meines unwillkürlichen Verhaltens. :-)
>>Beim Wechsel vom Waldweg wieder zurück auf Asphalt habe ich das
>>Gefühl, in der Straße ein bisschen zu versinken,
>
>Komisch, wie das? So weich war der Asphalt aber auch nicht.
Durch Laktat aufgeweicht.
>>Nur wo - verdammt - ist die Ziellinie jetzt genau?
>
>Du hast sie also auch nicht gesehen. War da ueberhaupt eine?
Ja, sie war eh recht deutlich zu sehen, das habe ich aber vorher
nicht gewusst und deshalb nach dem Zeitnehmer vom Vorjahr Ausschau
gehalten, der aber ziemlich unbeteiligt viel weiter hinten gestanden
ist.
> Du hast uebrigens gar nicht so gewirkt, als seist Du gerade
>den Berg hochgelaufen. Wenn Du mit dem Auto gekommen waerst, Du
>haettest nicht frischer ausgesehen. Das hat mich in Kagran auch schon
>so verbluefft. Schwitzt Du eigentlich nie?
Kannst du dich nicht mehr an die 10.000 m im August erinnern? Danach
war ich doch tropfnass!
>>Vor dem Start hat sie
>>außerdem gefragt gehabt, wie das wäre, wenn sie unterwegs
nicht mehr
>>weiterkönne. Da habe ich ihr erklärt, dass sie dann eben ins
Ziel
>>gehen müsse, andernfalls würden sie irgendwann wohl ein
Spaziergänger
>>finden und vielleicht den Hubschrauber rufen; wenn ihr das nicht
>>passe, müsse sie eben auf der Bahn laufen, wo man jederzeit
>>problemlos aussteigen könne.
>
>Das hat mich auch sehr aufgebaut. grrrrr
:-))
Grüße
Winfried
--
Vervollständigen Sie diese Reihe:
60,4-61,0-61,6-..,.
Autor: Elisabeth Mueller (2005-10-17 23:20:13)
Winfried Strallhofer schrieb:
>Elisabeth Mueller hat geschrieben:
>>Winfried Strallhofer schrieb:
>>>Auf einem
>>>steileren asphaltierten Gefälle probiere ich es auch einmal am
Vorfuß
>>>aus, aber - örks - das wird doch ein bisschen schnell und auch
>>>anstrengend.
>>
>>Vorfuss - bergab? Wie soll das gehen? Das ist irgendwie verdreht.
>
>Einfach am Vorfuß landen und dann rollen lassen, verdreht wäre
es mit
>dem Rist aufzukommen. Da ich auch im Flachen längere Strecken nicht
>am Vorfuß laufen kann, geht das bergab natürlich erst recht nur
serh
>kurz, und bremsen kann damit auch nicht.
Ich kann mir das nur so vorstellen, dass Du extrem nach vor geneigt
laeufst. Macht natuerlich schnell, aber Hindernis darf keines
ploetzlich auftauchen.
>
>>>Womöglich glaubt er
>>>aber, ich hätte das Tempo überhaupt nur kurz erhöht,
und versucht
>>>wieder heranzukommen, also muss ich es weiterhin hoch halten, um
ihn
>>>von "dummen" Ideen abzuhalten. Früher habe ich
manchmal mit ihm auf
>>>der Bahn trainiert und weiß daher, dass er auch stark
keuchend am
>>>Ende noch ziemlich Gas geben kann. Ein vorsichtiger Blick in der
>>>nächsten Kehre zeigt aber, dass der Abstand schon recht
passabel ist.
>>
>>Taktik ist alles. Du kannst nicht nur laufen, Du kannst auch noch
>>denken nebenbei.
>
>Denken braucht man dabei nicht. Das was ich im Bericht beschrieben
>habe, ist mehr die Beobachtung meines unwillkürlichen Verhaltens. :-)
Oh, Du bist der geborene WK, Du machst alles instinktiv richtig.
>
>>>Beim Wechsel vom Waldweg wieder zurück auf Asphalt habe ich
das
>>>Gefühl, in der Straße ein bisschen zu versinken,
>>
>>Komisch, wie das? So weich war der Asphalt aber auch nicht.
>
>Durch Laktat aufgeweicht.
Ja, das ist literweise geflossen.
>
>>>Nur wo - verdammt - ist die Ziellinie jetzt genau?
>>
>>Du hast sie also auch nicht gesehen. War da ueberhaupt eine?
>
>Ja, sie war eh recht deutlich zu sehen, das habe ich aber vorher
>nicht gewusst und deshalb nach dem Zeitnehmer vom Vorjahr Ausschau
>gehalten, der aber ziemlich unbeteiligt viel weiter hinten gestanden
>ist.
Besser so als umgekehrt. Stell Dir vor, der steht schon 500 m vor dem
Ziel, und Du bleibst locker stehen ...
>
>> Du hast uebrigens gar nicht so gewirkt, als seist Du gerade
>>den Berg hochgelaufen. Wenn Du mit dem Auto gekommen waerst, Du
>>haettest nicht frischer ausgesehen. Das hat mich in Kagran auch schon
>>so verbluefft. Schwitzt Du eigentlich nie?
>
>Kannst du dich nicht mehr an die 10.000 m im August erinnern? Danach
>war ich doch tropfnass!
Stimmt. Das hab ich wohl verschwitzt.
Liebe Gruesse,
Elisabeth
Autor: Winfried Strallhofer (2005-10-18 20:36:55)
Uwe Stoeckel hat geschrieben:
>On Mon, 10 Oct 2005 23:04:15 +0200, Winfried Strallhofer
> wrote:
>
>>Insgesamt finde
>>ich keinen richtigen Grund warum ich genau so schnell laufe, noch
>>weniger aber Gründe langsamer oder schneller zu laufen, also tue
ich
>>einfach so, als ob ich genau wüsste, was ich tue, und laufe
weiter.
>
>das ist einer Sig würdig!
Naja, je öfter ich an Wettkämpfen teilnehme, desto öfter frage
ich
mich auch: Wieviele Kilometer bin ich schon gelaufen, wie weit ist es
noch, warum laufe ich gerade dieses Tempo?
Grüße
Win-"das sind doch die großen Fragen"-fried
--
Vervollständigen Sie diese Reihe:
60,4-61,0-61,6-..,.
Autor: Winfried Strallhofer (2005-10-18 20:36:57)
Elisabeth Mueller hat geschrieben:
>Winfried Strallhofer schrieb:
>>Elisabeth Mueller hat geschrieben:
>>>Vorfuss - bergab? Wie soll das gehen? Das ist irgendwie verdreht.
>>
>>Einfach am Vorfuß landen und dann rollen lassen, verdreht
wäre es mit
>>dem Rist aufzukommen. Da ich auch im Flachen längere Strecken
nicht
>>am Vorfuß laufen kann, geht das bergab natürlich erst recht
nur serh
>>kurz, und bremsen kann damit auch nicht.
>
>Ich kann mir das nur so vorstellen, dass Du extrem nach vor geneigt
>laeufst.
Ein bisschen Vorlage ist da schon nützlich, aber das ist doch vom
Skifahren bekannt, dann Kniehub erhöhen und die Fußsohle rechtzeitig
runterklappen. Lange würde ich das aber auch nicht durchhalten. Ein
guter Vorfußläufer könnte sicher auch längere
Bergabstücke so laufen.
>Macht natuerlich schnell, aber Hindernis darf keines
>ploetzlich auftauchen.
Möglichst nicht. :-)
>>>Taktik ist alles. Du kannst nicht nur laufen, Du kannst auch noch
>>>denken nebenbei.
>>
>>Denken braucht man dabei nicht. Das was ich im Bericht beschrieben
>>habe, ist mehr die Beobachtung meines unwillkürlichen Verhaltens.
:-)
>
>Oh, Du bist der geborene WK, Du machst alles instinktiv richtig.
Richtig muss es deshalb noch lange nicht sein. Solche Sachen sind
genauso auch schon in die Hose gegangen.
[Ziellinie]
>>Ja, sie war eh recht deutlich zu sehen, das habe ich aber vorher
>>nicht gewusst und deshalb nach dem Zeitnehmer vom Vorjahr Ausschau
>>gehalten, der aber ziemlich unbeteiligt viel weiter hinten gestanden
>>ist.
>
>Besser so als umgekehrt. Stell Dir vor, der steht schon 500 m vor dem
>Ziel, und Du bleibst locker stehen ...
Stimmt. :-) Wäre mir aber vermutlich komisch vorgekommen, dort mitten
im Wald.
>>Kannst du dich nicht mehr an die 10.000 m im August erinnern? Danach
>>war ich doch tropfnass!
>
>Stimmt. Das hab ich wohl verschwitzt.
Hmm, geht das noch als Wortspiel durch, oder läuft das schon unter
schlechtem Kalauer?
Grüße
Winfried
--
Vervollständigen Sie diese Reihe:
60,4-61,0-61,6-..,.
Autor: Elisabeth Mueller (2005-10-19 23:59:10)
Winfried Strallhofer schrieb:
>Elisabeth Mueller hat geschrieben:
>>Winfried Strallhofer schrieb:
>>>Kannst du dich nicht mehr an die 10.000 m im August erinnern?
Danach
>>>war ich doch tropfnass!
>>
>>Stimmt. Das hab ich wohl verschwitzt.
>
>Hmm, geht das noch als Wortspiel durch, oder läuft das schon unter
>schlechtem Kalauer?
Also schlecht fand ich ihn nicht.
Elisabeth
