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[Bericht] Oesterreichische Meisterschaften im Strassenlauf, 25.9.2005


[Bericht] Oesterreichische Meisterschaften im Strassenlauf, 25.9.2005
Autor: Winfried Strallhofer (2005-10-03 15:30:22)

[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.

Name des Laufes: Österreichische Meisterschaften im Straßenlauf
Datum: 25.9.2005 (Sun)
Ort: Wien-Prater
Postleitzahl: A
Homepage (Veranstalter): http://www.lcc-wien.at/
Ihr Name: Winfried Strallhofer
Ihre eMail-Adresse: strallhofer@gmx.at
Streckenlaengen: 5 km (U18) und
*10* km (U20, U23, allgemeine Klasse und Masters)
Beschaffenheit: Asphalt
Profil: eben
Wetter: 20°, sonnig, leichter SO-Wind
Teilnehmer: 203 (10 km)
Bericht:

Nach dem Halbmarathon im April sind das die zweiten
Staatsmeisterschaften, die heuer in Wien stattfinden. Deshalb, und
weil der Wettkampf fünf Wochen vor dem Marathon gut ins Training
passt, bin ich dabei. Staatsmeisterschaften auf der Straße sind sehr
praktisch, weil es da in Tempobereichen, wo man manchmal auch schon
bei größeren Veranstaltungen recht allein läuft, ein recht dichtes
Feld vorfindet.

Das Training in letzter Zeit ist ganz gut verlaufen, die letzten
Wettkämpfe zwar etwas langsamer als gewünscht, aber doch jeweils
etwas besser als der vorherige, also habe ich mir sub34:30 als Ziel
gesetzt, was mir im Vergleich zu 34:51 auf der Bahn vor knapp vier
Wochen nicht unmöglich erscheint.

Da auch die Anlage von meinem Verein im Prater liegt, nur wenige
hundert Meter vom Start entfernt, wollte ich einmal eine der
Wettkampfaufwärmmethoden aus Daniels Running Formula ausprobieren -
800 m T-pace - aber die Bahn ist wegen der gleichzeitig
stattfindenden Wiener Mehrkampfmeisterschaften belegt, also mache ich
doch nur ein paar Steigerungen auf der Hauptallee. Dort ist auf der
Höhe des Marathonwegs (der zum Marathontor des Ernst-Happel-Stadions
führt, aber fast nie verwendet wird) der Start.

Ein paar Minuten vor zehn Uhr stelle ich mich dann von vorne in den
Startblock und suche mir die dritte oder vierte Reihe aus, da schauen
die Läufer nicht mehr so schnell aus. Da die Startlinie sehr breit
ist, ist das vielleicht etwas weit hinten, aber nach dem Startschuss,
der auf (hier schon nicht mehr zu hörende) Erklärungen zum
Streckenverlauf folgt, ist die Drängelei nach wenigen Sekunden
vorbei, und ich kann in Ruhe versuchen mein Tempo zu finden.

Neben beziehungsweise hinter mir laufen zwei Vereinskollegen und
andere mir bekannte Läufer, also ergibt sich auch wieder die
Möglichkeit für das von mir sehr geschätzte "Na, wie schnell lauf ma
denn heut?"-Geplauder am ersten Kilometer. Es fühlt es sich ganz
vernünftig an, bei der 500-m-Tafel zeigt meine Uhr 1:40 - passt! Also
einfach das Tempo gefühlsmäßig halten, ein bisschen langsamer wird es
dann eh von selbst. Dazu muss ich schon ein paar Läufer überholen,
die wohl zu schnell gestartet sind. Für den ersten Kilometer drücke
ich 3:22 ab - auch gut - aber vom Durchschnittstempo von 3:27, das
ich für 34:30 brauche, nicht mehr weit weg.

Bald nach dem 1-km-Schild biegt die Strecke von der Hauptallee nach
rechts in die Lusthausstraße ab. Am zweiten Kilometer bin ich schon
bei 3:27 angelangt, inzwischen bilden sich auch schon Gruppen aus der
bisher noch ziemlich durchgehenden Läuferschlange. Ein kurzes Stück
geht es über den Radweg der Stadionallee zurück zur Hauptallee, dort
wieder an Start und Ziel vorbei und auf die zweite Runde, wo kurz
nach der Startlinie auch das 3-km-Schild ist: 3:28. Gut dann muss ich
jetzt gut aufpassen, dass ich nicht zu langsam werde, und wechsle
deshalb eine Gruppe nach vor, die noch nicht viel Abstand gehabt hat.

Der vierte Kilometer dauert 3:25, allerdings wird es jetzt schon
mühsam, ist das nicht ein bisschen zu früh? Ich rechne mir inzwischen
schon aus, wieviel Guthaben ich noch habe, um insgesamt unter 35
Minuten, also einem 3:30er-Schnitt zu bleiben. Meine Gruppe scheint
irgendwie auch schneller zu werden, ich kann den Anschluss nicht mehr
richtig halten und habe schon ein Loch von vier oder fünf Meter
aufreißen lassen. Jetzt kommt mir allerdings Daniels "When
struggling, speed up!" in den Sinn, das mir schon lang bekannt ist,
aber diesmal halte ich mich daran und habe die Gruppe bald wieder
erreicht.

Beim 5er-Schild zeigt die Uhr 3:24 für den Kilometer und 17:05 als
Zwischenheit an. Hey, warum habe ich da vorher schon an die blöden 35
Minuten gedacht, ich kanns ja /doch/! Viel lieber zähle ich nur die
Sekunden, die ich über dem hübschen 3:24er-Schnitt liege, vielleicht
werden es gar nicht so viele. Inzwischen ist die zweite Runde auch
schon zu Ende, diesmal biegt man aber nicht nach rechts auf eine
weitere Runde in die Hauptallee ein sondern nach links Richtung
Praterstern auf eine Wendepunktstrecke.

Mit 3:33 als nächster Kilometerzeit kommt dann die Ernüchterung - ich
hasse flachse Schilder! Ein bisschen Gegenwind ist hier auch zu
spüren, aber da ich in der Gruppe nur selten vorn laufe, stört das
kaum, hin und wieder sammeln wir ein paar Läufer ein. Der siebente
Kilometer dauert 3:27, das dürfte wieder stimmen. Jetzt im Moment
macht mir das überhaupt keinen Spaß mehr: "Blöde Sportart habe ich
mir da ausgesucht", kommt mir in den Sinn. Dann kommt allerdings
Ablenkung in Form der Spitze entgegen. Wie nicht anders zu erwarten,
ist Günther Weidlinger ganz vorn und schaut sehr schnell aus, eine
Dreiergruppe liegt^Wläuft ungefähr 20 m dahinter und dann kommen noch
ein paar einzelne Läufer. [Wie später zu erfahren war, hat Weidlinger
das eigentliche Rennen erst unmittelbar davor bei der 8-km-Marke
eröffnet.]

"Schön" langsam kommt der Wendepunkt in Sicht, und ich freue mich
schon, dass es für den Rest bis zum Ziel dann ein wenig Rückenwind
gibt. Bei der Wende und dem Beschleunigen danach ist gut zu spüren,
dass die Beine schon recht müde und schwer sind, aber - *patsch* -
was ist das? Plötzlich gibt es *kräftigen* Gegenwind! (Merke: Wind
kommt immer von vorn, <grummel>.) Der achte Kilometer dauert schon
3:33, dabei war der hauptsächlich noch vor der Wende. Immerhin bin
ich noch in der gleichen Gruppe wie iseit dem dritten oder vierten
Kilometer, und von den drei oder vier, die wir inzwischen nur mehr
sind, läuft auch immer wieder jemand Anderer im Wind. Beim 9er-Schild
(3:35) zischt plötzlich der U23-Läufer, der vor dem Start erzählt
hat, dass er kaum trainiert hat, und deshalb nur langsam mitläuft,
davon. Na gut, normalerweise hätte ich ihn schon nach zwei Kilometern
nicht mehr gesehen.

Leider haben auch die Anderen noch mehr Reserven als ich, also bin
ich am letzten Kilometer allein. Immerhin gibt es heute recht viele
Zuschauer, das ist sonst bei Praterläufen nicht immer der Fall.
Möglicherweise überhole ich noch einen Läufer, aber so anstrengend
wie das jetzt ist, kann das auch täuschen. [In der Ergebnisliste ist
jedenfalls ein Läufer, den ich als überholt in Erinnerung gehabt
habe, vor mir aufgetaucht.] Zum Ziel hin noch ein bisschen Gas -
irgendwer ruft noch meinen Namen - und endlich die Uhr im Ziel
abdrücken: 34:35 (3:23 für den letzten Kilometer) ist neue PB und
auch sonst nicht schlecht, aber ich würde gern endlich unter 34:30
laufen und nicht immer knapp unter 35, wie schon seit bald drei
Jahren.

Meinen männlichen Vereinskollegen geht leider gar nicht gut, sie
brauchen über eine Minute länger als erhofft, was für die Mannschaft
auch nur eine Platzierung weit hinten ergibt. Die Frauen sind
deutlich besser: Die eine läuft erstmals unter 40 Minuten, die zweite
(20 s dahinter) verbessert ihre bisherige PB um rund zwei Minuten,
und zusammen mit der dritten reicht es auch noch für den fünften
Platz und somit für einen Auftritt bei der Siegerehrung. Die findet
dann im Happelstadion statt, wo man endlich auch die Vorteile des
sonnigen Herbsttages genießen kann. Nur vom Rasen, der erst vor
kurzem eine Heizung um angeblich 500.000 Euro bekommen hat, wird man
rasch vertrieben, aber auch auf der Tartanbahn liegt es sich
gemütlich.

Ach ja, nachgeschobenes VWKGJ: Es war natürlich viel zu heiß für
vernünftige Zeiten. ;-) Tatsächlich sind einige Läufer hinter ihren
üblichen oder erhofften Zeiten zurückgeblieben.

Grüße
Winfried
--
Vervollständigen Sie diese Reihe:
60,4-61,0-61,6-..,.

[Bericht] Oesterreichische Meisterschaften im Strassenlauf, 25.9.2005
Autor: Magnus Kreth (2005-10-03 16:20:31)

[Bericht] Oesterreichische Meisterschaften im Strassenlauf, 25.9.2005
Autor: Magnus Kreth (2005-10-03 16:20:31)

Winfried Strallhofer schrieb:

> Nach dem Halbmarathon im April sind das die zweiten
> Staatsmeisterschaften, die heuer in Wien stattfinden. Deshalb, und
> weil der Wettkampf fünf Wochen vor dem Marathon gut ins Training
> passt, bin ich dabei. Staatsmeisterschaften auf der Straße sind sehr
> praktisch, weil es da in Tempobereichen, wo man manchmal auch schon
> bei größeren Veranstaltungen recht allein läuft, ein recht dichtes
> Feld vorfindet.

Stimmt, für eine gute Zeit ist ein großes Feld gut. Andererseits, wird bei
Meisterschaftsrennen (ich hab noch keins - ausser Kreismeisterschaften
absolviert) nicht oft auf Platzierung und damit ungleichmäßig gelaufen?

> Das Training in letzter Zeit ist ganz gut verlaufen, die letzten
> Wettkämpfe zwar etwas langsamer als gewünscht, aber doch jeweils
> etwas besser als der vorherige, also habe ich mir sub34:30 als Ziel
> gesetzt, was mir im Vergleich zu 34:51 auf der Bahn vor knapp vier
> Wochen nicht unmöglich erscheint.

Jepp, glaube ich auch.

> Neben beziehungsweise hinter mir laufen zwei Vereinskollegen und
> andere mir bekannte Läufer, also ergibt sich auch wieder die
> Möglichkeit für das von mir sehr geschätzte "Na, wie schnell lauf ma
> denn heut?"-Geplauder am ersten Kilometer. Es fühlt es sich ganz
> vernünftig an, bei der 500-m-Tafel zeigt meine Uhr 1:40 - passt! Also
> einfach das Tempo gefühlsmäßig halten, ein bisschen langsamer wird es
> dann eh von selbst. Dazu muss ich schon ein paar Läufer überholen,
> die wohl zu schnell gestartet sind. Für den ersten Kilometer drücke
> ich 3:22 ab - auch gut - aber vom Durchschnittstempo von 3:27, das
> ich für 34:30 brauche, nicht mehr weit weg.

Das passt doch bis jetzt sehr gut.

> Bald nach dem 1-km-Schild biegt die Strecke von der Hauptallee nach
> rechts in die Lusthausstraße ab. Am zweiten Kilometer bin ich schon
> bei 3:27 angelangt, inzwischen bilden sich auch schon Gruppen aus der
> bisher noch ziemlich durchgehenden Läuferschlange. Ein kurzes Stück
> geht es über den Radweg der Stadionallee zurück zur Hauptallee, dort
> wieder an Start und Ziel vorbei und auf die zweite Runde, wo kurz
> nach der Startlinie auch das 3-km-Schild ist: 3:28. Gut dann muss ich
> jetzt gut aufpassen, dass ich nicht zu langsam werde, und wechsle
> deshalb eine Gruppe nach vor, die noch nicht viel Abstand gehabt hat.

Vernünftig.

> Der vierte Kilometer dauert 3:25,

Exzellent.

> allerdings wird es jetzt schon mühsam, ist das nicht ein bisschen zu früh?

Nein! Soll doch kein Zuckerschlecken sondern eine Bestzeit werden!!!

> Ich rechne mir inzwischen schon aus, wieviel Guthaben ich noch habe, um
> insgesamt unter 35 Minuten, also einem 3:30er-Schnitt zu bleiben.

Das sind die falschen Gedanken!

> Meine Gruppe scheint
> irgendwie auch schneller zu werden, ich kann den Anschluss nicht mehr
> richtig halten und habe schon ein Loch von vier oder fünf Meter
> aufreißen lassen. Jetzt kommt mir allerdings Daniels "When
> struggling, speed up!" in den Sinn, das mir schon lang bekannt ist,
> aber diesmal halte ich mich daran und habe die Gruppe bald wieder
> erreicht.

Ja, dranbleiben! Mit ein bischen Kampf kann man das schon durchhalten.

> Beim 5er-Schild zeigt die Uhr 3:24 für den Kilometer und 17:05 als
> Zwischenheit an.

Klasse, geht da heute noch mehr?

Ganz schön spannend, Dein Rennen.

> Hey, warum habe ich da vorher schon an die blöden 35
> Minuten gedacht, ich kanns ja /doch/!

Sieht ganz danach aus.

> Mit 3:33 als nächster Kilometerzeit kommt dann die Ernüchterung - ich
> hasse flachse Schilder! Ein bisschen Gegenwind ist hier auch zu
> spüren, aber da ich in der Gruppe nur selten vorn laufe, stört das
> kaum, hin und wieder sammeln wir ein paar Läufer ein. Der siebente
> Kilometer dauert 3:27, das dürfte wieder stimmen.
> Jetzt im Moment macht mir das überhaupt keinen Spaß mehr: "Blöde Sportart
> habe ich mir da ausgesucht", kommt mir in den Sinn.

Völlig egal ob es jetzt Spass macht, zu diesem Zeitpunkt kann ein
10km-Rennen doch gar keinen Spass machen.

> Der achte Kilometer dauert schon 3:33, dabei war der hauptsächlich noch
> vor der Wende.

Ein paar Sekunden verliert man immer an einem Wendepunkt. Aber dafür gibts
ja noch einen letzten Kilometer. Das holst Du dann wieder herein. Bisher
liegst Du doch noch auf einem sehr guten Kurs, ich bin schon gespannt, was
am Ende dabei herauskommt.

> Immerhin bin
> ich noch in der gleichen Gruppe wie iseit dem dritten oder vierten
> Kilometer, und von den drei oder vier, die wir inzwischen nur mehr
> sind, läuft auch immer wieder jemand Anderer im Wind.

Da hat sich also eine starke Gruppe mit gemeinsamen Interessen gefunden.
Super, das hilft, das Tempo weiter hochzuhalten.

> Beim 9er-Schild (3:35)

Häh? Habt ihr Euch in der Führungsarbeit nur abgewechselt, weil niemand
wirklich Tempo machen wollte?!?

> Leider haben auch die Anderen noch mehr Reserven als ich, also bin
> ich am letzten Kilometer allein.

Schade, die eine oder andere Sekunde bringt es schon noch, wenn man sich mit
anderen "reiben" kann.

> irgendwer ruft noch meinen Namen - und endlich die Uhr im Ziel
> abdrücken: 34:35 (3:23 für den letzten Kilometer) ist neue PB

Herzlichen Glückwunsch zur Bestzeit!

> und auch sonst nicht schlecht, aber ich würde gern endlich unter 34:30
> laufen und nicht immer knapp unter 35, wie schon seit bald drei Jahren.

So ist das vielleicht mit den Schallmauern und den Plateaus. Manchmal
braucht man lange, bis man eine Schallmauer durchbraucht und bleibt dann
lange Zeit auf einem Plateau. Drei Jahre ist natürlich schon eine lange
Zeit, ist diese Stagnation nur auf die 10km beschränkt?

> Ach ja, nachgeschobenes VWKGJ: Es war natürlich viel zu heiß für
> vernünftige Zeiten. ;-) Tatsächlich sind einige Läufer hinter ihren
> üblichen oder erhofften Zeiten zurückgeblieben.

Eigentlich könntest Du also viel schneller ;-)

> Grüße
> Winfried

Gruß,
Magnus

[Bericht] Oesterreichische Meisterschaften im Strassenlauf, 25.9.2005
Autor: Winfried Strallhofer (2005-10-04 21:29:20)

Magnus Kreth hat geschrieben:
>Winfried Strallhofer schrieb:

>Stimmt, für eine gute Zeit ist ein großes Feld gut. Andererseits, wird bei
>Meisterschaftsrennen (ich hab noch keins - ausser Kreismeisterschaften
>absolviert) nicht oft auf Platzierung und damit ungleichmäßig gelaufen?

Dort hinten[tm] nicht. ;-) Selbst bei Wiener Meisterschaften, wo
nicht gar so viele vor mir sind, ist das noch nie der Fall gewesen,
aber da ist das Feld auch oft schon zu dünn.

>> Hey, warum habe ich da vorher schon an die blöden 35
>> Minuten gedacht, ich kanns ja /doch/!
>
>Sieht ganz danach aus.

Leider habe ich es bloß scheinbar können. Das flasche 5er-Schild hat
sich später übrigens aufgeklärt, das ist wegen fe lender
Aufstellmöglichkeit oder so ungefähr 30 m vor der korrekten
Markierung am Boden, die ich nicht gesehen habe, gestanden.
Tatsächliche Zwischenzeit dürfte damit 17:10 gewesen sein, für die
zweite Hälfte daher 17:25, von der Tempoeinteilung her also noch in
Ordnung.

>> Jetzt im Moment macht mir das überhaupt keinen Spaß mehr: "Blöde Sportart
>> habe ich mir da ausgesucht", kommt mir in den Sinn.
>
>Völlig egal ob es jetzt Spass macht, zu diesem Zeitpunkt kann ein
>10km-Rennen doch gar keinen Spass machen.

Blöde Sportart. ;-)

>> Beim 9er-Schild (3:35)
>
>Häh? Habt ihr Euch in der Führungsarbeit nur abgewechselt, weil niemand
>wirklich Tempo machen wollte?!?

Das könnte hier wirklich der Wind gewesen sein. Ich hätte jedenfalls
nicht schneller können, die anderen vielleicht schon, ich weiß es
nicht.

>Herzlichen Glückwunsch zur Bestzeit!

Danke.

>> und auch sonst nicht schlecht, aber ich würde gern endlich unter 34:30
>> laufen und nicht immer knapp unter 35, wie schon seit bald drei Jahren.
>
>So ist das vielleicht mit den Schallmauern und den Plateaus. Manchmal
>braucht man lange, bis man eine Schallmauer durchbraucht und bleibt dann
>lange Zeit auf einem Plateau. Drei Jahre ist natürlich schon eine lange
>Zeit, ist diese Stagnation nur auf die 10km beschränkt?

Auf kürzeren Strecken bin ich auch kaum schneller geworden, auf
längeren aber schon. Dabei hat sich an meinem Training eher die
Intensität als der Umfang verändert, kann aber auch täuschen. Um das
genauer herauszufinden, müsste ich einen Stapel
Trainingsaufzeichnungen aufarbeiten; da gehe ich lieber laufen. :-)

>> Ach ja, nachgeschobenes VWKGJ: Es war natürlich viel zu heiß für
>> vernünftige Zeiten. ;-) Tatsächlich sind einige Läufer hinter ihren
>> üblichen oder erhofften Zeiten zurückgeblieben.
>
>Eigentlich könntest Du also viel schneller ;-)

Genau! ;-)

Grüße
Winfried
--
Vervollständigen Sie diese Reihe:
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[Bericht] Oesterreichische Meisterschaften im Strassenlauf, 25.9.2005
Autor: Sebastian Hanelt (2005-10-05 18:00:01)

Hi!

Am 03.10.2005 16:20 schrieb Magnus Kreth:
> Winfried Strallhofer schrieb:
>
>> Staatsmeisterschaften auf der Straße sind sehr praktisch, weil es
>> da in Tempobereichen, wo man manchmal auch schon bei größeren
>> Veranstaltungen recht allein läuft, ein recht dichtes Feld
>> vorfindet.
>
> Stimmt, für eine gute Zeit ist ein großes Feld gut. Andererseits,
> wird bei Meisterschaftsrennen (ich hab noch keins - ausser
> Kreismeisterschaften absolviert) nicht oft auf Platzierung und damit
> ungleichmäßig gelaufen?

Nicht zwangsläufig. Bei allen Meisterschaften, die ich bisher gelaufen
bin war es so, dass nur um die ersten drei oder vier Plätze taktisch
gelaufen wurde. Im hinteren Feld bzw. hinter der Spitze galt dann das
Prinzip "alles was geht", um entsprechende Zeiten zu erzielen. Wirklich
taktisch kenne ich nur ein einziges Rennen aus meiner "Karriere"- beim
Nachtlauf in Braunschweig, wo ich mich für einen Vereinskameraden
eingesettz habe und versuchte, mich durch (zu) schnelle erste 6000 Meter
abzusetzen, um den Einzelläufer des Gegnervereins müde zu laufen. Hat
aber nicht geklappt. ;-)

Grüße,
Sebastian

[Bericht] Oesterreichische Meisterschaften im Strassenlauf, 25.9.2005
Autor: Magnus Kreth (2005-10-05 18:33:25)

Sebastian Hanelt schrieb:

> Hi!
>
> Am 03.10.2005 16:20 schrieb Magnus Kreth:
> Stimmt, für eine gute Zeit ist ein großes Feld gut. Andererseits,
>> wird bei Meisterschaftsrennen (ich hab noch keins - ausser
>> Kreismeisterschaften absolviert) nicht oft auf Platzierung und damit
>> ungleichmäßig gelaufen?
>
> Nicht zwangsläufig. Bei allen Meisterschaften, die ich bisher gelaufen
> bin war es so, dass nur um die ersten drei oder vier Plätze taktisch
> gelaufen wurde. Im hinteren Feld bzw. hinter der Spitze galt dann das
> Prinzip "alles was geht", um entsprechende Zeiten zu erzielen.

Dann sollte ich vielleicht auch mal bei einer Westdeutschen oder
Nordrheinmeisterschaft starten. Grüppchen hätte ich schon gerne mal wieder
bei einem Rennen.

> Wirklich
> taktisch kenne ich nur ein einziges Rennen aus meiner "Karriere"- beim
> Nachtlauf in Braunschweig, wo ich mich für einen Vereinskameraden
> eingesettz habe und versuchte, mich durch (zu) schnelle erste 6000 Meter
> abzusetzen, um den Einzelläufer des Gegnervereins müde zu laufen. Hat
> aber nicht geklappt. ;-)

Ich las davon...

>
> Grüße,
> Sebastian

Gruß,
Mag-der von Dir auf die "dumme" Idee mit den Cross-Hochschulmeisterschaften
in Köln gebracht wurde-nus

[Bericht] Oesterreichische Meisterschaften im Strassenlauf, 25.9.2005
Autor: Elisabeth Mueller (2005-10-06 10:13:41)

Winfried Strallhofer schrieb:

>Name des Laufes: Österreichische Meisterschaften im Straßenlauf

>Nach dem Halbmarathon im April sind das die zweiten
>Staatsmeisterschaften, die heuer in Wien stattfinden. Deshalb, und
>weil der Wettkampf fünf Wochen vor dem Marathon gut ins Training
>passt, bin ich dabei. Staatsmeisterschaften auf der Straße sind sehr
>praktisch, weil es da in Tempobereichen, wo man manchmal auch schon
>bei größeren Veranstaltungen recht allein läuft, ein recht dichtes
>Feld vorfindet.

"Staatsmeisterschaften auf der Straße sind sehr praktisch" - einfach
goettlich.
>
>Das Training in letzter Zeit ist ganz gut verlaufen, die letzten
>Wettkämpfe zwar etwas langsamer als gewünscht, aber doch jeweils
>etwas besser als der vorherige, also habe ich mir sub34:30 als Ziel
>gesetzt, was mir im Vergleich zu 34:51 auf der Bahn vor knapp vier
>Wochen nicht unmöglich erscheint.

Wieso, ist Strasse leichter zu laufen, oder war Dein Training so
perfekt?
>
>Dort ist auf der
>Höhe des Marathonwegs (der zum Marathontor des Ernst-Happel-Stadions
>führt, aber fast nie verwendet wird) der Start.

Beim Terry-Fox-Lauf wird er verwendet, er ist aber schwer zu finden.
>
>Ein paar Minuten vor zehn Uhr stelle ich mich dann von vorne in den
>Startblock und suche mir die dritte oder vierte Reihe aus, da schauen
>die Läufer nicht mehr so schnell aus.

Und das schreibt ein Winfried.

>Jetzt kommt mir allerdings Daniels "When
>struggling, speed up!" in den Sinn,

Oerks. Ich weiss ja, warum ich diese Guru-Sachen nicht lese. Das ist
ja grausam!

>das mir schon lang bekannt ist,
>aber diesmal halte ich mich daran und habe die Gruppe bald wieder
>erreicht.

Offenbar fuer Profis aber das richtige. Ich bin beeindruckt.
>
>Der siebente
>Kilometer dauert 3:27, das dürfte wieder stimmen. Jetzt im Moment
>macht mir das überhaupt keinen Spaß mehr: "Blöde Sportart habe ich
>mir da ausgesucht", kommt mir in den Sinn.

Wenn Du noch Sauerstoff zum Denken hast, denk lieber was Besseres.

>Dann kommt allerdings Ablenkung in Form der Spitze entgegen.

Das ist immer wieder schoen! Koennte ich stundenlang zuschauen!

>"Schön" langsam kommt der Wendepunkt in Sicht, und ich freue mich
>schon, dass es für den Rest bis zum Ziel dann ein wenig Rückenwind
>gibt. Bei der Wende und dem Beschleunigen danach ist gut zu spüren,
>dass die Beine schon recht müde und schwer sind, aber - *patsch* -
>was ist das? Plötzlich gibt es *kräftigen* Gegenwind! (Merke: Wind
>kommt immer von vorn, <grummel>.)

Komisch, Du beschwerst Dich immer ueber Gegenwind. Vielleicht solltest
Du rueckwaerts laufen.

>abdrücken: 34:35 (3:23 für den letzten Kilometer) ist neue PB und

Zuerst natuerlich: gratuliere zur neuen PB!

>auch sonst nicht schlecht, aber ich würde gern endlich unter 34:30
>laufen und nicht immer knapp unter 35, wie schon seit bald drei
>Jahren.

Du bist ja auch im Marathon-Training. Probiers im November nochmal.
>
>Nur vom Rasen, der erst vor
>kurzem eine Heizung um angeblich 500.000 Euro bekommen hat, wird man
>rasch vertrieben, aber auch auf der Tartanbahn liegt es sich
>gemütlich.

Sogar die Staatsmeister muessen den Heiligen Fussballrasen meiden.
Irgendwie spinnen die schon, die Fussballer.
>
>Ach ja, nachgeschobenes VWKGJ: Es war natürlich viel zu heiß für
>vernünftige Zeiten. ;-) Tatsächlich sind einige Läufer hinter ihren
>üblichen oder erhofften Zeiten zurückgeblieben.

Und unter diesen Umstaenden hast *Du* eine neue PB gemacht. Das gibt
Dir nicht zu denken?

Na also.

Gut gemacht!
Elisabeth

[Bericht] Oesterreichische Meisterschaften im Strassenlauf, 25.9.2005
Autor: Winfried Strallhofer (2005-10-09 15:24:22)

Elisabeth Mueller hat geschrieben:
>Winfried Strallhofer schrieb:

>>passt, bin ich dabei. Staatsmeisterschaften auf der Straße sind sehr
>>praktisch, weil es da in Tempobereichen, wo man manchmal auch schon
>>bei größeren Veranstaltungen recht allein läuft, ein recht dichtes
>>Feld vorfindet.
>
>"Staatsmeisterschaften auf der Straße sind sehr praktisch" - einfach
>goettlich.

Da habe ich noch vergessen zu erwähnen, dass ich auf der Bahn bei
10.000 m selbstverständlich nicht qualifiziert wäre, auf der Straße
gibt es praktischerweise <g> kein Limit. (Cross und Berg dürfte ich
auch, und seltsamerweise auch in der Halle ab 400 m, aber da würde
ich mich schwerstens genieren, obwohl die 3000 m, wer weiß ...)

>Wieso, ist Strasse leichter zu laufen, oder war Dein Training so
>perfekt?

Nein, aber die Form ist oder war zumindestens ansteigend.

>>Dort ist auf der
>>Höhe des Marathonwegs (der zum Marathontor des Ernst-Happel-Stadions
>>führt, aber fast nie verwendet wird) der Start.
>
>Beim Terry-Fox-Lauf wird er verwendet, er ist aber schwer zu finden.

Der ist bei den roten(?) Stipfeln.

>>Jetzt kommt mir allerdings Daniels "When
>>struggling, speed up!" in den Sinn,
>
>Oerks. Ich weiss ja, warum ich diese Guru-Sachen nicht lese. Das ist
>ja grausam!

Er schreibt dazu selbst, dass diese Taktik eher als Witz entstanden
ist. Wenn man wirklich am Ende (der Kraft, nicht der Strecke) ist,
hilft es nichts mehr, aber wenn man zwischendurch zweifelt, ob man
das Tempo halten kann, ist eine kleine Tempoänderung eventuell
hilfreich, weil es sich ein bisschen anders anfühlt, nicht unbedingt
schlechter. Aber bevor ich lange erkläre, zitiere ich lieber den
Meister persönlich:

| A race tactic that began as a joke, but which has merit, is one that
| I came up with when I was coaching in South America in the 1960s.
| One of my runners was a young mountain boy who was running a tough
| 5,000-meter race after having won a good 1,500-meter race earlier in
| the day. About seven or eight laps into the 5,000-meter he was 20
| seconds behind the leaders, and as he ran by me, he asked me if he
| could drop out. The next time he ran by, I told him that if he could
| run ahead and catch the leaders, then he could drop out. He took me
| at my word, and over the next two and a half laps, he did catch the
| leaders, but instead of dropping out he ran with them an then
| outkicked them for a win.

Sehr hübsch ist auch, was er weiter schreibt:

| Another way of looking at a race is to stay with your competitors
| until you cant stay with them any longer - and then pass them. [...]

>Wenn Du noch Sauerstoff zum Denken hast, denk lieber was Besseres.

Um die Gedanken selbst zu bestimmen, bräuchte ich mehr Sauerstoff.

>Komisch, Du beschwerst Dich immer ueber Gegenwind.

Ich brauche mehr Fans, die in meine Richtung blasen. <g>

>Zuerst natuerlich: gratuliere zur neuen PB!

Danke.

>>auch sonst nicht schlecht, aber ich würde gern endlich unter 34:30
>>laufen und nicht immer knapp unter 35, wie schon seit bald drei
>>Jahren.
>
>Du bist ja auch im Marathon-Training. Probiers im November nochmal.

Kaum, da fresse ich mir den Speck für den Winterschlaf an, außerdem
fällt mir da nur der sehr nette 10er in Ternitz ein, der ist aber
schon eine Woche nach dem Marathon und außerdem gleichzeitig mit dem
Cricket-Sie&Er-Lauf, wo ich zumindestens Streckenposten oder so
machen werde.

>>Ach ja, nachgeschobenes VWKGJ: Es war natürlich viel zu heiß für
>>vernünftige Zeiten. ;-) Tatsächlich sind einige Läufer hinter ihren
>>üblichen oder erhofften Zeiten zurückgeblieben.
>
>Und unter diesen Umstaenden hast *Du* eine neue PB gemacht. Das gibt
>Dir nicht zu denken?
>
>Na also.

Soo schlecht waren die Bedingungen auch nicht, dass ich da
tatsächlich eine "Ausrede" hätte. Aber natürlich wäre es denkbar,
dass ich beim nächsten Mal 15 s schneller wäre, genauso könnte ich
aber 15 s langsamer sein, so genau weiß man das vorher sowieso nie -
aber dann bräuchte man ja auch nicht zu laufen.

Grüße
Winfried
--
Vervollständigen Sie diese Reihe:
60,4-61,0-61,6-..,.

[Bericht] Oesterreichische Meisterschaften im Strassenlauf, 25.9.2005
Autor: Magnus Kreth (2005-10-09 16:13:55)

Winfried Strallhofer schrieb:

> Elisabeth Mueller hat geschrieben:
>>Komisch, Du beschwerst Dich immer ueber Gegenwind.
>
> Ich brauche mehr Fans, die in meine Richtung blasen. <g>

Oder: Du hast zuviele Fans, die in Deine Richtung blasen?

SCNR

Gruß,
Magnus