[Bericht] 1.City-Marathon Bremerhaven (lang)
Autor: "Thomas Henneke" (2005-07-17 21:01:04)
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[X] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
Name des Laufes: Bremerhaven-Marathon
Datum: 17.7.2005 (Sun)
Ort: Bremerhaven
Postleitzahl: D2
Homepage (Veranstalter): http://www.bremerhaven-marathon.de/
Ihr Name: Thomas Henneke
Ihre eMail-Adresse: z-kmspiel at henneke-martinez de
Streckenlaengen: MA, HM
Beschaffenheit: Asphalt
Profil: flach
Wetter: bewölkt, trocken, ca. 18-20°C
Teilnehmer: ca. 270 beim MA, ca. 700 gesamt (geschätzt)
Bericht:
Eins vorab: Die Organisation, die Streckenauszeichnung (km-Schilder),
die Streckensicherung durch die Polizei, die Helfer an der Strecke und
nachher bei der Massage, und auch die Verpflegung an der Strecke waren
erstklassig. Das bei solch einem vergleichsweise kleinen Lauf natürlich
weniger Zuschauer an der Strecke stehen, konnte man erwarten. Einzig die
"gewohnte" Blue Line fehlte. ;-) Nach den Querelen im Vorfeld, ein
mehr
als gelungenes Debüt für den Veranstalter und den 1. City-Marathon
Bremerhaven.
Als ich mich vor Monaten für diesen Lauf angemeldet habe, war dieser
nur als Lückenfüller im Sommerloch geplant. Hauptziel sollte die
Berlin-Revanche werden. Nachdem aber der Frühjahrslauf für meine
Verhältnisse recht ordentlich, um nicht zu sagen gut, gelaufen war,
hatte ich mir hier eine sub4:30 Zeit vorgenommen. Mit diesem Ergebnis
wollte ich dann gut gelaunt und motiviert in den Urlaub fahren.
VWKGJ:
Mit der Wettervorhersage war schon seit ein paar Tagen klar, dass es
nicht der befürchtete Hitzelauf werden würde. Damit entfiel auch
schon
mein stärkstes Argument, warum die angestrebte Zielzeit evtl.
gefährdet
sein könnte. Aber es kann ja kein erfolgreicher Wettkampf werden, wenn
es wirklich gar nichts zu meckern gäbe. Da auch mein Trainingsumfang in
den letzten Wochen hierfür nicht wirklich taugt, habe ich mich aus
lauter Verzweifelung noch schnell morgens auf die Waage gestellt und
siehe da: Ich hatte zugelegt, sowohl im Vergleich zum Berlin-Debüt,
aber auch im Vergleich zum zweiten Lauf in Hamburg. Dass es nur ein bis
zwei Kilo waren, verschweige ich jetzt mal. Aber immerhin, mit dem
erhöhten Kampfgewicht hatte ich wenigstens etwas für das VWKGJ. Ach
so,
natürlich hätte ich auch mal wieder die geringe Anzahl der 30er im
Vorfeld zitieren können.
Vorbereitung und Anreise:
Bereits am Freitag hatte ich mir meine Startnummer abgeholt und mich
ein wenig mit den Örtlichkeiten (zur Optimierung der Parkplatzsuche am
Wettkampftag und damit ich wusste wo man nach dem Wettkampf duschen
konnte) vertraut gemacht. Sonntag Morgen dann um 5:30 Uhr aufgestanden,
kurz und leicht gefrühstückt, noch 15min (erfolgreich) im Bad/WC
verbracht, und um 6:30 Uhr gen Bremerhaven aufgebrochen. Ich hatte mir
gedacht, ich lasse das Fahrzeug gleich bei den Duschgelegenheiten und
fahre von dort mit dem Shuttle zum Start. Bei der Ankunft ist kein
Shuttle-Bus zu sehen, auch stehen praktisch keine Fahrzeug auf dem
Parkplatz. Kurze Nachfrage beim Pförtner ergibt: Leider gab es den
Shuttle nur nach dem Wettkampf, so habe ich mir kurzerhand einen
Parkplatz mit etwas weniger Fußweg gesucht, trotz einiger Baustellen
kein großes Problem. In der Nähe des Startbereiches konnte man dann
seine Klamotten in einem Zelt abgeben. Für die Anzahl der Starter
vollkommen ausreichend dimensioniert und mit mehreren freundlichen
Damen auch von der Helferseite bestens ausgestattet. In einem Zelt
nebenan bereitete man sich für die Massagen nach dem Wettkampf vor. Wie
oben schon erwähnt, alles bestens vorbereitet.
Die Wettkampfplanung:
Ich hatte mir im Vorfeld überlegt, dass ich die ersten km, wie in
Hamburg, ruhig und ohne Stress in etwa mit 6:30 bzw. 6:15 angehen
wollte, danach versuchen wollte einen 6:00er Schnitt zu laufen, solange
ich konnte. Da ich erwartete auf der zweiten Hälfte ca. 15min zu
verlieren ein Plan der funktionieren konnte. Aber ihr wisst ja warum
Marathon-Anfänger wie ich einen Wettkampfplan machen. Natürlich um
sich
spätestens nach einem km nicht mehr daran zu halten. :-)
Der Start:
Da (abgesehen vom Kids-Lauf und vom Skaterrennen) alle angesetzten
Läufe, über 10km, HM und MA, gleichzeitig gestartet wurden habe ich
mich vorsichtig an den Beginn des letzten Drittels gestellt. Ich höre
von der Moderation noch etwas über Rücken- und Gegenwind, dann den
obligatorischen Countdown und nach weiteren 30-40 Sekunden habe ich die
Startmatte überquert. Nach wenigen Hundert Meter mit
Ziehharmonika-Effekt konnte jeder Läufer sein eigenes Tempo gehen. Nun,
so ging der erste km in 5:59 weg, der zweite in 5:45, der dritte mit
kurzer versuchter Getränkeaufnahme in 5:52. Soviel zum Plan. Versuchte
Getränkeaufnahme deshalb, weil die armen Helfer wohl für die erste
Station zu wenig Becher vorbereitet hatten und dann bei dem Ansturm
nicht hinterher kamen. Das war aber der einzige kleine Patzer.
Das Rennen:
Nach den ersten drei Kilometern hatte ich meinen Plan über den Haufen
geworfen, statt 6er Zeiten versucht ich nun das einmal gewählte Tempo
zu halten, Mein Puls war zwar leicht 4-5 Schläge über dem gewollten
Bereich, aber die Beine liefen locker und so dachte ich mir, warum
nicht. Was man hat, das hat man.
Nach ein paar Kurven zu Beginn wurde nun ziemlich lange geradeaus zu
einem Wendepunkt bei km6 gelaufen. So bekommt man dann während des
Rennens auf mal die Favoriten zu sehen. Die nächsten km verlaufen
unspektakulär, mit ganzen leichtem Steigungen und Gefällen, allesamt
schneller als 6:00min. Trotzdem habe ich unterwegs ständig das Gefühl
mit Gegenwind zu laufen. Leichter Ärger setzt ein. Das Feld hat sich
mittlerweile ziemlich in die Länge gezogen, um mich herum meist
HM-Teilnehmer. Das positive daran ist, dass man sieht, dass man
trotzdem deren Tempo mitgehen kann, das negative ist, dass diese es
bald hinter sich haben, und mich dann ein "einsames" Rennen erwartet.
Die HM-Distanz nehme ich in 2:00:42h (inoffiziell). Ooops, das war noch
vor ein paar Monaten eine echte Herausforderung.
Soweit so gut, aber auf den nächsten Kilometern muss ich für meine
Unbeherrschtheit bezahlen. Nach etwa 22-23 km habe ich das Gefühl
plötzlich unter dem rechten Fußballen eine Falte in der Sohle des
rechten Schuhs zu spüren. Ist natürlich nicht möglich, also
wirds wohl
ne Blase sein. Na toll, seit Wochen keine Blase mehr im Training, aber
ausgerechnet jetzt. Ich hoffe, dass sie nicht aufgeht. (Sie ging nicht
auf). Auf den nächsten paar Kilometern laufe ich noch knappen
6er-Schnitt, ausgenommen die Teile mit Verpflegungsposten, ab km 27-28
sind alle Zeiten jenseits der 6er-Marke. Ab km 28-29. Verspüre ich ein
Gefühl, dass wohl jeder Wettkampfläufer mehr hasst als die
mittlerweile
schwerer werdenden Beine: Stuhldrang! So eine Sch..sse! Da ich mir
vorher nicht angesehen habe, wo die "beliebten" Dixies stehen, halte
ich die Augen auf. Besser wird das Gefühl sicher nicht, also wird
kurzerhand der nächstbeste Imbiss ausgeguckt. Auch wenn es etwas
indiskret erscheint, irgendwo zwischen km29-30 verliere ich dort ca.
3min.
Nach dieser Zwangspause komme ich nur wieder schwer in Tritt. Zeiten so
um die 6:30 sind die Folge. Damit verliere ich erstmals Lauf-Zeit gegen
einen rechnerischen sub4:30h Schnitt von ca. 4:24min/km. Egal ich habe
ein ordentliches Polster. Ab km 32 habe ich nicht nur schwere Beine,
sondern auch stark schmerzende Rückenmuskulatur. Schmerzt eigentlich
mehr als die Beine und es ist schwer eine "angenehme" Laufposition
einzunehmen. Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich niemals
Gymnastik zur Stärkung eben dieser gemacht habe. Zwischen km 33-34
mache ich eine ausgedehnte Gehpause und versucht nebenbei durch
Dehnübungen die Rückenmuskulatur zu lockern. Klappt aber nicht, also
wieder antraben. Leider leidet unter der Verspannung natürlich auch die
Laufgeschwindigkeit. Nach weiteren zwei Kilometern ist wieder Schluss.
Ich mache eine noch längere Gehpause. In diesem Moment klingelt mein
Handy, leider bekomme ich es nicht rechtzeitig ans Ohr. Rufnummer:
Meine GöGa. Kann die Gedanken lesen? Ich rufe zurück und klage mein
Leid. Sie macht Mut, wenn ich jetzt schon jenseits der 35km-Marke sei,
dann müsste ich doch das sub4:30h noch schaffen können. Klar, aber
dazu
müsste man laufen! Ich rechne, na ja ich versuche es, sagen wir ich
ahne, dass ich mit einem lockeren Schnitt von 7km/h in jedem Fall im
Soll wäre. Nachher stellte sich heraus, dass ich mich sogar um 5
Minuten verrechnet hatte, m.a.W. eine 7er Schnitt hätte zu diesem
Zeitpunkt für eine 4:25h-Zeit gereicht. Ich beschließe zu
kämpfen,
schließlich ist das ja ein Wettkampf und kein Trainingslauf. Die
letzten sieben Kilometer verlaufen so eher unspektakulär, ich laufe
sogar etwas schneller als 7:00min/km. Das macht Mut. Bei km 41 merke
ich, dass ich mich verrechnet habe, zum Glück zu meinen Gunsten, die
4:30 sind also sicher, aber mit etwas gutem Willen ist noch deutlich
mehr drin. Auf der langen Zielgeraden setze ich vorangetrieben durch
laute Musik etwas 500-600 m vor dem Ziel zu einem langgezogenen
Endspurt an. Komisch, irgendwie sind die Rückenschmerzen auch nicht
schlimmer bei höherer Geschwindigkeit. Warum hat mir das vorher keiner
gesagt? Oder hat der innere Schweinehund mein Empfangsteil
ausgeschaltet? Vorbei an den applaudierenden Zuschauern in der
Fußgängerpassage fliege ich dem Ziel entgegen. Beim Zieleinlauf
werde
ich vom Moderator mit Startnummer, Name und Verein begrüßt. Auch an
das
Abdrücken der Uhr denke ich: 4:23:01h (inoffiziell).
Nachdem ich direkt nach dem Ziel erst mal kurz stehen bleibe, und
vornüber gebeugt die Hände auf die Beine stütze, wird mir von
dem
freundlichen Moderator noch gleich ein Interview für die Zuschauer
"aufgedrängt". Erste Frage: Wie wars? Antwort:
"Anstrengend". Die
zweite Frage ist vermutlich die Wirkung meines offensichtlichen
Erschöpfungszustandes: "Warum hat denn nicht schneller geklappt?
Haben
Sie vielleicht nicht genug trainiert". Mit einem leicht ironischen
Lächeln beantworte ich die Frage höflich und
wahrheitsgemäß (doch, mein
Trainingsumfang in der Vorbereitung sei wohl ausreichend hoch gewesen,
aber ich sei heute zu schnell angegangen.). Die Episode mit dem Imbiss
verschweige ich. :-)
Nach der Erholungspause im Zielbereich, auch hier mit ordentlicher
Verpflegung, und Telefonat mit GöGa habe ich meine Klamotten geholt und
mich im Massagezelt ordentlich verwöhnen lassen. Sehr angenehm, kaum
Wartezeit und auch dringend notwendig. Beim Ausziehen des rechten Schuh
hatte ich kurz einen leichten Wadenkrampf.
Mein Fazit:
Ein (für mich) sehr ordentliches Ergebnis, insbesondere wenn man noch
die 3 Minuten Zwangspause bedenkt, aber mit einem deutlich höheren
Anteil an Quälerei als beim Hamburg-Marathon in diesem Frühjahr. Die
Zielzeit klar unterboten und die PB um rund 15min verbessert. Berlin
kann kommen. Aber morgen gehts erst mal in den wohlverdienten Urlaub.
Danke fürs Lesen.
Thomas
# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team
Autor: Torsten Metzner (2005-07-17 19:52:32)
Autor: Torsten Metzner (2005-07-17 19:52:32)
Thomas Henneke wrote:
Hi Thomas,
der Bericht kommt genau passend, da muss ich nachher nicht noch mal
schauen.
>Da auch mein Trainingsumfang in den letzten Wochen hierfür nicht
>wirklich taugt
Schön, dass ic hdir helfen konnte :-)
>Nach wenigen Hundert Meter mit
>Ziehharmonika-Effekt konnte jeder Läufer sein eigenes Tempo gehen.
Nun,
>so ging der erste km in 5:59 weg, der zweite in 5:45
>Das Rennen:
>Nach den ersten drei Kilometern hatte ich meinen Plan über den Haufen
>geworfen, statt 6er Zeiten versucht ich nun das einmal gewählte Tempo
>zu halten, Mein Puls war zwar leicht 4-5 Schläge über dem
gewollten
>Bereich, aber die Beine liefen locker und so dachte ich mir, warum
>nicht.
Wenn das man nicht in die Hose geht, gerade die ersten Kilometer beim
Marathon soll man doch eher etwas verhalten angehen, da ich aber glaube,
dass du durchaus für 6:00/km im Schnitt gut bist, evtl. nicht ganz so
dramatisch.
>Was man hat, das hat man.
Denkt sich ein Laufkollege auch immer und bricht
verhältnismäßig oft
für seine Verhältnisse ein.
>Die HM-Distanz nehme ich in 2:00:42h (inoffiziell)
Das riecht ja förmlich nahc sub 4:15h, sofern du diech nicht völlig
übernommen hast.
>6er-Schnitt, ausgenommen die Teile mit Verpflegungsposten, ab km 27-28
>sind alle Zeiten jenseits der 6er-Marke.
Das kannst du dir für sub4:15h aber auch leisten, sofern es nicht zuviel
wird.
>Ab km 28-29. Verspüre ich ein Gefühl, dass wohl jeder
Wettkampfläufer
>mehr hasst als die mittlerweile schwerer werdenden Beine: Stuhldrang!
So hatte ich das mit in die Hose gehen aber nicht gemeint.
>indiskret erscheint, irgendwo zwischen km29-30 verliere ich dort ca.
>3min. Nach dieser Zwangspause komme ich nur wieder schwer in Tritt. Zeiten
>so um die 6:30 sind die Folge.
Jetzt wird es mit sub4:15h knapp, aber das mit dem Stuhlgang kann ja
keiner ahnen.
>Abdrücken der Uhr denke ich: 4:23:01h (inoffiziell).
Glühstrumpf zur Bestzeit, aber die 4:15h hast du ganz klar drauf, und
wer weiß, was ohne die Toilettenpause passiert wäre. Und von 4:15h
bis
zum Traumziel 4h ist es auch nicht mehr so weit. Vor allem, da du ja
anscheinend keine Probleme mit der Laufmuskulatur hatttest, das mit dem
Rücken ist ja was anderes.
>aber mit einem deutlich höheren Anteil an Quälerei als beim
>Hamburg-Marathon in diesem Frühjahr.
Wer schnell sein will, muss auch mal leiden.
>Aber morgen gehts erst mal in den wohlverdienten Urlaub.
Schönen Urlaub und erhol dich erst mal in den nächsten 2 Wochen von
der
anstrengenden Lauferei und der Marathonvorbereitung, dafür ist ein
Familienurlaub schließlich da (nein ich habe überhaupt keine
Hintergedanken, außerdem mache ich die nächsten 2 Wochen auch etwas
lockerer). Danach kannst du dann ja für Berlin wieder voll ins Training
einsteigen.
Gruß,
ToM
Autor: p.l.schroeder@gmx.de (2005-07-18 02:13:41)
Thomas Henneke schrieb:
[... einen spannenden Bericht...]
> Nachdem ich direkt nach dem Ziel erst mal kurz stehen bleibe, und
> vorn
Autor: Elisabeth Mueller (2005-07-19 23:59:31)
Thomas Henneke schrieb:
>Name des Laufes: Bremerhaven-Marathon
>Das bei solch einem vergleichsweise kleinen Lauf natürlich
>weniger Zuschauer an der Strecke stehen, konnte man erwarten. Einzig die
>"gewohnte" Blue Line fehlte. ;-)
Wuerde ich es bereuen, wenn ich nachfrage, was das ist?
>Aber immerhin, mit dem
>erhöhten Kampfgewicht hatte ich wenigstens etwas für das VWKGJ.
Ach so,
>natürlich hätte ich auch mal wieder die geringe Anzahl der 30er
im
>Vorfeld zitieren können.
Wie gering war denn die Anzahl, wenn ich fragen darf?
>
>so ging der erste km in 5:59 weg, der zweite in 5:45, der dritte mit
>kurzer versuchter Getränkeaufnahme in 5:52. Soviel zum Plan.
>Nach den ersten drei Kilometern hatte ich meinen Plan über den Haufen
>geworfen, statt 6er Zeiten versucht ich nun das einmal gewählte Tempo
>zu halten, Mein Puls war zwar leicht 4-5 Schläge über dem
gewollten
>Bereich, aber die Beine liefen locker und so dachte ich mir, warum
>nicht. Was man hat, das hat man.
Hmmm ... ich hab da was anderes gehoert. Irgenwas mit Sekunden, die
man vorne gewinnt, hinten als Minuten verliert. Da bin ich jetzt aber
neugierig, wie das bei Dir ist.
>6er-Schnitt, ausgenommen die Teile mit Verpflegungsposten, ab km 27-28
>sind alle Zeiten jenseits der 6er-Marke. Ab km 28-29. Verspüre ich ein
>Gefühl, dass wohl jeder Wettkampfläufer mehr hasst als die
mittlerweile
>schwerer werdenden Beine: Stuhldrang! So eine Sch..sse! Da ich mir
>vorher nicht angesehen habe, wo die "beliebten" Dixies stehen,
halte
>ich die Augen auf. Besser wird das Gefühl sicher nicht, also wird
>kurzerhand der nächstbeste Imbiss ausgeguckt. Auch wenn es etwas
>indiskret erscheint, irgendwo zwischen km29-30 verliere ich dort ca.
>3min.
Notizzettel: Dixie-plaetze auswendig lernen.
>Ich mache eine noch längere Gehpause. In diesem Moment klingelt mein
>Handy, leider bekomme ich es nicht rechtzeitig ans Ohr. Rufnummer:
>Meine GöGa.
Du laeufst mit Handy?
>Nachdem ich direkt nach dem Ziel erst mal kurz stehen bleibe, und
>vornüber gebeugt die Hände auf die Beine stütze, wird mir
von dem
>freundlichen Moderator noch gleich ein Interview für die Zuschauer
>"aufgedrängt". Erste Frage: Wie wars? Antwort:
"Anstrengend". Die
>zweite Frage ist vermutlich die Wirkung meines offensichtlichen
>Erschöpfungszustandes: "Warum hat denn nicht schneller geklappt?
Haben
>Sie vielleicht nicht genug trainiert". Mit einem leicht ironischen
>Lächeln beantworte ich die Frage höflich und
wahrheitsgemäß (doch, mein
>Trainingsumfang in der Vorbereitung sei wohl ausreichend hoch gewesen,
>aber ich sei heute zu schnell angegangen.).
Sport-Interviews sind meist ziemlich bloed. Irgendwie ist das hier
auch keine Ausnahme.
>Mein Fazit:
>Ein (für mich) sehr ordentliches Ergebnis, insbesondere wenn man noch
>die 3 Minuten Zwangspause bedenkt, aber mit einem deutlich höheren
>Anteil an Quälerei als beim Hamburg-Marathon in diesem Frühjahr.
Die
>Zielzeit klar unterboten und die PB um rund 15min verbessert. Berlin
>kann kommen. Aber morgen gehts erst mal in den wohlverdienten Urlaub.
Gratulation zur neuen PB und schoenen Urlaub!
Und danke fuer den lehrreichen Bericht.
Elisabeth
Autor: "Tom Sander-Fischer" (2005-07-24 10:13:24)
[xp & fup2 de.rec.sport.laufen.misc]
Hi Elisabeth,
"Elisabeth Mueller" schrieb:
>
> Thomas Henneke schrieb:
>
> >Name des Laufes: Bremerhaven-Marathon
>
> >Das bei solch einem vergleichsweise kleinen Lauf natürlich
> >weniger Zuschauer an der Strecke stehen, konnte man erwarten. Einzig
> >die"gewohnte" Blue Line fehlte. ;-)
>
> Wuerde ich es bereuen, wenn ich nachfrage, was das ist?
Bei Straßenwettkämpfen wird vom Veranstalter bei der
Streckenvermessung
häufig die "Ideallinie" der Strecke auf die Strasse gemalt. Oft
erfolgt
dies in blau.
Alles klar?
Gruß, Tom
Autor: "Thomas Henneke" (2005-07-17 21:01:04)
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Name des Laufes: Bremerhaven-Marathon
Datum: 17.7.2005 (Sun)
Ort: Bremerhaven
Postleitzahl: D2
Homepage (Veranstalter): http://www.bremerhaven-marathon.de/
Ihr Name: Thomas Henneke
Ihre eMail-Adresse: z-kmspiel at henneke-martinez de
Streckenlaengen: MA, HM
Beschaffenheit: Asphalt
Profil: flach
Wetter: bewölkt, trocken, ca. 18-20°C
Teilnehmer: ca. 270 beim MA, ca. 700 gesamt (geschätzt)
Bericht:
Eins vorab: Die Organisation, die Streckenauszeichnung (km-Schilder),
die Streckensicherung durch die Polizei, die Helfer an der Strecke und
nachher bei der Massage, und auch die Verpflegung an der Strecke waren
erstklassig. Das bei solch einem vergleichsweise kleinen Lauf natürlich
weniger Zuschauer an der Strecke stehen, konnte man erwarten. Einzig die
"gewohnte" Blue Line fehlte. ;-) Nach den Querelen im Vorfeld, ein
mehr
als gelungenes Debüt für den Veranstalter und den 1. City-Marathon
Bremerhaven.
Als ich mich vor Monaten für diesen Lauf angemeldet habe, war dieser
nur als Lückenfüller im Sommerloch geplant. Hauptziel sollte die
Berlin-Revanche werden. Nachdem aber der Frühjahrslauf für meine
Verhältnisse recht ordentlich, um nicht zu sagen gut, gelaufen war,
hatte ich mir hier eine sub4:30 Zeit vorgenommen. Mit diesem Ergebnis
wollte ich dann gut gelaunt und motiviert in den Urlaub fahren.
VWKGJ:
Mit der Wettervorhersage war schon seit ein paar Tagen klar, dass es
nicht der befürchtete Hitzelauf werden würde. Damit entfiel auch
schon
mein stärkstes Argument, warum die angestrebte Zielzeit evtl.
gefährdet
sein könnte. Aber es kann ja kein erfolgreicher Wettkampf werden, wenn
es wirklich gar nichts zu meckern gäbe. Da auch mein Trainingsumfang in
den letzten Wochen hierfür nicht wirklich taugt, habe ich mich aus
lauter Verzweifelung noch schnell morgens auf die Waage gestellt und
siehe da: Ich hatte zugelegt, sowohl im Vergleich zum Berlin-Debüt,
aber auch im Vergleich zum zweiten Lauf in Hamburg. Dass es nur ein bis
zwei Kilo waren, verschweige ich jetzt mal. Aber immerhin, mit dem
erhöhten Kampfgewicht hatte ich wenigstens etwas für das VWKGJ. Ach
so,
natürlich hätte ich auch mal wieder die geringe Anzahl der 30er im
Vorfeld zitieren können.
Vorbereitung und Anreise:
Bereits am Freitag hatte ich mir meine Startnummer abgeholt und mich
ein wenig mit den Örtlichkeiten (zur Optimierung der Parkplatzsuche am
Wettkampftag und damit ich wusste wo man nach dem Wettkampf duschen
konnte) vertraut gemacht. Sonntag Morgen dann um 5:30 Uhr aufgestanden,
kurz und leicht gefrühstückt, noch 15min (erfolgreich) im Bad/WC
verbracht, und um 6:30 Uhr gen Bremerhaven aufgebrochen. Ich hatte mir
gedacht, ich lasse das Fahrzeug gleich bei den Duschgelegenheiten und
fahre von dort mit dem Shuttle zum Start. Bei der Ankunft ist kein
Shuttle-Bus zu sehen, auch stehen praktisch keine Fahrzeug auf dem
Parkplatz. Kurze Nachfrage beim Pförtner ergibt: Leider gab es den
Shuttle nur nach dem Wettkampf, so habe ich mir kurzerhand einen
Parkplatz mit etwas weniger Fußweg gesucht, trotz einiger Baustellen
kein großes Problem. In der Nähe des Startbereiches konnte man dann
seine Klamotten in einem Zelt abgeben. Für die Anzahl der Starter
vollkommen ausreichend dimensioniert und mit mehreren freundlichen
Damen auch von der Helferseite bestens ausgestattet. In einem Zelt
nebenan bereitete man sich für die Massagen nach dem Wettkampf vor. Wie
oben schon erwähnt, alles bestens vorbereitet.
Die Wettkampfplanung:
Ich hatte mir im Vorfeld überlegt, dass ich die ersten km, wie in
Hamburg, ruhig und ohne Stress in etwa mit 6:30 bzw. 6:15 angehen
wollte, danach versuchen wollte einen 6:00er Schnitt zu laufen, solange
ich konnte. Da ich erwartete auf der zweiten Hälfte ca. 15min zu
verlieren ein Plan der funktionieren konnte. Aber ihr wisst ja warum
Marathon-Anfänger wie ich einen Wettkampfplan machen. Natürlich um
sich
spätestens nach einem km nicht mehr daran zu halten. :-)
Der Start:
Da (abgesehen vom Kids-Lauf und vom Skaterrennen) alle angesetzten
Läufe, über 10km, HM und MA, gleichzeitig gestartet wurden habe ich
mich vorsichtig an den Beginn des letzten Drittels gestellt. Ich höre
von der Moderation noch etwas über Rücken- und Gegenwind, dann den
obligatorischen Countdown und nach weiteren 30-40 Sekunden habe ich die
Startmatte überquert. Nach wenigen Hundert Meter mit
Ziehharmonika-Effekt konnte jeder Läufer sein eigenes Tempo gehen. Nun,
so ging der erste km in 5:59 weg, der zweite in 5:45, der dritte mit
kurzer versuchter Getränkeaufnahme in 5:52. Soviel zum Plan. Versuchte
Getränkeaufnahme deshalb, weil die armen Helfer wohl für die erste
Station zu wenig Becher vorbereitet hatten und dann bei dem Ansturm
nicht hinterher kamen. Das war aber der einzige kleine Patzer.
Das Rennen:
Nach den ersten drei Kilometern hatte ich meinen Plan über den Haufen
geworfen, statt 6er Zeiten versucht ich nun das einmal gewählte Tempo
zu halten, Mein Puls war zwar leicht 4-5 Schläge über dem gewollten
Bereich, aber die Beine liefen locker und so dachte ich mir, warum
nicht. Was man hat, das hat man.
Nach ein paar Kurven zu Beginn wurde nun ziemlich lange geradeaus zu
einem Wendepunkt bei km6 gelaufen. So bekommt man dann während des
Rennens auf mal die Favoriten zu sehen. Die nächsten km verlaufen
unspektakulär, mit ganzen leichtem Steigungen und Gefällen, allesamt
schneller als 6:00min. Trotzdem habe ich unterwegs ständig das Gefühl
mit Gegenwind zu laufen. Leichter Ärger setzt ein. Das Feld hat sich
mittlerweile ziemlich in die Länge gezogen, um mich herum meist
HM-Teilnehmer. Das positive daran ist, dass man sieht, dass man
trotzdem deren Tempo mitgehen kann, das negative ist, dass diese es
bald hinter sich haben, und mich dann ein "einsames" Rennen erwartet.
Die HM-Distanz nehme ich in 2:00:42h (inoffiziell). Ooops, das war noch
vor ein paar Monaten eine echte Herausforderung.
Soweit so gut, aber auf den nächsten Kilometern muss ich für meine
Unbeherrschtheit bezahlen. Nach etwa 22-23 km habe ich das Gefühl
plötzlich unter dem rechten Fußballen eine Falte in der Sohle des
rechten Schuhs zu spüren. Ist natürlich nicht möglich, also
wirds wohl
ne Blase sein. Na toll, seit Wochen keine Blase mehr im Training, aber
ausgerechnet jetzt. Ich hoffe, dass sie nicht aufgeht. (Sie ging nicht
auf). Auf den nächsten paar Kilometern laufe ich noch knappen
6er-Schnitt, ausgenommen die Teile mit Verpflegungsposten, ab km 27-28
sind alle Zeiten jenseits der 6er-Marke. Ab km 28-29. Verspüre ich ein
Gefühl, dass wohl jeder Wettkampfläufer mehr hasst als die
mittlerweile
schwerer werdenden Beine: Stuhldrang! So eine Sch..sse! Da ich mir
vorher nicht angesehen habe, wo die "beliebten" Dixies stehen, halte
ich die Augen auf. Besser wird das Gefühl sicher nicht, also wird
kurzerhand der nächstbeste Imbiss ausgeguckt. Auch wenn es etwas
indiskret erscheint, irgendwo zwischen km29-30 verliere ich dort ca.
3min.
Nach dieser Zwangspause komme ich nur wieder schwer in Tritt. Zeiten so
um die 6:30 sind die Folge. Damit verliere ich erstmals Lauf-Zeit gegen
einen rechnerischen sub4:30h Schnitt von ca. 4:24min/km. Egal ich habe
ein ordentliches Polster. Ab km 32 habe ich nicht nur schwere Beine,
sondern auch stark schmerzende Rückenmuskulatur. Schmerzt eigentlich
mehr als die Beine und es ist schwer eine "angenehme" Laufposition
einzunehmen. Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich niemals
Gymnastik zur Stärkung eben dieser gemacht habe. Zwischen km 33-34
mache ich eine ausgedehnte Gehpause und versucht nebenbei durch
Dehnübungen die Rückenmuskulatur zu lockern. Klappt aber nicht, also
wieder antraben. Leider leidet unter der Verspannung natürlich auch die
Laufgeschwindigkeit. Nach weiteren zwei Kilometern ist wieder Schluss.
Ich mache eine noch längere Gehpause. In diesem Moment klingelt mein
Handy, leider bekomme ich es nicht rechtzeitig ans Ohr. Rufnummer:
Meine GöGa. Kann die Gedanken lesen? Ich rufe zurück und klage mein
Leid. Sie macht Mut, wenn ich jetzt schon jenseits der 35km-Marke sei,
dann müsste ich doch das sub4:30h noch schaffen können. Klar, aber
dazu
müsste man laufen! Ich rechne, na ja ich versuche es, sagen wir ich
ahne, dass ich mit einem lockeren Schnitt von 7km/h in jedem Fall im
Soll wäre. Nachher stellte sich heraus, dass ich mich sogar um 5
Minuten verrechnet hatte, m.a.W. eine 7er Schnitt hätte zu diesem
Zeitpunkt für eine 4:25h-Zeit gereicht. Ich beschließe zu
kämpfen,
schließlich ist das ja ein Wettkampf und kein Trainingslauf. Die
letzten sieben Kilometer verlaufen so eher unspektakulär, ich laufe
sogar etwas schneller als 7:00min/km. Das macht Mut. Bei km 41 merke
ich, dass ich mich verrechnet habe, zum Glück zu meinen Gunsten, die
4:30 sind also sicher, aber mit etwas gutem Willen ist noch deutlich
mehr drin. Auf der langen Zielgeraden setze ich vorangetrieben durch
laute Musik etwas 500-600 m vor dem Ziel zu einem langgezogenen
Endspurt an. Komisch, irgendwie sind die Rückenschmerzen auch nicht
schlimmer bei höherer Geschwindigkeit. Warum hat mir das vorher keiner
gesagt? Oder hat der innere Schweinehund mein Empfangsteil
ausgeschaltet? Vorbei an den applaudierenden Zuschauern in der
Fußgängerpassage fliege ich dem Ziel entgegen. Beim Zieleinlauf
werde
ich vom Moderator mit Startnummer, Name und Verein begrüßt. Auch an
das
Abdrücken der Uhr denke ich: 4:23:01h (inoffiziell).
Nachdem ich direkt nach dem Ziel erst mal kurz stehen bleibe, und
vornüber gebeugt die Hände auf die Beine stütze, wird mir von
dem
freundlichen Moderator noch gleich ein Interview für die Zuschauer
"aufgedrängt". Erste Frage: Wie wars? Antwort:
"Anstrengend". Die
zweite Frage ist vermutlich die Wirkung meines offensichtlichen
Erschöpfungszustandes: "Warum hat denn nicht schneller geklappt?
Haben
Sie vielleicht nicht genug trainiert". Mit einem leicht ironischen
Lächeln beantworte ich die Frage höflich und
wahrheitsgemäß (doch, mein
Trainingsumfang in der Vorbereitung sei wohl ausreichend hoch gewesen,
aber ich sei heute zu schnell angegangen.). Die Episode mit dem Imbiss
verschweige ich. :-)
Nach der Erholungspause im Zielbereich, auch hier mit ordentlicher
Verpflegung, und Telefonat mit GöGa habe ich meine Klamotten geholt und
mich im Massagezelt ordentlich verwöhnen lassen. Sehr angenehm, kaum
Wartezeit und auch dringend notwendig. Beim Ausziehen des rechten Schuh
hatte ich kurz einen leichten Wadenkrampf.
Mein Fazit:
Ein (für mich) sehr ordentliches Ergebnis, insbesondere wenn man noch
die 3 Minuten Zwangspause bedenkt, aber mit einem deutlich höheren
Anteil an Quälerei als beim Hamburg-Marathon in diesem Frühjahr. Die
Zielzeit klar unterboten und die PB um rund 15min verbessert. Berlin
kann kommen. Aber morgen gehts erst mal in den wohlverdienten Urlaub.
Danke fürs Lesen.
Thomas
# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team
Autor: Torsten Metzner (2005-07-17 19:52:32)
Thomas Henneke wrote:
Hi Thomas,
der Bericht kommt genau passend, da muss ich nachher nicht noch mal
schauen.
>Da auch mein Trainingsumfang in den letzten Wochen hierfür nicht
>wirklich taugt
Schön, dass ic hdir helfen konnte :-)
>Nach wenigen Hundert Meter mit
>Ziehharmonika-Effekt konnte jeder Läufer sein eigenes Tempo gehen.
Nun,
>so ging der erste km in 5:59 weg, der zweite in 5:45
>Das Rennen:
>Nach den ersten drei Kilometern hatte ich meinen Plan über den Haufen
>geworfen, statt 6er Zeiten versucht ich nun das einmal gewählte Tempo
>zu halten, Mein Puls war zwar leicht 4-5 Schläge über dem
gewollten
>Bereich, aber die Beine liefen locker und so dachte ich mir, warum
>nicht.
Wenn das man nicht in die Hose geht, gerade die ersten Kilometer beim
Marathon soll man doch eher etwas verhalten angehen, da ich aber glaube,
dass du durchaus für 6:00/km im Schnitt gut bist, evtl. nicht ganz so
dramatisch.
>Was man hat, das hat man.
Denkt sich ein Laufkollege auch immer und bricht
verhältnismäßig oft
für seine Verhältnisse ein.
>Die HM-Distanz nehme ich in 2:00:42h (inoffiziell)
Das riecht ja förmlich nahc sub 4:15h, sofern du diech nicht völlig
übernommen hast.
>6er-Schnitt, ausgenommen die Teile mit Verpflegungsposten, ab km 27-28
>sind alle Zeiten jenseits der 6er-Marke.
Das kannst du dir für sub4:15h aber auch leisten, sofern es nicht zuviel
wird.
>Ab km 28-29. Verspüre ich ein Gefühl, dass wohl jeder
Wettkampfläufer
>mehr hasst als die mittlerweile schwerer werdenden Beine: Stuhldrang!
So hatte ich das mit in die Hose gehen aber nicht gemeint.
>indiskret erscheint, irgendwo zwischen km29-30 verliere ich dort ca.
>3min. Nach dieser Zwangspause komme ich nur wieder schwer in Tritt. Zeiten
>so um die 6:30 sind die Folge.
Jetzt wird es mit sub4:15h knapp, aber das mit dem Stuhlgang kann ja
keiner ahnen.
>Abdrücken der Uhr denke ich: 4:23:01h (inoffiziell).
Glühstrumpf zur Bestzeit, aber die 4:15h hast du ganz klar drauf, und
wer weiß, was ohne die Toilettenpause passiert wäre. Und von 4:15h
bis
zum Traumziel 4h ist es auch nicht mehr so weit. Vor allem, da du ja
anscheinend keine Probleme mit der Laufmuskulatur hatttest, das mit dem
Rücken ist ja was anderes.
>aber mit einem deutlich höheren Anteil an Quälerei als beim
>Hamburg-Marathon in diesem Frühjahr.
Wer schnell sein will, muss auch mal leiden.
>Aber morgen gehts erst mal in den wohlverdienten Urlaub.
Schönen Urlaub und erhol dich erst mal in den nächsten 2 Wochen von
der
anstrengenden Lauferei und der Marathonvorbereitung, dafür ist ein
Familienurlaub schließlich da (nein ich habe überhaupt keine
Hintergedanken, außerdem mache ich die nächsten 2 Wochen auch etwas
lockerer). Danach kannst du dann ja für Berlin wieder voll ins Training
einsteigen.
Gruß,
ToM
Autor: p.l.schroeder@gmx.de (2005-07-18 02:13:41)
Thomas Henneke schrieb:
[... einen spannenden Bericht...]
> Nachdem ich direkt nach dem Ziel erst mal kurz stehen bleibe, und
> vorn
