[Bericht] 33. GutsMuths-Rennsteiglauf (MA), Günther
Autor: Guenther Erhard (2005-05-27 11:53:35)
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[X] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
Name des Laufes: 33.GutsMuths-Rennsteiglauf
Datum: 21.5.2005 (Sat)
Ort: Schmiedefeld
Postleitzahl: D9
Homepage (Veranstalter): www.rennsteiglauf.de
Ihr Name: Günther Erhard
Ihre eMail-Adresse: guenther.erhard at gmx de
Streckenlaengen: HM ,MA ,72,7k
Beschaffenheit: viel Waldwege, teilweise crossig
Profil: hügelig
Wetter: kühl, wolken mit etwas Sonne, trocken ca. 17°C
Teilnehmer: ca. 3400 (MA)
Bericht:
Hi,
hier kommt etwas verspätet nun auch mein Bericht...
Nach den Wk-Debakel letztes Jahr aufgrund meines Pfeifferschen
Drüsenfiebers, hatte ich mir Anfang des Jahres vorgenommen, die
Wettkämpfe zu genießen und nur mit ca. 90% zu laufen. Als
Landschaftslauf bot sich da der Rennsteig geradezu an: unmöglich
an PBs zu denken, herrliches Laufterrain und super Stimmung. Da
ich keine Ahnung hatte, welche Zeit ich bei den Anstiegen laufen
konnte, gab ich einfach 10-15% zu meiner möglichen
Straßenmarathonzeit hinzu und kam auf irgendwas um die 4h20.
Während des Training korrigierte ich dann auf sub 4h30. Damit
wusste ich mein Training und den Lauf einzuteilen.
VWKGJ
Hm, gibt es eigentlich kein richtiges. Von den 10 Wochen geplanten
Training konnte ich 8 durchziehen. Immerhin 450 von 600 km habe
ich gelaufen, inklusive 4 Long Jogs mit Hügeln und
Bergintervallen. Sollte also reichen, um mit einem gemütlichen 6er
Schnitt plus Verpflegungspausen und Puffer mein Ziel zu erreichen.
Außerdem habe ich mein Wunschgewicht wieder: nach 76,5kg im
Februar stehe ich jetzt bei 70kg. O.k. im Moment 71kg, die
Carboloadingwoche hat etwas reingehauen ;-).
Vor dem Lauf
Um halb 6 wache ich vom Regengeplättscher auf: na spitze!
Viereinhalb Stunden bei Regen durch den Schlamm wühlen. Als ich
gegen 6:15 aus dem Bett stieg, war der Regen schon etwas
schwächer. Nach dem Duschen und dem Frühstück regnete es zum
Glück
nicht mehr und es zeigten sich bereits erste blaue Flecken am
Himmel. Im Frückstücksraum gab es die übliche Diskussion: lang
oder kurz? Dies war für mich uninteressant, da ich selbst bei
Regen mit kurzen Klamotten laufen würde (..und ehrlich gesagt,
auch nur solche dabei hatte ;-). Anschließend nach Neuhaus
gefahren und dort wie schon am Vorabend wieder Sabine und ihre
Freunde getroffen. Ein wenig geplaudert, das Dixi von innen
betrachtet und den Rucksack abgegeben. Dann stellte ich mich in
den Pulk. Von den Reden, dem Rennsteiglied und dem Schneewalzer
bekam ich fast nichts mit, da über uns ständig mit Getöse ein
Hubschrauber kreiste. Kurz vorm Start reihte ich mich in hinteren
Bereich ein, um nicht gleich am Anfang zu schnell los zu laufen.
Irgendwie war ich gar nicht so aufgeregt - eher ziemlich sicher
und überzeugt, dass der Lauf perfekt laufen würde.
Der Lauf
Dann ging es auch schon los; nach knapp 4 Minuten war ich über der
Startlinie. Sofort ging es bergauf und aus Neuhaus raus. Auf der
Bundesstraße ging es dann die ersten Kilometer Richtung
Rennsteigweg. Schon kurz nach Neuhaus überholte ich Anette, die es
etwas langsamer angehen wollte. Wir plauderten kurz und dann zog
ich weiter. Schon kam Km5 in Sicht: knappe 30 Minuten, also genau
im Plan. So ging es weiter bis Km10.6 mit der ersten
Verpflegungsstation. Ah, endlich mal große Becher! Ein paar Läufer
nahmen sich zwei Becher und schütteten diese in einem zusammen -
eine gute Idee, so hat man fast einen Viertelliter und noch eine
Hand frei für das Obst. Gestärkt mit Banane und Tee lief ich
weiter. Die Strecke macht Spaß - es geht rauf und runter und der
Untergrund ist mal matschig, mal mit Wurzeln oder auch mal
gekiest. An den Anstiegen trippel ich hoch und mein Atem wird kaum
kräftiger. Im Gegensatz zu einigen Mitläufern, welche trotz Gehen
bzw. langsameren Laufen, keuchen wie eine Dampflok.
Zwischendurch treffe ich auf Sabine, bleibe ein Stück bei ihr und
rate ihr dann, ein wenig langsamer zu laufen, da sie doch schon
sehr heftig atmet. Kurz darauf laufe ich neben einem Mädel. Ich
unterhalte mich mit ihr und erfahre, dass sie aus Sachsen kommt
und jetzt seit 6 Jahren in München lebt. Plötzlich stehen wir im
Stau! Das ist also der berühmte Hohlweg. Über 3 Minuten geht
überhaupt nichts mehr, dann beginnt der Pulk im Gänsemarsch
langsam den sehr schmalen, mit Wurzeln, Schlamm und losen Steinen
garnierten Pfad hinunter zu steigen. Wovor haben die eigentlich
Angst? Ein sub-6er Schnitt ginge doch locker. Manchmal kommen wir
sogar in langsames Trippeln. Endlich spuckt der Hohlweg mich aus
und ich nähere mich der Verpflegungsstelle. Oh mein Gott: für die
ca. 1100m sind fast 12min30 draufgegangen! Soviel zum Puffer ;-).
Ok, ist halt so und kann ich jetzt auch nicht mehr ändern.
Ich laufe weiter und und schon geht es den Masserberg hoch.
Komisch, keine der Steigungen hat mir Probleme bereitet und ich
laufe immer noch locker und frisch. Liegt wahrscheinlich auch
daran, dass ich weit unter meinem Maximum laufe: ausser bei den
Anstiegen liegt der Puls meistens unter 80%. Nach der
Verpflegungsstelle treffe ich auf Susanne und laufe ein wenig mit
ihr. Sie läuft den Rennsteig heute schon das 7. Mal. Die zweite
Hälfte ist bedeutend hügeliger und ich muss etwas schneller
werden, um meinen 6er Schnitt zu halten. Km30 erreiche ich bei
3:10h - der Hohlweg und die Verpflegungsstellen haben ganz schön
Zeit gekostet. Schon schießt mir ein Gedanke durch den Kopf: "13Km
in 1:20h, das ist doch zu schaffen. Musst nur ab jetzt mit 5:30
laufen und bei den V-Stellen nicht trödeln." Schon war ich wieder
in der Ehrgeiz-Falle! "Idiot, was hast du dir vor ein paar Monaten
vorgenommen? Willst du dir den schönen Lauf vermiesen? Und das
alles bloß wegen ein paar Minuten? Nein, wirklich nicht!" Also
bleibe ich bei meinem Tempo, pfeife auf sub4h30 und genieße den
Lauf. Ist ja auch toll, die ganze Strecke ohne Einbruch und mit
konstantem Schnitt gelaufen zu sein.
Die Station bei Km37 lasse ich aus - habe bereits soviel
getrunken, dass ich die letzten 9Km auch ohne schaffe. Die Strecke
zieht sich immer noch nicht. Wenn ich an meine LSDs denke: da
reichte es mir schon nach 2h30 und jetzt bin ich über 4h unterwegs
und voll motiviert. Ab Km40 habe ich das Gefühl, erste
Lautsprecherfetzen aus Schmiedefeld zu hören. Und tatsächlich -
sie werden immer deutlicher. Unbewusst werde ich schneller...
5:45...5:30. Klar die Hormone tragen einen jetzt. Kein Gedanke
mehr, zwischen Km41 und 42 zu gehen, um nicht am letzten Berg
schlapp zu machen. Dann geht es schon runter in den Ort, kurz um
die Kurve und da beginnt der berühmte letzte Anstieg. Aber so
schlimm ist der gar nicht. Erstens tragen einem die anfeuernden
Zuschauer hoch und zum anderen waren da schwere Hügel auf der
Strecke. Mein Puls geht auf 93% hoch und kurze Zeit später bin ich
oben. Das waren doch nie 90 Höhenmeter! Mein S720i sagt mir später
auch so um die 35Hm an. Und die sollten stimmen, da die anderen
Höhenangaben sehr gut mit dem Plan übereinstimmten. Ich biege in
die Stadionrunde ein, überhole noch ein Paar, lasse aber genügend
Abstand zum Nächsten für ein gutes Zielfoto und schon nähere ich
mich dem Ziel. Ein kleiner Endspurt und bei 4:36:08 bin nach
43,1km angekommen. Ein nettes Mädel hängt mir die Medallie um und
ich gehe noch ein wenig aus. Anschließend ging ich zur
Gepäckwiese. Mein Rucksack lag da, wo er auch sein sollte und ich
zog mich in die (zum Glück) warme Dusche zurück. Anschließend
ließ
ich mir das Köstritzer schmecken und wartete auf Sabine und ihre
Freunde.
Fazit
Das war bis jetzt mein schönster Lauf. Entspannt und ohne
Zeitdruck konnte ich die Atmosphäre und die herrliche Landschaft
genießen. Ich habe den Eindruck, dass die anderen Teilnehmer auch
sehr entspannt an den Lauf rangehen. Es gibt kein Gedränge am
Start und die Läufer wirken nicht so energisch. Ich war den ganzen
Lauf nie am Anschlag; die (seltenen) ebenen Streckenabschnitte
lief mit etwa 70-75% und bergauf mit 84-87%. Die ersten 10Km
versuchte ich auch am Berg möglichst nicht über 82% zu kommen, um
nicht am Anfang schon meine Carbos zu vergeuden. Wenn am Berg der
Puls sich der 90% Marke näherte (immer noch ohne nennenswertes
Atmen), bin ich den Rest schnell gegangen. Das war dreimal der
Fall. Kostete aber fast keine Zeit.
Ich bin nächstes Mal sicher wieder dabei. Zum einem ein toller
Lauf, zum anderen halte ich während der Wintermonate mein Training
aufrecht. Außerdem sind LSDs im Frühjahr angenehmer als in der
Sommerhitze. Allerdings ist sicher dann die Streckenkenntnis von
Vorteil. Ich plante einen 6er Schnitt, 30 Sekunden pro
Verpflegungsstelle und etwas Puffer für steile Anstiege. Im
nachhinein habe ich festgestellt, dass ich zwar den Schnitt
gehalten habe, aber insgesamt 5min30 an den V-Stellen zugebracht.
Außerdem kommt man um den Stau am Hohlweg fast nicht rum (auch
wieder ca. 5-6 Minuten). Ein 5:45er Schnitt wäre also besser
gewesen. Aber was soll
Autor: Udo Witt (2005-05-27 15:36:48)
Autor: Udo Witt (2005-05-27 15:36:48)
Guenther Erhard wrote:
[einen sehr interessanten, aber jetzt doch fast komplett gesnippten
Bericht über einen Lauf über viele Hügel und ähnliches
hinderliches
Zeugs ... ;-)]
> Kurz darauf laufe ich neben einem Mädel. Ich unterhalte mich mit ihr
> und erfahre, dass sie aus Sachsen kommt und jetzt seit 6 Jahren in
> München lebt. Plötzlich stehen wir im Stau! Das ist also der
berühmte
> Hohlweg.
Und? Gleich das volle Werbe-Programm abgezogen? km-Spiel,
drsl-Aktivitäten, Deutschlandstaffel-Flyer ... ;-) ...
> Danke fürs Durchhalten,
> Günther
Durchgehalten hast in erster Linie Du beim Laufen und das ist ja noch
bissi Glückwünsche wert ... ;-)
Gruß
U-"Wie schauts bei Dir in Sachen Stadtlauf aus? Bist Du wieder mit
dabei? Zeitvorstellungen?"-do
Autor: Guenther Erhard (2005-05-27 21:17:55)
Servus Udo,
> Und? Gleich das volle Werbe-Programm abgezogen? km-Spiel,
> drsl-Aktivit
Autor: Sabine Kohwagner (2005-06-02 16:36:35)
Hallo Günther,
endlich auch von Dir ein Bericht, hab schon drauf gewartet. Obwohl ichs
ja eigentlich eh schon live gehört hab, aber ich les immer noch gern was
dazu. Obwohls langsam schon wieder richtig lang her ist....
> hier kommt etwas verspätet nun auch mein Bericht...
> VWKGJ
> Hm, gibt es eigentlich kein richtiges. Von den 10 Wochen geplanten
> Training konnte ich 8 durchziehen. Immerhin 450 von 600 km habe
> ich gelaufen, inklusive 4 Long Jogs mit Hügeln und
> Bergintervallen. Sollte also reichen, um mit einem gemütlichen 6er
> Schnitt plus Verpflegungspausen und Puffer mein Ziel zu erreichen.
> Außerdem habe ich mein Wunschgewicht wieder: nach 76,5kg im
> Februar stehe ich jetzt bei 70kg.
Neid! Ich dacht auch immer, man nimmt ab beim Marathontraining.
Funktioniert aber nicht, wenn mans als Entschuldigung hernimmt, dann
munter draufloszumampfen ;-))
> Vor dem Lauf
> Um halb 6 wache ich vom Regengeplättscher auf: na spitze!
> Viereinhalb Stunden bei Regen durch den Schlamm wühlen.
Das hat mich auch gefrustet. Nur Anette wollte uns krampfhaft ovn den
Vorzügen des Regens überzeugen.
> Hubschrauber kreiste. Kurz vorm Start reihte ich mich in hinteren
> Bereich ein, um nicht gleich am Anfang zu schnell los zu laufen.
> Irgendwie war ich gar nicht so aufgeregt - eher ziemlich sicher
> und überzeugt, dass der Lauf perfekt laufen würde.
Ist doch klasse!
> Verpflegungsstation. Ah, endlich mal große Becher!
Ja, die warn echt angenehm und gut zum draus trinken. Und der tee echt
lecker!
> Gestärkt mit Banane und Tee lief ich
> weiter. Die Strecke macht Spaß
sic!
> - es geht rauf und runter und der
> Untergrund ist mal matschig, mal mit Wurzeln oder auch mal
> gekiest. An den Anstiegen trippel ich hoch und mein Atem wird kaum
> kräftiger. Im Gegensatz zu einigen Mitläufern, welche trotz
Gehen
> bzw. langsameren Laufen, keuchen wie eine Dampflok.
> Zwischendurch treffe ich auf Sabine, bleibe ein Stück bei ihr und
> rate ihr dann, ein wenig langsamer zu laufen, da sie doch schon
> sehr heftig atmet.
War ein netter Treff? Den Kerl mit dem ich da grad geratscht hab, hab
ich dann nochmal getroffen, er hat mich bei Neustadt eingeholt und dann
auch überholt. Sonst wars teils etwas einsam in meinem Umfeld.
> Kurz darauf laufe ich neben einem Mädel. Ich
> unterhalte mich mit ihr und erfahre, dass sie aus Sachsen kommt
> und jetzt seit 6 Jahren in München lebt. Plötzlich stehen wir im
> Stau! Das ist also der berühmte Hohlweg. Über 3 Minuten geht
> überhaupt nichts mehr, dann beginnt der Pulk im Gänsemarsch
> langsam den sehr schmalen, mit Wurzeln, Schlamm und losen Steinen
> garnierten Pfad hinunter zu steigen. Wovor haben die eigentlich
> Angst? Ein sub-6er Schnitt ginge doch locker.
Ist halt wie auf der Autobahn, da denkt man auch immer, die bräuchten
doch einfach nur zu fahren.
> Manchmal kommen wir
> sogar in langsames Trippeln. Endlich spuckt der Hohlweg mich aus
> und ich nähere mich der Verpflegungsstelle. Oh mein Gott: für
die
> ca. 1100m sind fast 12min30 draufgegangen! Soviel zum Puffer ;-).
Ich war von Susanne schon vorgewarnt. Hab mich dann sehr bemüht, mich
nicht nerven zu lassen und das hat auch halbwegs funktioniert.
> Die zweite
> Hälfte ist bedeutend hügeliger und ich muss etwas schneller
> werden, um meinen 6er Schnitt zu halten.
Ja, da hatte man nicht mehr so das Gefühl, dass es nur noch bergab geht.
<
> Km30 erreiche ich bei
> 3:10h - der Hohlweg und die Verpflegungsstellen haben ganz schön
> Zeit gekostet. Schon schießt mir ein Gedanke durch den Kopf:
"13Km
> in 1:20h, das ist doch zu schaffen. Musst nur ab jetzt mit 5:30
> laufen und bei den V-Stellen nicht trödeln." Schon war ich
wieder
> in der Ehrgeiz-Falle! "Idiot, was hast du dir vor ein paar Monaten
> vorgenommen? Willst du dir den schönen Lauf vermiesen? Und das
> alles bloß wegen ein paar Minuten? Nein, wirklich nicht!" Also
> bleibe ich bei meinem Tempo, pfeife auf sub4h30 und genieße den
> Lauf. Ist ja auch toll, die ganze Strecke ohne Einbruch und mit
> konstantem Schnitt gelaufen zu sein.
Auf jeden FAll! Find ich super, dass Du Dich da so frei machen können
hast vom Ehrgeizteufelchen. Und es ist ja wirklcih eine Strecke zum
Genießen und die Zeit sowieso nur mit dem Rennsteig vergleichbar.
> Die Station bei Km37 lasse ich aus - habe bereits soviel
> getrunken, dass ich die letzten 9Km auch ohne schaffe.
Hähh? also bei mir warens da nur noch 6km :-) Getrunken hab ich trotzdem
noch was, vielleicht hab ich aber auch nur ne Ausrede für eine Gehpause
gebraucht :-)
> Die Strecke
> zieht sich immer noch nicht.
Das ist super! Kann ich von mir nicht behaupten, irgendwann hat sie sich
durchaus gezogen.
Wenn ich an meine LSDs denke: da
> reichte es mir schon nach 2h30 und jetzt bin ich über 4h unterwegs
> und voll motiviert. Ab Km40 habe ich das Gefühl, erste
> Lautsprecherfetzen aus Schmiedefeld zu hören. Und tatsächlich -
> sie werden immer deutlicher. Unbewusst werde ich schneller...
> 5:45...5:30. Klar die Hormone tragen einen jetzt. Kein Gedanke
> mehr, zwischen Km41 und 42 zu gehen, um nicht am letzten Berg
> schlapp zu machen. Dann geht es schon runter in den Ort, kurz um
> die Kurve und da beginnt der berühmte letzte Anstieg. Aber so
> schlimm ist der gar nicht. Erstens tragen einem die anfeuernden
> Zuschauer hoch und zum anderen waren da schwere Hügel auf der
> Strecke. Mein Puls geht auf 93% hoch und kurze Zeit später bin ich
> oben. Ich biege in
> die Stadionrunde ein, überhole noch ein Paar, lasse aber
genügend
> Abstand zum Nächsten für ein gutes Zielfoto und schon
nähere ich
> mich dem Ziel. Ein kleiner Endspurt und bei 4:36:08 bin nach
> 43,1km angekommen. Gratulation nochmal!
> Fazit
> Das war bis jetzt mein schönster Lauf. Entspannt und ohne
> Zeitdruck konnte ich die Atmosphäre und die herrliche Landschaft
> genießen. Ich habe den Eindruck, dass die anderen Teilnehmer auch
> sehr entspannt an den Lauf rangehen.
Ja, Strecke und Atmosphäre sind schon was Besonderes. ich schwelge immer
noch.
> So das war jetzt doch ein ziemlicher langer Bericht, aber heute
> war es endlich mal etwas ruhiger in der Arbeit ;-).
Lange Berichte sind schön!
Viele Grüße,
Sabine
--
Newsoffice.de - Die Onlinesoftware zum Lesen und Schreiben im Usenet
Die Signatur läßt sich nach Belieben anpassen ;-)
Autor: Guenther Erhard (2005-06-02 15:11:54)
Hallo Sabine,
> Hallo Günther, endlich auch von Dir ein Bericht, hab schon drauf
> gewartet. Obwohl ichs ja eigentlich eh schon live gehört hab,
> aber ich les immer noch gern was dazu. Obwohls langsam schon
> wieder richtig lang her ist....
>
Ja, die Woche nach dem Rennsteig war wieder ziemlich stressig. Kam
kaum dazu, meine privaten mails zu lesen, geschweige denn drsl mit
zu verfolgen und zu posten.
> Neid! Ich dacht auch immer, man nimmt ab beim Marathontraining.
> Funktioniert aber nicht, wenn mans als Entschuldigung hernimmt,
> dann munter draufloszumampfen ;-))
>
Tlw. hatte ich sogar 68,5kg letzte Woche. Jetzt muss ich mich aber
wieder zusammenreissen, da das Futtern bei reduziertem Laufpensum
doch ziemlich schnell anschlägt. So um die 70kg möchte ich schon
halten :-). Mampfen ist ja eigentlich der Grund, warum ich laufe.
Koche und esse halt viel zu gern.
>> Zwischendurch treffe ich auf Sabine, bleibe ein Stück bei ihr
>> und rate ihr dann, ein wenig langsamer zu laufen, da sie doch
>> schon sehr heftig atmet.
> War ein netter Treff? Den Kerl mit dem ich da grad geratscht
> hab, hab ich dann nochmal getroffen, er hat mich bei Neustadt
> eingeholt und dann auch überholt. Sonst wars teils etwas einsam
> in meinem Umfeld.
>
Naja, 6 Minuten vor dir war es sicher auch nicht viel dichter ;-)
> Ich war von Susanne schon vorgewarnt. Hab mich dann sehr bemüht,
> mich nicht nerven zu lassen und das hat auch halbwegs
> funktioniert.
>
Aus alten Postings wusste ich schon auch, dass es da eng ist. Aber
das es dann so zäh geht, konnte ich mir beim besten Willen nicht
vorstellen.
> Auf jeden FAll! Find ich super, dass Du Dich da so frei machen
> können hast vom Ehrgeizteufelchen. Und es ist ja wirklich eine
> Strecke zum Genießen und die Zeit sowieso nur mit dem Rennsteig
> vergleichbar.
>
Ist aber nicht leicht. Der kleine Stachel ist immer da. Da braucht
es schon immer eine längere Diskussion mit mir selbst...
>> Die Station bei Km37 lasse ich aus - habe bereits soviel
>> getrunken, dass ich die letzten 9Km auch ohne schaffe.
> Hähh? also bei mir warens da nur noch 6km :-) Getrunken hab ich
> trotzdem noch was, vielleicht hab ich aber auch nur ne Ausrede
> für eine Gehpause gebraucht :-)
>
Die 9km bezogen sich auf die V-Station bei KM34, wo ich mich das
letzte Mal versorgt habe.
>> Die Strecke zieht sich immer noch nicht.
> Das ist super! Kann ich von mir nicht behaupten, irgendwann hat
> sie sich durchaus gezogen.
>
Gut am Hügel bei ca. KM40 dachte ich mir auch, warum es nicht mal
wieder bergab geht. Und siehe da, der Wunsch wurde mir sogar etwa
zwei km weiter erfüllt ;-)
>> angekommen. Gratulation nochmal!
>
Danke.
> Ja, Strecke und Atmosphäre sind schon was Besonderes. ich
> schwelge immer noch.
>
Me2. Ich werde nächste Jahr sicher dabei sein. Obwohl ich ja schon
mit der langen Strecke liebäugele.
Gruß
Günther
Autor: Sabine Kohwagner (2005-06-03 08:18:15)
Hallo Günther,
Guenther Erhard wrote:
>> Neid! Ich dacht auch immer, man nimmt ab beim Marathontraining.
>> Funktioniert aber nicht, wenn mans als Entschuldigung hernimmt,
>> dann munter draufloszumampfen ;-))
>>
> Tlw. hatte ich sogar 68,5kg letzte Woche. Jetzt muss ich mich aber
> wieder zusammenreissen, da das Futtern bei reduziertem Laufpensum
> doch ziemlich schnell anschlägt. So um die 70kg möchte ich schon
> halten :-). Mampfen ist ja eigentlich der Grund, warum ich laufe.
> Koche und esse halt viel zu gern.
Soviel kann ich gar nicht laufen, wie ich gern esse ;-)
>> Ich war von Susanne schon vorgewarnt. Hab mich dann sehr bemüht,
>> mich nicht nerven zu lassen und das hat auch halbwegs
>> funktioniert.
>>
> Aus alten Postings wusste ich schon auch, dass es da eng ist. Aber
> das es dann so zäh geht, konnte ich mir beim besten Willen nicht
> vorstellen.
Ich bin schon auch arg gebremst worden, war grad so schön im Laufen -
aber hilft ja nix. Markus hat Bilder gemacht von den ersten, die aus der
Gasse rauskamen (sind glaub ich auch in meinem Album), die hatten schönv
iel Platz :-)
>> Auf jeden FAll! Find ich super, dass Du Dich da so frei machen
>> können hast vom Ehrgeizteufelchen. Und es ist ja wirklich eine
>> Strecke zum Genießen und die Zeit sowieso nur mit dem Rennsteig
>> vergleichbar.
>>
> Ist aber nicht leicht. Der kleine Stachel ist immer da. Da braucht
> es schon immer eine längere Diskussion mit mir selbst...
Kenn ich. Weiß auch nicht, ob ich einen Wettkampf mal als reinen Genuss
betrachten kann. Istz auch nicht schlimm, man muss halt nur mit sich
ausdiskutieren, was man will und was grad aktuell Sinn macht.
>>> Die Station bei Km37 lasse ich aus - habe bereits soviel
>>> getrunken, dass ich die letzten 9Km auch ohne schaffe.
>> Hähh? also bei mir warens da nur noch 6km :-) Getrunken hab ich
>> trotzdem noch was, vielleicht hab ich aber auch nur ne Ausrede
>> für eine Gehpause gebraucht :-)
>>
> Die 9km bezogen sich auf die V-Station bei KM34, wo ich mich das
> letzte Mal versorgt habe.
okok, kapiert.
>>> Die Strecke zieht sich immer noch nicht.
>> Das ist super! Kann ich von mir nicht behaupten, irgendwann hat
>> sie sich durchaus gezogen.
>>
> Gut am Hügel bei ca. KM40 dachte ich mir auch, warum es nicht mal
> wieder bergab geht. Und siehe da, der Wunsch wurde mir sogar etwa
> zwei km weiter erfüllt ;-)
Ich hab mich die ganze Zeit auf das Bergabstück am Schluss gefreut, das
ich vom Profil her in Erinnerung hatte und es ging dann eher mehr
bergauf als erwartet.
>> Ja, Strecke und Atmosphäre sind schon was Besonderes. ich
>> schwelge immer noch.
>>
> Me2. Ich werde nächste Jahr sicher dabei sein. Obwohl ich ja schon
> mit der langen Strecke liebäugele.
ui, total infiziert :-)) Dann schau sie dir mal an und berichte dann :-)
Ich bin am Hadern, weil ich halt weiß, dass ich mich durch die
Skitourensaison wieder nicht optimal vorbereiten werden. Und weil ich
auch mal nen "normalen" laufen möchte zum Vergleich und 2 im
jahr sind
wohl ein bisserl viel. Andererseits wars halt einfach schön und schreit
nach Wiederholung. Na, die Entscheidung hat ja noch Zeit.
Viele Grüße,
Sa- mal wieder kein Tag zum Arbeiten heut, gemein dieser Sonnenschein
vorm Büro -bine
--
Newsoffice.de - Die Onlinesoftware zum Lesen und Schreiben im Usenet
Die Signatur läßt sich nach Belieben anpassen ;-)
Autor: Elisabeth Mueller (2005-06-04 04:21:16)
Guenther Erhard schrieb:
>Name des Laufes: 33.GutsMuths-Rennsteiglauf
>hier kommt etwas verspätet nun auch mein Bericht...
Fein!
>Fazit
>Das war bis jetzt mein schönster Lauf. Entspannt und ohne
>Zeitdruck konnte ich die Atmosphäre und die herrliche Landschaft
>genießen.
Herrlich! Um so ein Erlebnis beneide ich Dich!
>
>Ich bin nächstes Mal sicher wieder dabei.
Ja, Du wirst auch schon suechtig. Der Rennsteig ist offenbar sehr
anziehend.
Danke fuer den netten Bericht, macht richtig Lust!
Elisabeth
Autor: Guenther Erhard (2005-06-05 14:58:09)
Hallo Elisabeth,
> Ja, Du wirst auch schon suechtig. Der Rennsteig ist offenbar sehr
> anziehend.
>
Ja, die Zahl der Wiederholungst
