[Bericht] 33.GutsMuths-Rennsteiglauf (MA), Sabine
Autor: Hartmut Streppel (2005-05-24 21:46:18)
Hallo Sabine,
Sabine Kohwagner schrieb:
>
> hier also der Bericht von meinem ersten Marathon. Vielen Dank f
Autor: Elisabeth Mueller (2005-05-24 23:18:13)
Autor: Elisabeth Mueller (2005-05-24 23:18:13)
Sabine Kohwagner schrieb:
>Hallo Elisabeth,
>
>Elisabeth Mueller wrote:
>
>> Sabine Kohwagner schrieb:
>>> hier also der Bericht von meinem ersten Marathon. Vielen Dank
für eure
>>> Glückwünsche, die hab ich nämlich schon gelesen :-)
>
>> Nimmt ein bisschen die Spannung, aber wir haben ja gewusst, dass Du es
>> schaffst.
>Also ich war mir da nicht so ganz sicher... Aber Dein Vertrauen ehrt
>mich natürlich.
Du hast doch eine solide Grundlage. Dass Du es schaffst, war klar. Nur
die Zeit war noch unklar, aber da hast Du es uns auch gezeigt!
>
>>> Ich hatte nämlich schon auf der
>>> Rückfahrt nach Neuhaus das Gefühl, dass über die
Geschichte bereits der
>>> Weichzeichner gelaufen ist.
>
>> :-)
>Du grinst, aber ich konnte mich plötzlich an überhaupt nichts
>anstrengendes und ödes mehr erinnern. Musste richtig danach kramen in
>meinem Kopf. Schon lustig, wie dieses Hochgefühl alle Strapazen
>wegwischt.
Du bist offenbar eine gute Kandidatin fuers Runners High.
>> Und das gleich am selben Abend - Dich hat es voll erwischt!
>Ja, irgendwie bin ich schon infiziert. ABer ich hab ja schon imemr
>gesagt, dass mir lange Sachen mehr liegen. Nur die Vorbereitung ist so
>aufwendig.
Deine Bertouren sind ein guter Untergrund, da musst Du nur mehr ein
bisschen Laufen drueberstreuen.
Elisabeth
Autor: Elisabeth Mueller (2005-05-24 23:18:14)
Gerhard Brandl schrieb:
>Sabine Kohwagner wrote:
>> Die Zuschauer fehlen (mir zumindest,
>
>Mir auch! Ich sach nur:
>Selbst bei einem Marathon wie München, wo die Leute lieber im
Café
^^^^^^^
nicht im Biergarten?
>sitzen als anfeuern, stehen ab KM33 die Leute Spalier!
Stimmt das wirklich?
Elisa-nimmt es sehr genau-beth
Autor: Sabine Kohwagner (2005-05-25 08:44:54)
Hallo Elisabeth,
Elisabeth Mueller wrote:
>> Du grinst, aber ich konnte mich plötzlich an überhaupt
nichts
>> anstrengendes und ödes mehr erinnern. Musste richtig danach
kramen in
>> meinem Kopf. Schon lustig, wie dieses Hochgefühl alle Strapazen
>> wegwischt.
> Du bist offenbar eine gute Kandidatin fuers Runners High.
Das GEfühl hatte ich bis jetzt gar nicht. Ich hab mich in der diskussion
damals schon wiedergefunden, ich gehört da auch zu denen, die Laufen oft
als zäh, langweilig und sonstwas empfinden und selbst wenns gut läuft
-
so richtig high werd ich durchs Laufe nicht. Da brauch ich dann schon
das GEfühl, etwas ganz Besonderes geschafft zu haben und dazu die
Stimmung, die Zuschauer - dann aber beamts wirklich :-)
>> Ja, irgendwie bin ich schon infiziert. ABer ich hab ja schon imemr
>> gesagt, dass mir lange Sachen mehr liegen. Nur die Vorbereitung ist so
>> aufwendig.
> Deine Bertouren sind ein guter Untergrund, da musst Du nur mehr ein
> bisschen Laufen drueberstreuen.
Na, ganz so easy isses dann doch wieder nicht ;-) Und überhaupt - bring
mich nicht auf dumme Gedanken, das schaff ich selber auch :-)
Sehr sonnige Grüße,
Sa- leider im Büro sitzend -bine
--
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Autor: Sabine Kohwagner (2005-05-25 08:49:21)
Hallo Hartmut,
Hartmut Streppel wrote:
> ich bin beeindruckt. Das als ersten Marathon und dann so locker,
na, so locker sollte es eigentlihc nicht rüberkommen ;-) Muss ich mehr
jammern? Ne, im ERnst, zäh wars schon, aber richtig gequält hab ich
mich
nirgends.
und das
> nach der Vorbereitung. Glückwunsch.
Danke!!!
> Was ich erst so langsam begreife ist das Potenzial, das in den
> Schwierigkeiten steckt, die vor einem Wettkampf auftauchen - deshalb ja
> auch immer das Gejammere.
Ohja, jammern ist ganz wichtig, funktioniert beim Klettern auch.
Entstresst irgendwie glaub ich.
> Ich glaube, wenn man das nimmt, und da mental
> gegen arbeitet, dann kann man tolle Dinge vollbringen. Deine langen
> Läufe vorher erinnern mich an meine fehlenden 4 Wochen und trotzdem
>ging
> es hinterher locker und toll. Zwar nicht zur Höchstleistung; aber das
> kann auch dann nicht mehr das Ziel sein.
Bei mir wars das auch nie, ich empfand die Strecke an sich schon als
Herausforderung. Beim nächsten mal freilich locken andere Ziele...
> Was ist der nächste?
Na, mal ganz ruhig hier. Da will ich jetzt noch nicht dran denken.
Obwohl ich mir mittlerweile schon wieder vorstellen kann, nächstes Jahr
wieder hinzufahren, ist halt schon schön dort. Anderersetis weit zu
fahren. Und dann will ich ja auch mal mit Zuschauer, aber das lieber im
Herbst, die Frühjahrsvorbereitung krieg ich einfahc nciht vernünftig
hin
mit den Skitouren. Ach mal schaun, irgendwann stiftet mich sicher wieder
wer an zu so einem Schmarrn. Und dann hat man auch gleich einen
Schuldigen, sehr praktisch ;-))
Viele Grüße,
Sa- das Laufen gestern war aber schon recht mühsam -bine
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Autor: Gerhard Brandl (2005-05-25 15:28:02)
Hallole!
Elisabeth Mueller wrote:
> Gerhard Brandl schrieb:
>> Sabine Kohwagner wrote:
>>> [Die Zuschauer fehlen mir]
>>
>> Mir auch! Ich sach nur:
>> Selbst bei einem Marathon wie München, wo die Leute
>> lieber im Café
> ^^^^^^^
> nicht im Biergarten?
Zu der Uhrzeit (Mittagszeit) sitzt da noch kaum einer...
..ausser es ist sehr heiss.
..aber wer will dann da schon Marathon laufen?
>> sitzen als anfeuern, stehen ab KM33 die Leute Spalier!
> Stimmt das wirklich?
*grübel* *nachguck*
Ooops. Nö, stimmt nicht.
Guck mal hier <http://medienmarathon.de/strecke/streckenplan/index.php>
Ich meinte die "Partymeile". Dort stehen viele Leute.
Ich würde mir übrigens wünschen, der Streckenverlauf wäre
"anders
herum". Der Engliche Garten ist nicht gerade toll für die KM 28 - 35
(kann da aus Erfahrung sprechen *grins*). Da kann sich hinter jedem Baum
der Hammermann verstecken.
> Elisa-nimmt es sehr genau-beth
Grüße!
Ger- nun auch genau -hard
Autor: Katrin Wicker (2005-05-26 23:26:06)
Hallo Sabine,
so, jetzt werde ich mir endlich in Ruhe Deinen Bericht goennen!
>VWKGJ:
>Muss natürlich trotzdem sein, auch wenn einiges ja schon in den Wochen
>davor angeklungen ist. Viel zu wenig trainiert, einen wichtigen langen
>Lauf abgebrochen, soweit wisst ihr Bescheid. Außerdem ein
Bäuchlein
>angefressen - schließlich hat man ja immer die gute Ausrede, dass man
>so fleißig trainiert und daher auch gut essen darf, Carboloading
eben.
>Über die Wochen hinweg hat mich das dann doch gute 3kg von meinem
>Traumgewicht entfernt. Nach dem letzten - gelungenen - langen Lauf tat
>mir den ganzen Nachmittag der Ansatz vom Fuß zum Schienbein weh. Beim
>nächsten Lauf dann auf den ersten Kilometern das Schienbein.
>*Warnleuchte an* Beim Laufen verschwundne, aber man weiß ja nie. Beim
>Hügellauf in der Fränkischen wars dann die Achillessehne, weils
gleich
>am Anfang bergauf gin. Wie biem Rennsteig auch, haha. Und nach der
>Fahrt am Freitag Abend taten mir eh alle Knochen weh.
Sehr gut - jetzt kann nichts mehr schiefgehen!
>Der Lauf:
>Auf den ersten paar hundert Metern kommen mir fast die Tränen.
>Irgendwie bin ich nach dem Start immer aufgeregter als zuvor ;-) Es ist
>ein überwältigendes Gefühl, in diesem Pulk mitzuschwimmen
und hat den
>großen Vorteil, dass man bergauf nicht zu schnell angeht.
Der Pulk scheint im Gegensatz zu anderen Pulks am Anfang ein
vernuenftiges Tempo anzuschlagen!
> An der Seite
>leuchtet Markus orange Hose, ich winke unseren Groupies nochmal zu und
>langsam weicht die Nervosität. Ein Stück laufe ich noch neben
Susanne,
>mir kommt das aber alles recht schnell vor und als si enoch mehr
>anzieht bleib ich hinten.
Ist bestimmt besser so, bloss nicht gleich auf den ersten Kilometern
alles verheizen.
>Das km5 Schild steht sehr offensichtlich in der
>Kurve, also stoppe ich. Ooops, 6:00er Schnitt, äh, das ist aber flott.
>Gedach hatte ich ja eher so an 6:15 bis 6:30, immer schön vorsichtig.
>Andererseits gehts bergab und nochmachen die muskeln mit, man kann
>schön rollen lassen und was man hat, das hat man. Also forsch weiter,
>es überholen noch viel genug.
Wie wir inzwischen wissen, war das kein Fehler!
>Es geht weiter und plötzlich ist Günther neben mir. Ein kurzer
Ratsche,
>dann lasse ich ihin ziehen, er hat schließlich höhere Ziele.
Bald darauf
>der erste Anstieg (ah, es gibt doch welche) und plötzlich bin ich
wieder
>neben ihm. Wir diskutieren über dne Sinn des Gehens (hatte ich mir bei
>steilen Stücken auch vorgenommen, aber hier istd doch gar nicht steil,
>oder?)
Also was fuer Dich nicht steil ist, kommt anderen vermutlich schon
wie eine senkrechte Wand vor.
>mich schon etwas. Meistens kommt man aber ganz gut vorbei. Die Strecke
>ist echt ein Genuss (zumindest jetzt noch) und sehr abwechslungsreich.
>Schmale Wurzelwege, breite Forststraßen, viele Kurven, immer wieder
>wundershcöne Ausblicke über die Hügel.
Klingt ja richtig huebsch.
>und weiter gehts. Bald darauf kommt die "Hohle Gasse". Hier gibts
>Stau, das wusste ich vorher schon, also Gelassenheit üben. Langsam
>runtergehn, ein stückchen joggen, wieder gehen, hilft ja nix. Ich sehs
>positiv, meine Biene sind wieder frisch.
Ein Marathon mit planmaessiger Zwangs-Gehpause, auch nicht schlecht.
>ja nicht hängen lassen. Oben dann Stände, zelt, Massageliegen,
holle,
>soll ich hier Urlaub machen? Ich verkneife es mir, probiere aber
>wenigstens den berühmten Haferschleim. Naja, hab ich mir
süßer
>vorgestellt, ziemlich neutraler Schlabber.
Interessante Verkoestigung.
>"Nur noch 15km" denke ich mir und finde diesen Gedanken irgendwie
nicht
>tröstlihc.
Kann ich verstehen. Jetzt merkt man allmaehlich, dass so ein Marathon
halt doch eine recht lange Strecke ist.
>Irgendwie zieht sichs bis zur nächsten Verpflegung und die Strecke ist
>auch nicht mehr so abwechslungsreich. Das heiß, eigentlihc ist sies
>schon, aber es ist mir langsam wurscht, wie der Wald um mich rum
>ausschaut.
Schoene Beschreibung!
>ich vertreibe mir di eZeit mit rechnen. Unter 4:45 könnte drin sein.
>Wenn ich mindestens einen 7:er-Schnitt laufe und das sollte wohl drin
>sein. Andererseits kommt nochmal eine Verpflegung und ich kann mir grad
>nicht vorstellen, die auszulassen. Tu ich auch nicht,
Nee, wieso auch?
>ich hab nämlich
>die Schnauze voll, als ich endlich davor steh. Es gab immer wieder
>nette Anstiege und ich dachte doch, es geht jetzt nur noch bergab.
Also ich kanns mir nicht vorstellen, so einen auf-und-ab-Marathon zu
laufen. In Frankfurt gibt es - muss wohl so zwischen km 30 und 35 sein
- eine Stelle, wo es an einer Unterfuehrung ein paar Meter runter und
wieder hoch geht, das hat mir schon gereicht. Wobei ich runter weitaus
unangenehmer fuer die Beine fand als hoch.
>Naja, wird shcon nicht. Ich kämpf mich weiter, die Lust ist weg. Nix
>tut wirklich weh, schnaufen tu ich auch nicht viel, aber es will nicht
>mehr so richtig und schneller erst recht nicht. Ne Minute hin oder her
>ist mir grad sowas von vollkommen egal!
Das hast Du schoen beschrieben, so etwa ging es mir auch in dieser
Phase.
>Spaß. Vorbei und dann kommt doch nochmal ein Loch. Ich weiß ja,
dass es
>noch rum geht um den Platz, aber warum muss der so elendig lang sein.
Kommt mir auch sehr bekannt vor. Man hat das Ganze irgendwie
eigentlich schon abgehakt, man weiss, dass man ankommt, und trotzdem
hoert es einfach nicht auf.
>Ein 2m-Hügel kostet mich Nerven, zum Spurt kann ich mich nicht
>aufraffen. Eine Kurve, lange Gerade, noch eine Kurve, wo ist das
>verdammte Ziel. Plötzlch Matten, hee, das kanns doch nict sein, oder?
>Ein Blick nach vorne, ahh, da steht Ziel! Und jetzt raffe ich mich doch
>noch auf, ich laufe nicht ins Ziel, ich springe. Lange Sätze, ich muss
>hier shcon die ganze Freude raus lassen, dass ich es tatsächlich
>geschafft habe. Ich bin da!!!
Ja! Nochmal Gratulation.
>Fazit:
>So ab km25 war ich mal nicht überzeugt davon, dass man Marathon laufen
>muss.
Die Gedanken kenn ich auch. Aber nicht bloss vom Marathon, sondern
fast von jedem Wettkampf.
>So bergig ist das Ganze eigentlihc nicht, die meisten
>Anstiege sind sehr human und flach, wirklich gut zu laufen.
Ob man Dir das glauben kann?
>So, das war jetzt wirklich furchtbar lang, aber so ein Marathon zieht
>sich ja auch :-))
Vielen Dank fuer den interessanten Bericht!
Gruss,
Katrin
