[Bericht] Regensburg Marathon
Autor: Torsten Sigmund (2005-05-10 15:15:32)
Nach langen Wochen der Vorbereitung war es endlich soweit und ich stand
mal wieder am Start eines Marathon. Der elfte inzwischen und je
näher
der Start kommt, desto mehr geht von der dabei erworbenen Routine
verloren und setzt sich Nervosität durch. Da das Training sehr
gut
gelaufen war, über HM schon eine neue Bestzeit stand, wollte ich
nicht
tiefstapeln und setzte mir als Ziel eine Zeit unter 2:45, ev. sogar
schneller. Es ging mir nicht nur um eine neue Bestzeit. Gleichzeitig
wollte ich einen guten Beitrag für unsere M40-Mannschaft im
Rahmen der
Meisterschaften abliefern.
Meine Taktik sah auf den ersten vier 5 KM-Abschnitten leicht steigende
Zwischenzeiten vor (20:00, 19:45, 19:30, 19:15). Dieses Tempo wollte ich
bis Km 35 halten und dann einfach so schnell wie möglich. Wenn es
aufginge, würde dabei eine Zeit von unter 2:45 rauskommen und
eine
2:43:xx wäre durchaus möglich. Ich
erwähnte gelegentlich schon, dass
Theorie und Praxis sehr auseinanderfallende Dinge sein können?
Jedenfalls kam es mal wieder anders als geplant.
Wegen der bei Meisterschaft geltenden Bruttozeit stellte ich mich im
Startblock sehr weit vorne in die dritte Reihe und kam nach dem Start
gut weg. Im Gedränge übersah ich den ersten
KM-Punkt und konnte erst
bei KM 2 mein Tempo kontrollieren, 7:38, also deutlich zu schnell.
Johannes und Andreas, auch zwei Spiridonis wollten etwa 2:42 laufen und
ich lag erst mal vor ihnen, aber bei KM 2 schlossen sie zu mir auf und
ich begrÃ¼Ãźte sie mit einem â
Autor: Jens Rossa (2005-05-10 15:25:03)
Autor: Jens Rossa (2005-05-10 15:25:03)
Hallo Torsten,
Torsten Sigmund schrieb:
[..]
> erträglich, 3:56 war der nächste KM. Der
Wind wurde stärker und ich
> musste mich dagegen stemmen. Bei KM 32 die nächste
Eigenverpflegung und
> plötzlich heftiger und sehr kalter Regen für
etwa 15 Minuten von vorne.
> Sofort gingen die Zeiten nach unten, Km 33 nur noch in 4:08, dann ging
> es auf 4:10.
ich hab ähnliches in Turin erlebt und hatte Vereinskollegen
nicht so
recht geglaubt, die meinten ohne den kalten Regen und Gegenwind
wäre das
locker soundsoviel schneller.. insofern bin ich froh, dass du das hier
bestätigst ;)
> Für mich selbst weiÃź ich, die 2:44 waren drin, was
Enttäuschung nicht
> aufkommen lässt. Und mit Abstand von zwei Tagen bin ich
Stolz und
> zufrieden. Die 2:44 hole ich mir im Herbst. Gut war die tolle
> Unterstützung durch die vielen Spiridonis als Betreuer und
Unterstützer
> an der Strecke. Das war fast ein Heimspiel, da wollte ich mich nicht
> hängen lassen.
Erstmal Glückwunsch zur Bestzeit und du kannst ja auch zurecht
stolz
sein! Wir laufen nunmal im Freien und das Wetter ist eben ein
limitierender Faktor. Sowas muss man eben dann bei der Bewertung seiner
Leistung berücksichtigen. Erhol dich gut und für
den Herbst wünsche ich
dir besseres Wetter.
> Danke fürs lesen, Torsten
Danke fürs Schreiben :-)
Jens
Autor: Torsten Sigmund (2005-05-10 15:15:32)
Nach langen Wochen der Vorbereitung war es endlich soweit und ich stand
mal wieder am Start eines Marathon. Der elfte inzwischen und je
näher
der Start kommt, desto mehr geht von der dabei erworbenen Routine
verloren und setzt sich Nervosität durch. Da das Training sehr
gut
gelaufen war, über HM schon eine neue Bestzeit stand, wollte ich
nicht
tiefstapeln und setzte mir als Ziel eine Zeit unter 2:45, ev. sogar
schneller. Es ging mir nicht nur um eine neue Bestzeit. Gleichzeitig
wollte ich einen guten Beitrag für unsere M40-Mannschaft im
Rahmen der
Meisterschaften abliefern.
Meine Taktik sah auf den ersten vier 5 KM-Abschnitten leicht steigende
Zwischenzeiten vor (20:00, 19:45, 19:30, 19:15). Dieses Tempo wollte ich
bis Km 35 halten und dann einfach so schnell wie möglich. Wenn es
aufginge, würde dabei eine Zeit von unter 2:45 rauskommen und
eine
2:43:xx wäre durchaus möglich. Ich
erwähnte gelegentlich schon, dass
Theorie und Praxis sehr auseinanderfallende Dinge sein können?
Jedenfalls kam es mal wieder anders als geplant.
Wegen der bei Meisterschaft geltenden Bruttozeit stellte ich mich im
Startblock sehr weit vorne in die dritte Reihe und kam nach dem Start
gut weg. Im Gedränge übersah ich den ersten
KM-Punkt und konnte erst
bei KM 2 mein Tempo kontrollieren, 7:38, also deutlich zu schnell.
Johannes und Andreas, auch zwei Spiridonis wollten etwa 2:42 laufen und
ich lag erst mal vor ihnen, aber bei KM 2 schlossen sie zu mir auf und
ich begrÃ¼Ãźte sie mit einem â
Autor: Jens Rossa (2005-05-10 15:25:03)
Hallo Torsten,
Torsten Sigmund schrieb:
[..]
> erträglich, 3:56 war der nächste KM. Der
Wind wurde stärker und ich
> musste mich dagegen stemmen. Bei KM 32 die nächste
Eigenverpflegung und
> plötzlich heftiger und sehr kalter Regen für
etwa 15 Minuten von vorne.
> Sofort gingen die Zeiten nach unten, Km 33 nur noch in 4:08, dann ging
> es auf 4:10.
ich hab ähnliches in Turin erlebt und hatte Vereinskollegen
nicht so
recht geglaubt, die meinten ohne den kalten Regen und Gegenwind
wäre das
locker soundsoviel schneller.. insofern bin ich froh, dass du das hier
bestätigst ;)
> Für mich selbst weiÃź ich, die 2:44 waren drin, was
Enttäuschung nicht
> aufkommen lässt. Und mit Abstand von zwei Tagen bin ich
Stolz und
> zufrieden. Die 2:44 hole ich mir im Herbst. Gut war die tolle
> Unterstützung durch die vielen Spiridonis als Betreuer und
Unterstützer
> an der Strecke. Das war fast ein Heimspiel, da wollte ich mich nicht
> hängen lassen.
Erstmal Glückwunsch zur Bestzeit und du kannst ja auch zurecht
stolz
sein! Wir laufen nunmal im Freien und das Wetter ist eben ein
limitierender Faktor. Sowas muss man eben dann bei der Bewertung seiner
Leistung berücksichtigen. Erhol dich gut und für
den Herbst wünsche ich
dir besseres Wetter.
> Danke fürs lesen, Torsten
Danke fürs Schreiben :-)
Jens
Autor: Torsten Sigmund (2005-05-10 15:15:32)
Nach langen Wochen der Vorbereitung war es endlich soweit und ich stand
mal wieder am Start eines Marathon. Der elfte inzwischen und je
näher
der Start kommt, desto mehr geht von der dabei erworbenen Routine
verloren und setzt sich Nervosität durch. Da das Training sehr
gut
gelaufen war, über HM schon eine neue Bestzeit stand, wollte ich
nicht
tiefstapeln und setzte mir als Ziel eine Zeit unter 2:45, ev. sogar
schneller. Es ging mir nicht nur um eine neue Bestzeit. Gleichzeitig
wollte ich einen guten Beitrag für unsere M40-Mannschaft im
Rahmen der
Meisterschaften abliefern.
Meine Taktik sah auf den ersten vier 5 KM-Abschnitten leicht steigende
Zwischenzeiten vor (20:00, 19:45, 19:30, 19:15). Dieses Tempo wollte ich
bis Km 35 halten und dann einfach so schnell wie möglich. Wenn es
aufginge, würde dabei eine Zeit von unter 2:45 rauskommen und
eine
2:43:xx wäre durchaus möglich. Ich
erwähnte gelegentlich schon, dass
Theorie und Praxis sehr auseinanderfallende Dinge sein können?
Jedenfalls kam es mal wieder anders als geplant.
Wegen der bei Meisterschaft geltenden Bruttozeit stellte ich mich im
Startblock sehr weit vorne in die dritte Reihe und kam nach dem Start
gut weg. Im Gedränge übersah ich den ersten
KM-Punkt und konnte erst
bei KM 2 mein Tempo kontrollieren, 7:38, also deutlich zu schnell.
Johannes und Andreas, auch zwei Spiridonis wollten etwa 2:42 laufen und
ich lag erst mal vor ihnen, aber bei KM 2 schlossen sie zu mir auf und
ich begrÃ¼Ãźte sie mit einem â
Autor: Jens Rossa (2005-05-10 15:25:03)
Hallo Torsten,
Torsten Sigmund schrieb:
[..]
> erträglich, 3:56 war der nächste KM. Der
Wind wurde stärker und ich
> musste mich dagegen stemmen. Bei KM 32 die nächste
Eigenverpflegung und
> plötzlich heftiger und sehr kalter Regen für
etwa 15 Minuten von vorne.
> Sofort gingen die Zeiten nach unten, Km 33 nur noch in 4:08, dann ging
> es auf 4:10.
ich hab ähnliches in Turin erlebt und hatte Vereinskollegen
nicht so
recht geglaubt, die meinten ohne den kalten Regen und Gegenwind
wäre das
locker soundsoviel schneller.. insofern bin ich froh, dass du das hier
bestätigst ;)
> Für mich selbst weiÃź ich, die 2:44 waren drin, was
Enttäuschung nicht
> aufkommen lässt. Und mit Abstand von zwei Tagen bin ich
Stolz und
> zufrieden. Die 2:44 hole ich mir im Herbst. Gut war die tolle
> Unterstützung durch die vielen Spiridonis als Betreuer und
Unterstützer
> an der Strecke. Das war fast ein Heimspiel, da wollte ich mich nicht
> hängen lassen.
Erstmal Glückwunsch zur Bestzeit und du kannst ja auch zurecht
stolz
sein! Wir laufen nunmal im Freien und das Wetter ist eben ein
limitierender Faktor. Sowas muss man eben dann bei der Bewertung seiner
Leistung berücksichtigen. Erhol dich gut und für
den Herbst wünsche ich
dir besseres Wetter.
> Danke fürs lesen, Torsten
Danke fürs Schreiben :-)
Jens
