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7. Marchfeldkanal-Lauf


7. Marchfeldkanal-Lauf
Autor: maelmill@eunet.at (Elisabeth Müller) (2004-10-06 22:14:26)

On Wed, 06 Oct 2004 08:08:58 +0200, Gerhard Brandl
wrote:

>Elisabeth, du WK-Sammlerin!

Der Mensch braucht ein Hobby.
>
>Elisabeth Müller wrote:
>> Name des Laufes: 7. Marchfeldkanal-Lauf
>> ...
>> Ich verheimliche meine samstäglichen Eskapaden vor
>> meiner Schwester
>
>ts ts ts ;-)
>
>> Ich kenne und liebe dieses Gelände.
>
>Aha! Heimvorteil.

Z.B. dieses riesige Loch auf dem engen unübersichtlichen Weg. Ob da
ein Dachs drinnen wohnt?
>
>> Dann trinke ich erst mal die Versorgungsstelle leer.
>
>Neues Thema: "Sind Läufer Egoisten?"

Bei den belegten Broten haben sie mir dann auf die Finger geklopft:
"Die sind nur mehr für die HM-Läufer!"
>
>> meine Samstag-Nachmittag-Beschäftigung zu beichten.
>
>Späte Reue also.

Bereut hab ich schon ab km 6.
>
>> So, jetzt dürft Ihr anfangen, mit mir zu schimpfen.
>
>Wieso! Bin inspiriert nöchstes Jahr auch Mal einen Wochenend-Doppelstart
>zu wagen.
>Samstag Abend: Heimstättener Sommernachstlauf
>Sonntag Morgen: Karlsfelder Triathlon

Auf diese Berichte freue ich mich jetzt schon. :-)
>
>Grüße und Dank für den wieder Mal schönen Bericht!
>Gerhard

Wir sehen uns?

Elisabeth

7. Marchfeldkanal-Lauf
Autor: Gerhard Brandl (2004-10-07 08:28:51)

7. Marchfeldkanal-Lauf
Autor: Gerhard Brandl (2004-10-07 08:28:51)

Elisabeth Müller wrote:

> Gerhard Brandl wrote:

>>> Dann trinke ich erst mal die Versorgungsstelle leer.
>>
>> Neues Thema: "Sind Läufer Egoisten?"

> Bei den belegten Broten haben sie mir dann auf die Finger geklopft:
> "Die sind nur mehr für die HM-Läufer!"

;-)

>> Samstag Abend: Heimstättener Sommernachstlauf
>> Sonntag Morgen: Karlsfelder Triathlon

> Auf diese Berichte freue ich mich jetzt schon. :-)

Ja, ich mich auch. Dann habe ich es nämlich hinter mir ;-)

> Wir sehen uns?

Klar! Aber, wie gemailt, am 3./4.11. bin ich nicht in München :-(
Gerhard

7. Marchfeldkanal-Lauf
Autor: "Ingo Redeker" (2004-10-07 09:29:39)

Elisabeth Müller wrote:
>> Ciao
>> In-wieder mal ein toller Bericht zum miterleben-go
>
> Hast Du die Sonne gespürt?
>
> Elisabeth

Ich musste direkt die Sonnenbrille beim Lesen aufsetzen :-)

Ciao
In-lauf die Sonne in dein Herz-go

7. Marchfeldkanal-Lauf
Autor: maelmill@eunet.at (Elisabeth Müller) (2004-10-07 21:30:58)

On Thu, 07 Oct 2004 08:28:51 +0200, Gerhard Brandl
wrote:

>Elisabeth Müller wrote:
>
>> Gerhard Brandl wrote:

>>> Samstag Abend: Heimstättener Sommernachstlauf
>>> Sonntag Morgen: Karlsfelder Triathlon
>
>> Auf diese Berichte freue ich mich jetzt schon. :-)
>
>Ja, ich mich auch. Dann habe ich es nämlich hinter mir ;-)


>
>> Wir sehen uns?
>
>Klar! Aber, wie gemailt, am 3./4.11. bin ich nicht in München :-(
>Gerhard

Ups. Irgendwie falsch verstanden. Schade. Na, vielleicht klappts ein
anderes mal. Und vielleicht findet sich noch irgendjemand anderes von
drsl ...

Elisabeth

7. Marchfeldkanal-Lauf
Autor: maelmill@eunet.at (Elisabeth M?ller) (2004-10-04 13:14:18)

Name des Laufes: 7. Marchfeldkanal-Lauf
Datum: 3.10.2004 (Sun)
Ort: Wien
Postleitzahl: A1
Homepage (Veranstalter): http://www.sportunion-leopoldau.at
Ihr Name: Elisabeth Müller
Ihre eMail-Adresse: maelmill@eunet.at
Streckenlaenge: 11 km
Beschaffenheit: Erde, Schotter
Profil: eben
Wetter: sonnig , ~25 °Grad
Teilnehmer: ~100
Bericht:

Meine Schwester Conny wollte schon seit langem diesen Lauf laufen, und
als sie Leute für ein Team gesucht hat, war ich natürlich dabei. Es
treten also zusammen: Stefan (Connys Mann), Pia (eine Freundin),
Elisabeth und Conny als Gruppe SPEC (Schriftzug in rosa&weiß) Ich
verheimliche meine samstäglichen Eskapaden vor meiner Schwester, und
falls wir durch meine Laufzeit einen Platz verpassen, werde ich es ihr
auch nie erzählen. Sie fragt mich, wie lange ich brauchen werde. Zum
Glück bin ich im Frühjahr bei der Marathonstaffel auch 11 km gelaufen,
und habe 1:13 gebraucht, das kann ich ihr jetzt sagen. Hoffentlich
brauche ich nicht viel länger.

Der Marchfeldkanal ist ein künstlicher Bach, der aber wie ein
natürlicher gebaut ist, mit Windungen, kleinen Seen, Inselchen und
viel Grünzeug an beiden Ufern, wowie Wegen auf Schotter oder Erde, gut
zum Spazierengehen, Laufen oder Radfahren geeignet. Hier ist das
Naherholungsgebiet der Leute, die eher am Nordostrand von Wien wohnen.
Am Marchfeldkanal liegt auch die Firma, in der ich arbeite, und von
hier aus starte ich so manche Freitag-Nachmittag-Läufe. Ich kenne und
liebe dieses Gelände.

Das Teilnehmerfeld ist klein, besteht natülich auch aus sportlichen
Leuten, aber auch aus ganz normalen Leuten, so wie wir. Es gibt auch
die Möglichkeit, hier einen HM zu laufen, also fällt es gar nicht auf,
wenn wir nicht ganz so schnell unterwegs sind.

Beim Start zieht Stefan davon, Pia, Conny und ich traben gemütlich
hinter dem Feld nach. Bei der Startmatte gibt es Aufregung: ein
kleines Hündchen hat sich hierher verirrt und gerät den Läufern
zwischen die Beine. Keine Sorge: sowohl das Hündchen als auch die
Läuferbeine überleben unbeschädigt.

Wie joggen gemütlich dahin, es ist sehr heiß, die Sonne scheint uns
ins Gesicht. Na, wenigstens geht es dann beim Rückweg besser. Langsam
rollen wir das Feld von hinten auf und überholen. Pias Mann und Sohn
stehen auf einer Brücke und feuern uns an. Beim Weiterlaufen zeigt
sich der Konditionsunterschied: Conny und Pia tratschen mehr, ich bin
eher einsilbig. Etwa bei km 4 ist die erste Wasserstelle und der
Wendepunkt. Die beiden trinken im Laufen, ich muss zum Trinken kurz
stehen bleiben. Ab da ziehen sie davon. Hier warten schon wieder Mann
und Sohn. Warum laufe ich, wenn Autofahren so viel bequemer wäre?

Mist, wir laufen in die Gegenrichtung (auf der anderen Seite des
Wassers), und die Sonne scheint mir immer noch ins Gesicht? Ich bleibe
immer weiter hinten, irgendwann sind Conny und Pia verschwunden. Ein
Mann überholt mich noch, dann niemand mehr. Hier laufe ich allein. Es
ist aber nicht einsam, die Strecke ist nicht gesperrt, immer wieder
begegnen mir Spaziergänger, Läufer, Walker, Hunde. Ich treffe sogar
eine Arbeitskollegin. Eigentlich stören mich die Steine im Schuh, aber
ich bleibe jetzt auf keine Fälle stehen. Wer weiß, ob ich dann noch
weiterlaufen kann?

Auf der anderen Seite des Marchfeldkanals sehe ich das Ziel. Jetzt
muss ich noch eine kleine Schleife in der Gegenrichtung machen, bevor
ich dorthin zurück kann. Alle paar Meter ist eine Brücke, aber überall
steht ein Streckenposten und schickt mich weiter. Die Oberschenkel
sind schon müde, mein Gesicht ist heiß. Endlich, der Umkehrpunkt! Ab
hier nur noch 1,5 km ins Ziel. Ich versuche noch ein bisschen Gas zu
geben, und mit Widerwillen gehorchen mir meine Beine. Als dann nach
einer Biegung das Ziel direkt vor mir liegt, lege ich noch mal einen
verzweifelten Sprint hin: 1:12:12 zeigt die Uhr, als ich an ihr
vorbeilaufe. Dann piepst es, mein Chip wird erfasst, und ich falle den
anderen SPECis in die Arme. Dann trinke ich erst mal die
Versorgungsstelle leer.

Die Ergebnisse hängen bald aus: Stefan hat etwa 54 Minuten gebraucht,
Conny und Pia sind gemeinsam bei 1:08 durchs Ziel, und meine Nettozeit
ist 1:12:03. Die Gruppe vor uns ist über eine Viertelstunde schneller,
meine Zeit war also nicht schuld. Das beruhigt mich ungemein. Wir
gehen gemütlich duschen und umziehen und setzen uns dann in die Sonne.
Es gibt Getränke und Liptauerbrote. Ein bleicher Mann hängt an einer
Infusion. Offenbar geht kein Rennen ohne einen Zusammenbruch über die
Bühne? Wir müssen mit der Siegerehrung und Verlosung natürlich bis zum
letzten HM-Teilnehmer warten. Daher bleibt mir noch Zeit, den SPECis
meine Samstag-Nachmittag-Beschäftigung zu beichten.

Siegerehrung und Verlosung sind ein Kapitel für sich: wer das noch nie
erlebt hat ... die Veranstalterin ist von der reschen Sorte, nimmt
sich kein Blatt vor den Mund und gibt markige Sprüche von sich. Ein
Seminar über vollendete Kommunikation hat sie offenbar nie besucht.
Manche nehmen Anstoß, ich amüsiere mich köstlich.

Das Egebnis: SPEC ist an fünfter Stelle (von sieben Teams), in unserer
Klasse sind Conny und Pia auf Platz 11 und 12, ich auf 15. Vor allem
aber bin ich glücklich, dass ich es geschafft habe.

So, jetzt dürft Ihr anfangen, mit mir zu schimpfen.
Elisabeth

7. Marchfeldkanal-Lauf
Autor: Michael Steiger (2004-10-04 23:08:11)

On 4 Oct 2004 13:14:18 -0700, maelmill@eunet.at (Elisabeth M?ller)
wrote:

>Name des Laufes: 7. Marchfeldkanal-Lauf
>Datum: 3.10.2004 (Sun)
>Ort: Wien
>Postleitzahl: A1
>Homepage (Veranstalter): http://www.sportunion-leopoldau.at
>Ihr Name: Elisabeth Müller
>Ihre eMail-Adresse: maelmill@eunet.at
>Streckenlaenge: 11 km
>Beschaffenheit: Erde, Schotter
>Profil: eben
>Wetter: sonnig , ~25 °Grad
>Teilnehmer: ~100
>Bericht:
>
>Meine Schwester Conny wollte schon seit langem diesen Lauf laufen, und
>als sie Leute für ein Team gesucht hat, war ich natürlich dabei. Es
>treten also zusammen: Stefan (Connys Mann), Pia (eine Freundin),
>Elisabeth und Conny als Gruppe SPEC (Schriftzug in rosa&weiß) Ich
>verheimliche meine samstäglichen Eskapaden vor meiner Schwester, und
>falls wir durch meine Laufzeit einen Platz verpassen, werde ich es ihr
>auch nie erzählen. Sie fragt mich, wie lange ich brauchen werde. Zum
>Glück bin ich im Frühjahr bei der Marathonstaffel auch 11 km gelaufen,
>und habe 1:13 gebraucht, das kann ich ihr jetzt sagen. Hoffentlich
>brauche ich nicht viel länger.

Das Verheimlichen ist wohl auch sehr notwendig. Wolltest wohl auch
ausprobieren, wie es sich in der Ebene läuft, oder?

Gabs diesmal kein Gwandsackerl (so schreibt man das doch, oder?)?


>Auf der anderen Seite des Marchfeldkanals sehe ich das Ziel. Jetzt
>muss ich noch eine kleine Schleife in der Gegenrichtung machen, bevor
>ich dorthin zurück kann. Alle paar Meter ist eine Brücke, aber überall
>steht ein Streckenposten und schickt mich weiter. Die Oberschenkel
>sind schon müde, mein Gesicht ist heiß. Endlich, der Umkehrpunkt! Ab
>hier nur noch 1,5 km ins Ziel. Ich versuche noch ein bisschen Gas zu
>geben, und mit Widerwillen gehorchen mir meine Beine. Als dann nach
>einer Biegung das Ziel direkt vor mir liegt, lege ich noch mal einen
>verzweifelten Sprint hin: 1:12:12 zeigt die Uhr, als ich an ihr
>vorbeilaufe. Dann piepst es, mein Chip wird erfasst, und ich falle den
>anderen SPECis in die Arme. Dann trinke ich erst mal die
>Versorgungsstelle leer.

Na bitte, wieder eine Verbesserung. Training zahlt sich doch aus.

>Die Ergebnisse hängen bald aus: Stefan hat etwa 54 Minuten gebraucht,
>Conny und Pia sind gemeinsam bei 1:08 durchs Ziel, und meine Nettozeit
>ist 1:12:03. Die Gruppe vor uns ist über eine Viertelstunde schneller,
>meine Zeit war also nicht schuld. Das beruhigt mich ungemein. Wir
>gehen gemütlich duschen und umziehen und setzen uns dann in die Sonne.
>Es gibt Getränke und Liptauerbrote. Ein bleicher Mann hängt an einer
>Infusion. Offenbar geht kein Rennen ohne einen Zusammenbruch über die
>Bühne? Wir müssen mit der Siegerehrung und Verlosung natürlich bis zum
>letzten HM-Teilnehmer warten. Daher bleibt mir noch Zeit, den SPECis
>meine Samstag-Nachmittag-Beschäftigung zu beichten.
Und wie haben sie es aufgenommen?


>Siegerehrung und Verlosung sind ein Kapitel für sich: wer das noch nie
>erlebt hat ... die Veranstalterin ist von der reschen Sorte, nimmt
>sich kein Blatt vor den Mund und gibt markige Sprüche von sich. Ein
>Seminar über vollendete Kommunikation hat sie offenbar nie besucht.
>Manche nehmen Anstoß, ich amüsiere mich köstlich.
>
>Das Egebnis: SPEC ist an fünfter Stelle (von sieben Teams), in unserer
>Klasse sind Conny und Pia auf Platz 11 und 12, ich auf 15. Vor allem
>aber bin ich glücklich, dass ich es geschafft habe.
>
>So, jetzt dürft Ihr anfangen, mit mir zu schimpfen.
Wieso? Sind 2 Wettkämpfe pro Wochenende nicht normal?

Nur weiter so
Michael

7. Marchfeldkanal-Lauf
Autor: "Tom Sander-Fischer" (2004-10-05 00:26:59)

Hi Elisabeth,

Elisabeth M?ller schrieb:

> So, jetzt dürft Ihr anfangen, mit mir zu schimpfen.

Ach Elisabeth, du bist/schreibst großartig, wie sollte ich da schimpfen?
Danke für den schönen Bericht, ich lese deine Berichte immer mit viel Spaß!

Gruß, Tom

7. Marchfeldkanal-Lauf
Autor: Alex Dummer (2004-10-05 08:49:54)

On 4 Oct 2004 13:14:18 -0700, maelmill@eunet.at (Elisabeth M?ller)
wrote:

Hallo Elisabeth,

>
>Das Teilnehmerfeld ist klein, besteht natülich auch aus sportlichen
>Leuten, aber auch aus ganz normalen Leuten, so wie wir.

Was ist schon normal?

>Wie joggen gemütlich dahin, es ist sehr heiß, die Sonne scheint uns
>ins Gesicht.

Hallo, das klingt ja wie Spaziergang

>Langsam
>rollen wir das Feld von hinten auf und überholen.

Das klingt schon besser.

>
>Das Egebnis: SPEC ist an fünfter Stelle (von sieben Teams), in unserer
>Klasse sind Conny und Pia auf Platz 11 und 12, ich auf 15. Vor allem
>aber bin ich glücklich, dass ich es geschafft habe.
>
Super, Glückwunsch.

>So, jetzt dürft Ihr anfangen, mit mir zu schimpfen.

Wettkampf-Junkie!

Danke für den schönen Bericht.

Gruß Alex