[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Autor: Max Ehlers (2005-04-27 21:46:01)
Matthias Rosenkranz schrieb:
Hi Matthias,
> Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
> 23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
> 2. in der M40
>
> Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen 1:48 und 2:18
> gefinisht haben) zu Füßen :-)
>
> Danke fürs Lesen,
immer wieder gerne: starker Lauf, schöner Bericht!
>
> Gruß Matthias
--
>Pain is temporary, pride is forever. (Dave Scott)
:-) Sei Dir gegönnt!
tschö
Max
Autor: Markus Schoch (2005-04-27 21:59:20)
Autor: Markus Schoch (2005-04-27 21:59:20)
Matthias Rosenkranz schrieb:
> Der Startschuss fällt und die Spitze stürmt wie wild die
abfallende
> Friedrich-Ebert-Anlage hinunter. Nach ca. 500 m gehts nach rechts
> zwischen den Pfeilern durch, kurz hinter mir muss einer voll auf so
> einen Pfeiler draufgeknallt sein (hat mir später jemand
erzählt).
Da kann ich glaube ich Entwarnung geben. Ich war kurz hinter Dir und ich
vermute mal, dass ich dieser Läufer bin, den Du hier beschreibst.
Tatsächlich bin ich auf dem nassen Gitter unter den Arkaden weggerutscht
und mich hats dann flach auf den Asphalt gelegt; der Pfeiler war zum
Glück nicht beteiligt. Habe mich gleich wieder aufgerappelt und bin mit
ein paar Schürfwunden an Arm und Bein sowie blutigem Knie noch zuende
gelaufen.
> Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
> 23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
> 2. in der M40
RESPEKT! Besonders auch in Anbetracht Deiner Verletzung im Frühjahr.
> Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen 1:48 und 2:18
> gefinisht haben) zu Füßen :-)
Bei mir grinst sich der eine Teil ins Fäustchen, da ich wegen meiner
noch nicht ganz verheilten Wunden und einem leichten Muskelkater etwas
holprig gehe und der andere Teil versteht nicht, wieso ich mit einer
1:35 unzufrieden bin.
Laufende Grüsse
Markus
Autor: B?U3RlZmFuIELDpHVtZXI= (2005-04-27 23:14:58)
Matthias Rosenkranz schrieb:
> Bericht:
>
> Da war er nun, mein erster ernsthafter Wettkampf in 2005. Nach der
> Verletzungspause in Januar/Februar und den beiden Aufbau-HMs in Kandel
> und Bonn (1:32 und 1:26) fragte ich mich, wie es um meine Form bestellt
> war. Trotz der fehlenden Kilometer hoffte ich, die Vorjahreszeit
> (1:25:38) und Plazierung (35.) zu verbessern. So ganz klar war mir aber
> nicht, wo ich diese Hoffnung hernahm.
Mal schauen, was kommt...
> Der Heidelberger Halbmarathon lässt zwar aufgrund des
Höhenprofils
> (http://www.tsg78-hd.de/sas-hm2005/strecke profil.html) keine
> Bestzeiten zu, gilt aber als der Lauf in der Region und eine gute
> Plazierung verhilft einem zu einem gewissen Prestige (auch im
> Kollegenkreis). Ich war also motiviert.
Oh, das sind ja bestimmt 300 Hm. Bei knapp 3000 unter den ersten 30 zu
landen, hört sich schon ganz gut an...
[...]
> Der Startschuss fällt und die Spitze stürmt
wie wild die abfallende
> Friedrich-Ebert-Anlage hinunter. Nach ca. 500 m gehts nach rechts
> zwischen den Pfeilern durch, kurz hinter mir muss einer voll auf so
> einen Pfeiler draufgeknallt sein (hat mir später jemand
erzählt). Noch
> eine Rechtskurve und wir kommen in die HauptstraÃźe, die
FuÃźgängerzone
> von Heidelberg. Das erste Kilometerschild - 3:21, und dabei habe ich
> mich noch zurückgehalten.
Jaja, immer das gleiche Spiel, das kenn ich auch. Vorher jammern wie nur
was und dann loslaufen wie Haile...
> Immer weiter durch die FuÃźgängerzone, das Feld hat
sich hier vorne
> schon ziemlich ausgedünnt. Linkskurve am Marktplatz auf
glitschigem
> Kopfsteinpflaster, aus der Spitzengruppe ist hier prompt einer
> gestürzt. Auf ziemlich grobem Kopfsteinpflaster
überqueren wir auf der
> "Alten Brücke" den Neckar. Am Neckarufer entlang,
irgendwann kommt km 3
> (den zweiten habe ich übersehen) in 10:31 - ganz
schön schnell, wenn das
> mal gut geht. Ich habe allerdings in Erinnerung, dass ich auch letztes
> Jahr hier schon zu schnell war, die Markierung ist wohl falsch. Weiter
> geht es in einer Schleife flach durch Neuenheim. Auch wenn die
> Kilometerzeiten mit 3:57 und 3:50 langsamer aussehen, bin ich mit 18:26
> bei Kilometer 5 noch verdammt schnell.
Heidelberg ist ein nettes Städtchen, sollte ich vielleicht auch
mal zum
Laufen hin. Die KM-Zeiten passen aber nicht zusammen,
10:31+3:57+3:50=18:18???. 18:26 klingt aber auch noch viel versprechend.
> Immer noch flach, der sechste Kilometer geht mit 3:47 weg, weiter
> zurück Richtung Neckarufer kommen wir bei ca. km 6,7 auf
ein
> Gegenverkehrsstück. Unmengen von Läufern,
die erst vier Kilometer
> hinter sich haben, strömen uns entgegen. Zwei oder drei
Kollegen
> grÃ¼Ãźen mich, ich nehme sie kaum wahr,
während ich auf Kilometer 7
> zufliege (3:50).
Wenn´s sich noch gut anfühlt, bist Du ja voll im
Plan.
> Dann hat es sich aber ausgeflogen, auf der Albert-Ueberle-StraÃźe
> schlängelt sich die Strecke in Serpentinen hoch zum
Philosophenweg.
> Ein GroÃźteil der 190 Höhenmeter zum
höchsten Punkt (kurz nach km 10)
> bezwingt man auf dem nächsten Kilometer, das
Höhenprofil täuscht hier
> imho etwas. Ein leichtfÃ¼Ãźiger
Läufer zischt an mir vorbei, dafür fallen
> meine bisherigen Begleiter nach hinten ab. Nach 4:50 bin ich bei km 8.
Klingt auch nach einem schönen Stück Strecke.
> Der eigentliche Philosophenweg ist gar nicht mehr so steil und die
> Aussicht über den Neckar und auf das
gegenüberliegende Heidelberger
> Schloss entschädigt etwas für die
Anstrengung. Trotzdem ist es schwer,
und für Ablenkung ist auch gleich gesorgt
> wieder Fahrt aufzunehmen. Obwohl es subjektiv nur noch leicht bergauf
> geht, brauche ich 4:24 bis zum nächsten Kilometerschild.
Der Abstand
> nach vorne wird aber nicht grÃ¶Ãźer, das beruhigt. Auf
dem wieder etwas
> steileren Stück (mit Flachpassagen) kann ich zu einem
Läufer auflaufen,
> nach 4:30 passiere ich mit 39:48 die 10 km-Marke.
Bei den Anstiegen hilft eigentlich nur nach Gefühl zu laufen,
was
bedeuten schon Zeiten. Da es auch noch bergab geht, sieht das
zeitmÃ¤Ãźig
bei Dir gut aus, oder?
> Kurz später bin ich am höchsten Punkt und
hoffe, mich abwärts ein wenig
> erholen zu können. Bis Kilometer 11 läuft es
noch nicht so richtig rund
> (4:22 - okay, zum Teil noch aufwärts), aber dann rollt es
wieder. Auf
> geschotterten, aufgrund des Regens etwas schmierigen Wegen
(übrigens
> schon seit km 9) geht es teils abwärts, teils flach mit
3:59 und 3:42.
komm, lass rollen...
[...]
> Kurz nach km 16 folgt der supersteile Anstieg zum
> Schlosswolfsbrunnenweg. Mir scheint, die finden jedes Jahr eine noch
> direktere, steilere Strecke da hoch (wahrscheinlich war es aber
> dieselbe Strecke wie im Vorjahr). Meine Beine brennen, die Lunge
> pfeift, aber wenigstens platze ich nicht völlig wie vor drei
Jahren.
> Beim Einbiegen in den Schlosswolfsbrunnenweg (da wird es dann wieder
> etwas flacher) stoppe ich 8:56 für zwei Kilometer. Ich
überschlage,
> dass es jetzt ganz schön eng mit der erhofften Sub-1:25 wird.
Wie? Geht doch noch bergab?!
[...]
> Inzwischen haben wir die Steigung hinter uns, km 19 wird in 4:05
> passiert und nun geht es fast im freien Fall abwärts. Der
M50er macht
> ordentlich Druck und ich kann nicht ganz folgen. Nach 3:33 passiere ich
> die 20er-Marke bei 1:21:20. Mist, 3:40 für 1,1 km wird wohl
nicht
> klappen, auch wenn es noch ein Stück abwärts
geht.
Upps, wird knapp...
> Die letzten ca. 500 m laufen wir nochmals flach durch ein Spalier von
> Zuschauern durch die FÃ¼Ãźgängerzone.
Der M50er hat ca. 20 m Vorsprung -
> zu wenig. Ich laufe das Loch zu, gehe vorbei und er kann nichts
> entgegensetzen. Bis ins Ziel nehme ich ihm noch fünf
Sekunden ab, wir
> fallen uns aber trotzdem in die Arme.
Bah, wie eklig. Schwitzende, alte Männer :-)
> Ich stoppe 1:25:18 (offiziell waren es dann 1:25:17) und weiÃź
nicht,
> wie ich plaziert bin. Ich weiÃź nur, dass ich 20 sec schneller
als im
> Vorjahr bin und vermute eine ähnlich Plazierung (35., 6.
M40). Da es
Na dann Glückwunsch zur Verbesserung und sieh es positiv: so
schlecht
war das Vorjahresergebnis nicht :-)
> Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
> 23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
> 2. in der M40
Na super. Glückwunsch! Hättest Du mal auf die
Siegerehrung gewartet...
> Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen 1:48 und 2:18
> gefinisht haben) zu FÃ¼Ãźen :-)
Na, wahrscheinlich sind die noch platt vom Lauf.
> Danke fürs Lesen,
Danke für´s Schreiben.
> GruÃź Matthias
GruÃź
Stefan
Autor: Matthias Rosenkranz (2005-04-28 09:38:47)
Rud1ger Sch1erz wrote:
Ich dachte schon, Andre wäre der Einzige gewesen, der meinen Bericht
gelesen hat.
>>Um einen Platz im Parkhaus zu bekommen bin ich relativ früh
angereist
>>und konnte noch völlig entspannt meine Startunterlagen abholen.
Keine
>>Schlange, aber da, der erste Schock! Meine Startnummer ist gelb, das
>>ist der zweite Startblock - wie konnte das passieren?
>
>
> Hast du deine HM von Kandel angegeben?
Nö, die Zeit aus dem Vorjahr. Offenbar hatten viele mit einer Zeit
unter 1:30 gemeldet, sodass die 200 dafür reservierten Nummern nicht
gereicht haben.
> Ui, Pfeiler, nasses Kopfsteinpflaster... harte Auslese!
Der Vor-Vorjahressieger Markus van Ghemen hat sich dann wohl noch
im Wald lang gemacht und kam ziemlich zerschrammt kurz vor mir (also
weit unter Wert) ins Ziel.
>>Dann hat es sich aber ausgeflogen, auf der Albert-Ueberle-Straße
>>schlängelt sich die Strecke in Serpentinen hoch zum
Philosophenweg.
>
> Oh, jetzt wirds bergig. Nix für mich.
Aber du wohnst doch in den Bergen.
>>Mit kurzen, flachen,
>>schnellen Schritten überhole ich einen Konkurrenten und versuche
mir
>>(erfolglos) einzureden, dass der Anstieg doch gar nicht so schlimm ist
>>(er ist furchtbar).
>
> Du musst dir selbst nur mehr glauben, dann funktioniert das auch mit
> der Selbstmotivation. :-)
Ja, an der Autosuggestion muss ich noch arbeiten.
>>Vor mir läuft ein scheinbar etwas älterer Läufer, an den
kämpfe ich
>>mich langsam heran. Ungefähr bei km 18 (4:32, immer noch
ansteigend)
>>habe ich ihn. Als ich vorbeilaufe zieht er das Tempo an und
überholt
>>mich wieder. Das geht ein paar mal hin und her, zwischendurch
klären
>>wir ab, dass wir eigentlich keine Konkurrenten sind (er ist der
>>Führende in der M50).
>
> Hm, die Taktik von dem Läufer verstehe ich nicht ganz. Ich an seiner
> Stelle hätte mich erstmal eine Weile ziehen lassen.
Ich auch. Aber das hat das Tempo hoch gehalten, war also schon okay.
Nach hinten war auch nicht so wahnsinnig viel Abstand (nach vorne
leider schon, im Ziel eine ganze Minute).
>>Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
>>23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
>>2. in der M40
>
> Wow. Da hätte es ja doch eine Siegerehrung für dich gegeben. :-)
Vermutlich.
Gruß Matthias
Autor: Matthias Rosenkranz (2005-04-28 09:42:20)
Markus Schoch wrote:
> Matthias Rosenkranz schrieb:
>
>> Der Startschuss fällt und die Spitze stürmt wie wild die
abfallende
>> Friedrich-Ebert-Anlage hinunter. Nach ca. 500 m gehts nach rechts
>> zwischen den Pfeilern durch, kurz hinter mir muss einer voll auf so
>> einen Pfeiler draufgeknallt sein (hat mir später jemand
erzählt).
>
>
> Da kann ich glaube ich Entwarnung geben. Ich war kurz hinter Dir und ich
> vermute mal, dass ich dieser Läufer bin, den Du hier beschreibst.
> Tatsächlich bin ich auf dem nassen Gitter unter den Arkaden
weggerutscht
> und mich hats dann flach auf den Asphalt gelegt; der Pfeiler war zum
> Glück nicht beteiligt. Habe mich gleich wieder aufgerappelt und bin
mit
> ein paar Schürfwunden an Arm und Bein sowie blutigem Knie noch zuende
> gelaufen.
"Noch zuende gelaufen" ist ja wohl leichtes Understatement für
20,7 km.
> Bei mir grinst sich der eine Teil ins Fäustchen, da ich wegen meiner
> noch nicht ganz verheilten Wunden und einem leichten Muskelkater etwas
> holprig gehe und der andere Teil versteht nicht, wieso ich mit einer
> 1:35 unzufrieden bin.
Da hätte ich dich im Ziel ja fast sehen müssen. Ich habe nämlich
noch
auf einen Kollegen aus der Schwimmgruppe gewartet, der 16 sec vor dir
eingelaufen ist.
Gruß Matthias
--
Wenn Gott gewollt hätte, daß wir nordic-walken, dann
hätte er uns doch statt Armen Stöcke gegeben.
"Die Welt" vom 13.4.05
Autor: Matthias Rosenkranz (2005-04-28 09:57:57)
Stefan Bäumer wrote:
> Oh, das sind ja bestimmt 300 Hm.
Eher noch ein paar mehr.
>> Kilometerzeiten mit 3:57 und 3:50 langsamer aussehen, bin ich mit
18:26
>> bei Kilometer 5 noch verdammt schnell.
>
> Heidelberg ist ein nettes Städtchen, sollte ich vielleicht
auch mal zum
> Laufen hin. Die KM-Zeiten passen aber nicht zusammen,
> 10:31+3:57+3:50=18:18???.
Oh, das war ein Flipptehler, km 3 hatte ich bei 10:39 (hallo
Rüdiger,
Entwarnung!).
[snip]
>> etwas flacher) stoppe ich 8:56 für zwei Kilometer. Ich
überschlage,
>> dass es jetzt ganz schön eng mit der erhofften Sub-1:25
wird.
>
> Wie? Geht doch noch bergab?!
Noch 16 min für 4,1 km, und der SchloÃźwolfsbrunnenweg
zieht sich noch
ziemlich lange leicht ansteigend dahin.
>> Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
>> 23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
>> 2. in der M40
>
> Na super. Glückwunsch! Hättest Du mal auf
die Siegerehrung gewartet...
Das hätte dann wahrscheinlich eine Urkunde und einen warmen
Händedruck
gegeben, da habe ich doch lieber mittags mit meinen Kindern gespielt.
GruÃź Matthias
Autor: Elisabeth Mueller (2005-05-01 19:26:17)
Matthias Rosenkranz schrieb:
>Name des Laufes: SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Also landschaftlich schoene Strecke.
>Da war er nun, mein erster ernsthafter Wettkampf in 2005. Nach der
>Verletzungspause in Januar/Februar und den beiden Aufbau-HMs in Kandel
>und Bonn (1:32 und 1:26) fragte ich mich, wie es um meine Form bestellt
>war. Trotz der fehlenden Kilometer hoffte ich, die Vorjahreszeit
>(1:25:38) und Plazierung (35.) zu verbessern. So ganz klar war mir aber
>nicht, wo ich diese Hoffnung hernahm.
Weil Du ein Spitzenlaeufer bist?
>Zum Glück saß
>mein Laufschuhhändler am Reklamationsschalter und verzierte meine
>Startnummer mit grünem Filzstift mit dem Spruch: "Der Mann ist
grün"
>(grün = erster Startblock).
Du bist auf den ersten Blick schon als Laeufer erkennbar.
>bin ich mit 18:26 bei Kilometer 5 noch verdammt schnell.
Na und wie!
>
>Der eigentliche Philosophenweg ist gar nicht mehr so steil und die
>Aussicht über den Neckar und auf das gegenüberliegende
Heidelberger
>Schloss entschädigt etwas für die Anstrengung.
Dieses Stueck waere ich auch gerne gelaufen ...
>nach 4:30 passiere ich mit 39:48 die 10 km-Marke.
... aber nicht in dieser Geschwindigkeit.
>
>Kurz nach km 16 folgt der supersteile Anstieg zum
>Schlosswolfsbrunnenweg. Mir scheint, die finden jedes Jahr eine noch
>direktere, steilere Strecke da hoch (wahrscheinlich war es aber
>dieselbe Strecke wie im Vorjahr). Meine Beine brennen, die Lunge
>pfeift, aber wenigstens platze ich nicht völlig wie vor drei Jahren.
>Beim Einbiegen in den Schlosswolfsbrunnenweg (da wird es dann wieder
>etwas flacher) stoppe ich 8:56 für zwei Kilometer. Ich
überschlage,
>dass es jetzt ganz schön eng mit der erhofften Sub-1:25 wird.
Immer wieder erstaunlich, dass man in der Situation ueberhaupt noch
rechnen kann.
>Die letzten ca. 500 m laufen wir nochmals flach durch ein Spalier von
>Zuschauern durch die Füßgängerzone. Der M50er hat ca. 20 m
Vorsprung -
>zu wenig. Ich laufe das Loch zu, gehe vorbei und er kann nichts
>entgegensetzen. Bis ins Ziel nehme ich ihm noch fünf Sekunden ab, wir
>fallen uns aber trotzdem in die Arme.
Das kannst Du auch nur beim Sport machen. Ueberall sonst ist es eher
unpassend.
>Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
>23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
>2. in der M40
Gratulation!
>
>Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen 1:48 und 2:18
>gefinisht haben) zu Füßen :-)
und kuessen Dir dieselben.
>
>Danke fürs Lesen,
Danke fuer den Bericht!
Elisabeth
Autor: Matthias Rosenkranz (2005-05-02 10:27:07)
Elisabeth Mueller wrote:
>>Da war er nun, mein erster ernsthafter Wettkampf in 2005. Nach der
>>Verletzungspause in Januar/Februar und den beiden Aufbau-HMs in Kandel
>>und Bonn (1:32 und 1:26) fragte ich mich, wie es um meine Form bestellt
>>war. Trotz der fehlenden Kilometer hoffte ich, die Vorjahreszeit
>>(1:25:38) und Plazierung (35.) zu verbessern. So ganz klar war mir aber
>>nicht, wo ich diese Hoffnung hernahm.
>
> Weil Du ein Spitzenlaeufer bist?
Danke für die Blumen.
> Du bist auf den ersten Blick schon als Laeufer erkennbar.
Naja, im Vergleich zu Max, Holger, Carsten oder Winfried sehe ich
ganz schön kräftig aus (Triathlet eben) mit meinem BMI von 24.
>>Der eigentliche Philosophenweg ist gar nicht mehr so steil und die
>>Aussicht über den Neckar und auf das gegenüberliegende
Heidelberger
>>Schloss entschädigt etwas für die Anstrengung.
>
>
> Dieses Stueck waere ich auch gerne gelaufen ...
Ja, das ist wirklich sehr schön da. Bis km 13 führt die Strecke
dann auch durch den Wald.
> Immer wieder erstaunlich, dass man in der Situation ueberhaupt noch
> rechnen kann.
Rechnen konnte ich schon als kleines Kind ganz gut :-)
> Gratulation!
Danke.
Gruß Matthias
--
Wenn Gott gewollt hätte, daß wir nordic-walken, dann
hätte er uns doch statt Armen Stöcke gegeben.
"Die Welt" vom 13.4.05
