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[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg


[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Autor: Matthias Rosenkranz (2005-04-26 00:41:27)

[X] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.

Name des Laufes: SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Datum: 24.4.2005 (Sun)
Ort: Heidelberg
Postleitzahl: D6
Homepage (Veranstalter): http://www.tsg78-hd.de/sas-hm2005/index.html
Ihr Name: Matthias Rosenkranz
Ihre eMail-Adresse: matthias.rosenkranz at gmx de
Streckenlaenge: HM
Beschaffenheit: Asphalt, Kopfsteinpflaster, Schotter, Matsch
Profil: Bergig - http://www.tsg78-hd.de/sas-hm2005/strecke profil.html
Wetter: Bedeckt, gegen Ende sonnig, vor dem Start Regen
Teilnehmer: 2882 Finisher

Bericht:

Da war er nun, mein erster ernsthafter Wettkampf in 2005. Nach der
Verletzungspause in Januar/Februar und den beiden Aufbau-HMs in Kandel
und Bonn (1:32 und 1:26) fragte ich mich, wie es um meine Form bestellt
war. Trotz der fehlenden Kilometer hoffte ich, die Vorjahreszeit
(1:25:38) und Plazierung (35.) zu verbessern. So ganz klar war mir aber
nicht, wo ich diese Hoffnung hernahm.

Der Heidelberger Halbmarathon lässt zwar aufgrund des Höhenprofils
(http://www.tsg78-hd.de/sas-hm2005/strecke profil.html) keine
Bestzeiten zu, gilt aber als der Lauf in der Region und eine gute
Plazierung verhilft einem zu einem gewissen Prestige (auch im
Kollegenkreis). Ich war also motiviert.

Um einen Platz im Parkhaus zu bekommen bin ich relativ früh angereist
und konnte noch völlig entspannt meine Startunterlagen abholen. Keine
Schlange, aber da, der erste Schock! Meine Startnummer ist gelb, das
ist der zweite Startblock - wie konnte das passieren? Zum Glück saß
mein Laufschuhhändler am Reklamationsschalter und verzierte meine
Startnummer mit grünem Filzstift mit dem Spruch: "Der Mann ist grün"
(grün = erster Startblock).

Nachdem ich noch eine Weile im Regen rumgestanden bin, habe ich ca.
eine halbe Stunde vor dem Start meine Tasche mit den Klamotten
abgegeben und habe mich in Wettkampfkleidung und einem Wegwerf-T-Shirt
warmgelaufen. Ca. 2 min vor dem Start habe ich mich in die zweite Reihe
gedrängelt, mein T-Shirt über die Absperrung gehängt (wollte ich später
wieder abholen, was ich natürlich vergessen habe) und noch mit
Bekannten geflachst.

Der Startschuss fällt und die Spitze stürmt wie wild die abfallende
Friedrich-Ebert-Anlage hinunter. Nach ca. 500 m gehts nach rechts
zwischen den Pfeilern durch, kurz hinter mir muss einer voll auf so
einen Pfeiler draufgeknallt sein (hat mir später jemand erzählt). Noch
eine Rechtskurve und wir kommen in die Hauptstraße, die Fußgängerzone
von Heidelberg. Das erste Kilometerschild - 3:21, und dabei habe ich
mich noch zurückgehalten.

Immer weiter durch die Fußgängerzone, das Feld hat sich hier vorne
schon ziemlich ausgedünnt. Linkskurve am Marktplatz auf glitschigem
Kopfsteinpflaster, aus der Spitzengruppe ist hier prompt einer
gestürzt. Auf ziemlich grobem Kopfsteinpflaster überqueren wir auf der
"Alten Brücke" den Neckar. Am Neckarufer entlang, irgendwann kommt km 3
(den zweiten habe ich übersehen) in 10:31 - ganz schön schnell, wenn das
mal gut geht. Ich habe allerdings in Erinnerung, dass ich auch letztes
Jahr hier schon zu schnell war, die Markierung ist wohl falsch. Weiter
geht es in einer Schleife flach durch Neuenheim. Auch wenn die
Kilometerzeiten mit 3:57 und 3:50 langsamer aussehen, bin ich mit 18:26
bei Kilometer 5 noch verdammt schnell.

Immer noch flach, der sechste Kilometer geht mit 3:47 weg, weiter
zurück Richtung Neckarufer kommen wir bei ca. km 6,7 auf ein
Gegenverkehrsstück. Unmengen von Läufern, die erst vier Kilometer
hinter sich haben, strömen uns entgegen. Zwei oder drei Kollegen
grüßen mich, ich nehme sie kaum wahr, während ich auf Kilometer 7
zufliege (3:50).

Dann hat es sich aber ausgeflogen, auf der Albert-Ueberle-Straße
schlängelt sich die Strecke in Serpentinen hoch zum Philosophenweg.
Ein Großteil der 190 Höhenmeter zum höchsten Punkt (kurz nach km 10)
bezwingt man auf dem nächsten Kilometer, das Höhenprofil täuscht hier
imho etwas. Ein leichtfüßiger Läufer zischt an mir vorbei, dafür fallen
meine bisherigen Begleiter nach hinten ab. Nach 4:50 bin ich bei km 8.

Der eigentliche Philosophenweg ist gar nicht mehr so steil und die
Aussicht über den Neckar und auf das gegenüberliegende Heidelberger
Schloss entschädigt etwas für die Anstrengung. Trotzdem ist es schwer,
wieder Fahrt aufzunehmen. Obwohl es subjektiv nur noch leicht bergauf
geht, brauche ich 4:24 bis zum nächsten Kilometerschild. Der Abstand
nach vorne wird aber nicht größer, das beruhigt. Auf dem wieder etwas
steileren Stück (mit Flachpassagen) kann ich zu einem Läufer auflaufen,
nach 4:30 passiere ich mit 39:48 die 10 km-Marke.

Kurz später bin ich am höchsten Punkt und hoffe, mich abwärts ein wenig
erholen zu können. Bis Kilometer 11 läuft es noch nicht so richtig rund
(4:22 - okay, zum Teil noch aufwärts), aber dann rollt es wieder. Auf
geschotterten, aufgrund des Regens etwas schmierigen Wegen (übrigens
schon seit km 9) geht es teils abwärts, teils flach mit 3:59 und 3:42.
Das 13. Kilometerschild steht schon in dem sehr unangenehmen kurzen,
steilen Zwischenanstieg zum Stift Neuburg. Mit kurzen, flachen,
schnellen Schritten überhole ich einen Konkurrenten und versuche mir
(erfolglos) einzureden, dass der Anstieg doch gar nicht so schlimm ist
(er ist furchtbar). Das letzte Stück des Anstiegs laufe ich durch ein
enges Menschenspalier, wollen die sich alle an unseren Qualen weiden?
Endlich über die Kuppe gibt es keine Zeit zum Ausruhen, zu steil geht
es runter nach Ziegelhausen. Abwärts werde ich überholt und dann
übersehe ich auch noch das Kilometerschild :-(

Unten fühle ich mich etwas angeschlagen und kann dem Läufer, der mich
gerade überholt hat nicht folgen. Zum Glück soll das der Letzte
bleiben, der mir davonläuft. Kilometer 15 auf der Ziegelhäuserbrücke
drücke ich bei 1:00:12 ab. Ich fühle mich wieder etwas erholter, leider
übersehe ich auf der flachen Strecke entlang des Neckars das nächste
Kilometerschild.

Kurz nach km 16 folgt der supersteile Anstieg zum
Schlosswolfsbrunnenweg. Mir scheint, die finden jedes Jahr eine noch
direktere, steilere Strecke da hoch (wahrscheinlich war es aber
dieselbe Strecke wie im Vorjahr). Meine Beine brennen, die Lunge
pfeift, aber wenigstens platze ich nicht völlig wie vor drei Jahren.
Beim Einbiegen in den Schlosswolfsbrunnenweg (da wird es dann wieder
etwas flacher) stoppe ich 8:56 für zwei Kilometer. Ich überschlage,
dass es jetzt ganz schön eng mit der erhofften Sub-1:25 wird.

Vor mir läuft ein scheinbar etwas älterer Läufer, an den kämpfe ich
mich langsam heran. Ungefähr bei km 18 (4:32, immer noch ansteigend)
habe ich ihn. Als ich vorbeilaufe zieht er das Tempo an und überholt
mich wieder. Das geht ein paar mal hin und her, zwischendurch klären
wir ab, dass wir eigentlich keine Konkurrenten sind (er ist der
Führende in der M50).

Inzwischen haben wir die Steigung hinter uns, km 19 wird in 4:05
passiert und nun geht es fast im freien Fall abwärts. Der M50er macht
ordentlich Druck und ich kann nicht ganz folgen. Nach 3:33 passiere ich
die 20er-Marke bei 1:21:20. Mist, 3:40 für 1,1 km wird wohl nicht
klappen, auch wenn es noch ein Stück abwärts geht.

Die letzten ca. 500 m laufen wir nochmals flach durch ein Spalier von
Zuschauern durch die Füßgängerzone. Der M50er hat ca. 20 m Vorsprung -
zu wenig. Ich laufe das Loch zu, gehe vorbei und er kann nichts
entgegensetzen. Bis ins Ziel nehme ich ihm noch fünf Sekunden ab, wir
fallen uns aber trotzdem in die Arme.

Ich stoppe 1:25:18 (offiziell waren es dann 1:25:17) und weiß nicht,
wie ich plaziert bin. Ich weiß nur, dass ich 20 sec schneller als im
Vorjahr bin und vermute eine ähnlich Plazierung (35., 6. M40). Da es
angeblich immer sehr lange bis zur Siegerehrung dauert (ich war trotz
einem halben Dutzend Teilnahmen noch nie dort) und die Duschen auch
weit entfernt sind, habe ich bald meine Klamotten geholt, was Trockenes
angezogen und bin nach Hause gefahren. Dort habe ich mich gemütlich in
die Badewanne gelegt und den Nachmittag lieber mit meiner Familie
verbracht.

Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
2. in der M40

Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen 1:48 und 2:18
gefinisht haben) zu Füßen :-)

Danke fürs Lesen,

Gruß Matthias
--
Pain is temporary, pride is forever. (Dave Scott)

[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Autor: Andre Maass (2005-04-26 09:12:11)

[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Autor: Andre Maass (2005-04-26 09:12:11)

Matthias Rosenkranz schrieb:

> Name des Laufes: SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
> Datum: 24.4.2005 (Sun)

Wow! Ich bin noch ganz baff. Vielen lieben Dank für diesen super
interessanten Bericht aus einer anderen Welt. Ich habe nägelkauend jede
Passage gelesen und mitgelitten.

> Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen 1:48 und 2:18
> gefinisht haben) zu Füßen :-)

Nicht nur die!

An-"Beeindruckt"-dre

[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Autor: Rud1ger Sch1erz (2005-04-27 12:57:16)

Matthias Rosenkranz writes:

> Name des Laufes: SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg

[...]

> Da war er nun, mein erster ernsthafter Wettkampf in 2005. Nach der
> Verletzungspause in Januar/Februar und den beiden Aufbau-HMs in Kandel
> und Bonn (1:32 und 1:26) fragte ich mich, wie es um meine Form bestellt
> war. Trotz der fehlenden Kilometer hoffte ich, die Vorjahreszeit
> (1:25:38) und Plazierung (35.) zu verbessern. So ganz klar war mir aber
> nicht, wo ich diese Hoffnung hernahm.

Hm, somatische Intelligenz? ;-)

> Der Heidelberger Halbmarathon lässt zwar aufgrund des Höhenprofils
> (http://www.tsg78-hd.de/sas-hm2005/strecke profil.html) keine
> Bestzeiten zu, gilt aber als der Lauf in der Region und eine gute
> Plazierung verhilft einem zu einem gewissen Prestige (auch im
> Kollegenkreis). Ich war also motiviert.

Gut.

> Um einen Platz im Parkhaus zu bekommen bin ich relativ früh angereist
> und konnte noch völlig entspannt meine Startunterlagen abholen. Keine
> Schlange, aber da, der erste Schock! Meine Startnummer ist gelb, das
> ist der zweite Startblock - wie konnte das passieren?

Hast du deine HM von Kandel angegeben?

> Zum Glück saß
> mein Laufschuhhändler am Reklamationsschalter und verzierte meine
> Startnummer mit grünem Filzstift mit dem Spruch: "Der Mann ist grün"
> (grün = erster Startblock).

Gut, wenn man seine Leute an den richtigen Positionen sitzen hat.

> Nachdem ich noch eine Weile im Regen rumgestanden bin, habe ich ca.
> eine halbe Stunde vor dem Start meine Tasche mit den Klamotten
> abgegeben und habe mich in Wettkampfkleidung und einem Wegwerf-T-Shirt
> warmgelaufen. Ca. 2 min vor dem Start habe ich mich in die zweite Reihe
> gedrängelt, mein T-Shirt über die Absperrung gehängt (wollte ich später
> wieder abholen, was ich natürlich vergessen habe) und noch mit
> Bekannten geflachst.

Ok, alles ganz entspannt.

> Der Startschuss fällt und die Spitze stürmt wie wild die abfallende
> Friedrich-Ebert-Anlage hinunter. Nach ca. 500 m gehts nach rechts
> zwischen den Pfeilern durch, kurz hinter mir muss einer voll auf so
> einen Pfeiler draufgeknallt sein (hat mir später jemand erzählt).

AUA.

> Noch
> eine Rechtskurve und wir kommen in die Hauptstraße, die Fußgängerzone
> von Heidelberg. Das erste Kilometerschild - 3:21, und dabei habe ich
> mich noch zurückgehalten.

Örks. Das Tempo lief ich gestern in meinen 4x1200m Intervallen auf der
Bahn, aber doch nicht im HM.

> Immer weiter durch die Fußgängerzone, das Feld hat sich hier vorne
> schon ziemlich ausgedünnt. Linkskurve am Marktplatz auf glitschigem
> Kopfsteinpflaster, aus der Spitzengruppe ist hier prompt einer
> gestürzt.

Ui, Pfeiler, nasses Kopfsteinpflaster... harte Auslese!

> Auf ziemlich grobem Kopfsteinpflaster überqueren wir auf der
> "Alten Brücke" den Neckar. Am Neckarufer entlang, irgendwann kommt km 3
> (den zweiten habe ich übersehen) in 10:31 - ganz schön schnell, wenn das
> mal gut geht.

Au weia, das wäre momentan mein 3000m Wettkampfziel.

> Ich habe allerdings in Erinnerung, dass ich auch letztes
> Jahr hier schon zu schnell war, die Markierung ist wohl falsch.

Axo.

> Weiter
> geht es in einer Schleife flach durch Neuenheim. Auch wenn die
> Kilometerzeiten mit 3:57 und 3:50 langsamer aussehen, bin ich mit 18:26
> bei Kilometer 5 noch verdammt schnell.

Yes, sir.

> Immer noch flach, der sechste Kilometer geht mit 3:47 weg, weiter
> zurück Richtung Neckarufer kommen wir bei ca. km 6,7 auf ein
> Gegenverkehrsstück. Unmengen von Läufern, die erst vier Kilometer
> hinter sich haben, strömen uns entgegen. Zwei oder drei Kollegen
> grüßen mich, ich nehme sie kaum wahr, während ich auf Kilometer 7
> zufliege (3:50).

Ja, fliegen!

> Dann hat es sich aber ausgeflogen, auf der Albert-Ueberle-Straße
> schlängelt sich die Strecke in Serpentinen hoch zum Philosophenweg.

Oh, jetzt wirds bergig. Nix für mich.

> Ein Großteil der 190 Höhenmeter zum höchsten Punkt (kurz nach km 10)
> bezwingt man auf dem nächsten Kilometer, das Höhenprofil täuscht hier
> imho etwas. Ein leichtfüßiger Läufer zischt an mir vorbei, dafür fallen
> meine bisherigen Begleiter nach hinten ab. Nach 4:50 bin ich bei km 8.

Aha, Kraft in den Beinen.

> Der eigentliche Philosophenweg ist gar nicht mehr so steil und die
> Aussicht über den Neckar und auf das gegenüberliegende Heidelberger
> Schloss entschädigt etwas für die Anstrengung. Trotzdem ist es schwer,
> wieder Fahrt aufzunehmen. Obwohl es subjektiv nur noch leicht bergauf
> geht, brauche ich 4:24 bis zum nächsten Kilometerschild. Der Abstand
> nach vorne wird aber nicht größer, das beruhigt. Auf dem wieder etwas
> steileren Stück (mit Flachpassagen) kann ich zu einem Läufer auflaufen,
> nach 4:30 passiere ich mit 39:48 die 10 km-Marke.

Yeah, die Hälfte ist fast rum.

> Kurz später bin ich am höchsten Punkt und hoffe, mich abwärts ein wenig
> erholen zu können. Bis Kilometer 11 läuft es noch nicht so richtig rund
> (4:22 - okay, zum Teil noch aufwärts), aber dann rollt es wieder. Auf
> geschotterten, aufgrund des Regens etwas schmierigen Wegen (übrigens
> schon seit km 9) geht es teils abwärts, teils flach mit 3:59 und 3:42.
> Das 13. Kilometerschild steht schon in dem sehr unangenehmen kurzen,
> steilen Zwischenanstieg zum Stift Neuburg. Mit kurzen, flachen,
> schnellen Schritten überhole ich einen Konkurrenten und versuche mir
> (erfolglos) einzureden, dass der Anstieg doch gar nicht so schlimm ist
> (er ist furchtbar).

Du musst dir selbst nur mehr glauben, dann funktioniert das auch mit
der Selbstmotivation. :-)

> Das letzte Stück des Anstiegs laufe ich durch ein
> enges Menschenspalier, wollen die sich alle an unseren Qualen
> weiden?

Ja was denn sonst. :-)

> Endlich über die Kuppe gibt es keine Zeit zum Ausruhen, zu steil geht
> es runter nach Ziegelhausen. Abwärts werde ich überholt und dann
> übersehe ich auch noch das Kilometerschild :-(
>
> Unten fühle ich mich etwas angeschlagen und kann dem Läufer, der mich
> gerade überholt hat nicht folgen. Zum Glück soll das der Letzte
> bleiben, der mir davonläuft. Kilometer 15 auf der Ziegelhäuserbrücke
> drücke ich bei 1:00:12 ab. Ich fühle mich wieder etwas erholter, leider
> übersehe ich auf der flachen Strecke entlang des Neckars das nächste
> Kilometerschild.

Macht nix. Weiter so.

> Kurz nach km 16 folgt der supersteile Anstieg zum
> Schlosswolfsbrunnenweg. Mir scheint, die finden jedes Jahr eine noch
> direktere, steilere Strecke da hoch (wahrscheinlich war es aber
> dieselbe Strecke wie im Vorjahr). Meine Beine brennen, die Lunge
> pfeift, aber wenigstens platze ich nicht völlig wie vor drei Jahren.

Ui, alle Systeme am Anschlag.

> Beim Einbiegen in den Schlosswolfsbrunnenweg (da wird es dann wieder
> etwas flacher) stoppe ich 8:56 für zwei Kilometer. Ich überschlage,
> dass es jetzt ganz schön eng mit der erhofften Sub-1:25 wird.

> Vor mir läuft ein scheinbar etwas älterer Läufer, an den kämpfe ich
> mich langsam heran. Ungefähr bei km 18 (4:32, immer noch ansteigend)
> habe ich ihn. Als ich vorbeilaufe zieht er das Tempo an und überholt
> mich wieder. Das geht ein paar mal hin und her, zwischendurch klären
> wir ab, dass wir eigentlich keine Konkurrenten sind (er ist der
> Führende in der M50).

Hm, die Taktik von dem Läufer verstehe ich nicht ganz. Ich an seiner
Stelle hätte mich erstmal eine Weile ziehen lassen.

> Inzwischen haben wir die Steigung hinter uns, km 19 wird in 4:05
> passiert und nun geht es fast im freien Fall abwärts. Der M50er macht
> ordentlich Druck und ich kann nicht ganz folgen. Nach 3:33 passiere ich
> die 20er-Marke bei 1:21:20. Mist, 3:40 für 1,1 km wird wohl nicht
> klappen, auch wenn es noch ein Stück abwärts geht.
>
> Die letzten ca. 500 m laufen wir nochmals flach durch ein Spalier von
> Zuschauern durch die Füßgängerzone. Der M50er hat ca. 20 m Vorsprung -
> zu wenig. Ich laufe das Loch zu, gehe vorbei und er kann nichts
> entgegensetzen. Bis ins Ziel nehme ich ihm noch fünf Sekunden ab, wir
> fallen uns aber trotzdem in die Arme.

Aha, deshalb wollte er dich vorher abhängen, er ist nicht tempostark
zum Schluss.

> Ich stoppe 1:25:18 (offiziell waren es dann 1:25:17) und weiß nicht,

Juhu. <tusch>

Tolle Zeit für so einen schwierigen Lauf!

> wie ich plaziert bin. Ich weiß nur, dass ich 20 sec schneller als im
> Vorjahr bin und vermute eine ähnlich Plazierung (35., 6. M40). Da es
> angeblich immer sehr lange bis zur Siegerehrung dauert (ich war trotz
> einem halben Dutzend Teilnahmen noch nie dort) und die Duschen auch
> weit entfernt sind, habe ich bald meine Klamotten geholt, was Trockenes
> angezogen und bin nach Hause gefahren. Dort habe ich mich gemütlich in
> die Badewanne gelegt und den Nachmittag lieber mit meiner Familie
> verbracht.
>
> Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
> 23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
> 2. in der M40

Wow. Da hätte es ja doch eine Siegerehrung für dich gegeben. :-)

> Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen 1:48 und 2:18
> gefinisht haben) zu Füßen :-)

Jawohl, so ist es richtig. Genieße die Huldigungen. :-)

> Danke fürs Lesen,

Danke für den schönen Bericht.

Cheers,
Rudiger

[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Autor: Gerhard Brandl (2005-04-27 13:57:02)

Matthias Rosenkranz wrote:

> [X] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.

> Name des Laufes: SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg

Ah! Der Berglaufbericht :-)

> ...Startnummer mit grünem Filzstift mit dem
> Spruch: "Der Mann ist grün" (grün = erster Startblock).

:-)

> Nachdem ich noch eine Weile im Regen rumgestanden
> bin,

Solche Gelegenheiten nutze ich meist zu einem ausgiebigen VWKGJ.

> ...und einem Wegwerf-T-Shirt
> ...mein T-Shirt über die Absperrung gehängt

Also: ein Aufhäng-Shirt.

> und noch mit Bekannten geflachst.

Wieder kein VWKGJ! Das kann nix werden!

> Der Startschuss fällt...
> [packender Bericht, der mir Lust auf eine Stardtbesichtigung macht]
>
> Ein Großteil der 190 Höhenmeter zum höchsten Punkt

*igitt* Höhenmeter

> Kurz nach km 16 folgt der supersteile Anstieg zum
> Schlosswolfsbrunnenweg.

kein Kommentar

> Ich stoppe 1:25:18 (offiziell waren es dann 1:25:17) und weiß nicht,
> wie ich plaziert bin. Ich weiß nur, dass ich 20 sec schneller als im
> Vorjahr bin

Toll!

> Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
> 23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!

Wahnsinn!

> 2. in der M40

Ui!

> Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen
> 1:48 und 2:18 gefinisht haben) zu Füßen :-)

;-)

Grüße!
Gerhard

[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Autor: Max Ehlers (2005-04-27 21:46:01)

Matthias Rosenkranz schrieb:

Hi Matthias,

> Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
> 23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
> 2. in der M40
>
> Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen 1:48 und 2:18
> gefinisht haben) zu Füßen :-)
>
> Danke fürs Lesen,

immer wieder gerne: starker Lauf, schöner Bericht!

>
> Gruß Matthias
--
>Pain is temporary, pride is forever. (Dave Scott)

:-) Sei Dir gegönnt!

tschö
Max

[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Autor: Markus Schoch (2005-04-27 21:59:20)

Matthias Rosenkranz schrieb:

> Der Startschuss fällt und die Spitze stürmt wie wild die abfallende
> Friedrich-Ebert-Anlage hinunter. Nach ca. 500 m gehts nach rechts
> zwischen den Pfeilern durch, kurz hinter mir muss einer voll auf so
> einen Pfeiler draufgeknallt sein (hat mir später jemand erzählt).

Da kann ich glaube ich Entwarnung geben. Ich war kurz hinter Dir und ich
vermute mal, dass ich dieser Läufer bin, den Du hier beschreibst.
Tatsächlich bin ich auf dem nassen Gitter unter den Arkaden weggerutscht
und mich hats dann flach auf den Asphalt gelegt; der Pfeiler war zum
Glück nicht beteiligt. Habe mich gleich wieder aufgerappelt und bin mit
ein paar Schürfwunden an Arm und Bein sowie blutigem Knie noch zuende
gelaufen.

> Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
> 23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
> 2. in der M40

RESPEKT! Besonders auch in Anbetracht Deiner Verletzung im Frühjahr.

> Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen 1:48 und 2:18
> gefinisht haben) zu Füßen :-)

Bei mir grinst sich der eine Teil ins Fäustchen, da ich wegen meiner
noch nicht ganz verheilten Wunden und einem leichten Muskelkater etwas
holprig gehe und der andere Teil versteht nicht, wieso ich mit einer
1:35 unzufrieden bin.

Laufende Grüsse
Markus

[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Autor: B?U3RlZmFuIELDpHVtZXI= (2005-04-27 23:14:58)

Matthias Rosenkranz schrieb:

> Bericht:
>
> Da war er nun, mein erster ernsthafter Wettkampf in 2005. Nach der
> Verletzungspause in Januar/Februar und den beiden Aufbau-HMs in Kandel
> und Bonn (1:32 und 1:26) fragte ich mich, wie es um meine Form bestellt
> war. Trotz der fehlenden Kilometer hoffte ich, die Vorjahreszeit
> (1:25:38) und Plazierung (35.) zu verbessern. So ganz klar war mir aber
> nicht, wo ich diese Hoffnung hernahm.

Mal schauen, was kommt...

> Der Heidelberger Halbmarathon lässt zwar aufgrund des Höhenprofils
> (http://www.tsg78-hd.de/sas-hm2005/strecke profil.html) keine
> Bestzeiten zu, gilt aber als der Lauf in der Region und eine gute
> Plazierung verhilft einem zu einem gewissen Prestige (auch im
> Kollegenkreis). Ich war also motiviert.

Oh, das sind ja bestimmt 300 Hm. Bei knapp 3000 unter den ersten 30 zu
landen, hört sich schon ganz gut an...

[...]

> Der Startschuss fällt und die Spitze stürmt wie wild die abfallende
> Friedrich-Ebert-Anlage hinunter. Nach ca. 500 m gehts nach rechts
> zwischen den Pfeilern durch, kurz hinter mir muss einer voll auf so
> einen Pfeiler draufgeknallt sein (hat mir später jemand erzählt). Noch
> eine Rechtskurve und wir kommen in die HauptstraÃźe, die FuÃźgängerzone
> von Heidelberg. Das erste Kilometerschild - 3:21, und dabei habe ich
> mich noch zurückgehalten.

Jaja, immer das gleiche Spiel, das kenn ich auch. Vorher jammern wie nur
was und dann loslaufen wie Haile...

> Immer weiter durch die FuÃźgängerzone, das Feld hat sich hier vorne
> schon ziemlich ausgedünnt. Linkskurve am Marktplatz auf glitschigem
> Kopfsteinpflaster, aus der Spitzengruppe ist hier prompt einer
> gestürzt. Auf ziemlich grobem Kopfsteinpflaster überqueren wir auf der
> "Alten Brücke" den Neckar. Am Neckarufer entlang, irgendwann kommt km 3
> (den zweiten habe ich übersehen) in 10:31 - ganz schön schnell, wenn das
> mal gut geht. Ich habe allerdings in Erinnerung, dass ich auch letztes
> Jahr hier schon zu schnell war, die Markierung ist wohl falsch. Weiter
> geht es in einer Schleife flach durch Neuenheim. Auch wenn die
> Kilometerzeiten mit 3:57 und 3:50 langsamer aussehen, bin ich mit 18:26
> bei Kilometer 5 noch verdammt schnell.

Heidelberg ist ein nettes Städtchen, sollte ich vielleicht auch mal zum
Laufen hin. Die KM-Zeiten passen aber nicht zusammen,
10:31+3:57+3:50=18:18???. 18:26 klingt aber auch noch viel versprechend.

> Immer noch flach, der sechste Kilometer geht mit 3:47 weg, weiter
> zurück Richtung Neckarufer kommen wir bei ca. km 6,7 auf ein
> Gegenverkehrsstück. Unmengen von Läufern, die erst vier Kilometer
> hinter sich haben, strömen uns entgegen. Zwei oder drei Kollegen
> grÃ¼Ãźen mich, ich nehme sie kaum wahr, während ich auf Kilometer 7
> zufliege (3:50).

Wenn´s sich noch gut anfühlt, bist Du ja voll im Plan.

> Dann hat es sich aber ausgeflogen, auf der Albert-Ueberle-StraÃźe
> schlängelt sich die Strecke in Serpentinen hoch zum Philosophenweg.
> Ein GroÃźteil der 190 Höhenmeter zum höchsten Punkt (kurz nach km 10)
> bezwingt man auf dem nächsten Kilometer, das Höhenprofil täuscht hier
> imho etwas. Ein leichtfÃ¼Ãźiger Läufer zischt an mir vorbei, dafür fallen
> meine bisherigen Begleiter nach hinten ab. Nach 4:50 bin ich bei km 8.

Klingt auch nach einem schönen Stück Strecke.

> Der eigentliche Philosophenweg ist gar nicht mehr so steil und die
> Aussicht über den Neckar und auf das gegenüberliegende Heidelberger
> Schloss entschädigt etwas für die Anstrengung. Trotzdem ist es schwer,

und für Ablenkung ist auch gleich gesorgt

> wieder Fahrt aufzunehmen. Obwohl es subjektiv nur noch leicht bergauf
> geht, brauche ich 4:24 bis zum nächsten Kilometerschild. Der Abstand
> nach vorne wird aber nicht grÃ¶Ãźer, das beruhigt. Auf dem wieder etwas
> steileren Stück (mit Flachpassagen) kann ich zu einem Läufer auflaufen,
> nach 4:30 passiere ich mit 39:48 die 10 km-Marke.

Bei den Anstiegen hilft eigentlich nur nach Gefühl zu laufen, was
bedeuten schon Zeiten. Da es auch noch bergab geht, sieht das zeitmÃ¤Ãźig
bei Dir gut aus, oder?

> Kurz später bin ich am höchsten Punkt und hoffe, mich abwärts ein wenig
> erholen zu können. Bis Kilometer 11 läuft es noch nicht so richtig rund
> (4:22 - okay, zum Teil noch aufwärts), aber dann rollt es wieder. Auf
> geschotterten, aufgrund des Regens etwas schmierigen Wegen (übrigens
> schon seit km 9) geht es teils abwärts, teils flach mit 3:59 und 3:42.

komm, lass rollen...

[...]

> Kurz nach km 16 folgt der supersteile Anstieg zum
> Schlosswolfsbrunnenweg. Mir scheint, die finden jedes Jahr eine noch
> direktere, steilere Strecke da hoch (wahrscheinlich war es aber
> dieselbe Strecke wie im Vorjahr). Meine Beine brennen, die Lunge
> pfeift, aber wenigstens platze ich nicht völlig wie vor drei Jahren.
> Beim Einbiegen in den Schlosswolfsbrunnenweg (da wird es dann wieder
> etwas flacher) stoppe ich 8:56 für zwei Kilometer. Ich überschlage,
> dass es jetzt ganz schön eng mit der erhofften Sub-1:25 wird.

Wie? Geht doch noch bergab?!

[...]

> Inzwischen haben wir die Steigung hinter uns, km 19 wird in 4:05
> passiert und nun geht es fast im freien Fall abwärts. Der M50er macht
> ordentlich Druck und ich kann nicht ganz folgen. Nach 3:33 passiere ich
> die 20er-Marke bei 1:21:20. Mist, 3:40 für 1,1 km wird wohl nicht
> klappen, auch wenn es noch ein Stück abwärts geht.

Upps, wird knapp...

> Die letzten ca. 500 m laufen wir nochmals flach durch ein Spalier von
> Zuschauern durch die FÃ¼Ãźgängerzone. Der M50er hat ca. 20 m Vorsprung -
> zu wenig. Ich laufe das Loch zu, gehe vorbei und er kann nichts
> entgegensetzen. Bis ins Ziel nehme ich ihm noch fünf Sekunden ab, wir
> fallen uns aber trotzdem in die Arme.

Bah, wie eklig. Schwitzende, alte Männer :-)

> Ich stoppe 1:25:18 (offiziell waren es dann 1:25:17) und weiÃź nicht,
> wie ich plaziert bin. Ich weiÃź nur, dass ich 20 sec schneller als im
> Vorjahr bin und vermute eine ähnlich Plazierung (35., 6. M40). Da es

Na dann Glückwunsch zur Verbesserung und sieh es positiv: so schlecht
war das Vorjahresergebnis nicht :-)

> Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
> 23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
> 2. in der M40

Na super. Glückwunsch! Hättest Du mal auf die Siegerehrung gewartet...

> Und heute morgen liegen mir die Kollegen (die zwischen 1:48 und 2:18
> gefinisht haben) zu FÃ¼Ãźen :-)

Na, wahrscheinlich sind die noch platt vom Lauf.

> Danke fürs Lesen,

Danke für´s Schreiben.

> GruÃź Matthias

GruÃź
Stefan

[Bericht] SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg
Autor: Matthias Rosenkranz (2005-04-28 09:38:47)

Rud1ger Sch1erz wrote:

Ich dachte schon, Andre wäre der Einzige gewesen, der meinen Bericht
gelesen hat.


>>Um einen Platz im Parkhaus zu bekommen bin ich relativ früh angereist
>>und konnte noch völlig entspannt meine Startunterlagen abholen. Keine
>>Schlange, aber da, der erste Schock! Meine Startnummer ist gelb, das
>>ist der zweite Startblock - wie konnte das passieren?
>
>
> Hast du deine HM von Kandel angegeben?

Nö, die Zeit aus dem Vorjahr. Offenbar hatten viele mit einer Zeit
unter 1:30 gemeldet, sodass die 200 dafür reservierten Nummern nicht
gereicht haben.

> Ui, Pfeiler, nasses Kopfsteinpflaster... harte Auslese!

Der Vor-Vorjahressieger Markus van Ghemen hat sich dann wohl noch
im Wald lang gemacht und kam ziemlich zerschrammt kurz vor mir (also
weit unter Wert) ins Ziel.

>>Dann hat es sich aber ausgeflogen, auf der Albert-Ueberle-Straße
>>schlängelt sich die Strecke in Serpentinen hoch zum Philosophenweg.
>
> Oh, jetzt wirds bergig. Nix für mich.

Aber du wohnst doch in den Bergen.

>>Mit kurzen, flachen,
>>schnellen Schritten überhole ich einen Konkurrenten und versuche mir
>>(erfolglos) einzureden, dass der Anstieg doch gar nicht so schlimm ist
>>(er ist furchtbar).
>
> Du musst dir selbst nur mehr glauben, dann funktioniert das auch mit
> der Selbstmotivation. :-)

Ja, an der Autosuggestion muss ich noch arbeiten.

>>Vor mir läuft ein scheinbar etwas älterer Läufer, an den kämpfe ich
>>mich langsam heran. Ungefähr bei km 18 (4:32, immer noch ansteigend)
>>habe ich ihn. Als ich vorbeilaufe zieht er das Tempo an und überholt
>>mich wieder. Das geht ein paar mal hin und her, zwischendurch klären
>>wir ab, dass wir eigentlich keine Konkurrenten sind (er ist der
>>Führende in der M50).
>
> Hm, die Taktik von dem Läufer verstehe ich nicht ganz. Ich an seiner
> Stelle hätte mich erstmal eine Weile ziehen lassen.

Ich auch. Aber das hat das Tempo hoch gehalten, war also schon okay.
Nach hinten war auch nicht so wahnsinnig viel Abstand (nach vorne
leider schon, im Ziel eine ganze Minute).

>>Abends habe ich dann im www die Ergebnisliste angeschaut und siehe da:
>>23. Platz! Bei 2882 Finishern bedeutet das, ich bin im ersten Prozent!
>>2. in der M40
>
> Wow. Da hätte es ja doch eine Siegerehrung für dich gegeben. :-)

Vermutlich.

Gruß Matthias