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[Bericht] Hermannslauf


[Bericht] Hermannslauf
Autor: Torsten Metzner (2005-04-25 14:22:29)

[Bericht] Hermannslauf
Autor: Torsten Metzner (2005-04-25 14:22:29)

Steffen Michaelis wrote:
>Die Ausgabe war wie immer bestens Organisiert,

Hi Steffen,
ich war auch überrascht wie zügig das Alles ging. Ich mußte 6 Unterlagen
abholen und habe bei der Ausgabe der Startunterlagen maximal 1 Minute
gewartet. Das Umschreiben für einen Bekannten klappte auch in wenigen
Minuten. Ich kann nur sagen echt Spitze und dabei war ich zur
"Hauptzeit" um 15.15 Uhr da.

>Das Wetter war fantastsich, starhlender Sonnenschein bei ca. 14-16°C.

In der Summe war es vermutlich wirklich "optimal", auch wenn es
mir am Anfang in der Sonne einfach zu heiss war und ich auf den ersten
10km auch furchtbar geschwitzt habe und die Idee ohne Trinken
durchzulaufen recht früh aufgegeben habe. Zwischendrin wurde es aber
besser (kühler) und vor allem für die Zuschauer war das ein tolles
Wetter und für uns Läufer eigentlich auch erträglich bzw. für viele
bestimmt auch optimal. Mir wären 12 Grad und bedeckt lieber gewesen :-)

>Um Punkt 11 Uhr ging es für die erste Startgruppe los. Zunächst 100m
>berghoch richtung Hermannsdenkmal, dann ab in den Wald auf einem recht
>engen leicht abschüssigen Weg - keine Chance hier zu überholen.

Ich musste ja um 11.15 Uhr in der C-Gruppe starten und war sehr positiv
überrascht wie schnell man doch einigermaßen sein eigenes Tempo finden
konnte, zum. wenn man relativ weit vorne stand. Ein wenig Slalomlaufen
war zwar angesagt, aber das habe ich mir viel schlimmer vorgestellt.
Das sieht man auch an meiner 3km Zeit.

>Unten angekommen sind auch schon 3km rum, meine Zeit 10:47, der letzte
>Kilometer sogar mit mörderischen 3:18.

Oerks, aber die ersten 3km haben wirklich verführt. Ich hatte da wegen
Staus erst gedacht auf den geplanten 5:09/km Schnitt zu verlieren
und stattdessen wurden es auch bei mir 13:40. Ich glaube aber das war
OK.

>geht es jetzt wieder 125 hm nach oben - auf eine 2km langen
>gleichmäßigen Ansteig (macht 5% Steigung).

Danach hatte ich dann meinen 5:00 Schnitt, den Berg kam man aber gut
hoch, hatte ich schwieriger in Erinnerung. Du wirst das vorne nicht
festgestellt haben, aber hinten gingen da schon sehr viele. Nur wer da
schon geht, der wird später garantiert richtig "leiden" müssen.

>Bei 10km steht meine Uhr auf 41:28

Noch mal oerks.

>Dann kommt der Tönsberg - eine Wand. 75hm auf ca. 500m. Und diesesmal
>kam er mir noch steiler vor. Ich muss ein paar Schritte gehen.

Die letzten 30m bin ich auch gegangen, nachdem ich unten noch hörte,
der ist aber leichtfüssig :-) Naja ein bischen Schau muss sein, aber
Überholen macht Spaß. Oben wurde es dann aber zäh, der hörte ja
garnicht auf, das war mächtig hart.

>bin platt. Aber egal, weiter erstmal geht es ja wieder runter.
>Steil bergab nach Oerlinghausen, mit tausenden Zuschauern an der
>Strecke. Eine fantastische Stimmung.

Jau echt gei* und da habe ich mich vielleicht auch zu etwas viel Speed
verleiten lassen, dabei wußte ich, das es jetzt bis zum eisernen Anton
schwer wird und der Hermann erst anfängt.

>dass lenkt ab und so komme ich zu Kilometer 20. Zwischenzeit jetzt
>1:27:43 -

OK wieder einmal eine andere Liga. Da lag ich bei 1:43:xx mit xx ca. 30,
müßte ich noch genau nachschauen. Da ich 2:40h laufen wollte noch ca.
1:30m Reserve, sofern ich es schaffen würde einen 5:00/km zu halten.

>Ich schleppe mich die nächsten Steigungen nur noch langsam hoch

Die sind einfach fieß, vor allem wenn man angeschlagen ist. Ich hatte die
in böser Erinnerung, diesmal ging es.

>Dann die Treppen von Lämmershagen - oh wie ich (und vermutlich fast
>jeder andere Läufer auch) diese Treppen hasse. Zig unförmige Stufen in
>zwei Abschnitten.

Und danach dann noch das steile Stück, das schlaucht und obwohl ich
"ganz gut" hoch kam, muss ich da auch wichtige Zeit gelassen haben.
Leider verpaßte ich hier auch meinen "Verpflegungsmann", hier hätte
ich mir gerne ein zweites Power Gel reingezogen.

>Noch 5km, noch 4, noch 3, ich werde immer langsamer.

Mein Beileid, ich kenne das, graumsamer geht es kaum. Meine 2:40 hatte
ich hier auch abgeschrieben. 4km vor dem Ziel lag ich ca. 1:35m
zurück, wenn ich von einem 5:00/km Schnitt ausgehe und außerdem machten
meine Waden langsam dicht und ich hatte Angst vor der nächsten Welle,
die aber garnicht mehr kam, denn dort merkte ich es deutlich. Irgendwie
Sch*, Oberschenkel und Kreislauf waren "top" in Ordnung, aber jeder Schritt
entlockte meine Waden nur ein "Wenn es doch schon vorbei wäre".
Irgendwie muss das viele Vorfußlaufen am Berge doch arg geschlaucht
haben und gerade in der rechten Wade wo ich vorher die Achillessehne
leicht gemerkt hat, war es böse. Naja 2:41:xx bei geplanten 2:40 ist
auch nicht schlecht.

>Aber es geht doch noch. Ich schleiche ins Ziel mit 2:32:03,

Oh ja, das bist Du wirklich böse eingebrochen, wobei mit so einer Zeit
schon sehr glücklich gewesen wäre. Bei mir sind es doch noch 2:39:59
geworden, da der letzte Kilometer in 4:11 gelaufen wurde. Das aber
völlig ungeplant, wie gesagt ich hatte die 2:40 abgeschrieben und habe
dann nur wegen der guten Stimmung noch mal Druck gemacht, als ich das
Ziel sehen konnte. Uhr gedrückt und 2:40:00, wobei ich die Stopptaste 2
Sekunden hinter der Lap-Taste gedrückt hatte und letztere wurde im Ziel
gedrückt. Also sollte es reichen, aber ich war mir unklar und hätte mich
tierisch geärgert, wenn ich wegen Dusseligkeit die 2:40 verpaßt hätte,
denn da war noch was drin, der letzte Kilometer wäre auch in 4:00
gegangen und beim vorletzten hatte ich bereits "rausgenommen" (Angst vor
der perfekten Welle).

>fast 20 Minuten gegenüber dem letzten Jahr.

Und drittes Oerks, 2:12:xx, das schaffe ich sicherlich nie in meinem
Leben.

>Der Hermannslauf war wiedereinmal ein Highlight

Mein ganzes Trüppchen (6 Leute) war auch sehr zufrieden und wir wollen
alle nächstes Jahr wieder kommen. Hätte ich am Anfang nur im Stau
gesteckt, dann hätte ich mir das geschenkt, aber so fand ich es sehr
schön, außerdem macht es Spaß wenn man sich den Lauf gut einteilt und
nur überholt. So ging es allen, die von uns in der C-Gruppe gestartet
sind, der beste von uns C-Gruppe Startern ist 2:27 gelaufen.

>Außerdem sollte noch gesagt werden, dass soweit ich das mitbekommen
>habe die Sanis und Notärzte dieses Jahr recht viel zu tun hatten.
>Mindestens ein Walker musste ca. 2km vor dem Ziel reanimiert werden (ob
>mit erfolg, weiß ich nicht).

Im hinteren Feld gab es wohl einen üblen Sturz mit einer sehr häßlichen
und sehr stark blutenden Kopfwunde.

>Danke fürs Lesen.

Ein schöner Bericht, das war kurzweilig, da kann ich mir meinen ja
schenken. Meine Waden, gerade die rechte, merke ich immer noch
fürchterlich, da werde ich Morgen wohl eine Runde Rennrad fahren und der
Muskelkater ist mittlerweile auch in den Oberschenkeln angekommen.
Dafür habe ich eine neue HFmax (195 statt 192) und weiß, dass ich
88%HFmax im Durchschnitt zum. gut über 2:40 laufen kann, etwas was mich
schon positiv überrascht.

Gruß,
T-nächstes Jahr wird es eine sub2:30-oM