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Re: [Bericht] 45.RWE-Marathon, Essen


Re: [Bericht] 45.RWE-Marathon, Essen
Autor: Alex Dummer (2007-10-17 19:25:24)

Klaus Kluge wrote:

> Name des Laufes: 45. RWE Marathon Rund um den Baldeney-See

> Etwas Vorgeschichte muss sein, als da wäre ...

Klar, etwas VWKGJ muß schon sein ;-).

> Mitte Februar, wegen einer Verletzung war gerade Laufpause, hatte
> ich mich, vermutlich aus Frust, bereits für den acht Monate später
> stattfindenden Essen-Marathon angemeldet.

Man gönnt sich ja sonst nichts ;-).

> Kurz vor der Halbmarathon-Marke düste schon der Führende an mir
> vorbei - es sollte eine richtig gute Zeit sein. Ich habe was vom
> dritten Platz in der deutschen Jahresbestenliste gehört (und dann
> war es noch ein Debütant).

Ein paar Minuten danach müßte Magnus an Dir vorbeigesaust sein, dessen
Bericht hier hoffentlich bald erscheint.

> Als das Ziel dann endlich erreicht war, blieb die Uhr bei 4:11:41
> stehen, womit ich mehr als zufrieden bin, denn das war bei dem

Ist doch gut, dass Du ohne größere Probleme durchgekommen bist.

> vorhergegangenen Training sicher das Optimum. Nebenbei erwähnt, habe
> ich damit meine Bestzeit auch noch um 8 Minuten verbessert.

Na dann Glückwunsch!

> Der Lauf selbst ist wirklich empfehlenswert. Landschaftliche schöne
> und flache Strecke, und auch die Organisation stimmt. Klar, man hat
> nicht den Trubel eines großen City-Marathons, aber 1-2 Nummern
> kleiner ist mir persönlich auch lieber.

Hat wohl beides seinen Reiz. Für gute Zeiten sind die kleineren wohl
besser geeignet. Aber so ein Rummel wie z.B. in Berlin gemacht wird hat
natürlich auch was.


Gute Erholung, Alex

Re: [Bericht] 45.RWE-Marathon, Essen
Autor: "Achim Lo:bbert" (2007-10-22 22:38:21)

Re: [Bericht] 45.RWE-Marathon, Essen
Autor: "Achim Lo:bbert" (2007-10-22 22:38:21)

Hallo Klaus,

Am Tue, 16 Oct 2007 21:43:47 +0200 schrieb Klaus Kluge:

> Etwas Vorgeschichte muss sein, als da wäre ...
>
> Mitte Februar, wegen einer Verletzung war gerade Laufpause, hatte
> ich mich, vermutlich aus Frust, bereits für den acht Monate später
> stattfindenden Essen-Marathon angemeldet.

Das war recht früh.

> Aber die Verletzung zog sich hin - ein zu früher Start führte zum
> nächsten Problem, und so sammelten sich lächerlich wenige Kilometer
> auf meinem Trainingskonto.

Jetzt kann ich es ja sagen: Ich sah das seinerzeit auch mit etwas Skepsis.

> Und so kam es, dass ich zum Start meines 18-Wochen Trainingsplans
> gerade wieder lauffähig war, und sehr langsam einsteigen musste:
> - ein kleiner Lauf in der ersten Woche
> - zwei kleine Läufe in der zweiten Woche ...

Aber Du hast das durchgezogen!

> So brauchte ich die ersten 6 Wochen um erst wieder auf das Niveau zu
> kommen dass für den vorsichtshalber gewählten Anfängerplan vorgesehen
> war. Da war ich noch optimistisch auf 4 Stunden laufen zu können.

Hätte sicherlich unter besseren Umständen klappen können.

> Von da an ging es zunächst auch gut weiter, jedoch führte eine
> Erkrankung zu einer ganzen Wochen Trainingsausfall, und das Zeitziel
> wurde weiter reduziert. Nun wollte ich mich nur noch an die 4:15
> Hasen hängen und einfach nur durchkommen.
>
> Abgesehen davon klappte das Training recht gut. Selbst das um den
> See laufen hatte ich trainiert, und bin in den Vorwochen auch
> zweimal um den Hengstey- und Kemnader See gelaufen.

Kemnade? An einem WE laufen wir da mal zusammen. Sag mal wann.

> Einen Schrecken gab es dann nur noch am Samstag vor dem Start - drei
> Schritte nach dem Aufstehen hatte ich eine leichte Zerrung der
> rechten Wade, die auch noch am Abend spürbar war. Das hätte ich
> doch eher aber Kilometer 30 erwartet, und nicht schon vor dem Start
> im Schlafzimmer. Aber der kalte, nasse Wickel wirkte über Nacht
> Wunder. Dem Start stand nichts mehr im Wege.

Mach jetzt keinen Quatsch.

> Die Startunterlagen hatten wir schon am Samstag abgeholt, so dass
> wir nicht so früh anreisen mussten. Nur der Parkplatz erforderte
> dann schon eine kleinere Wanderung zum Start.

Naja, die Lerchenstrasse ist an dem Tag aus gegebenem Anlass dicht.

> Dennoch Zeit genug für etwas einlaufen und dehnen, bevor ich das
> Schild für die 4:15 Hasen suchte. Da sammelten sich dann erst die
> Brems- und Zugläufer mit den 4:30 Ballons, aber ein paar Minuten
> später waren auch die 4:15 Ballons da.
>
> Unspektakulärer Start - ein Feld von ca. 1500 Startern wollte an
> diesem Tag bei schönstem Wetter zweimal um den Baldeneysee laufen.

1501.

> Es zeigte sich jedoch, dass die 4:15 Hasen anderes im Sinn hatten.
> Mit 6er Pace kann man doch viel besser rechnen, hieß es (was zu
> einer 4:12 Zeit führen würde) und auch das schien ihnen zu langsam.
> 5:55 schon eher - ein paar Mal gab es sogar eine 5:45 Zeit.
>
> Nach der ersten Runde ließ ich daraufhin Hasen Hasen sein, und lief
> mein eigenes Tempo - es sollte bei dem 6er Schnitt bleiben.

Kann ich nachvollziehen.

> Da die Verpflegungsstellen ca. 6-7 km auseinander lagen, war ich
> mit Gurt unterwegs, um auch dazwischen tanken zu können.

Ich bin da auch hin- und hergerissen. Was man hat, das hat man...

> Besonders geschickte stellte ich mich dabei nicht an. Als ich nach
> einem Papiertaschentuch griff verlor ich eines meiner Gel-Packs (und
> ließ es zurück). Kurz danach verließ mich das zweite Pack Energie.
> Hier hatte ich das Glück dass ein nachfolgender Läufe es nach vorne
> trat, so dass es vor mir auf dem Boden lag und es wieder einsammeln
> konnte. Schon seltsam - war mir im Training noch nie passiert.

... oder auch nicht.

> Die Strecke war sehr schön zu laufen, es wurde nur schon recht warm,
> so dass ich öfter auf die Schattenseite des Weges wechselte. Die
> pralle Sonne hatte doch viel mehr Kraft als die Schattentemperaturen
> vermuten ließen.

Aber insgesamt war das Wetter an dem Tag doch genauso, wie ich es mir
gewünscht hätte. Morgens etwas frisch, aber dann ein Traum.

> Kurz vor der Halbmarathon-Marke düste schon der Führende an mir
> vorbei - es sollte eine richtig gute Zeit sein. Ich habe was vom
> dritten Platz in der deutschen Jahresbestenliste gehört (und dann
> war es noch ein Debütant).

Raser :) Einfach vorbeilassen.

> Kurz nach 24 Kilometern war die erste Runde (plus Wendestück)
> geschafft, und da es keine Probleme gab, wurde natürlich die zweite
> Runde auch angegangen.

Die ist dann ohne den Abstecher auf der Wuppertaler Str. kürzer :)

> Inzwischen hatte sich das Feld schon gut in die Länge gezogen. Ich
> lag weiterhin gut im Plan, aber die Idee ggf. auf den letzten 10
> Kilometern das Tempo etwas anzuziehen musste der Realität weichen:
> dem Versuch das Tempo zu halten. Das gelang mir nicht ganz, aber ein
> Einbruch war es nun auch nicht. Es wurde nur beschwerlicher.

Kann mich vage auch noch an sowas erinnern. Ewig ist das her.

> Bei jeder Verpflegungsstelle freute ich mich mehr ein paar Schritte
> gehen zu können (und es wurden jedesmal ein paar mehr), und das
> wieder anlaufen kostete auch immer mehr Überwindung.

Gehen? Du meinst doch nicht etwa Anhalten und Gehen?

> Nachdem ich eine Zwischenzeit von 3:48 gesehen hatte, kam mir der
> Gedanke, dass ich vielleicht noch die 4 Stunden schaffen könnte,
> aber das nächste Kilometerschild war dann leider nicht die 40,
> sondern erst die 38.
>
> Hier entschloss ich mich dann auch, gar nicht mehr auf die Gesamtzeit
> zu schielen, sondern einfach mein Tempo zu halten.
>
> Als das Ziel dann endlich erreicht war, blieb die Uhr bei 4:11:41
> stehen, womit ich mehr als zufrieden bin, denn das war bei dem
> vorhergegangenen Training sicher das Optimum. Nebenbei erwähnt, habe
> ich damit meine Bestzeit auch noch um 8 Minuten verbessert.

Glückwunsch! Du hast das gemacht, und nachdem was ich bei meinem
Pappenheimer zwischendurch so las, war das alles andere als sicher!

> Am Tag danach geht es mir erstaunlich gut. Treppen hoch und runter
> sind kein Problem. Ich glaube, in vier Wochen werde ich wieder durch
> den Bottroper Herbstwald laufen können.

Hmm, hmm, so viel Herbst, so viel Wald. Nee, bis dahin trau ich mich nicht.

> Der Lauf selbst ist wirklich empfehlenswert. Landschaftliche schöne
> und flache Strecke, und auch die Organisation stimmt. Klar, man hat
> nicht den Trubel eines großen City-Marathons, aber 1-2 Nummern
> kleiner ist mir persönlich auch lieber.

Mir auch. Aber eines Tages (wenn ich gross bin), mach ich vielleicht auch
noch mal so einen richtigen Städtemarathon. :}

> Kurz noch die 10 KM und HM-Splits:
>
> 0-10 0:58:56 1.HM 2:04:39
> 10-20 0:59:18 2.HM 2:07:05
> 20-30 1:00:09
> 30-40 1:00:05

Meinen Glückwunsch! Und vielen Dank für Deinen Bericht.

Achim

Re: [Bericht] 45.RWE-Marathon, Essen
Autor: Alex Dummer (2007-10-17 19:25:24)

Klaus Kluge wrote:

> Name des Laufes: 45. RWE Marathon Rund um den Baldeney-See

> Etwas Vorgeschichte muss sein, als da wäre ...

Klar, etwas VWKGJ muß schon sein ;-).

> Mitte Februar, wegen einer Verletzung war gerade Laufpause, hatte
> ich mich, vermutlich aus Frust, bereits für den acht Monate später
> stattfindenden Essen-Marathon angemeldet.

Man gönnt sich ja sonst nichts ;-).

> Kurz vor der Halbmarathon-Marke düste schon der Führende an mir
> vorbei - es sollte eine richtig gute Zeit sein. Ich habe was vom
> dritten Platz in der deutschen Jahresbestenliste gehört (und dann
> war es noch ein Debütant).

Ein paar Minuten danach müßte Magnus an Dir vorbeigesaust sein, dessen
Bericht hier hoffentlich bald erscheint.

> Als das Ziel dann endlich erreicht war, blieb die Uhr bei 4:11:41
> stehen, womit ich mehr als zufrieden bin, denn das war bei dem

Ist doch gut, dass Du ohne größere Probleme durchgekommen bist.

> vorhergegangenen Training sicher das Optimum. Nebenbei erwähnt, habe
> ich damit meine Bestzeit auch noch um 8 Minuten verbessert.

Na dann Glückwunsch!

> Der Lauf selbst ist wirklich empfehlenswert. Landschaftliche schöne
> und flache Strecke, und auch die Organisation stimmt. Klar, man hat
> nicht den Trubel eines großen City-Marathons, aber 1-2 Nummern
> kleiner ist mir persönlich auch lieber.

Hat wohl beides seinen Reiz. Für gute Zeiten sind die kleineren wohl
besser geeignet. Aber so ein Rummel wie z.B. in Berlin gemacht wird hat
natürlich auch was.


Gute Erholung, Alex

Re: [Bericht] 45.RWE-Marathon, Essen
Autor: "Achim Lo:bbert" (2007-10-22 22:38:21)

Hallo Klaus,

Am Tue, 16 Oct 2007 21:43:47 +0200 schrieb Klaus Kluge:

> Etwas Vorgeschichte muss sein, als da wäre ...
>
> Mitte Februar, wegen einer Verletzung war gerade Laufpause, hatte
> ich mich, vermutlich aus Frust, bereits für den acht Monate später
> stattfindenden Essen-Marathon angemeldet.

Das war recht früh.

> Aber die Verletzung zog sich hin - ein zu früher Start führte zum
> nächsten Problem, und so sammelten sich lächerlich wenige Kilometer
> auf meinem Trainingskonto.

Jetzt kann ich es ja sagen: Ich sah das seinerzeit auch mit etwas Skepsis.

> Und so kam es, dass ich zum Start meines 18-Wochen Trainingsplans
> gerade wieder lauffähig war, und sehr langsam einsteigen musste:
> - ein kleiner Lauf in der ersten Woche
> - zwei kleine Läufe in der zweiten Woche ...

Aber Du hast das durchgezogen!

> So brauchte ich die ersten 6 Wochen um erst wieder auf das Niveau zu
> kommen dass für den vorsichtshalber gewählten Anfängerplan vorgesehen
> war. Da war ich noch optimistisch auf 4 Stunden laufen zu können.

Hätte sicherlich unter besseren Umständen klappen können.

> Von da an ging es zunächst auch gut weiter, jedoch führte eine
> Erkrankung zu einer ganzen Wochen Trainingsausfall, und das Zeitziel
> wurde weiter reduziert. Nun wollte ich mich nur noch an die 4:15
> Hasen hängen und einfach nur durchkommen.
>
> Abgesehen davon klappte das Training recht gut. Selbst das um den
> See laufen hatte ich trainiert, und bin in den Vorwochen auch
> zweimal um den Hengstey- und Kemnader See gelaufen.

Kemnade? An einem WE laufen wir da mal zusammen. Sag mal wann.

> Einen Schrecken gab es dann nur noch am Samstag vor dem Start - drei
> Schritte nach dem Aufstehen hatte ich eine leichte Zerrung der
> rechten Wade, die auch noch am Abend spürbar war. Das hätte ich
> doch eher aber Kilometer 30 erwartet, und nicht schon vor dem Start
> im Schlafzimmer. Aber der kalte, nasse Wickel wirkte über Nacht
> Wunder. Dem Start stand nichts mehr im Wege.

Mach jetzt keinen Quatsch.

> Die Startunterlagen hatten wir schon am Samstag abgeholt, so dass
> wir nicht so früh anreisen mussten. Nur der Parkplatz erforderte
> dann schon eine kleinere Wanderung zum Start.

Naja, die Lerchenstrasse ist an dem Tag aus gegebenem Anlass dicht.

> Dennoch Zeit genug für etwas einlaufen und dehnen, bevor ich das
> Schild für die 4:15 Hasen suchte. Da sammelten sich dann erst die
> Brems- und Zugläufer mit den 4:30 Ballons, aber ein paar Minuten
> später waren auch die 4:15 Ballons da.
>
> Unspektakulärer Start - ein Feld von ca. 1500 Startern wollte an
> diesem Tag bei schönstem Wetter zweimal um den Baldeneysee laufen.

1501.

> Es zeigte sich jedoch, dass die 4:15 Hasen anderes im Sinn hatten.
> Mit 6er Pace kann man doch viel besser rechnen, hieß es (was zu
> einer 4:12 Zeit führen würde) und auch das schien ihnen zu langsam.
> 5:55 schon eher - ein paar Mal gab es sogar eine 5:45 Zeit.
>
> Nach der ersten Runde ließ ich daraufhin Hasen Hasen sein, und lief
> mein eigenes Tempo - es sollte bei dem 6er Schnitt bleiben.

Kann ich nachvollziehen.

> Da die Verpflegungsstellen ca. 6-7 km auseinander lagen, war ich
> mit Gurt unterwegs, um auch dazwischen tanken zu können.

Ich bin da auch hin- und hergerissen. Was man hat, das hat man...

> Besonders geschickte stellte ich mich dabei nicht an. Als ich nach
> einem Papiertaschentuch griff verlor ich eines meiner Gel-Packs (und
> ließ es zurück). Kurz danach verließ mich das zweite Pack Energie.
> Hier hatte ich das Glück dass ein nachfolgender Läufe es nach vorne
> trat, so dass es vor mir auf dem Boden lag und es wieder einsammeln
> konnte. Schon seltsam - war mir im Training noch nie passiert.

... oder auch nicht.

> Die Strecke war sehr schön zu laufen, es wurde nur schon recht warm,
> so dass ich öfter auf die Schattenseite des Weges wechselte. Die
> pralle Sonne hatte doch viel mehr Kraft als die Schattentemperaturen
> vermuten ließen.

Aber insgesamt war das Wetter an dem Tag doch genauso, wie ich es mir
gewünscht hätte. Morgens etwas frisch, aber dann ein Traum.

> Kurz vor der Halbmarathon-Marke düste schon der Führende an mir
> vorbei - es sollte eine richtig gute Zeit sein. Ich habe was vom
> dritten Platz in der deutschen Jahresbestenliste gehört (und dann
> war es noch ein Debütant).

Raser :) Einfach vorbeilassen.

> Kurz nach 24 Kilometern war die erste Runde (plus Wendestück)
> geschafft, und da es keine Probleme gab, wurde natürlich die zweite
> Runde auch angegangen.

Die ist dann ohne den Abstecher auf der Wuppertaler Str. kürzer :)

> Inzwischen hatte sich das Feld schon gut in die Länge gezogen. Ich
> lag weiterhin gut im Plan, aber die Idee ggf. auf den letzten 10
> Kilometern das Tempo etwas anzuziehen musste der Realität weichen:
> dem Versuch das Tempo zu halten. Das gelang mir nicht ganz, aber ein
> Einbruch war es nun auch nicht. Es wurde nur beschwerlicher.

Kann mich vage auch noch an sowas erinnern. Ewig ist das her.

> Bei jeder Verpflegungsstelle freute ich mich mehr ein paar Schritte
> gehen zu können (und es wurden jedesmal ein paar mehr), und das
> wieder anlaufen kostete auch immer mehr Überwindung.

Gehen? Du meinst doch nicht etwa Anhalten und Gehen?

> Nachdem ich eine Zwischenzeit von 3:48 gesehen hatte, kam mir der
> Gedanke, dass ich vielleicht noch die 4 Stunden schaffen könnte,
> aber das nächste Kilometerschild war dann leider nicht die 40,
> sondern erst die 38.
>
> Hier entschloss ich mich dann auch, gar nicht mehr auf die Gesamtzeit
> zu schielen, sondern einfach mein Tempo zu halten.
>
> Als das Ziel dann endlich erreicht war, blieb die Uhr bei 4:11:41
> stehen, womit ich mehr als zufrieden bin, denn das war bei dem
> vorhergegangenen Training sicher das Optimum. Nebenbei erwähnt, habe
> ich damit meine Bestzeit auch noch um 8 Minuten verbessert.

Glückwunsch! Du hast das gemacht, und nachdem was ich bei meinem
Pappenheimer zwischendurch so las, war das alles andere als sicher!

> Am Tag danach geht es mir erstaunlich gut. Treppen hoch und runter
> sind kein Problem. Ich glaube, in vier Wochen werde ich wieder durch
> den Bottroper Herbstwald laufen können.

Hmm, hmm, so viel Herbst, so viel Wald. Nee, bis dahin trau ich mich nicht.

> Der Lauf selbst ist wirklich empfehlenswert. Landschaftliche schöne
> und flache Strecke, und auch die Organisation stimmt. Klar, man hat
> nicht den Trubel eines großen City-Marathons, aber 1-2 Nummern
> kleiner ist mir persönlich auch lieber.

Mir auch. Aber eines Tages (wenn ich gross bin), mach ich vielleicht auch
noch mal so einen richtigen Städtemarathon. :}

> Kurz noch die 10 KM und HM-Splits:
>
> 0-10 0:58:56 1.HM 2:04:39
> 10-20 0:59:18 2.HM 2:07:05
> 20-30 1:00:09
> 30-40 1:00:05

Meinen Glückwunsch! Und vielen Dank für Deinen Bericht.

Achim

Re: [Bericht] 45.RWE-Marathon, Essen
Autor: Alex Dummer (2007-10-17 19:25:24)

Klaus Kluge wrote:

> Name des Laufes: 45. RWE Marathon Rund um den Baldeney-See

> Etwas Vorgeschichte muss sein, als da wäre ...

Klar, etwas VWKGJ muß schon sein ;-).

> Mitte Februar, wegen einer Verletzung war gerade Laufpause, hatte
> ich mich, vermutlich aus Frust, bereits für den acht Monate später
> stattfindenden Essen-Marathon angemeldet.

Man gönnt sich ja sonst nichts ;-).

> Kurz vor der Halbmarathon-Marke düste schon der Führende an mir
> vorbei - es sollte eine richtig gute Zeit sein. Ich habe was vom
> dritten Platz in der deutschen Jahresbestenliste gehört (und dann
> war es noch ein Debütant).

Ein paar Minuten danach müßte Magnus an Dir vorbeigesaust sein, dessen
Bericht hier hoffentlich bald erscheint.

> Als das Ziel dann endlich erreicht war, blieb die Uhr bei 4:11:41
> stehen, womit ich mehr als zufrieden bin, denn das war bei dem

Ist doch gut, dass Du ohne größere Probleme durchgekommen bist.

> vorhergegangenen Training sicher das Optimum. Nebenbei erwähnt, habe
> ich damit meine Bestzeit auch noch um 8 Minuten verbessert.

Na dann Glückwunsch!

> Der Lauf selbst ist wirklich empfehlenswert. Landschaftliche schöne
> und flache Strecke, und auch die Organisation stimmt. Klar, man hat
> nicht den Trubel eines großen City-Marathons, aber 1-2 Nummern
> kleiner ist mir persönlich auch lieber.

Hat wohl beides seinen Reiz. Für gute Zeiten sind die kleineren wohl
besser geeignet. Aber so ein Rummel wie z.B. in Berlin gemacht wird hat
natürlich auch was.


Gute Erholung, Alex

Re: [Bericht] 45.RWE-Marathon, Essen
Autor: "Achim Lo:bbert" (2007-10-22 22:38:21)

Hallo Klaus,

Am Tue, 16 Oct 2007 21:43:47 +0200 schrieb Klaus Kluge:

> Etwas Vorgeschichte muss sein, als da wäre ...
>
> Mitte Februar, wegen einer Verletzung war gerade Laufpause, hatte
> ich mich, vermutlich aus Frust, bereits für den acht Monate später
> stattfindenden Essen-Marathon angemeldet.

Das war recht früh.

> Aber die Verletzung zog sich hin - ein zu früher Start führte zum
> nächsten Problem, und so sammelten sich lächerlich wenige Kilometer
> auf meinem Trainingskonto.

Jetzt kann ich es ja sagen: Ich sah das seinerzeit auch mit etwas Skepsis.

> Und so kam es, dass ich zum Start meines 18-Wochen Trainingsplans
> gerade wieder lauffähig war, und sehr langsam einsteigen musste:
> - ein kleiner Lauf in der ersten Woche
> - zwei kleine Läufe in der zweiten Woche ...

Aber Du hast das durchgezogen!

> So brauchte ich die ersten 6 Wochen um erst wieder auf das Niveau zu
> kommen dass für den vorsichtshalber gewählten Anfängerplan vorgesehen
> war. Da war ich noch optimistisch auf 4 Stunden laufen zu können.

Hätte sicherlich unter besseren Umständen klappen können.

> Von da an ging es zunächst auch gut weiter, jedoch führte eine
> Erkrankung zu einer ganzen Wochen Trainingsausfall, und das Zeitziel
> wurde weiter reduziert. Nun wollte ich mich nur noch an die 4:15
> Hasen hängen und einfach nur durchkommen.
>
> Abgesehen davon klappte das Training recht gut. Selbst das um den
> See laufen hatte ich trainiert, und bin in den Vorwochen auch
> zweimal um den Hengstey- und Kemnader See gelaufen.

Kemnade? An einem WE laufen wir da mal zusammen. Sag mal wann.

> Einen Schrecken gab es dann nur noch am Samstag vor dem Start - drei
> Schritte nach dem Aufstehen hatte ich eine leichte Zerrung der
> rechten Wade, die auch noch am Abend spürbar war. Das hätte ich
> doch eher aber Kilometer 30 erwartet, und nicht schon vor dem Start
> im Schlafzimmer. Aber der kalte, nasse Wickel wirkte über Nacht
> Wunder. Dem Start stand nichts mehr im Wege.

Mach jetzt keinen Quatsch.

> Die Startunterlagen hatten wir schon am Samstag abgeholt, so dass
> wir nicht so früh anreisen mussten. Nur der Parkplatz erforderte
> dann schon eine kleinere Wanderung zum Start.

Naja, die Lerchenstrasse ist an dem Tag aus gegebenem Anlass dicht.

> Dennoch Zeit genug für etwas einlaufen und dehnen, bevor ich das
> Schild für die 4:15 Hasen suchte. Da sammelten sich dann erst die
> Brems- und Zugläufer mit den 4:30 Ballons, aber ein paar Minuten
> später waren auch die 4:15 Ballons da.
>
> Unspektakulärer Start - ein Feld von ca. 1500 Startern wollte an
> diesem Tag bei schönstem Wetter zweimal um den Baldeneysee laufen.

1501.

> Es zeigte sich jedoch, dass die 4:15 Hasen anderes im Sinn hatten.
> Mit 6er Pace kann man doch viel besser rechnen, hieß es (was zu
> einer 4:12 Zeit führen würde) und auch das schien ihnen zu langsam.
> 5:55 schon eher - ein paar Mal gab es sogar eine 5:45 Zeit.
>
> Nach der ersten Runde ließ ich daraufhin Hasen Hasen sein, und lief
> mein eigenes Tempo - es sollte bei dem 6er Schnitt bleiben.

Kann ich nachvollziehen.

> Da die Verpflegungsstellen ca. 6-7 km auseinander lagen, war ich
> mit Gurt unterwegs, um auch dazwischen tanken zu können.

Ich bin da auch hin- und hergerissen. Was man hat, das hat man...

> Besonders geschickte stellte ich mich dabei nicht an. Als ich nach
> einem Papiertaschentuch griff verlor ich eines meiner Gel-Packs (und
> ließ es zurück). Kurz danach verließ mich das zweite Pack Energie.
> Hier hatte ich das Glück dass ein nachfolgender Läufe es nach vorne
> trat, so dass es vor mir auf dem Boden lag und es wieder einsammeln
> konnte. Schon seltsam - war mir im Training noch nie passiert.

... oder auch nicht.

> Die Strecke war sehr schön zu laufen, es wurde nur schon recht warm,
> so dass ich öfter auf die Schattenseite des Weges wechselte. Die
> pralle Sonne hatte doch viel mehr Kraft als die Schattentemperaturen
> vermuten ließen.

Aber insgesamt war das Wetter an dem Tag doch genauso, wie ich es mir
gewünscht hätte. Morgens etwas frisch, aber dann ein Traum.

> Kurz vor der Halbmarathon-Marke düste schon der Führende an mir
> vorbei - es sollte eine richtig gute Zeit sein. Ich habe was vom
> dritten Platz in der deutschen Jahresbestenliste gehört (und dann
> war es noch ein Debütant).

Raser :) Einfach vorbeilassen.

> Kurz nach 24 Kilometern war die erste Runde (plus Wendestück)
> geschafft, und da es keine Probleme gab, wurde natürlich die zweite
> Runde auch angegangen.

Die ist dann ohne den Abstecher auf der Wuppertaler Str. kürzer :)

> Inzwischen hatte sich das Feld schon gut in die Länge gezogen. Ich
> lag weiterhin gut im Plan, aber die Idee ggf. auf den letzten 10
> Kilometern das Tempo etwas anzuziehen musste der Realität weichen:
> dem Versuch das Tempo zu halten. Das gelang mir nicht ganz, aber ein
> Einbruch war es nun auch nicht. Es wurde nur beschwerlicher.

Kann mich vage auch noch an sowas erinnern. Ewig ist das her.

> Bei jeder Verpflegungsstelle freute ich mich mehr ein paar Schritte
> gehen zu können (und es wurden jedesmal ein paar mehr), und das
> wieder anlaufen kostete auch immer mehr Überwindung.

Gehen? Du meinst doch nicht etwa Anhalten und Gehen?

> Nachdem ich eine Zwischenzeit von 3:48 gesehen hatte, kam mir der
> Gedanke, dass ich vielleicht noch die 4 Stunden schaffen könnte,
> aber das nächste Kilometerschild war dann leider nicht die 40,
> sondern erst die 38.
>
> Hier entschloss ich mich dann auch, gar nicht mehr auf die Gesamtzeit
> zu schielen, sondern einfach mein Tempo zu halten.
>
> Als das Ziel dann endlich erreicht war, blieb die Uhr bei 4:11:41
> stehen, womit ich mehr als zufrieden bin, denn das war bei dem
> vorhergegangenen Training sicher das Optimum. Nebenbei erwähnt, habe
> ich damit meine Bestzeit auch noch um 8 Minuten verbessert.

Glückwunsch! Du hast das gemacht, und nachdem was ich bei meinem
Pappenheimer zwischendurch so las, war das alles andere als sicher!

> Am Tag danach geht es mir erstaunlich gut. Treppen hoch und runter
> sind kein Problem. Ich glaube, in vier Wochen werde ich wieder durch
> den Bottroper Herbstwald laufen können.

Hmm, hmm, so viel Herbst, so viel Wald. Nee, bis dahin trau ich mich nicht.

> Der Lauf selbst ist wirklich empfehlenswert. Landschaftliche schöne
> und flache Strecke, und auch die Organisation stimmt. Klar, man hat
> nicht den Trubel eines großen City-Marathons, aber 1-2 Nummern
> kleiner ist mir persönlich auch lieber.

Mir auch. Aber eines Tages (wenn ich gross bin), mach ich vielleicht auch
noch mal so einen richtigen Städtemarathon. :}

> Kurz noch die 10 KM und HM-Splits:
>
> 0-10 0:58:56 1.HM 2:04:39
> 10-20 0:59:18 2.HM 2:07:05
> 20-30 1:00:09
> 30-40 1:00:05

Meinen Glückwunsch! Und vielen Dank für Deinen Bericht.

Achim