[Bericht] Bonn-Marathon, Max Hase
Autor: Max Ehlers (2007-04-23 23:48:18)
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[x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
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de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter drsl.de
und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch auszugs-
weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich nicht
zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
Name des Laufes: Bonn Marathon
Datum: 22.4.2007 (Sun)
Ort: Bonn
Postleitzahl: D5
Homepage (Veranstalter): www.rheinenergie-marathon-bonn.de
Ihr Name: Max
Ihre eMail-Adresse: max at ehlers24 de
Streckenlaengen: MA, HM
Beschaffenheit: Asphalt
Profil: flach
Wetter: Traumhaft schön, frühsommerlich warm
Teilnehmer: Marathon: ca. 2000
Bericht:
Zum dritten mal 3h-Hase
Grund für Vorwettkampfgejammer hatte ich keinen, war ja auch für mich
eher kein Wettkampf sondern ein - ja was eigentlich? - eine Art
Trainingslauf mit strikter Zielvorgabe. Und da das nun auch schon das
dritte mal war (der 11. Marathon insgesamt) und ich erstaunlich gut
trainiert war (7 Wochen mit Trainingsumfängen zwischen 70 und 90km!),
hatte ich der Sache sehr gelassen entgegen gesehen.
Und dann auch noch Traumwetter: Trotz der frühen Startzeit 8:50 war
es schon angenehm warm und ich musste mir keine Gedanken machen, welchen
alten Pullover ich vielleicht opfern könnte, was allerdings sowieso
nicht ging, weil ja nicht nur die Sponsorenlogos auf meinem Laufshirt
sichtbar sein mussten, sondern v.a. der Aufdruck "3:00" auf dem
Rücken,
wegen dem mich vor dem Start schon einige ansprachen, die mit diesem
Ziel liebäugelten.
Ausser mir gab es noch einen zweiten 3h-Hasen, Robert Langfeld, auch
schon im zweiten Jahr dabei. Startschuss, los gehts, Tempo finden.
Soweit ich mich erinnere klappte das ganz gut (in der Situation fühlt
sich 4:15 komischerweise langsam an;-). Ich kann mich auf den ersten
10-15 km an wenig erinnern, ausser vielleicht daran, dass mir mehrmals
von hinter mir Laufenden fast ein Bein gestellt wurde, ich hoffe
versehentlich, aber es war schon mit merkwürdig hoher Frequenz, und ich
hörte meist keine Entschuldigung. Egal, es war offenbar noch ein dichtes
Grüppchen.
Kurz nach km 11 gönnte ich mir ein Pinkelpäuschen. Bis zur
Halbmarathonmarke hielt sich wie meist ein stabiles Grüppchen, aus dem
allerdings hin und wieder einer herausfiel (der einzigen Frau wurde es
schon bei ca. km 13 zu schnell). Da Robert "vorne" alles im Griff
hatte, machte ich wieder eher den Lumpensammler und gab denjenigen, die
hinten rausfielen, noch gute Wünsche auf den Weg.
An der Halbmarathonmarke, die wir exakt nach Plan erreichten (aus
psychologischen Gründen möglichst unter 1:30), war die Gruppe ca. 40
Mann stark. Dann gab es allerdings ein paar leichte Anstiege, und dem
ein oder andern machte offenbar auch die Sonne und die hohen
Temperaturen zu schaffen. Immer wieder mussten Einzelne abreissen
lassen, und das Grüppchen vorne um Robert wurde zusehends kleiner,
während ich weiter den Lumpensammler gab und mit gehörigem Abstand
(zeitweise sicherlich über 30 Sekunden dahinter) diejenigen, die sich
schwertaten, empfahl, vielleicht besser rechtzeitig einen Gang
herauszunehmen und trotzdem mit einer sehr guten Zeit ins Ziel zu
kommen, als früher oder später gegen die Wand zu laufen und vollends
einzubrechen.
Ab km 30 mussten reihenweise Läufer abreissen lassen (hier ungefähr
überholten wir auch Joey Kelly, der einem leid tun konnte, weil er auch
indieser Schwächephase ständig von einem Kameramotorrad begleitet
wurde),und bis km 36, spätestens 38, gab es keine nennenswerte Gruppe
mehr: Ein paar wenige hatten noch Reserven und versuchten, noch ein paar
Sekunden zusätzlich gut zu machen, die anderen versuchten, das minimale
Polster, das v.a. Robert ihnen zugestanden hatte, auf den letzten
Kilometern zu verteidigen. Ich versuchte einmal mehr, den Grat zwischen
2:59:x und 3:00:x zu finden, und hangelte mich so von Läufer zu
Läufer
auf der Suche nach jenen, die die Pace noch einigermaßen halten konnten
und durch mein rotes Shirt mit dem magischen Aufdruck vielleicht doch
noch mal Reserven mobilisieren konnten. Ungefähr bei km 38 fand ich
tatsächlich noch einen: Er schnaufte und stöhnte unglaublich und
furchteinflössend, aber zum Glück hatte er einen Fahrradbegleiter,
der
mir erklärte, dass er schon einmal unter 3 gelaufen sei und das schon
ok wäre. Er selber konnte mir erstaunlicherweise zwischendruch
erläutern, dass er das für die Selbstmotivation brauche. Der Mann
konnte sich richtig schön quälen, und ich half ihm dabei;-) Als ich
das
Gefühl hatte, er wollte aufgeben, weil er nach einer weiteren Kurve,
hinter der er das Ziel nicht erkennen konnte (wie auch, es waren halt
noch anderthalb km), befahl ich ihm, sich ein Gummiband vorzustellen
zwischen mir und ihm, das nicht reissen dürfe, und zog ihn ein Stück.
Ich war selber unsicher, ob es für Friedel noch reichen würde. Durch
mein sehr unstetes Tempo auf den letzten Kilometern (ich selber hatte
noch jede Menge Reserven und konnte fast beliebig beschleunigen) hatte
ich zugegebenermaßen kein Gefühl für die Pace.
In der letzten Kurve vor dem Ziel blieb ich fast stehen und feuerte
noch die herannahenden Läufer an. Ich setzte selber übrigens zu
spät
zum Schlusssprint an, es wurde nur eine 3:00:05.
Friedel kam nach mir ins Ziel, aber da er viel später gestartet war,
schaffte er trotzdem noch eine 2:59:50.
Was ich aus 3h-Hasensicht etwas bedauere ist, dass 3 Läufer die 2 vor
dem ersten Doppelpunkt nur um 1-8 Sekunden verpasst haben. Lediglich 8
von den ca. 40, die noch bei HM auf Kurs waren, hatten am Ende
tatsächlich nicht nur das Ziel, sondern auch ihr Ziel erreicht. Viele
andere brachen dann doch gewaltig ein, aber so einige schafften nicht
zuletzt dank des gleichmäßigen Anfangstempos immerhin noch sehr gute
Zeiten wenn auch knapp über 3 Stunden.
Ansonsten ein sehr schöner Lauf bei idealen Bedingungen, mir hat es
viel Spaß gemacht. Ein klein bisschen ärgerlich ist, dass es wohl
nie
mehr so einfach gewesen sein worden wäre wie dieses Jahr, Bonner
Stadtmeister und noch dazu bester Deutscher zu werden, nämlich mit
einer 2:44. Mit ein bisschen mehr Training wäre das bei mir gut drin
gewesen...
Mir selber ging es übrigens so gut, dass ich direkt danach locker durch
die Stadt traben konnte, kurzabschnittsweise zur Anfeuerung beim HM
sogar noch mit 3:45er-Schnitt. Ein kleines bisschen taten die
Brustwarzen weh, die ich vergessen hatte abzukleben. Auch heute kein
Muskelkater, keine Schmerzen, ein wenig spüre ich die Beine
natürlich.
Der 15km-Lauf am heutigen Montag hat zumindest Spaß gemacht:-)
# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team
Autor: Alex Dummer (2007-04-24 11:12:14)
Autor: Alex Dummer (2007-04-24 11:12:14)
Max Ehlers wrote:
Hallo Max,
> Zum dritten mal 3h-Hase
zumindestens an die Punktlandung mit 3:00:00 kann ich mich noch gut
erinnern.
Danke für den Bericht. Ist schon fazinierend, sowas zu lesen, wenn man
selbst noch an der 4-h-Marke knabbert.
Ich bilde mir übrigens ein, dass mir ein langer Lauf leichter fällt,
wenn ich jemanden dabei motivieren will. Kann aber auch sein, dass es
umgekehrt ist, d.h. ich kann nur unterstützen, wenn ich noch gut drauf
bin.
Gruß Alex
Autor: Max Ehlers (2007-04-24 12:35:12)
Alex Dummer schrieb:
> Max Ehlers wrote:
>
> Hallo Max,
Hi Alex,
>
>> Zum dritten mal 3h-Hase
>
> zumindestens an die Punktlandung mit 3:00:00 kann ich mich noch gut
> erinnern.
>
vieeeel schneller: 2:59:59, zweimal hintereinander;-)
> Danke für den Bericht. Ist schon fazinierend, sowas zu lesen, wenn
man
> selbst noch an der 4-h-Marke knabbert.
>
> Ich bilde mir übrigens ein, dass mir ein langer Lauf leichter
fällt,
> wenn ich jemanden dabei motivieren will.
Definitiv. Gilt bei mir auch. Überlegenheitsgefühl schafft
automatisch
Zuversicht und lenkt von eigenen Leiden ab.
> Kann aber auch sein, dass es
> umgekehrt ist, d.h. ich kann nur unterstützen, wenn ich noch gut
drauf bin.
Das gilt genauso, schränkt das oben gesagte aber nur ein klein wenig
ein: Je besser ich drauf bin, deste mehr Spaß macht es, zu
unterstützen.
tschö
Max
Autor: Oliver Olzo Seyfert (2007-04-24 18:27:21)
Max Ehlers schrieb am 23.04 um 23:48:
> Ich kann mich auf den ersten
> 10-15 km an wenig erinnern, ausser vielleicht daran, dass mir mehrmals
> von hinter mir Laufenden fast ein Bein gestellt wurde
:o
> ich hoffe versehentlich, aber es war schon mit merkwürdig hoher
Frequenz,
> und ich hörte meist keine Entschuldigung. Egal, es war offenbar noch
ein
> dichtes Grüppchen.
/Notiz: Geld als Hase zu verdienen ist Knochenarbeit/
> Kurz nach km 11 gönnte ich mir ein Pinkelpäuschen.
Wie ist das eigentlich als Hase? Haelt dann die Gruppe mit dir an und
wartet? Lockeres Traben auf der Stelle? "Hopp hopp"-Rufe?
> machte ich wieder eher den Lumpensammler und gab denjenigen, die
> hinten rausfielen, noch gute Wünsche auf den Weg.
"Mach s gut", "hoffentlich klappt s wenigsten noch sub4",
"Walken ist keine
Schande", "wenn du besser trainiert hast darfst du
wiederkommen", ...
> An der Halbmarathonmarke, die wir exakt nach Plan erreichten (aus
> psychologischen Gründen möglichst unter 1:30)
:-B
> war die Gruppe ca. 40 Mann stark.
Hui! So gross! Ich kenn das nur so mit 15-20 Leuten.
Mit 40 stell ich mir echt schwer vor.
> noch mal Reserven mobilisieren konnten. Ungefähr bei km 38 fand ich
> tatsächlich noch einen: Er schnaufte und stöhnte unglaublich und
> furchteinflössend
Kenn ich ;-)
> aber zum Glück hatte er einen Fahrradbegleiter, der
> mir erklärte, dass er schon einmal unter 3 gelaufen sei und das schon
> ok wäre. Er selber konnte mir erstaunlicherweise zwischendruch
> erläutern, dass er das für die Selbstmotivation brauche.
lol
> Der Mann konnte sich richtig schön quälen, und ich half ihm
dabei;-)
*lach*
/gut, dass er vor dem Start noch ein paar Nadeln eingesteckt hatte.../
> In der letzten Kurve vor dem Ziel blieb ich fast stehen und feuerte
> noch die herannahenden Läufer an. Ich setzte selber übrigens zu
spät
> zum Schlusssprint an, es wurde nur eine 3:00:05.
Wieder fast eine sekundengenaue Landung. Beaengstigend gut.
> Friedel kam nach mir ins Ziel, aber da er viel später gestartet war,
> schaffte er trotzdem noch eine 2:59:50.
Schoen :-)
> bester Deutscher zu werden, nämlich mit einer 2:44.
Jo, das hatte ich auch in der Erg.liste gesehen. Und davor eine ca. 10min
grosse Luecke.
Oli-"sie nannten ihn Superhase"-ver
--
Überrundungen sind bei 100 m Rennen sowieso ziemlich selten.
(Matthias Rosenkranz in )
Autor: Max Ehlers (2007-04-24 20:54:16)
Oliver Olzo Seyfert schrieb:
> Max Ehlers schrieb am 23.04 um 23:48:
>> Kurz nach km 11 gönnte ich mir ein Pinkelpäuschen.
>
> Wie ist das eigentlich als Hase? Haelt dann die Gruppe mit dir an und
> wartet? Lockeres Traben auf der Stelle? "Hopp hopp"-Rufe?
>
Wir waren ja zwei Hasen. Robert hatte kurz vor mir und hat mich damit
glaube ich inspiriert - ich habe natürlich gewartet bis er wieder vorne
weg hoppelte. Insofern hat das die Hoppelgemeinde wahrscheinlich gar
nicht so mitbekommen.
>> machte ich wieder eher den Lumpensammler und gab denjenigen, die
>> hinten rausfielen, noch gute Wünsche auf den Weg.
>
> "Mach s gut", "hoffentlich klappt s wenigsten noch
sub4", "Walken ist keine
> Schande", "wenn du besser trainiert hast darfst du
wiederkommen", ...
>
So ähnlich. Ich sehe schon, Du könntest den Job auch gut machen. Bei
km
5 hatte ich übrigens noch gewitzelt, dass es interessant wäre, mal
eine
subtile Strategie zu verfolgen, so viele wie möglich zu entmutigen, das
Ziel Sub-3 zu erreichen. Hätte ich das vorgehabt, wäre ich gar nicht
so
schlecht gewesen, rein statistisch gesehen.
>
>> war die Gruppe ca. 40 Mann stark.
>
> Hui! So gross! Ich kenn das nur so mit 15-20 Leuten.
> Mit 40 stell ich mir echt schwer vor.
>
Kam mir auch nicht so groß vor. Aber ich hab das hochobjektiv anhand der
HM-Durchgangszeit aus der Ergebnisliste extrahiert.
>
>> In der letzten Kurve vor dem Ziel blieb ich fast stehen und feuerte
>> noch die herannahenden Läufer an. Ich setzte selber übrigens
zu spät
>> zum Schlusssprint an, es wurde nur eine 3:00:05.
>
> Wieder fast eine sekundengenaue Landung. Beaengstigend gut.
>
ich gebe zu, ich war etwas enttäuscht;-)
>
>> bester Deutscher zu werden, nämlich mit einer 2:44.
>
> Jo, das hatte ich auch in der Erg.liste gesehen. Und davor eine ca. 10min
> grosse Luecke.
>
Die Zuschauer dachten schon, es wäre irgendwas passiert auf der Strecke
(Platz 1-5: 2:14-2:18, Platz 6-8: 2:29-2:29:59, Platz 9: 2:34, und dann
Platz 10 mit ich korrigiere mich 2:42.) Carsten Schütz ist übrigens
bei
km 30 ausgestiegen, wollte eigentlich unter 2:20.
> Oli-"sie nannten ihn Superhase"-ver
Hihi, da haben wir am Samstag auf dem Flohmarkt noch ein Bilderbuch
gekauft: "Der Superhase", von Helme Heine oder wie der heißt.
tshcö
Max
Autor: Elisabeth Mueller (2007-04-25 23:00:21)
Max Ehlers schrieb:
>Name des Laufes: Bonn Marathon
Oh, sehr schoen!
>Zum dritten mal 3h-Hase
Du verausgabst Dich allmaehlich, Du wirst ja immer langsamer. ;-)
>An der Halbmarathonmarke, die wir exakt nach Plan erreichten (aus
>psychologischen Gründen möglichst unter 1:30),
Ihr arbeitet mit allen Tricks.
>In der letzten Kurve vor dem Ziel blieb ich fast stehen und feuerte
>noch die herannahenden Läufer an.
Dieser Moment wurde im Bild festgehalten.
Siehe: http://www.maelmill-insi.de/Sport/LAUF46 20070422.HTM
>Auch heute kein
>Muskelkater, keine Schmerzen, ein wenig spüre ich die Beine
natürlich.
>Der 15km-Lauf am heutigen Montag hat zumindest Spaß gemacht:-)
Du bist einfach nur unglaublich!
Alles Gute, und danke fuer den Bericht.
Elisabeth
Autor: Ursula Schwemmle (2007-05-01 13:50:31)
Max Ehlers schrieb:
<alles gespannt gelesen und dann rausgeschnibbelt>
Hallo Max,
danke für den Bericht aus einer Sichtweise, die mir bisher so komplett
vom anderen Stern erscheint - ich habe gelegentlich hasengeführte
Läufe
im Fernsehen verfolgt, bei Olympia oder WMs oder so, und mich jedesmal
gefragt, wie die Hasen das hinkriegen, so zuverlässig auf ihre
"Schäfchen" aufzupassen. Ich finde das bewundernswert, diese
Kombination
aus Aufmerksamkeit und, ja, Fürsorge und das disziplinierte
Zurückstellen eigener Ziele. Wenn ich selber (naja, kleine
Hobbyläuferin) alleine unterwegs bin, fallen meine Beine immer wieder in
ihren eigenen und eigenwillig durchgesetzten Trott, und wenn ich bei
Wettkämpfen mitlaufe, dann verliere ich regelmäßig jeden
Überblick und
vergesse alle guten Vorsätze - ankommen tut man so auch, aber nicht
wirklich ökonomisch und effektiv. Wie machst Du das, Dir in so einer
großen Gruppe wie beschrieben die Mitläufer zu merken, die sich an
Dir
orientieren wollen? Wie lernt man die Disziplin, so berechenbar und
zuverlässig zu laufen? Kann man Tempogefühl lernen, oder hast Du ein
GPS
dabei? Ich habe eins (Weihnachtsgeschenk meines Freundes) und merke bei
jedem Kontrollblick auf "Tante Garmin", daß ich immer voll
danebenliege
mit der Schätzung des Tempos oder der bereits verstrichenen Zeit.
Viel Spaß beim weiteren Laufen, sommerliche Maigrüße,
Ur-sichheutenachmittagmalendlichwiederhmstreckevorgenommenhabend-sula
Autor: Max Ehlers (2007-05-08 00:12:00)
Ursula Schwemmle schrieb:
> Max Ehlers schrieb:
> <alles gespannt gelesen und dann rausgeschnibbelt>
>
> Hallo Max,
Hi Ursula,
> danke für den Bericht aus einer Sichtweise, die mir bisher so
komplett
> vom anderen Stern erscheint - ich habe gelegentlich hasengeführte
Läufe
> im Fernsehen verfolgt, bei Olympia oder WMs oder so, und mich jedesmal
> gefragt, wie die Hasen das hinkriegen, so zuverlässig auf ihre
> "Schäfchen" aufzupassen.
Hm, die bei den großen Wettkämpfen laufen ohnehin ziemlich nah an
ihrem
eigenen Limit, glaube ich;-)
> Ich finde das bewundernswert, diese Kombination
> aus Aufmerksamkeit und, ja, Fürsorge und das disziplinierte
> Zurückstellen eigener Ziele.
Naja, man kann nicht in jedem Lauf Bestzeit machen, und schon gar nicht
in jedem Marathon.
> Wenn ich selber (naja, kleine
> Hobbyläuferin) alleine unterwegs bin, fallen meine Beine immer wieder
in
> ihren eigenen und eigenwillig durchgesetzten Trott, und wenn ich bei
> Wettkämpfen mitlaufe, dann verliere ich regelmäßig jeden
Überblick und
> vergesse alle guten Vorsätze - ankommen tut man so auch, aber nicht
> wirklich ökonomisch und effektiv. Wie machst Du das, Dir in so einer
> großen Gruppe wie beschrieben die Mitläufer zu merken, die sich
an Dir
> orientieren wollen?
:-) Mir Mitläufer merken? - muss ich nicht. Hauptsache, die merken sich
mich, und wegen dem Shirt bin ich ja immer gut zu erkennen;-)
> Wie lernt man die Disziplin, so berechenbar und
> zuverlässig zu laufen? Kann man Tempogefühl lernen, oder hast Du
ein GPS
> dabei? Ich habe eins (Weihnachtsgeschenk meines Freundes) und merke bei
> jedem Kontrollblick auf "Tante Garmin", daß ich immer voll
danebenliege
> mit der Schätzung des Tempos oder der bereits verstrichenen Zeit.
Hm, da entwickelt man als ambitionierter Läufer schon ein Gefühl
für,
auch wenn es auf dem ersten Kilometer immer wieder schief läuft. Also,
durchaus: Tempogefühl ist definitiv erlernbar. Und den Garmin fand ich
jetzt auch durchaus hilfreich, obwohl ich glaube ich sogar
gleichmäßiger
gehoppelt bin als ich noch keinen hatte, weil ich mich da mehr auf mein
Gefühl verlassen habe.
> Viel Spaß beim weiteren Laufen, sommerliche Maigrüße,
> Ur-sichheutenachmittagmalendlichwiederhmstreckevorgenommenhabend-sula
Dankesehr, war eine Woche weg, deswegen die späte Antwort,
tschö
Max
