[Bericht] Bonn: Endlich wieder ein echter Marathon :-)
Autor: Detlev Goepel (2007-04-23 14:11:19)
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[x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
[x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschließlich für die
Usenetgruppen
de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter
drsl.de
und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch
auszugs-
weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich nicht
zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
Name des Laufes: Bonn Marathon
Datum: 22.4.2007 (Sun)
Ort: Bonn
Postleitzahl: D5
Homepage (Veranstalter): www.rheinenergie-marathon-bonn.de
Ihr Name: Detlev Goepel
Ihre eMail-Adresse: dghd at gmx de
Streckenlaengen: MA, HM
Beschaffenheit: Asphalt
Profil: leicht wellig
Wetter: Sonne, 13 bis 21°C
Teilnehmer: 2500 (M)
Bericht:
Vorweg zum Verständnis: Ich bin (auch) Inline-Skater und rolle als
solcher Marathons alle Woche. Den Bericht habe ich im Blog unserer
Vereinshomepage geschrieben
http://www.boss05.de/wp1/2007/endlich-wieder-ein-echter-marathon.html
Endlich wieder ein echter Marathon :-)
Gestern gab
Autor: "Günter Landa" (2007-04-25 20:26:45)
Autor: "Günter Landa" (2007-04-25 20:26:45)
Super!!!!!
Gratulation vom ganzen Herzen!
Ich laufe am Sonntag den Wien-Marathon und wünsche mir ähnliche
Zeiten...leider laborierte ich an einer Muskelentzündung, fühle mich
aber
trotzdem recht gut!
toller, spannender Bericht,
Grüße, Gue
"Detlev Goepel" schrieb im
Newsbeitrag
news:nd8p23len0rvhq94d0kk2r2t58funi6jlv@4ax.com...
># Begin Template
> [x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
> [x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschließlich für die
> Usenetgruppen
> de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter
> drsl.de
> und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch
> auszugs-
> weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich
nicht
> zu.
> Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
> [ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
>
> Name des Laufes: Bonn Marathon
> Datum: 22.4.2007 (Sun)
> Ort: Bonn
> Postleitzahl: D5
> Homepage (Veranstalter): www.rheinenergie-marathon-bonn.de
> Ihr Name: Detlev Goepel
> Ihre eMail-Adresse: dghd at gmx de
> Streckenlaengen: MA, HM
> Beschaffenheit: Asphalt
> Profil: leicht wellig
> Wetter: Sonne, 13 bis 21°C
> Teilnehmer: 2500 (M)
> Bericht:
>
> Vorweg zum Verständnis: Ich bin (auch) Inline-Skater und rolle als
> solcher Marathons alle Woche. Den Bericht habe ich im Blog unserer
> Vereinshomepage geschrieben
> http://www.boss05.de/wp1/2007/endlich-wieder-ein-echter-marathon.html
>
> Endlich wieder ein echter Marathon :-)
>
> Gestern gabs bei Kaiserwetter den Bonn-Marathon. Die Inliner hatten
> sicher viel Spaß., aber darüber soll jemand schreiben, der dort
> mitgerollt ist.
>
> Ich wollte es mal wieder auf die klassische Art erleben, also in
> Laufschuhen und an der Grenze meiner persönlichen
Leistungsfähigkeit.
> Einen Marathon laufen, wie man es höchstens ein- oder zweimal im Jahr
> schafft. Also nicht als langen Lauf, den man wöchentlich absolvieren
> kann, sondern genau am Limit. Einen Marathon, wie man ihn sich selbst
> nicht vorstellen kann: Wenn man im Training 15 km in diesem Tempo
> gelaufen ist, ist man fast platt. Ok, noch 5 km wären drin, aber noch
> 27 km ??? Das ist unvorstellbar!
>
> Natürlich habe ich mich angemessen vorbereitet und die letzten Wochen
> durchschnittlich 80 km trainiert und bin wöchentlich 35er und 1-2
> Tempoeinheiten gelaufen.
>
> Das für die Inline-Skater und Zuschauer am Streckenrand ideale Wetter
> mit strahlendem Sonnenschein und 13-21°C Lufttemperatur war für
die
> Läufer schon etwas warm. Vor allem, weil man intensive Einheiten bei
> Wärme vorher nicht hatte trainieren können. Zum Glück wehte
ein
> leichter Wind, und es gab auch schattige Passagen, aber am Ende
> kostete
> die Wärme doch einige Minuten Zeit. Auch an den Verpflegungsstellen,
> weil man deutlich mehr trinken muss.
>
> Mein Traumziel ist ein Lauf unter 3:30:00 und darauf habe ich auch
> trainiert. Wissend um den Grundsatz, dass man jede Sekunde, die man
> anfangs zu schnell ist, am Ende dreifach verliert, bin ich das Rennen
> sehr vorsichtig angegangen. Bei Halbmarathon lag ich mit 1:45:52
> (5:01s/km) um 52s zurück, was angesichts der steigenden Temperaturen
> eine Entscheidung fällig machte: Entweder ich erreiche jetzt
km-Zeiten
> um 4:56 oder ich muß Plan-B wählen.
>
> Bei km 20 bis 25 hatte ich einen Schnitt von 5:02, km 25 bis 30 einen
> Schnitt von 5:03. Etwa bei km 32 überholte mich der Brems- und
> Zugläufer für 3:30:00, der etwas später als ich gestartet
und das
> Rennen noch vorsichtiger angegangen war. Kein Versuch von mir, da dran
> zu bleiben.
>
> Bei mir galt jetzt Plan-B: Unter 3:35:20 bleiben, was persönliche
> Bestzeit wäre. Km 30 bis 35 lag der Schnitt bei 5:16, soweit ok, aber
> mir wurde klar, das es eng werden würde. Die Strecke und die
Wärme
> forderten ihren Tribut. Werden die vorderen Oberschenkel mitmachen?,
> die rechte Wade meldet sich auch.
>
> Km 36 bis 39: Schnitt 5:22. Das reicht NICHT! Entweder ich laufe den
> Rest unter 5:15, oder die Bestzeit ist weg. Die Wade steht unmittelbar
> vor einem Krampf, und ich soll schneller laufen, wie soll das gehen??
>
> Km 40: 5:28, nochmal 13s verloren,
> Km 41: 5:18, die 13s nicht gutgemacht, weitere 3s verloren.
> Wars das? Von dem letzten km weiß ich nicht mehr viel, ich bin nur
> noch gerannt. Tausende Zuschauer haben mich angefeuert, ich habe es
> wohl gehört, aber ich hatte keine Zeit es zu genießen. Dann die
> Zielmatte, dann ein Druck auf die Uhr: 3:35:15! Und dann nur noch
> Tränen in den Augen, musste mich erstmal setzen, DAS war ein
Marathon.
>
> Mika-Timing hat mir noch 1s geschenkt, bin auf Platz 557 von 1715 und
> in der AK 50 auf Platz 45 von 185 gelandet. Vor allem aber habe ich
> meine 14 Jahre alte Bestzeit (Baldeneysee 1993) unterboten.
>
> Detlev Dete Goepel
Autor: Detlev Goepel (2007-04-26 08:36:16)
Günter Landa schrieb:
>Gratulation vom ganzen Herzen!
Danke :-)
>Ich laufe am Sonntag den Wien-Marathon und wünsche mir ähnliche
>Zeiten...leider laborierte ich an einer Muskelentzündung, fühle
mich aber
>trotzdem recht gut!
Über M. weiss ich nichts, aber Du wirst sicher Rücksicht nehmen
müssen.
Ich drücke Dir die Daumen.
LG, Detlev.
Autor: Detlev Goepel (2007-04-23 14:11:19)
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auszugs-
weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich nicht
zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
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Name des Laufes: Bonn Marathon
Datum: 22.4.2007 (Sun)
Ort: Bonn
Postleitzahl: D5
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Ihr Name: Detlev Goepel
Ihre eMail-Adresse: dghd at gmx de
Streckenlaengen: MA, HM
Beschaffenheit: Asphalt
Profil: leicht wellig
Wetter: Sonne, 13 bis 21°C
Teilnehmer: 2500 (M)
Bericht:
Vorweg zum Verständnis: Ich bin (auch) Inline-Skater und rolle als
solcher Marathons alle Woche. Den Bericht habe ich im Blog unserer
Vereinshomepage geschrieben
http://www.boss05.de/wp1/2007/endlich-wieder-ein-echter-marathon.html
Endlich wieder ein echter Marathon :-)
Gestern gab
Autor: "Günter Landa" (2007-04-25 20:26:45)
Super!!!!!
Gratulation vom ganzen Herzen!
Ich laufe am Sonntag den Wien-Marathon und wünsche mir ähnliche
Zeiten...leider laborierte ich an einer Muskelentzündung, fühle mich
aber
trotzdem recht gut!
toller, spannender Bericht,
Grüße, Gue
"Detlev Goepel" schrieb im
Newsbeitrag
news:nd8p23len0rvhq94d0kk2r2t58funi6jlv@4ax.com...
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> [x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
> [x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschließlich für die
> Usenetgruppen
> de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter
> drsl.de
> und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch
> auszugs-
> weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich
nicht
> zu.
> Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
> [ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
>
> Name des Laufes: Bonn Marathon
> Datum: 22.4.2007 (Sun)
> Ort: Bonn
> Postleitzahl: D5
> Homepage (Veranstalter): www.rheinenergie-marathon-bonn.de
> Ihr Name: Detlev Goepel
> Ihre eMail-Adresse: dghd at gmx de
> Streckenlaengen: MA, HM
> Beschaffenheit: Asphalt
> Profil: leicht wellig
> Wetter: Sonne, 13 bis 21°C
> Teilnehmer: 2500 (M)
> Bericht:
>
> Vorweg zum Verständnis: Ich bin (auch) Inline-Skater und rolle als
> solcher Marathons alle Woche. Den Bericht habe ich im Blog unserer
> Vereinshomepage geschrieben
> http://www.boss05.de/wp1/2007/endlich-wieder-ein-echter-marathon.html
>
> Endlich wieder ein echter Marathon :-)
>
> Gestern gabs bei Kaiserwetter den Bonn-Marathon. Die Inliner hatten
> sicher viel Spaß., aber darüber soll jemand schreiben, der dort
> mitgerollt ist.
>
> Ich wollte es mal wieder auf die klassische Art erleben, also in
> Laufschuhen und an der Grenze meiner persönlichen
Leistungsfähigkeit.
> Einen Marathon laufen, wie man es höchstens ein- oder zweimal im Jahr
> schafft. Also nicht als langen Lauf, den man wöchentlich absolvieren
> kann, sondern genau am Limit. Einen Marathon, wie man ihn sich selbst
> nicht vorstellen kann: Wenn man im Training 15 km in diesem Tempo
> gelaufen ist, ist man fast platt. Ok, noch 5 km wären drin, aber noch
> 27 km ??? Das ist unvorstellbar!
>
> Natürlich habe ich mich angemessen vorbereitet und die letzten Wochen
> durchschnittlich 80 km trainiert und bin wöchentlich 35er und 1-2
> Tempoeinheiten gelaufen.
>
> Das für die Inline-Skater und Zuschauer am Streckenrand ideale Wetter
> mit strahlendem Sonnenschein und 13-21°C Lufttemperatur war für
die
> Läufer schon etwas warm. Vor allem, weil man intensive Einheiten bei
> Wärme vorher nicht hatte trainieren können. Zum Glück wehte
ein
> leichter Wind, und es gab auch schattige Passagen, aber am Ende
> kostete
> die Wärme doch einige Minuten Zeit. Auch an den Verpflegungsstellen,
> weil man deutlich mehr trinken muss.
>
> Mein Traumziel ist ein Lauf unter 3:30:00 und darauf habe ich auch
> trainiert. Wissend um den Grundsatz, dass man jede Sekunde, die man
> anfangs zu schnell ist, am Ende dreifach verliert, bin ich das Rennen
> sehr vorsichtig angegangen. Bei Halbmarathon lag ich mit 1:45:52
> (5:01s/km) um 52s zurück, was angesichts der steigenden Temperaturen
> eine Entscheidung fällig machte: Entweder ich erreiche jetzt
km-Zeiten
> um 4:56 oder ich muß Plan-B wählen.
>
> Bei km 20 bis 25 hatte ich einen Schnitt von 5:02, km 25 bis 30 einen
> Schnitt von 5:03. Etwa bei km 32 überholte mich der Brems- und
> Zugläufer für 3:30:00, der etwas später als ich gestartet
und das
> Rennen noch vorsichtiger angegangen war. Kein Versuch von mir, da dran
> zu bleiben.
>
> Bei mir galt jetzt Plan-B: Unter 3:35:20 bleiben, was persönliche
> Bestzeit wäre. Km 30 bis 35 lag der Schnitt bei 5:16, soweit ok, aber
> mir wurde klar, das es eng werden würde. Die Strecke und die
Wärme
> forderten ihren Tribut. Werden die vorderen Oberschenkel mitmachen?,
> die rechte Wade meldet sich auch.
>
> Km 36 bis 39: Schnitt 5:22. Das reicht NICHT! Entweder ich laufe den
> Rest unter 5:15, oder die Bestzeit ist weg. Die Wade steht unmittelbar
> vor einem Krampf, und ich soll schneller laufen, wie soll das gehen??
>
> Km 40: 5:28, nochmal 13s verloren,
> Km 41: 5:18, die 13s nicht gutgemacht, weitere 3s verloren.
> Wars das? Von dem letzten km weiß ich nicht mehr viel, ich bin nur
> noch gerannt. Tausende Zuschauer haben mich angefeuert, ich habe es
> wohl gehört, aber ich hatte keine Zeit es zu genießen. Dann die
> Zielmatte, dann ein Druck auf die Uhr: 3:35:15! Und dann nur noch
> Tränen in den Augen, musste mich erstmal setzen, DAS war ein
Marathon.
>
> Mika-Timing hat mir noch 1s geschenkt, bin auf Platz 557 von 1715 und
> in der AK 50 auf Platz 45 von 185 gelandet. Vor allem aber habe ich
> meine 14 Jahre alte Bestzeit (Baldeneysee 1993) unterboten.
>
> Detlev Dete Goepel
Autor: Detlev Goepel (2007-04-26 08:36:16)
Günter Landa schrieb:
>Gratulation vom ganzen Herzen!
Danke :-)
>Ich laufe am Sonntag den Wien-Marathon und wünsche mir ähnliche
>Zeiten...leider laborierte ich an einer Muskelentzündung, fühle
mich aber
>trotzdem recht gut!
Über M. weiss ich nichts, aber Du wirst sicher Rücksicht nehmen
müssen.
Ich drücke Dir die Daumen.
LG, Detlev.
Autor: Detlev Goepel (2007-04-23 14:11:19)
# Begin Template
[x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
[x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschließlich für die
Usenetgruppen
de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter
drsl.de
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auszugs-
weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich nicht
zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
Name des Laufes: Bonn Marathon
Datum: 22.4.2007 (Sun)
Ort: Bonn
Postleitzahl: D5
Homepage (Veranstalter): www.rheinenergie-marathon-bonn.de
Ihr Name: Detlev Goepel
Ihre eMail-Adresse: dghd at gmx de
Streckenlaengen: MA, HM
Beschaffenheit: Asphalt
Profil: leicht wellig
Wetter: Sonne, 13 bis 21°C
Teilnehmer: 2500 (M)
Bericht:
Vorweg zum Verständnis: Ich bin (auch) Inline-Skater und rolle als
solcher Marathons alle Woche. Den Bericht habe ich im Blog unserer
Vereinshomepage geschrieben
http://www.boss05.de/wp1/2007/endlich-wieder-ein-echter-marathon.html
Endlich wieder ein echter Marathon :-)
Gestern gab
Autor: "Günter Landa" (2007-04-25 20:26:45)
Super!!!!!
Gratulation vom ganzen Herzen!
Ich laufe am Sonntag den Wien-Marathon und wünsche mir ähnliche
Zeiten...leider laborierte ich an einer Muskelentzündung, fühle mich
aber
trotzdem recht gut!
toller, spannender Bericht,
Grüße, Gue
"Detlev Goepel" schrieb im
Newsbeitrag
news:nd8p23len0rvhq94d0kk2r2t58funi6jlv@4ax.com...
># Begin Template
> [x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
> [x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschließlich für die
> Usenetgruppen
> de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter
> drsl.de
> und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch
> auszugs-
> weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich
nicht
> zu.
> Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
> [ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
>
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> Datum: 22.4.2007 (Sun)
> Ort: Bonn
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> Wetter: Sonne, 13 bis 21°C
> Teilnehmer: 2500 (M)
> Bericht:
>
> Vorweg zum Verständnis: Ich bin (auch) Inline-Skater und rolle als
> solcher Marathons alle Woche. Den Bericht habe ich im Blog unserer
> Vereinshomepage geschrieben
> http://www.boss05.de/wp1/2007/endlich-wieder-ein-echter-marathon.html
>
> Endlich wieder ein echter Marathon :-)
>
> Gestern gabs bei Kaiserwetter den Bonn-Marathon. Die Inliner hatten
> sicher viel Spaß., aber darüber soll jemand schreiben, der dort
> mitgerollt ist.
>
> Ich wollte es mal wieder auf die klassische Art erleben, also in
> Laufschuhen und an der Grenze meiner persönlichen
Leistungsfähigkeit.
> Einen Marathon laufen, wie man es höchstens ein- oder zweimal im Jahr
> schafft. Also nicht als langen Lauf, den man wöchentlich absolvieren
> kann, sondern genau am Limit. Einen Marathon, wie man ihn sich selbst
> nicht vorstellen kann: Wenn man im Training 15 km in diesem Tempo
> gelaufen ist, ist man fast platt. Ok, noch 5 km wären drin, aber noch
> 27 km ??? Das ist unvorstellbar!
>
> Natürlich habe ich mich angemessen vorbereitet und die letzten Wochen
> durchschnittlich 80 km trainiert und bin wöchentlich 35er und 1-2
> Tempoeinheiten gelaufen.
>
> Das für die Inline-Skater und Zuschauer am Streckenrand ideale Wetter
> mit strahlendem Sonnenschein und 13-21°C Lufttemperatur war für
die
> Läufer schon etwas warm. Vor allem, weil man intensive Einheiten bei
> Wärme vorher nicht hatte trainieren können. Zum Glück wehte
ein
> leichter Wind, und es gab auch schattige Passagen, aber am Ende
> kostete
> die Wärme doch einige Minuten Zeit. Auch an den Verpflegungsstellen,
> weil man deutlich mehr trinken muss.
>
> Mein Traumziel ist ein Lauf unter 3:30:00 und darauf habe ich auch
> trainiert. Wissend um den Grundsatz, dass man jede Sekunde, die man
> anfangs zu schnell ist, am Ende dreifach verliert, bin ich das Rennen
> sehr vorsichtig angegangen. Bei Halbmarathon lag ich mit 1:45:52
> (5:01s/km) um 52s zurück, was angesichts der steigenden Temperaturen
> eine Entscheidung fällig machte: Entweder ich erreiche jetzt
km-Zeiten
> um 4:56 oder ich muß Plan-B wählen.
>
> Bei km 20 bis 25 hatte ich einen Schnitt von 5:02, km 25 bis 30 einen
> Schnitt von 5:03. Etwa bei km 32 überholte mich der Brems- und
> Zugläufer für 3:30:00, der etwas später als ich gestartet
und das
> Rennen noch vorsichtiger angegangen war. Kein Versuch von mir, da dran
> zu bleiben.
>
> Bei mir galt jetzt Plan-B: Unter 3:35:20 bleiben, was persönliche
> Bestzeit wäre. Km 30 bis 35 lag der Schnitt bei 5:16, soweit ok, aber
> mir wurde klar, das es eng werden würde. Die Strecke und die
Wärme
> forderten ihren Tribut. Werden die vorderen Oberschenkel mitmachen?,
> die rechte Wade meldet sich auch.
>
> Km 36 bis 39: Schnitt 5:22. Das reicht NICHT! Entweder ich laufe den
> Rest unter 5:15, oder die Bestzeit ist weg. Die Wade steht unmittelbar
> vor einem Krampf, und ich soll schneller laufen, wie soll das gehen??
>
> Km 40: 5:28, nochmal 13s verloren,
> Km 41: 5:18, die 13s nicht gutgemacht, weitere 3s verloren.
> Wars das? Von dem letzten km weiß ich nicht mehr viel, ich bin nur
> noch gerannt. Tausende Zuschauer haben mich angefeuert, ich habe es
> wohl gehört, aber ich hatte keine Zeit es zu genießen. Dann die
> Zielmatte, dann ein Druck auf die Uhr: 3:35:15! Und dann nur noch
> Tränen in den Augen, musste mich erstmal setzen, DAS war ein
Marathon.
>
> Mika-Timing hat mir noch 1s geschenkt, bin auf Platz 557 von 1715 und
> in der AK 50 auf Platz 45 von 185 gelandet. Vor allem aber habe ich
> meine 14 Jahre alte Bestzeit (Baldeneysee 1993) unterboten.
>
> Detlev Dete Goepel
