[Bericht] Rund um das Bayer-Kreuz ("Run fast or die trying" No. 2)
Autor: B?U3RlZmFuIELDpHVtZXI= (2007-03-05 21:43:16)
Hallo drslv,
ich melde mich mit einem Bericht zurück!
[x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
[x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschlieÃźlich für
die Usenetgruppen
de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus
unter drsl.de
und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch auszugs-
weisen) Veröffentlichung auÃźerhalb des Usenets
stimme ich nicht zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
Name des Laufes: 26. StraÃźenlauf Rund um das Bayerkreuz
Datum: 4.3.2007 (Sun)
Ort: Leverkusen
Postleitzahl: D5
Homepage (Veranstalter): http://www.rundumdasbayerkreuz.de/index.php?id=1
Ihr Name: Stefan Bäumer
Ihre eMail-Adresse: longdistancerunner at arcor de
Streckenlaengen: 5k, 10k
Beschaffenheit: asphaltiert
Profil: flach
Wetter: ideal: trocken, kaum Wind, sonnig, 13°C
Teilnehmer: ca. 1000 für die 10 km
Bericht:
"Run fast or die trying"
In Leverkusen stand für mich der erste
Saisonhöhepunkt auf dem
Programm. Auf der bekannt schnellen Strecke und im wieder top besetzten
Feld ging es mal wieder nicht um den SpaÃź am Laufen, sondern um das
nackte Ergebnis. Das Ziel konnte nur persönliche Bestzeit
heiÃźen und
endlich unter 36 min. zu bleiben.
*VWKGJ*
Das Training verlief vielversprechend. Leider begleiten mich seit 2
Wochen Schmerzen im rechten Knie. Bei den Tempoeinheiten haben die mich
aber am wenigsten gestört, muss am Adrenalin liegen. Diese Woche
war
Tapering angesagt. Weniger KM, beim Tempotraining nicht
überzockt.
Alles perfekt. Auch am Vortag bei unserer Veranstaltung konnte ich mich
weitgehend schonen. Die angestrebte Bestzeit und die längst
überfällige
35er-Zeit habe ich schon mal vorab allen angekündigt:
"Jetzt oder nie!"
Die Anspannung war vor dem Rennen auch auf jeden Fall da.
*Das Rennen*
Ich stand irgendwo mitten im Pulk und beim Startschuss ging das
übliche
Gerangel los. Freies Laufen gab es erst hinter KM 1. Trotzdem habe ich
schnell meinen Rhythmus gefunden und den ersten KM in perfekten 3:33
min. brutto gelaufen. Die erste Hälfte ging schnell um, KM 2 und
3
waren locker in je 3:31 min. vorbei, danach folgten 3:33 min. und 3:34
min., so dass die Zwischenzeit bei Halbzeit bei 17:42 min. lag. Dabei
hatte ich meinen Vereinskollegen Michael, der mir letzte Woche beim
Kreiswaldlauf 1:40 min. abgenommen hatte, bei KM 4 überholt und
nicht
mehr wieder gesehen. Bis dahin hatte ich auch immer einige
Läufer um
mich und es fühlte sich noch so locker an, wie sich ein 10er am
Limit
anfühlen kann.
Jetzt hieÃź mein Motto "ich kontrolliere das Rennen und nicht das
Rennen
mich". So habe ich mir ausgerechnet, dass 3:40 min/km reichen sollten,
um mein Ziel zu erreichen. KM 6 in 3:38 passte gut dazu, KM 7 in 3:40
wurde schon etwas enger, aber es ging dabei auch leicht gegen den Wind.
Im Zielbereich ging es in die letzte Runde, es war schon etwas
schmerzhaft, aber das Ziel kam ja langsam näher. Ich lief so
konzentriert, dass ich die nächste KM-Marke verpasst habe. Auf
der
Geraden sah ich dann unseren Trainer Dirk auf einmal vor mir. Er wollte
eigentlich unter 35 min. laufen, aber kam mir hier tatsächlich
näher
(oder ich ihm). Ich überlegte mir schon eine Taktik, wie ich ihn
schlagen könnte. Endspurt wäre dafür
schlecht, ich musste ihn einfach
bis zur Ziellinie in Sicherheit wiegen und erst im letzten Moment
vorbeigehen, eine andere Chance gab es nicht.
Bei KM 9 konnte ich wieder eine Zeit nehmen. Ausgerechnet hatte ich
mir, dass es bei 7:20 min mit der 35er-Zeit sicher klappen
würde.
Erfreulicherweise war ich bereits nach 7:12 min. an der Marke, da
konnte ja nichts mehr schief gehen. Dirk wurde wieder schneller, da
konnte ich nicht mehr ranlaufen. Auf einmal waren wieder mehrere
Läufer
um mich, u. a. zwei Frauen, die sich harte Positionskämpfe
lieferten.
Dafür hatte ich aber kein Auge, es ging nur noch ums
Ãśberleben. BeiÃźen,
Kämpfen, Rennen. Denken wurde völlig ausgeschaltet.
Nach 35:46 min.
(netto 35:42) war ich im Ziel und sicher, alles gegeben zu haben. Das
Glücksgefühl über dieses Ergebnis
hält heute auch noch an, obwohl es
nur ein 10er war. Meine Vereinskollegen schwankten zwischen Freude und
Enttäuschung.
War hart, hat nicht die ganze Zeit SpaÃź gemacht, aber hat sich
gelohnt.
Nach dem Lauf traf ich noch Max, der auch sehr zufrieden mit seinem
Ergebnis war. An die anderen drsler hatte ich gar nicht mehr gedacht,
so konzentriert war ich auf das Rennen. Das kommt nicht so oft vor.
Also, an dieser Stelle GrÃ¼Ãźe an die, die ich nicht
gesehen habe.
GruÃź
Stefan
Autor: Magnus Kreth (2007-03-06 00:02:59)
Autor: Magnus Kreth (2007-03-06 00:02:59)
Stefan Bäumer schrieb:
> Hallo drslv,
>
> ich melde mich mit einem Bericht zurück!
Hallo!
> Name des Laufes: 26. StraÃźenlauf Rund um das Bayerkreuz
[...]
> Dafür hatte ich aber kein Auge, es ging nur noch ums
Ãśberleben. BeiÃźen,
> Kämpfen, Rennen. Denken wurde völlig
ausgeschaltet. Nach 35:46 min.
> (netto 35:42) war ich im Ziel
Glückwunsch! Ich find die Steigerung gegenüber
dem Vorjahr fantastisch.
>
> War hart, hat nicht die ganze Zeit SpaÃź gemacht, aber hat sich
gelohnt.
SpaÃź macht es danach.
> GruÃź
> Stefan
GruÃź,
Mag
Autor: "Andre Ma@ss" (2007-03-06 00:51:34)
Stefan Bäumer schrieb:
Hallo Stefan,
> "Run fast or die trying"
Die Ansage, die mein Interesse auf Deinen Wettkampf noch gesteigert hat.
Endlich gibt es was spannendes zu lesen.
> In Leverkusen stand für mich der erste
Saisonhöhepunkt auf dem
> Programm. Auf der bekannt schnellen Strecke und im wieder top besetzten
> Feld ging es mal wieder nicht um den SpaÃź am Laufen, sondern um
das
> nackte Ergebnis. Das Ziel konnte nur persönliche Bestzeit
heiÃźen und
> endlich unter 36 min. zu bleiben.
Da ist also die Ansage und Erläuterung, was "Run fast"
bedeutet. Nach
Deinem Profil eines Deiner Jahresziele aus 2006, die Du mit ins neue
Laufjahr herübergeholt hast.
> Das Training verlief vielversprechend. Leider begleiten mich seit 2
> Wochen Schmerzen im rechten Knie.
*Oerks* Bei sowas würde ich am Rad drehen. Gut dass Du Deinen
Körper gut
kennst und weisst, was Du ihm zutrauen kannst.
Bei den Tempoeinheiten haben die mich
> aber am wenigsten gestört, muss am Adrenalin liegen. Diese
Woche war
> Tapering angesagt. Weniger KM, beim Tempotraining nicht
überzockt.
Ja ja! ;-)
> Alles perfekt. Auch am Vortag bei unserer Veranstaltung konnte ich mich
> weitgehend schonen. Die angestrebte Bestzeit und die längst
überfällige
> 35er-Zeit habe ich schon mal vorab allen angekündigt:
"Jetzt oder nie!"
> Die Anspannung war vor dem Rennen auch auf jeden Fall da.
Eine wichtige Voraussetzung ist immer, es vorher zu publizieren. Der
Druck, der dann das Adrenalin freisetzt ist die halbe Miete.
> *Das Rennen*
>
> Ich stand irgendwo mitten im Pulk und beim Startschuss ging das
übliche
> Gerangel los. Freies Laufen gab es erst hinter KM 1. Trotzdem habe ich
> schnell meinen Rhythmus gefunden und den ersten KM in perfekten 3:33
> min. brutto gelaufen. Die erste Hälfte ging schnell um, KM
2 und 3
> waren locker in je 3:31 min. vorbei, danach folgten 3:33 min. und 3:34
> min., so dass die Zwischenzeit bei Halbzeit bei 17:42 min. lag.
Run fast or die trying! ;-) Super Renneinteilung.
Dabei
> hatte ich meinen Vereinskollegen Michael, der mir letzte Woche beim
> Kreiswaldlauf 1:40 min. abgenommen hatte, bei KM 4 überholt
und nicht
> mehr wieder gesehen. Bis dahin hatte ich auch immer einige
Läufer um
> mich und es fühlte sich noch so locker an, wie sich ein
10er am Limit
> anfühlen kann.
Geiles Gefühl!
> Jetzt hieÃź mein Motto "ich kontrolliere das Rennen und nicht
das Rennen
> mich". So habe ich mir ausgerechnet, dass 3:40 min/km reichen
sollten,
> um mein Ziel zu erreichen.
Wieso hast Du denn beim Laufen nocht Blut in Dein Gehirn bekommen? Bei
mir ging das nicht mehr.
KM 6 in 3:38 passte gut dazu, KM 7 in 3:40
> wurde schon etwas enger, aber es ging dabei auch leicht gegen den Wind.
> Im Zielbereich ging es in die letzte Runde, es war schon etwas
> schmerzhaft, aber das Ziel kam ja langsam näher. Ich lief
so
> konzentriert, dass ich die nächste KM-Marke verpasst habe.
Ich habe auch zwei Markierungen verpasst. Ich habe die einfach nicht
gesehen. Es war zu voll bei mir! ;-)
>
> Bei KM 9 konnte ich wieder eine Zeit nehmen. Ausgerechnet hatte ich
> mir, dass es bei 7:20 min mit der 35er-Zeit sicher klappen
würde.
> Erfreulicherweise war ich bereits nach 7:12 min. an der Marke, da
> konnte ja nichts mehr schief gehen.
Das ist auch ein schönes Gefühl. Laufen macht
manchmal richtig Spass.
> Kämpfen, Rennen. Denken wurde völlig
ausgeschaltet. Nach 35:46 min.
> (netto 35:42) war ich im Ziel und sicher, alles gegeben zu haben.
Glückwunsch! Bei der Zeit kannst Du davon ausgehen. Dein
Training lief
aber auch sehr gut in den letzten Wochen. Das muss doch jetzt die
richtige Motivation für den Marathon sein. Passt Du Deine
Zielzeit nun
an, oder bleibt es dabei?
> An die anderen drsler hatte ich gar nicht mehr gedacht,
> so konzentriert war ich auf das Rennen.
Ich habe Dich auf der Strecke gesehen. Nach unserem Rennen haben sich
die Reihen aber schon gelichtet. Ich habe dann auch keinen mehr gesehen.
GruÃź und Danke für den spannenden Bericht
Andre
Autor: Elisabeth Mueller (2007-03-06 23:59:47)
Stefan Bäumer schrieb:
und der naechste schnelle Laeufer!
Dieses Bayer-Kreuz scheint sie magisch anzuziehen.
>Name des Laufes: 26. Straßenlauf Rund um das Bayerkreuz
>"Run fast or die trying"
>
>In Leverkusen stand für mich der erste Saisonhöhepunkt auf dem
>Programm. Auf der bekannt schnellen Strecke und im wieder top besetzten
>Feld ging es mal wieder nicht um den Spaß am Laufen, sondern um das
>nackte Ergebnis. Das Ziel konnte nur persönliche Bestzeit heißen
und
>endlich unter 36 min. zu bleiben.
>
>*VWKGJ*
>
>Das Training verlief vielversprechend. Leider begleiten mich seit 2
>Wochen Schmerzen im rechten Knie. Bei den Tempoeinheiten haben die mich
>aber am wenigsten gestört, muss am Adrenalin liegen. Diese Woche war
>Tapering angesagt. Weniger KM, beim Tempotraining nicht überzockt.
>Alles perfekt. Auch am Vortag bei unserer Veranstaltung konnte ich mich
>weitgehend schonen. Die angestrebte Bestzeit und die längst
überfällige
>35er-Zeit habe ich schon mal vorab allen angekündigt: "Jetzt oder
nie!"
>Die Anspannung war vor dem Rennen auch auf jeden Fall da.
Ja, das ist schon mal heftig.
>
>*Das Rennen*
>Jetzt hieß mein Motto "ich kontrolliere das Rennen und nicht das
Rennen
>mich". So habe ich mir ausgerechnet, dass 3:40 min/km reichen sollten,
>um mein Ziel zu erreichen. KM 6 in 3:38 passte gut dazu, KM 7 in 3:40
>wurde schon etwas enger, aber es ging dabei auch leicht gegen den Wind.
>Im Zielbereich ging es in die letzte Runde, es war schon etwas
>schmerzhaft, aber das Ziel kam ja langsam näher. Ich lief so
>konzentriert, dass ich die nächste KM-Marke verpasst habe. Auf der
>Geraden sah ich dann unseren Trainer Dirk auf einmal vor mir. Er wollte
>eigentlich unter 35 min. laufen, aber kam mir hier tatsächlich
näher
>(oder ich ihm). Ich überlegte mir schon eine Taktik, wie ich ihn
>schlagen könnte. Endspurt wäre dafür schlecht, ich musste
ihn einfach
>bis zur Ziellinie in Sicherheit wiegen und erst im letzten Moment
>vorbeigehen, eine andere Chance gab es nicht.
Klingt ja, als ob Du noch Reserven hast.
>Dafür hatte ich aber kein Auge, es ging nur noch ums Überleben.
Beißen,
>Kämpfen, Rennen. Denken wurde völlig ausgeschaltet. Nach 35:46
min.
>(netto 35:42) war ich im Ziel und sicher, alles gegeben zu haben. Das
>Glücksgefühl über dieses Ergebnis hält heute auch noch
an, obwohl es
>nur ein 10er war. Meine Vereinskollegen schwankten zwischen Freude und
>Enttäuschung.
Na he, hallo, andere wuerden fuer so eine Zeit toeten.
>War hart, hat nicht die ganze Zeit Spaß gemacht, aber hat sich
gelohnt.
Find ich auch.
>
>Nach dem Lauf traf ich noch Max, der auch sehr zufrieden mit seinem
>Ergebnis war. An die anderen drsler hatte ich gar nicht mehr gedacht,
>so konzentriert war ich auf das Rennen. Das kommt nicht so oft vor.
>Also, an dieser Stelle Grüße an die, die ich nicht gesehen habe.
Ja, wofuer bist Du dann dort, wenn nicht, drsler zu treffen?
Danke fuer den spannenden Bericht!
Elisabeth
Autor: Sabine Muench (2007-03-07 07:59:52)
Hi Stefan,
Stefan Bäumer schrieb am Montag, 5. März 2007 21:43:
> Hallo drslv,
>
> ich melde mich mit einem Bericht zurück!
jawoll. Du wurdest schon vermisst. ;-)
> Bericht:
>
> "Run fast or die trying"
Mag hatte die Latte ja hoch angesetzt... ;-)
[snip]
>
> Jetzt hieß mein Motto "ich kontrolliere das Rennen und nicht
das Rennen
> mich".
Stark.
> So habe ich mir ausgerechnet, dass 3:40 min/km reichen sollten,
> um mein Ziel zu erreichen. KM 6 in 3:38 passte gut dazu, KM 7 in 3:40
> wurde schon etwas enger, aber es ging dabei auch leicht gegen den Wind.
> Im Zielbereich ging es in die letzte Runde, es war schon etwas
> schmerzhaft, aber das Ziel kam ja langsam näher. Ich lief so
> konzentriert, dass ich die nächste KM-Marke verpasst habe. Auf der
> Geraden sah ich dann unseren Trainer Dirk auf einmal vor mir. Er wollte
> eigentlich unter 35 min. laufen, aber kam mir hier tatsächlich
näher
> (oder ich ihm). Ich überlegte mir schon eine Taktik, wie ich ihn
> schlagen könnte. Endspurt wäre dafür schlecht, ich musste
ihn einfach
> bis zur Ziellinie in Sicherheit wiegen und erst im letzten Moment
> vorbeigehen, eine andere Chance gab es nicht.
Hat er dir das beigebracht?? ;-)
>
> Bei KM 9 konnte ich wieder eine Zeit nehmen. Ausgerechnet hatte ich
> mir, dass es bei 7:20 min mit der 35er-Zeit sicher klappen würde.
/Du/ kannst noch kopfrechnen bei dem Rennen??
> Erfreulicherweise war ich bereits nach 7:12 min. an der Marke, da
> konnte ja nichts mehr schief gehen. Dirk wurde wieder schneller, da
> konnte ich nicht mehr ranlaufen. Auf einmal waren wieder mehrere
Läufer
> um mich, u. a. zwei Frauen, die sich harte Positionskämpfe lieferten.
> Dafür hatte ich aber kein Auge,
Unfassbar, aber ...
> es ging nur noch ums Überleben.
das erklärt natürlich alles. ;-)
> Beißen,
> Kämpfen, Rennen. Denken wurde völlig ausgeschaltet. Nach 35:46
min.
> (netto 35:42) war ich im Ziel und sicher, alles gegeben zu haben. Das
> Glücksgefühl über dieses Ergebnis hält heute auch noch
an, obwohl es
> nur ein 10er war. Meine Vereinskollegen schwankten zwischen Freude und
> Enttäuschung.
Nur ein 10er ist gut. Sehr geil, Stefan. Herzlichen Glückwunsch nochmal !
Das Glücksgefühl darf ruhig noch länger bleiben.
Schade natürlich, dass es bei einigen nicht ganz so gut geklappt hat, aber
nach dem Rennen ist bekanntlich vor dem Rennen...
>
> War hart, hat nicht die ganze Zeit Spaß gemacht, aber hat sich
gelohnt.
Und jetzt ist der Spaß umso größer. Super.
Weiter so, Stefan. Das wird noch ein spannendes Jahr. :-)
Grüße und danke für den Bericht, Sapsi
--
passt zwar nicht ganz, gefällt mir aber ;-)
"Speed is sex ... distance is love." - David Blaikie
Autor: Tobias Severin (2007-03-07 23:24:01)
Hi Stefan,
> nackte Ergebnis. Das Ziel konnte nur persönliche Bestzeit
heiÃźen und
> endlich unter 36 min. zu bleiben.
Das war ja ne klare Ansage!
> Kämpfen, Rennen. Denken wurde völlig
ausgeschaltet. Nach 35:46 min.
> (netto 35:42) war ich im Ziel und sicher, alles gegeben zu haben. Das
> Glücksgefühl über dieses
Ergebnis hält heute auch noch an, obwohl es
> nur ein 10er war. Meine Vereinskollegen schwankten zwischen Freude und
> Enttäuschung.
Und das hat dann ja auch gepasst. Nochmal Glückwunsch zur
Bestzeit!
>
> War hart, hat nicht die ganze Zeit SpaÃź gemacht, aber hat sich
gelohnt.
So müssen sich gute Rennen anfühlen. ;-)
>
> GruÃź
> Stefan
GruÃź
Tobias
Autor: Matthias Rosenkranz (2007-03-09 09:53:39)
Stefan Bäumer schrieb:
> Das Training verlief vielversprechend. Leider begleiten mich seit 2
> Wochen Schmerzen im rechten Knie. Bei den Tempoeinheiten haben die mich
> aber am wenigsten gestört, muss am Adrenalin liegen.
Könnte auch an der etwas anderen Belastung liegen, man tritt ja
auch
anders auf, rollt anders ab, usw.
> Die angestrebte Bestzeit und die längst
überfällige
> 35er-Zeit habe ich schon mal vorab allen angekündigt:
"Jetzt oder nie!"
Genau, sich selbst unter Druck setzen, dann lässt man sich im
Rennen
nicht hängen, wenn man sich schlecht fühlt. Diese
Vorgehensweise empfiehlt
Greif auch immer wieder.
Hat ja auch funktioniert ;-)
[snip Rennbericht]
> War hart, hat nicht die ganze Zeit SpaÃź gemacht, aber hat sich
gelohnt.
Der Spruch hat mir auch gefallen, wie vielen anderen.
> Nach dem Lauf traf ich noch Max, der auch sehr zufrieden mit seinem
> Ergebnis war. An die anderen drsler hatte ich gar nicht mehr gedacht,
Hat nicht der Dirk Meier aus Olzos Verein auch schon hier geschrieben,
oder verwechsle ich da was? Der ist zeitgleich mit dir eingelaufen.
GruÃź Matthias
Autor: B?U3RlZmFuIELDpHVtZXI= (2007-03-05 21:43:16)
Hallo drslv,
ich melde mich mit einem Bericht zurück!
[x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
[x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschlieÃźlich für
die Usenetgruppen
de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus
unter drsl.de
und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch auszugs-
weisen) Veröffentlichung auÃźerhalb des Usenets
stimme ich nicht zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
Name des Laufes: 26. StraÃźenlauf Rund um das Bayerkreuz
Datum: 4.3.2007 (Sun)
Ort: Leverkusen
Postleitzahl: D5
Homepage (Veranstalter): http://www.rundumdasbayerkreuz.de/index.php?id=1
Ihr Name: Stefan Bäumer
Ihre eMail-Adresse: longdistancerunner at arcor de
Streckenlaengen: 5k, 10k
Beschaffenheit: asphaltiert
Profil: flach
Wetter: ideal: trocken, kaum Wind, sonnig, 13°C
Teilnehmer: ca. 1000 für die 10 km
Bericht:
"Run fast or die trying"
In Leverkusen stand für mich der erste
Saisonhöhepunkt auf dem
Programm. Auf der bekannt schnellen Strecke und im wieder top besetzten
Feld ging es mal wieder nicht um den SpaÃź am Laufen, sondern um das
nackte Ergebnis. Das Ziel konnte nur persönliche Bestzeit
heiÃźen und
endlich unter 36 min. zu bleiben.
*VWKGJ*
Das Training verlief vielversprechend. Leider begleiten mich seit 2
Wochen Schmerzen im rechten Knie. Bei den Tempoeinheiten haben die mich
aber am wenigsten gestört, muss am Adrenalin liegen. Diese Woche
war
Tapering angesagt. Weniger KM, beim Tempotraining nicht
überzockt.
Alles perfekt. Auch am Vortag bei unserer Veranstaltung konnte ich mich
weitgehend schonen. Die angestrebte Bestzeit und die längst
überfällige
35er-Zeit habe ich schon mal vorab allen angekündigt:
"Jetzt oder nie!"
Die Anspannung war vor dem Rennen auch auf jeden Fall da.
*Das Rennen*
Ich stand irgendwo mitten im Pulk und beim Startschuss ging das
übliche
Gerangel los. Freies Laufen gab es erst hinter KM 1. Trotzdem habe ich
schnell meinen Rhythmus gefunden und den ersten KM in perfekten 3:33
min. brutto gelaufen. Die erste Hälfte ging schnell um, KM 2 und
3
waren locker in je 3:31 min. vorbei, danach folgten 3:33 min. und 3:34
min., so dass die Zwischenzeit bei Halbzeit bei 17:42 min. lag. Dabei
hatte ich meinen Vereinskollegen Michael, der mir letzte Woche beim
Kreiswaldlauf 1:40 min. abgenommen hatte, bei KM 4 überholt und
nicht
mehr wieder gesehen. Bis dahin hatte ich auch immer einige
Läufer um
mich und es fühlte sich noch so locker an, wie sich ein 10er am
Limit
anfühlen kann.
Jetzt hieÃź mein Motto "ich kontrolliere das Rennen und nicht das
Rennen
mich". So habe ich mir ausgerechnet, dass 3:40 min/km reichen sollten,
um mein Ziel zu erreichen. KM 6 in 3:38 passte gut dazu, KM 7 in 3:40
wurde schon etwas enger, aber es ging dabei auch leicht gegen den Wind.
Im Zielbereich ging es in die letzte Runde, es war schon etwas
schmerzhaft, aber das Ziel kam ja langsam näher. Ich lief so
konzentriert, dass ich die nächste KM-Marke verpasst habe. Auf
der
Geraden sah ich dann unseren Trainer Dirk auf einmal vor mir. Er wollte
eigentlich unter 35 min. laufen, aber kam mir hier tatsächlich
näher
(oder ich ihm). Ich überlegte mir schon eine Taktik, wie ich ihn
schlagen könnte. Endspurt wäre dafür
schlecht, ich musste ihn einfach
bis zur Ziellinie in Sicherheit wiegen und erst im letzten Moment
vorbeigehen, eine andere Chance gab es nicht.
Bei KM 9 konnte ich wieder eine Zeit nehmen. Ausgerechnet hatte ich
mir, dass es bei 7:20 min mit der 35er-Zeit sicher klappen
würde.
Erfreulicherweise war ich bereits nach 7:12 min. an der Marke, da
konnte ja nichts mehr schief gehen. Dirk wurde wieder schneller, da
konnte ich nicht mehr ranlaufen. Auf einmal waren wieder mehrere
Läufer
um mich, u. a. zwei Frauen, die sich harte Positionskämpfe
lieferten.
Dafür hatte ich aber kein Auge, es ging nur noch ums
Ãśberleben. BeiÃźen,
Kämpfen, Rennen. Denken wurde völlig ausgeschaltet.
Nach 35:46 min.
(netto 35:42) war ich im Ziel und sicher, alles gegeben zu haben. Das
Glücksgefühl über dieses Ergebnis
hält heute auch noch an, obwohl es
nur ein 10er war. Meine Vereinskollegen schwankten zwischen Freude und
Enttäuschung.
War hart, hat nicht die ganze Zeit SpaÃź gemacht, aber hat sich
gelohnt.
Nach dem Lauf traf ich noch Max, der auch sehr zufrieden mit seinem
Ergebnis war. An die anderen drsler hatte ich gar nicht mehr gedacht,
so konzentriert war ich auf das Rennen. Das kommt nicht so oft vor.
Also, an dieser Stelle GrÃ¼Ãźe an die, die ich nicht
gesehen habe.
GruÃź
Stefan
