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Silvesterlauf Wuerzburg 2006


Silvesterlauf Wuerzburg 2006
Autor: Juergen (2007-01-01 14:30:48)

Name des Laufes: 3 .Plana-Küchenland-Silvesterlauf Würzburg
Datum: 31.12.2006 (Sun)
Ort: Würzburg
Postleitzahl: D9
Homepage (Veranstalter): www.wuerzburger-frauenlauf.de/silvesterlauf
Ihr Name: Juergen
Ihre eMail-Adresse: Schreibsklave at web de
Streckenlaengen: 1,4 km (Jugend), 5,6 km (Haupt), 9,8 km (Elite)
Beschaffenheit: Asphalt und Pflaster
Profil: fast eben
Wetter: ~ 12 °C, trocken, teils kalter Wind
Teilnehmer: 262 (Jugend- 49, Haupt- 171, Elitelauf 42)
Bericht:

Vor einem Jahr hätten mich keine zehn Pferde zum Silvesterlauf nach
Würzburg gebracht. Da fand er am Sanderrasen, abends nach Einbruch der
Dunkelheit und bei Eiseskälte statt.

Doch heuer sollte alles anderes werden. Start zwischen 11 und 12 Uhr am
Marktplatz in Würzburg und eine Runde durch die Würzburger Innenstadt
versprach der Veranstalter. Das sorgte für einen kräftigen
Teilnehmerschub. Zu 154 Voranmeldungen kamen laut Veranstalter schnell
150 Nachmeldungen dazu. Das bedeutet allerdings auch, dass 40
Vorangemeldete Läufer dann doch nicht kamen. Offenbar wurden die
Organisatoren vom Erfolg überrollt, für nächstens Jahr soll das Feld auf
100 Teilnehmer beim Kinder/Jugendlauf, 250 beim Haupt- und 50 Teilnehmer
beim Elitelauf begrenzt werden.

Sonntag Morgen, halb elf auf dem Oberen Markt in Würzburg. Viel deutet
noch nicht auf den Lauf hin - nur kundige Sportler erkennen in der
doppelten Reihe Bierzelttischen vor dem Falkenhaus den späteren
Zielkanal. Ich gehe mir meinen Neffen, den ich für den Jugendlauf
angemeldet habe, Startnummern abholen. Danach laufen wird die Strecke
zum Aufwärmen ab. Er ist nur zu Besuch hat und kenn sich in Würzburg
nicht aus.

Für Ortskundige: Es geht vom oberen Markt an der Marienkapelle vorbei
und um sie herum, mit einer Schleife über die SchönbornstraÃźe zur
Juliuspromenade, wo eine weitere Schleife gedreht wird, dann über den
Unteren Markt, durch die Schustergasse, DomstraÃźe und SchönbornstraÃźe
zurück zum Falkenhaus. Die erste Hälfte dieser 1,4 km-Runde hat einige
enge Ecken und nicht immer den ebensten Belag. Die zweite Hälfte ist
völlig anders, ab dem unteren Markt sind es im Prinzip drei schöne
Geraden von 200 bis 300 Meter Länge bevor es linksherum zurück zu
Start/Ziel geht. Die Höhenunterschiede von vielleicht acht Meter je
Runde sind nicht der Rede wert, zu spüren sind sie am ehesten noch in
der Schustergasse, die vielleicht drei bis vier Prozent Gefälle hat, und
in der DomstraÃźe, wo es gleich im Anschluss wieder sanft hoch geht.

Vor dem Hauptlauf, der über vier Runden geht, überrascht mich noch mein
Neffe, der bei seinem ersten Lauf fast noch unter die ersten zehn kommt.

Was sind meine Ambitionen für die 5,6 km? Schneller sein als bei meinem
allerersten Lauf, einem 5er im Jahr 2005 wäre schön. Unter 26 Minuten
bleiben noch schöner. Und meinen fünf Jahre jüngeren Bekannten Matthias
im Gegensatz zum letzten Zusammentreffen wieder hinter mir zu lassen
würde für dieses gewisse Lächeln sorgen... "Verbissen" bin ich den Lauf
nicht angegangen, es sollte ja ein schöne Jahresabschluss werden und
eigentlich sollte man im Dezember und Januar wohl besser Kräfte sammeln
und Grundlagen legen,, doch ein biÃźchen Kampfesgeist kam dann doch durch
- siehe später.

Alle Läufe wurden stilecht mit Böllern als Signal gestartet. Genau
genommen waren es kubische Kanonenschläge. Kawum - Auf gehts - schon auf
den ersten Meter verliere ich Zeit, ich hätte mich weiter vorne
aufstellen sollen, jetzt laufen mir Langsamere vor den FÃ¼Ãźen herum.
Zusammen mit Ralf als meiner Laufgruppe schiebe ich mich nach und nach
vorbei. Eigentlich wollten wir zusammen bleiben, doch schon in der
ersten Runde muss ich ihn ziehen lassen. Gleichzeitig rutscht mein
Pulsgurt auf Hüfthöhe ab - meine aktuelle HF-max wird also im Dunkeln
bleiben.

Die erste Runde ist rum, 6:03 zeigt meine Uhr, als wir am Falkenhaus
vorbei kommen, eine groÃźe Uhr gibt es hier leider nicht. Mein
Läuerkamerad hat inzwischen einen deutlichen Vorsprung, doch zum Glück
gibt es vor- und hinter mir einige Läufer, von denen ich mich ziehen
oder schieben lassen kann oder sie gar überhole (wenn auch selten).

"Theresa, klasse, 50 Meter vor!" dringt es in mein Ohr, als wir wieder
über den unteren Marktplatz laufen. Gemeint ist offenbar eine Läuferin
knapp hinter mir. "Dass wollen wir doch mal sehen", denke ich mir so und
gebe gleich mal Gas, bis zur Schustergasse, hinunter und erst recht hoch
zum Dom - ich "fühle" nichts mehr von Theresa. Später finde ich Theresa
in der Ergebsnisliste, Jugend B und drei Minuten hinter mir.

Auf zur dritten Runde - ein eisiger Wind weht mir von Main her ins
Gesicht, als ich Richtung Marienkapelle abbiege. Vom Gefühl her laufe
ich gleich rückwärts, doch auch den Läufern um mich herum geht es nicht
viel besser. 100 Meter weiter höhere ich Atemgeräusche hinter mir, dann
schiebt sich ein rotbehaarter Frauenkopf neben mich. "Nicht mit mir,
Theresa, jetzt wird gekämpft!". Doch irgendwie fühle ich mich schwach,
als es Richtung Juliuspromenade geht, habe ich vom Gefühl her das Laufen
aufgehört und bin am Joggen. Kann aber nicht sein, erst 300 Meter weiter
kommt es zum nächsten kleinen Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Rotschopf.

Letzte Runde - bisher habe ich die Frau nicht wieder gesehen, aber ich
"fühle" sie hinter mir. Irgendwie fällt mir die letzte Runde immer
leichter als die Vorletzte. Mal sehen, was noch geht. Besonders in den
engen Kurven verliere ich jetzt für meinen Geschmack zu viel Tempo. Und
wieso steht diese blöde Dreiergruppe, die offenbar gerade aus einer
Wirtschaft kommt, mitten auf der Ideallinie zum unteren Marktplatz?
Unterer Marktplatz, da war doch was - genau, ab jetzt Tempo bis zum Ziel
bitte

Es klappt - ich lasse die Frau beständig hinter mir, drei Sekunden nach
mir sollte sie im Ziel sein. Und es war gar keine Theresa, es war eine
Isabell! :-). Jünger als ich und mit der Zeit mal eben Siegerin in
ihrer Altersklasse, während ich wieder unter ferne liefen lande :-) -
die Welt ist ungerecht - und seit wann laufen die Rehleins hinter einem
her?

Egal, das mit unter 26 Minuten hat zwar nicht ganz geklappt, Ralf hat
mich gleich über zwei Minuten hinter sich gelassen, aber zu Matthias
konnte ich 30 Sekunden Abstand verteidigen, immerhin. Nachdem ich meinen
Chip abgegeben habe, es waren Leihchips, die am rechten Handgelenk zu
tragen sind, gehe ich zum Auslaufen nochmal auf die Strecke - diesmal
wirklich im Jogging-Tempo.

Später bewundere ich die Teilnehmer die Elitelaufes. Jedenfalls die
Meisten. Er war für 10-km-Läufer sub 40 min ausgeschrieben, doch schon
für die erste der sieben Runden brauchten einige über sechs Minuten.
Nicht sehr überzeugend. Ãśberzeugend dagegen die beiden Schnellsten mit
unter 33 Minuten bzw. die ersten neun, die allesamt unter 35 Minuten
blieben. Nächstes Jahr dürften so schnelle Zeiten schwieriger werden,
weil dann Haupt- und Elitelauf gleichzeitig losgeschickt werden, das
könnten dann bis zu 300 Läufer sein.

Wie auch bei den "langsamen" Leuten in meiner Tempoklasse sehen manche
im Ziel fix- und alle aus, andere dagegen recht frisch. Doch das kann
täuschen, einer der "Frischen" lächelt im Zielkanal, bleibt stehen und
bricht ansatzlos zusammen. Kein Zweifel, der Mann hat alles gegeben.

Was war sonst noch? Im Ziel gab es alkoholfreies WeiÃźbier von der
Würzburger Hofbräu, aber mangels Gläsern oder Bechern nicht zum Trinken,
sondern jeder Läufer bekam ein Fläschen geschenkt. Aber nur eines -
dafür gabs ein Kreuz auf der Startnummer.

Die Stimmung beim Lauf war zwar gut, aber Zuschauer an der Strecke waren
ziemlich Mangelware. Letztlich konzentrierten sie sich am oberen Markt
sowie am Marktplatz. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass gerade
in den engeren StraÃźen gar kein Platz war.

Richtig gut war das Wetter - noch in der Nacht hatte es bei kräftigem
Wind geschüttet.


cu.
Juergen

--
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\ Freie Bits für freie Buerger \
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Silvesterlauf Wuerzburg 2006
Autor: Juergen (2007-01-01 14:30:48)

Silvesterlauf Wuerzburg 2006
Autor: Juergen (2007-01-01 14:30:48)

Name des Laufes: 3 .Plana-Küchenland-Silvesterlauf Würzburg
Datum: 31.12.2006 (Sun)
Ort: Würzburg
Postleitzahl: D9
Homepage (Veranstalter): www.wuerzburger-frauenlauf.de/silvesterlauf
Ihr Name: Juergen
Ihre eMail-Adresse: Schreibsklave at web de
Streckenlaengen: 1,4 km (Jugend), 5,6 km (Haupt), 9,8 km (Elite)
Beschaffenheit: Asphalt und Pflaster
Profil: fast eben
Wetter: ~ 12 °C, trocken, teils kalter Wind
Teilnehmer: 262 (Jugend- 49, Haupt- 171, Elitelauf 42)
Bericht:

Vor einem Jahr hätten mich keine zehn Pferde zum Silvesterlauf nach
Würzburg gebracht. Da fand er am Sanderrasen, abends nach Einbruch der
Dunkelheit und bei Eiseskälte statt.

Doch heuer sollte alles anderes werden. Start zwischen 11 und 12 Uhr am
Marktplatz in Würzburg und eine Runde durch die Würzburger Innenstadt
versprach der Veranstalter. Das sorgte für einen kräftigen
Teilnehmerschub. Zu 154 Voranmeldungen kamen laut Veranstalter schnell
150 Nachmeldungen dazu. Das bedeutet allerdings auch, dass 40
Vorangemeldete Läufer dann doch nicht kamen. Offenbar wurden die
Organisatoren vom Erfolg überrollt, für nächstens Jahr soll das Feld auf
100 Teilnehmer beim Kinder/Jugendlauf, 250 beim Haupt- und 50 Teilnehmer
beim Elitelauf begrenzt werden.

Sonntag Morgen, halb elf auf dem Oberen Markt in Würzburg. Viel deutet
noch nicht auf den Lauf hin - nur kundige Sportler erkennen in der
doppelten Reihe Bierzelttischen vor dem Falkenhaus den späteren
Zielkanal. Ich gehe mir meinen Neffen, den ich für den Jugendlauf
angemeldet habe, Startnummern abholen. Danach laufen wird die Strecke
zum Aufwärmen ab. Er ist nur zu Besuch hat und kenn sich in Würzburg
nicht aus.

Für Ortskundige: Es geht vom oberen Markt an der Marienkapelle vorbei
und um sie herum, mit einer Schleife über die SchönbornstraÃźe zur
Juliuspromenade, wo eine weitere Schleife gedreht wird, dann über den
Unteren Markt, durch die Schustergasse, DomstraÃźe und SchönbornstraÃźe
zurück zum Falkenhaus. Die erste Hälfte dieser 1,4 km-Runde hat einige
enge Ecken und nicht immer den ebensten Belag. Die zweite Hälfte ist
völlig anders, ab dem unteren Markt sind es im Prinzip drei schöne
Geraden von 200 bis 300 Meter Länge bevor es linksherum zurück zu
Start/Ziel geht. Die Höhenunterschiede von vielleicht acht Meter je
Runde sind nicht der Rede wert, zu spüren sind sie am ehesten noch in
der Schustergasse, die vielleicht drei bis vier Prozent Gefälle hat, und
in der DomstraÃźe, wo es gleich im Anschluss wieder sanft hoch geht.

Vor dem Hauptlauf, der über vier Runden geht, überrascht mich noch mein
Neffe, der bei seinem ersten Lauf fast noch unter die ersten zehn kommt.

Was sind meine Ambitionen für die 5,6 km? Schneller sein als bei meinem
allerersten Lauf, einem 5er im Jahr 2005 wäre schön. Unter 26 Minuten
bleiben noch schöner. Und meinen fünf Jahre jüngeren Bekannten Matthias
im Gegensatz zum letzten Zusammentreffen wieder hinter mir zu lassen
würde für dieses gewisse Lächeln sorgen... "Verbissen" bin ich den Lauf
nicht angegangen, es sollte ja ein schöne Jahresabschluss werden und
eigentlich sollte man im Dezember und Januar wohl besser Kräfte sammeln
und Grundlagen legen,, doch ein biÃźchen Kampfesgeist kam dann doch durch
- siehe später.

Alle Läufe wurden stilecht mit Böllern als Signal gestartet. Genau
genommen waren es kubische Kanonenschläge. Kawum - Auf gehts - schon auf
den ersten Meter verliere ich Zeit, ich hätte mich weiter vorne
aufstellen sollen, jetzt laufen mir Langsamere vor den FÃ¼Ãźen herum.
Zusammen mit Ralf als meiner Laufgruppe schiebe ich mich nach und nach
vorbei. Eigentlich wollten wir zusammen bleiben, doch schon in der
ersten Runde muss ich ihn ziehen lassen. Gleichzeitig rutscht mein
Pulsgurt auf Hüfthöhe ab - meine aktuelle HF-max wird also im Dunkeln
bleiben.

Die erste Runde ist rum, 6:03 zeigt meine Uhr, als wir am Falkenhaus
vorbei kommen, eine groÃźe Uhr gibt es hier leider nicht. Mein
Läuerkamerad hat inzwischen einen deutlichen Vorsprung, doch zum Glück
gibt es vor- und hinter mir einige Läufer, von denen ich mich ziehen
oder schieben lassen kann oder sie gar überhole (wenn auch selten).

"Theresa, klasse, 50 Meter vor!" dringt es in mein Ohr, als wir wieder
über den unteren Marktplatz laufen. Gemeint ist offenbar eine Läuferin
knapp hinter mir. "Dass wollen wir doch mal sehen", denke ich mir so und
gebe gleich mal Gas, bis zur Schustergasse, hinunter und erst recht hoch
zum Dom - ich "fühle" nichts mehr von Theresa. Später finde ich Theresa
in der Ergebsnisliste, Jugend B und drei Minuten hinter mir.

Auf zur dritten Runde - ein eisiger Wind weht mir von Main her ins
Gesicht, als ich Richtung Marienkapelle abbiege. Vom Gefühl her laufe
ich gleich rückwärts, doch auch den Läufern um mich herum geht es nicht
viel besser. 100 Meter weiter höhere ich Atemgeräusche hinter mir, dann
schiebt sich ein rotbehaarter Frauenkopf neben mich. "Nicht mit mir,
Theresa, jetzt wird gekämpft!". Doch irgendwie fühle ich mich schwach,
als es Richtung Juliuspromenade geht, habe ich vom Gefühl her das Laufen
aufgehört und bin am Joggen. Kann aber nicht sein, erst 300 Meter weiter
kommt es zum nächsten kleinen Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Rotschopf.

Letzte Runde - bisher habe ich die Frau nicht wieder gesehen, aber ich
"fühle" sie hinter mir. Irgendwie fällt mir die letzte Runde immer
leichter als die Vorletzte. Mal sehen, was noch geht. Besonders in den
engen Kurven verliere ich jetzt für meinen Geschmack zu viel Tempo. Und
wieso steht diese blöde Dreiergruppe, die offenbar gerade aus einer
Wirtschaft kommt, mitten auf der Ideallinie zum unteren Marktplatz?
Unterer Marktplatz, da war doch was - genau, ab jetzt Tempo bis zum Ziel
bitte

Es klappt - ich lasse die Frau beständig hinter mir, drei Sekunden nach
mir sollte sie im Ziel sein. Und es war gar keine Theresa, es war eine
Isabell! :-). Jünger als ich und mit der Zeit mal eben Siegerin in
ihrer Altersklasse, während ich wieder unter ferne liefen lande :-) -
die Welt ist ungerecht - und seit wann laufen die Rehleins hinter einem
her?

Egal, das mit unter 26 Minuten hat zwar nicht ganz geklappt, Ralf hat
mich gleich über zwei Minuten hinter sich gelassen, aber zu Matthias
konnte ich 30 Sekunden Abstand verteidigen, immerhin. Nachdem ich meinen
Chip abgegeben habe, es waren Leihchips, die am rechten Handgelenk zu
tragen sind, gehe ich zum Auslaufen nochmal auf die Strecke - diesmal
wirklich im Jogging-Tempo.

Später bewundere ich die Teilnehmer die Elitelaufes. Jedenfalls die
Meisten. Er war für 10-km-Läufer sub 40 min ausgeschrieben, doch schon
für die erste der sieben Runden brauchten einige über sechs Minuten.
Nicht sehr überzeugend. Ãśberzeugend dagegen die beiden Schnellsten mit
unter 33 Minuten bzw. die ersten neun, die allesamt unter 35 Minuten
blieben. Nächstes Jahr dürften so schnelle Zeiten schwieriger werden,
weil dann Haupt- und Elitelauf gleichzeitig losgeschickt werden, das
könnten dann bis zu 300 Läufer sein.

Wie auch bei den "langsamen" Leuten in meiner Tempoklasse sehen manche
im Ziel fix- und alle aus, andere dagegen recht frisch. Doch das kann
täuschen, einer der "Frischen" lächelt im Zielkanal, bleibt stehen und
bricht ansatzlos zusammen. Kein Zweifel, der Mann hat alles gegeben.

Was war sonst noch? Im Ziel gab es alkoholfreies WeiÃźbier von der
Würzburger Hofbräu, aber mangels Gläsern oder Bechern nicht zum Trinken,
sondern jeder Läufer bekam ein Fläschen geschenkt. Aber nur eines -
dafür gabs ein Kreuz auf der Startnummer.

Die Stimmung beim Lauf war zwar gut, aber Zuschauer an der Strecke waren
ziemlich Mangelware. Letztlich konzentrierten sie sich am oberen Markt
sowie am Marktplatz. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass gerade
in den engeren StraÃźen gar kein Platz war.

Richtig gut war das Wetter - noch in der Nacht hatte es bei kräftigem
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cu.
Juergen

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Silvesterlauf Wuerzburg 2006
Autor: Juergen (2007-01-01 14:30:48)

Name des Laufes: 3 .Plana-Küchenland-Silvesterlauf Würzburg
Datum: 31.12.2006 (Sun)
Ort: Würzburg
Postleitzahl: D9
Homepage (Veranstalter): www.wuerzburger-frauenlauf.de/silvesterlauf
Ihr Name: Juergen
Ihre eMail-Adresse: Schreibsklave at web de
Streckenlaengen: 1,4 km (Jugend), 5,6 km (Haupt), 9,8 km (Elite)
Beschaffenheit: Asphalt und Pflaster
Profil: fast eben
Wetter: ~ 12 °C, trocken, teils kalter Wind
Teilnehmer: 262 (Jugend- 49, Haupt- 171, Elitelauf 42)
Bericht:

Vor einem Jahr hätten mich keine zehn Pferde zum Silvesterlauf nach
Würzburg gebracht. Da fand er am Sanderrasen, abends nach Einbruch der
Dunkelheit und bei Eiseskälte statt.

Doch heuer sollte alles anderes werden. Start zwischen 11 und 12 Uhr am
Marktplatz in Würzburg und eine Runde durch die Würzburger Innenstadt
versprach der Veranstalter. Das sorgte für einen kräftigen
Teilnehmerschub. Zu 154 Voranmeldungen kamen laut Veranstalter schnell
150 Nachmeldungen dazu. Das bedeutet allerdings auch, dass 40
Vorangemeldete Läufer dann doch nicht kamen. Offenbar wurden die
Organisatoren vom Erfolg überrollt, für nächstens Jahr soll das Feld auf
100 Teilnehmer beim Kinder/Jugendlauf, 250 beim Haupt- und 50 Teilnehmer
beim Elitelauf begrenzt werden.

Sonntag Morgen, halb elf auf dem Oberen Markt in Würzburg. Viel deutet
noch nicht auf den Lauf hin - nur kundige Sportler erkennen in der
doppelten Reihe Bierzelttischen vor dem Falkenhaus den späteren
Zielkanal. Ich gehe mir meinen Neffen, den ich für den Jugendlauf
angemeldet habe, Startnummern abholen. Danach laufen wird die Strecke
zum Aufwärmen ab. Er ist nur zu Besuch hat und kenn sich in Würzburg
nicht aus.

Für Ortskundige: Es geht vom oberen Markt an der Marienkapelle vorbei
und um sie herum, mit einer Schleife über die SchönbornstraÃźe zur
Juliuspromenade, wo eine weitere Schleife gedreht wird, dann über den
Unteren Markt, durch die Schustergasse, DomstraÃźe und SchönbornstraÃźe
zurück zum Falkenhaus. Die erste Hälfte dieser 1,4 km-Runde hat einige
enge Ecken und nicht immer den ebensten Belag. Die zweite Hälfte ist
völlig anders, ab dem unteren Markt sind es im Prinzip drei schöne
Geraden von 200 bis 300 Meter Länge bevor es linksherum zurück zu
Start/Ziel geht. Die Höhenunterschiede von vielleicht acht Meter je
Runde sind nicht der Rede wert, zu spüren sind sie am ehesten noch in
der Schustergasse, die vielleicht drei bis vier Prozent Gefälle hat, und
in der DomstraÃźe, wo es gleich im Anschluss wieder sanft hoch geht.

Vor dem Hauptlauf, der über vier Runden geht, überrascht mich noch mein
Neffe, der bei seinem ersten Lauf fast noch unter die ersten zehn kommt.

Was sind meine Ambitionen für die 5,6 km? Schneller sein als bei meinem
allerersten Lauf, einem 5er im Jahr 2005 wäre schön. Unter 26 Minuten
bleiben noch schöner. Und meinen fünf Jahre jüngeren Bekannten Matthias
im Gegensatz zum letzten Zusammentreffen wieder hinter mir zu lassen
würde für dieses gewisse Lächeln sorgen... "Verbissen" bin ich den Lauf
nicht angegangen, es sollte ja ein schöne Jahresabschluss werden und
eigentlich sollte man im Dezember und Januar wohl besser Kräfte sammeln
und Grundlagen legen,, doch ein biÃźchen Kampfesgeist kam dann doch durch
- siehe später.

Alle Läufe wurden stilecht mit Böllern als Signal gestartet. Genau
genommen waren es kubische Kanonenschläge. Kawum - Auf gehts - schon auf
den ersten Meter verliere ich Zeit, ich hätte mich weiter vorne
aufstellen sollen, jetzt laufen mir Langsamere vor den FÃ¼Ãźen herum.
Zusammen mit Ralf als meiner Laufgruppe schiebe ich mich nach und nach
vorbei. Eigentlich wollten wir zusammen bleiben, doch schon in der
ersten Runde muss ich ihn ziehen lassen. Gleichzeitig rutscht mein
Pulsgurt auf Hüfthöhe ab - meine aktuelle HF-max wird also im Dunkeln
bleiben.

Die erste Runde ist rum, 6:03 zeigt meine Uhr, als wir am Falkenhaus
vorbei kommen, eine groÃźe Uhr gibt es hier leider nicht. Mein
Läuerkamerad hat inzwischen einen deutlichen Vorsprung, doch zum Glück
gibt es vor- und hinter mir einige Läufer, von denen ich mich ziehen
oder schieben lassen kann oder sie gar überhole (wenn auch selten).

"Theresa, klasse, 50 Meter vor!" dringt es in mein Ohr, als wir wieder
über den unteren Marktplatz laufen. Gemeint ist offenbar eine Läuferin
knapp hinter mir. "Dass wollen wir doch mal sehen", denke ich mir so und
gebe gleich mal Gas, bis zur Schustergasse, hinunter und erst recht hoch
zum Dom - ich "fühle" nichts mehr von Theresa. Später finde ich Theresa
in der Ergebsnisliste, Jugend B und drei Minuten hinter mir.

Auf zur dritten Runde - ein eisiger Wind weht mir von Main her ins
Gesicht, als ich Richtung Marienkapelle abbiege. Vom Gefühl her laufe
ich gleich rückwärts, doch auch den Läufern um mich herum geht es nicht
viel besser. 100 Meter weiter höhere ich Atemgeräusche hinter mir, dann
schiebt sich ein rotbehaarter Frauenkopf neben mich. "Nicht mit mir,
Theresa, jetzt wird gekämpft!". Doch irgendwie fühle ich mich schwach,
als es Richtung Juliuspromenade geht, habe ich vom Gefühl her das Laufen
aufgehört und bin am Joggen. Kann aber nicht sein, erst 300 Meter weiter
kommt es zum nächsten kleinen Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Rotschopf.

Letzte Runde - bisher habe ich die Frau nicht wieder gesehen, aber ich
"fühle" sie hinter mir. Irgendwie fällt mir die letzte Runde immer
leichter als die Vorletzte. Mal sehen, was noch geht. Besonders in den
engen Kurven verliere ich jetzt für meinen Geschmack zu viel Tempo. Und
wieso steht diese blöde Dreiergruppe, die offenbar gerade aus einer
Wirtschaft kommt, mitten auf der Ideallinie zum unteren Marktplatz?
Unterer Marktplatz, da war doch was - genau, ab jetzt Tempo bis zum Ziel
bitte

Es klappt - ich lasse die Frau beständig hinter mir, drei Sekunden nach
mir sollte sie im Ziel sein. Und es war gar keine Theresa, es war eine
Isabell! :-). Jünger als ich und mit der Zeit mal eben Siegerin in
ihrer Altersklasse, während ich wieder unter ferne liefen lande :-) -
die Welt ist ungerecht - und seit wann laufen die Rehleins hinter einem
her?

Egal, das mit unter 26 Minuten hat zwar nicht ganz geklappt, Ralf hat
mich gleich über zwei Minuten hinter sich gelassen, aber zu Matthias
konnte ich 30 Sekunden Abstand verteidigen, immerhin. Nachdem ich meinen
Chip abgegeben habe, es waren Leihchips, die am rechten Handgelenk zu
tragen sind, gehe ich zum Auslaufen nochmal auf die Strecke - diesmal
wirklich im Jogging-Tempo.

Später bewundere ich die Teilnehmer die Elitelaufes. Jedenfalls die
Meisten. Er war für 10-km-Läufer sub 40 min ausgeschrieben, doch schon
für die erste der sieben Runden brauchten einige über sechs Minuten.
Nicht sehr überzeugend. Ãśberzeugend dagegen die beiden Schnellsten mit
unter 33 Minuten bzw. die ersten neun, die allesamt unter 35 Minuten
blieben. Nächstes Jahr dürften so schnelle Zeiten schwieriger werden,
weil dann Haupt- und Elitelauf gleichzeitig losgeschickt werden, das
könnten dann bis zu 300 Läufer sein.

Wie auch bei den "langsamen" Leuten in meiner Tempoklasse sehen manche
im Ziel fix- und alle aus, andere dagegen recht frisch. Doch das kann
täuschen, einer der "Frischen" lächelt im Zielkanal, bleibt stehen und
bricht ansatzlos zusammen. Kein Zweifel, der Mann hat alles gegeben.

Was war sonst noch? Im Ziel gab es alkoholfreies WeiÃźbier von der
Würzburger Hofbräu, aber mangels Gläsern oder Bechern nicht zum Trinken,
sondern jeder Läufer bekam ein Fläschen geschenkt. Aber nur eines -
dafür gabs ein Kreuz auf der Startnummer.

Die Stimmung beim Lauf war zwar gut, aber Zuschauer an der Strecke waren
ziemlich Mangelware. Letztlich konzentrierten sie sich am oberen Markt
sowie am Marktplatz. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass gerade
in den engeren StraÃźen gar kein Platz war.

Richtig gut war das Wetter - noch in der Nacht hatte es bei kräftigem
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Juergen

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