[Bericht] Frankfurt-Marathon
Autor: "Achim Lo:bbert" (2006-10-31 16:18:27)
Katrin Wicker wrote:
...
> Bericht:
> Das war fuer mich ein untypischer Marathon ... fast ein bisschen
> "verkehrte Welt" ...
...
> Heute, am Tag danach, habe ich etwas Muskelkater in den Beinen und
> Schultern, aber nichts Dramatisches. Treppen runtergehen ist
> problemlos vorwaerts und freihaendig moeglich :-)
...
> Herzlichen Dank an drsl fuers Daumendruecken, Mitfiebern und die
> moralische Unterstuetzung und die Ermutigungen im Vorfeld!
>
> Vielen Dank fuers Lesen,
> Katrin
Vielen Dank zurueck fuer den Bericht, in dem ich die Gedanken, die
Zahlen, die Zweifel, den Triumph der Zuversicht und letztendlich den
Erfolg noch einmal nachvollziehen konnte und mitfiebern durfte:
- Wirkungsvolles Training und konsequente Vorbereitung;
- toller Lauf, bei dem alle Widrigkeiten keine Chance bekamen;
- schoener Bericht, fesselnd bis zur letzten Zeile.
Gratulation, auch zu der huebschen Zeitreserve!
Achim
--
Wieso bloss hast Du jetzt treppabwaerts eigentlich keine Probleme?
Gehste im Handstand runter?
Autor: "Reiner Unke" (2006-10-31 07:41:33)
Autor: "Reiner Unke" (2006-10-31 07:41:33)
Katrin Wicker schrieb:
[Super Frankfurt Marathon]
Nochmal mein Gl
Autor: Matthias Rosenkranz (2006-10-31 17:34:30)
Thomas Gailing schrieb:
> Katrin Wicker schrieb:
>> Im Ziel stoppe ich 3:57:04, offiziell werden es 3:56:44 - keine
>> Ahnung, wo mika diese 20 Sekunden noch gefunden hat.
>
> Dazu steht im Forum des Frankfurt-Marathons eine Erklärung:
> http://forum.frankfurt-marathon.com/viewtopic.php?t@6
> Du bist anscheinend nicht die Einzige, die einige Sekündchen
vermißt. ;-)
Aha, alles klar. Genau diesen Effekt hatte ich auch - handgestoppt 10 sec
langsamer als offizielle Zeit und erster km viel zu langsam. Natürlich
habe
ich auch auf dem zweiten km beschleunigt und war da deutlich zu schnell.
Und ich hatte die zweite Matte noch gesehen und mich gefragt, was die
eigentlich soll...
Und dass die Kilometermarkierungen nicht immer gestimmt haben kann ich auch
bestätigen, insbesondere die 10er-Markierung (samt Zeitmessmatte) kam zu
früh. Nicht sehr professionell...
Gruß Matthias
Autor: "Andre Ma@ss" (2006-10-31 17:48:43)
Thomas Gailing schrieb:
> Katrin Wicker schrieb:
>
>> Im Ziel stoppe ich 3:57:04, offiziell werden es 3:56:44 - keine
>> Ahnung, wo mika diese 20 Sekunden noch gefunden hat.
>
>
> Dazu steht im Forum des Frankfurt-Marathons eine Erklärung:
> http://forum.frankfurt-marathon.com/viewtopic.php?t@6
> Du bist anscheinend nicht die Einzige, die einige Sekündchen
vermißt. ;-)
Das gab es beim Köln-HM auch und hat mich gefreut. Sogar Mocki hatte
eine Differenz von ca. 16 Sekunden zwischen Brutto- und Nettozeit und
die ist aus der ersten Reihe gestartet. Hier waren ca. 50 m weiter vor
noch einmal rote Matten.
Gruß
Andre
Autor: Juergen (2006-11-01 12:17:39)
Am Mon, 30 Oct 2006 18:54:43 +0100 schrieb Katrin Wicker
>An der Halbmarathonmarke habe ich etwa 2 Minuten Vorsprung auf mein
>Zeitziel.
Klasse!
>3:45:17h bei km 40, immer noch mehr als zwei Minuten Vorsprung -
Leicht untertrieben, aber Klasse.
>Als Kroenung eines tollen Laufes ist "mein" Medaillen-Umhaenger
auch
>noch ein Bekannter, der mir gleich ganz lieb persoenlich gratuliert.
Toll gelaufen, Glückwunsch. Theoretisch müsste
ich dich einlaufen
gesehen haben, vielleicht war ich aber auch gerade drauÃźen um was zu
Essen zu besorgen - "unsere" drei Läufer waren ja
zwischen 3.18 und 3.30
ins Ziel gekommen.
Als Zuschauer oben auf Rang 2 gefiel es mir erst gar nicht - heiÃź,
stickig und teilweise ein infernalischer Lärm
führten auf Dauer zu
Kopfschmerzen. Doch das änderte sich - als die Masse um zwischen
4 und 5
Stunden ins Ziel kam, dachte ich vor allem: "Mensch, da unten
würde ich
jetzt auch gerne einlaufen!" Hoffentlich lässt der neue
Sponsor den
Zieleinlauf so, wie er ist.
Nebenbei war es ein Aha-Erlebnis: Jenseits meiner Berlin-Zeit, die ich
ja nicht so toll finde, kamen noch derart viele Läufer ins Ziel,
und
viele davon derart Glücklich, dass ich künftig
wohl nicht mehr so auf
die Zeit schielen werde.
>Einen Becher Tee genommen und irgendwo auf den Boden gesetzt. Andere
>Sitzmoeglichkeiten im Bereich der Zielverpflegung sind leider nicht
>vorhanden, aber auch egal.
Ein neuer Bekannter von mir lief in Frankfurt nicht nur seinen ersten
Marathon in 3.44 h, er hatte auch noch die Nerven, danach auf der Messe
Laufschuhe auf dem Laufband auszuprobieren.
cu.
Juergen
--
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\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
Autor: Winfried Strallhofer (2006-11-01 21:03:31)
Katrin Wicker hat geschrieben:
>Das war fuer mich ein untypischer Marathon ... fast ein bisschen
>"verkehrte Welt" ...
Oje, und alle haben sich schon auf: "Eigentlich war es so wie letztes
Jahr ...", gefreut. ;-)
>Gejammer kann ich reichlich bieten: Eine Erkaeltung am Wochenende vor
>dem Marathon, die aber zum Glueck am Montag schon wieder voellig weg
>war. Beim Laufen am Montag hat es aber ueberall gezwickt und gezwackt:
>rechtes Knie aussen, linker Knoechel innen, linkes Knie innen, rechter
>Knoechel ... nach dem Laufen dann noch das linke Schienbein. Dienstag,
>Mittwoch und Donnerstag lag der Schwerpunkt auf der linken
>Achillessehne, Donnerstag bis Samstag war die linke Wade hart.
Oh-oh-oh, das muss schiefgehen!
>Mein Gefuehl in den letzten Tagen vor dem Marathon war daher ziemlich
>zwiespaeltig. Wenn ich ganz tief in mein Inneres gehorcht habe, war da
>immer noch eine Art "Urvertrauen", dass ich die 4h knacken kann.
Auf
>der "Oberflaeche" dagegen war ich mir fast sicher, dass nix
daraus
>wird. ... Toll, schizophren bin ich auch noch geworden.
Urvertrauen ist gut, das ist auch oft mein bester Begleiter in
Wettkämpfen. Und die Ambivalenz macht die Sache ja erst spannend. :-)
>Da ich als Zielzeit auf dem Anmeldezettel 3:59:59 angegeben hatte,
Sowas habe ich noch nie ausfüllen müssen, gibt man da das Ziel A, B
oder C an? Oder <rot13>tne qnf trurvzr Mvry</rot13>?
>[km 0-15]
>Acht Minuten spaeter sind wir dann doch auch an der Startlinie
>angekommen. Die Matten fiepen, alle starten ihre Uhr. Eine Tribuene
>fuer Kameras versperrt mir den Weg, es dauert ein bisschen, bis ich
>drum rum bin. Der Hase hatte mehr Glueck und ist schon 20 Meter
>weiter.
Haken geschlagen ...
>Die Kilometerschilder 2 und 3 habe ich nicht gesehen, ich war zu sehr
>damit beschaeftigt, den Hasen im Blick zu behalten und den Abstand
>moeglichst nicht groesser werden zu lassen. Auf die Pulsuhr habe ich
>auch immer mal geschaut, und was ich da gesehen habe, hat mir gar
>nicht
>gefallen: Statt den erhofften 152 waren da schon Werte um 158,
>stellenweise sogar 160 zu lesen. Oh je,
... jetzt nur keine flaschen Entscheidungen treffen!
>zu frueh! Der Gedanke, den Hasen laufen zu lassen und das Tempo etwas
>rauszunehmen schiesst mir durch den Kopf, hat aber keine Chance. Nein,
>ich werde mein Ziel nicht schon auf den ersten 5km aufgeben. Soll der
>bloede Puls doch machen, was er will! Ich werde einfach nicht mehr
>hinschauen, basta.
:-)
>Ein bisschen hat meine Ermahnung an mich selbst genutzt. Wohl so um km
>15 hat es mich - eigentlich unbeabsichtigt - sogar an dem Hasen
^^
Jaja, das warst du natürlich gar nicht selbst.
>vorbeigerollt. Kurz vor ihm ist es auch wesentlich angenehmer zu
>laufen, weil nicht so voll.
Aha, Katrin übernimmt die Tempomacherrolle selbst.
>Ein bisschen quatsche ich mit ihm, erzaehle, dass ich eigentlich unter
>4h laufen wollte, aber nicht das Gefuehl habe, dass es klappt. "Ach,
>das wird schon" meint er - nett von ihm. Dann gibt er mir zu
>verstehen,
>dass er das Reden jetzt lieber einstellen wuerde, und ich verabschiede
>mich von ihm.
:-) Ich habe auch einmal einen Bekannten irgendwo nach km 25
überholt, von dem ich ein paar Sachen wissen wollte, aber der war
komischerweise ziemlich mundfaul. Auf die Idee, dass es ihm das
Laufen an dieser Stelle schon recht schwer gefallen ist, bin ich erst
später gekommen.
>Ungefaehr bei km 31 hoere ich einen Zuschauer sagen: "Da kommen die
>4h-Laeufer". Aha, der 4h-Hase muss jetzt also ganz dicht hinter mir
>sein. Ich weiss, dass es jetzt schwer werden wird, aber ich bin wild
>entschlossen zu kaempfen. Wenigstens versuche ich, mir das selbst
>einzureden. Ich nehme ein klein bisschen Tempo raus, um den Hasen
>herankommen zu lassen und um dann genug Kraft zu haben, an ihm
>dranzubleiben. Der Hase holt mich ein, und ich hoere ihn sagen: "Ein
>bisschen Tempo rausnehmen jetzt". Oh, das hoere ich gern!
Tja, wenn er die Tempomacherin wieder eingeholt hat, kann er das
Tempo reduzieren.
>Weiter geht es neben oder dicht hinter dem Hasen, und ich rede mir in
>dieser Phase zu, nicht gleich aufzugeben und bitteschoen zu kaempfen,
>wenn es jetzt demnaechst schwer wird. Und schwer werden muss es jetzt
>doch bald, das war bisher immer so. Ich warte also. Und warte.
Das klingt ja richtig lästig, wenn man so auf den Einbruch wartet,
der dann nicht kommt. ;-)
>die erwartete Krise kommt einfach nicht. Vielleicht habe ich sie durch
>meine Kampfansagen im Vorfeld verschreckt.
>
>Ohne Probleme, nur leicht verwundert erreiche ich bald schon km 38,
[...]
>Die letzten 2,195 Marathon-km werden mit einem Schnitt von
>5:22 Min./km mal wieder so ziemlich meine schnellsten
Wahnsinn! Mehr fällt mir dazu nicht ein.
>Im Ziel stoppe ich 3:57:04, offiziell werden es 3:56:44 - keine
>Ahnung,
>wo mika diese 20 Sekunden noch gefunden hat.
Zeitgutschrift fürs Hasenziehen vielleicht? ;-)
Herzlichen Glückwunsch zum Bilderbuchmarathon!
>So, Schluss jetzt - der Bericht ist mal wieder lang geworden, obwohl
>ich eigentlich dachte, dass ich gar nicht viel zu berichten habe.
Immer dieses Understatement ...
>Vielen Dank fuers Lesen,
Die Leser haben zu danken!
Grüße
Winfried
--
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Version 1.0
Autor: Katrin Wicker (2006-11-02 19:12:11)
Hallo Frank,
"Frank Berger" wrote:
>Katrin Wicker schrieb:
>
>> Herzlichen Dank an drsl fuers Daumendruecken, Mitfiebern und die
>> moralische Unterstuetzung und die Ermutigungen im Vorfeld!
>>
>Von mir einen großen Glückwunsch
Danke!
>Dass die zweite Hälfte so gut lief, hast Du
>definitiv Deinem Training zu verdanken, da bin ich mir als
>fast-nicht-Trainierer und ab-km35-immer-Gehpausen-Macher ganz sicher!!
Training ist natuerlich die eine Voraussetzung - und ein vernuenftiges
Anfangstempo die andere, und ich denke mal, dass daran auch viele gut
Trainierte scheitern. Natuerlich ist auch das Risiko groesser, wenn
man versucht, genau das Optimum von "nicht zu schnell und nicht zu
langsam" zu finden.
>Jetzt sind wir auf Deine Ziele für 2007 gespannt ....
Ich habe hiermit alle meine laeuferischen Lebensziele erreicht :-)
... mal sehn, was das naechste Jahr bringt, ich werde ja auch nicht
juenger.
Gruss,
Katrin
Autor: Katrin Wicker (2006-11-02 19:12:10)
Hallo Muriel,
"Muriel Yvon" wrote:
>"Katrin Wicker" schrieb im Newsbeitrag ...
schoen, dass ich Dich mal wieder aus Deinem Versteck locken konnte :-)
>> Name des Laufes: Frankfurt Marathon 2006
>
>> Bericht:
>> Das war fuer mich ein untypischer Marathon ... fast ein bisschen
>> "verkehrte Welt" ...
>
>ich ahne es schon, es war am Ende einfacher als du geglaubt hattest.
Kannst Du hellsehen?
>> [Wettkampf]
>> [km 0-15]
>[Start gesdnippt]
>ein bisschen nervös warst du schon =:-)
Das ist vermutlich noch untertrieben.
>> Die folgenden Kilometer verbringe ich relativ dicht hinter dem Hasen,
>> wo ein ziemliches Gedraengel herrscht. Der Puls "beruhigt"
sich auf
>> nun
>> 154-157, spaeter zeitweise sogar auf 152. Im Nachhinein verstaendlich,
>> denn der Abschnitt zwischen km 10 und 15 war mit 28:46 langsamer als
>> die beiden vorherigen 5km-Abschnitte (27:30 und 27:19).
> mich beeindruckt wie du die Zahlen (Puls, Geschwindigkeit) beachten
>kannst.
Die Zahlen fuer die 5km-Abschnitte habe ich natuerlich erst im
Nachhinein gesehen, unterwegs hatte ich die gar nicht im Blick. Da
hatte ich nur die Zwischenzeiten jeweils fuer alle 5km aufgeschrieben
und hab die mit der tatsaechlichen Zeit verglichen.
>> Aber ich fuehle mich immer noch ein klein bisschen gehetzt, und das
>> beunruhigt mich. Eigentlich sollten sich die ersten 15-20km beim
>> Marathon wie von alleine laufen. Wenn das nicht so ist, muss doch
>> hinten der Einbruch kommen, oder? Gleichzeitig schimpfe ich mit mir:
>> Unser Marathonprojekt-Oberguru schaerft uns immer ein: "Keine
> ^^^^^^^^^^^^
>ist das nicht ein gefähliches Wort ;-)
;-)
Ist in diesem Fall nicht herabsetzend gemeint.
>> negativen
>> Gedanken zulassen! Nicht schon im Voraus irgendwas befuerchten, das
>> noch gar nicht eingetreten ist".
>
>Recht hat er!
Stimmt. Aber wie man sieht, kann es auch trotz negativer Gedanken
klappen :-)
>> [km 15-25]
>> Ein bisschen hat meine Ermahnung an mich selbst genutzt. Wohl so um km
>> 15 hat es mich - eigentlich unbeabsichtigt - sogar an dem Hasen
>> vorbeigerollt. Kurz vor ihm ist es auch wesentlich angenehmer zu
>> laufen, weil nicht so voll. An der zweiten Staffel-Wechselzone feuert
>> mich einer aus dem Projekt an, der hier auf seinen Einsatz wartet. Er
>> ist letztes Jahr an den 4h gescheitert. "Mach es besser!"
ruft er mir
>> zu ... ich werde es versuchen.
>
>das schaffst du doch, das steht jetzt fest aber daran glaubten wir alle
>vorher.
Ihr vielleicht - aber ich? An der Stelle war ich noch sehr skeptisch.
>[Stimmung gesnippt]
>> An der Halbmarathonmarke habe ich etwa 2 Minuten Vorsprung auf mein
>> Zeitziel. Es ist also immer noch machbar, aber eine laengere Gehpause
>> und eine um 4 Minuten langsamere zweite Haelfte wie letztes Jahr darf
>> ich mir nicht erlauben. Ob ich das wohl schaffen werde? Ich bin immer
>> noch mehr als skeptisch, aber entschlossen zu kaempfen.
>>
>jetzt lohnt es sich zu kämpfen, du hast das ganze Jahr über so
toll,
>fleissig und nach Plan trainiert.
Ja - und dann war die Kaempferei gar nicht mal noetig ;-)
>> Irgendwie bin ich wohl so darauf fixiert, was ab km 30 passiert, dass
>> ich schon ab der HM-Marke auf die Schwanheimer Bruecke warte, auf der
>> es wieder auf die Nordseite des Mains geht. Die muss doch jetzt bald
>> kommen? Stimmt nicht, sagt der Streckenplan, zuerst geht es noch durch
>> Schwanheim, und die Bruecke faengt erst bei km 26 an. Also gut,
>> bringen
>> wir halt Schwanheim auch noch hinter uns. An der 25km-Marke bin ich
>> gerade mit Gel-Oeffnen beschaeftigt und damit ueberfordert,
>> gleichzeitig auch noch die Zwischenzeit abzulesen und mit der
>> Marschtabelle zu vergleichen. Aber der Hase hat mich noch nicht wieder
>> eingeholt, also liege ich bestimmt immer noch gut in der Zeit.
>
>Klar doch und wir fieberten mit in der online-Kneipe
Das war sehr lieb von euch!
>> [km 30-35]
>> Auf dem Weg aus Hoechst hinaus ist die Stelle, wo letztes Jahr zwei
>> Tage lang Szenen fuer den Marathon-Tatort nachgedreht wurden. Ueber
>> die
>> Niddabruecke vor der Kirche, von der im Film die Attentaeterin zielt,
>> sind wir damals unzaehlige Male gelaufen.
>
>beim Tatort habe ich die ganze Zeit versucht dich zu finden, das war
>spannend, mehr als die Geschichte.
Ich bin zu sehen, sogar zweimal. Das erste Mal in der ersten
Einstellung durch das Zielfernrohr des Gewehres von der Kirche
herunter - da laufe ich in der Schusslinie rum. Das zweite Mal habe
ich selber auch erst in der Verlangsamung gesehen, das ist kurz darauf
in der Szene, wo Dellwo durch das Feld laeuft, um seinen Trainer
wieder einzuholen. Da bin ich rechts hinter ihm, in einem blauen
Shirt.
>David (mein Sohn 14) hatte sehr früh
>heraus gefunden, dass die Putzfrau "damit was zu tun hat" und der
DDRler
>bestimmt das Opfer sein müsste und nicht Dellwo. Ehemalige DDRler sind
>entweder Stasi-Täter oder -Opfer und sind dann in den Handlungen immer
>abwechslend Täter oder Opfer mit umgekehrtem Vorzeichen zu ihrer
früheren
>Rolle in der DDR: O-Ton mein Sohn. Ich fragte mich dann wieviel Krimi wir
>schon zusammen gesehen oder gelesen haben, damit er dies so locker
>analysieren konnte. aber ich schweife ab
Tja, die Story war leider nicht sooo toll. Aber ich kannte sie in
groben Zuegen sowieso schon vorher.
>> Ungefaehr bei km 31 hoere ich einen Zuschauer sagen: "Da kommen
die
>> 4h-Laeufer". Aha, der 4h-Hase muss jetzt also ganz dicht hinter
mir
>> sein. Ich weiss, dass es jetzt schwer werden wird, aber ich bin wild
>> entschlossen zu kaempfen. Wenigstens versuche ich, mir das selbst
>
>in dieser Zeit haben wir ständig an dich gedacht bzw uns gefragt, wie
es
>dir in dieser Zeit ginge.
Das scheint den Hammermann vertrieben zu haben :-)
>> Weiter geht es neben oder dicht hinter dem Hasen, und ich rede mir in
>> dieser Phase zu, nicht gleich aufzugeben und bitteschoen zu kaempfen,
>> wenn es jetzt demnaechst schwer wird. Und schwer werden muss es jetzt
>> doch bald, das war bisher immer so. Ich warte also. Und warte. Na ja,
>> so richtig leicht ist es natuerlich nicht mehr jetzt, ich spuere schon
>> meine Beine. Aber es wird auch nicht schwerer. Kein Problem, mit dem
>> Hasen mitzuhalten auf km 34 und 35, und diese beiden km waren letztes
>> Jahr richtig schwer. 3:16:43h bei km 35 und damit mehr als 2 Minuten
>> "Vorsprung".
>
>oh ja, diese Zeit, 3:16 haben wir ausgiebig kommentiert zu Hause,
>"sie ist ein bisschen langsamer geworden" : mein Liebster
>"ja aber noch richtig gut in der Zeit, sie spart ihre Kräfte auf
für die
>letzen 7km, sie sind immer ein bisschen schwerer": ich
Ehrlich gesagt bin ich da nicht mit Absicht langsamer oder schneller
geworden, so ein genaues Tempogefuehl habe ich doch gar nicht. Ich war
bloss beruhigt, dass ich bei km 35 immer noch "Vorsprung" hatte und
noch keine Krise in Sicht war.
>3:56:44 TARAH TARAH!!!
>Herzlichen Glückwunsch, du hast es richtig verdient.
Danke :-)
>> Heute, am Tag danach, habe ich etwas Muskelkater in den Beinen und
>> Schultern, aber nichts Dramatisches. Treppen runtergehen ist
>> problemlos vorwaerts und freihaendig moeglich :-)
>
>DAs zeigt wie gut du trainierst hattest, du kannst richtig stolz auf dich
>sein!
Na ja, viel Muskelkater hatte ich ja noch nie nach einem Marathon.
>nein nur ein beispielhaft umgesetztes TRaining zur persönlichen
Bestzeit,
>ein Rennen mit Kopf und Herz, ein Vorbild für alle, die auch
träumen
>irgendwann den Marathon unter 4Std zu laufen.
Und ich kenne da eine Franzoesin, die mir das naechstes Jahr bestimmt
nachmachen wird :-)
Viele Gruesse,
Katrin
