[Bericht] Frankfurt-Marathon
Autor: Katrin Wicker (2006-11-05 21:14:05)
Ingo Redeker wrote:
>Am Mon, 30 Oct 2006 18:54:43 +0100 schrieb Katrin Wicker:
>
>ich gratuliere dir zu diesem Lauf! Fantastisch!
Danke!
>> So, Schluss jetzt - der Bericht ist mal wieder lang geworden, obwohl
>> ich eigentlich dachte, dass ich gar nicht viel zu berichten habe.
>
>Zu lang? Ich hätte gerne noch weiter gelesen. Wie wäre es mit
Biel?
>
>Ciao
>In-längerer Bericht folgt dann aber :-)-go
Nee Du, da habe ich keine Ambitionen.
Gruss,
Katrin
Autor: Katrin Wicker (2006-11-05 21:14:06)
Autor: Katrin Wicker (2006-11-05 21:14:06)
Hallo Sabine,
"Sabine Kohwagner" wrote:
>nachdems newsoffice plötzlich nicht mehr gibt
hab ihn auch schon vermisst.
>und ich unter der Woche immer
>keinen newsreader hab, musste die Antwort auf Deinen bericht etwas warten.
>Gelesen hab ich ihn natürlich längst, war ja viel zu neugierig
:-)
>
>herzliche Glückwünsche nochmals - zum Ergebnis aber auch zu dem
tollen Lauf.
Danke :-)
>Bisschen anstrengend darfs schon sein, so ein Marathon
Klar - wobei die zweite Haelfte ja weniger anstrengend war als sonst,
und auf der ersten Haelfte wars vermutlich eher die Nervositaet, die
mich in diesen leicht gehetzten Zustand versetzt hat.
>und ansonsten war das
>ja wirklich mal wieder ien Bilderbuchlauf :-)
Danke - ich bin auch ganz zufrieden damit :-)
>Freut mich riesig, dass Du Dein Ziel erreicht hast - ich hab ja nie daran
>gezweifelt,
... anscheinend war ich da die Einzige ;-)
>dass Du es drauf hast, aber man weiß ja nie, was so
>dazwischenkommen kann.
Eben.
>Hipphipp hurra!!!
:-))
>Und falls Dir das immer schnellere Laufen der immer gleichen Strecke jetzt
>langweilig wird, gibts ja noch viele andere tolle LÄufe :-))
Sag ich mir ja auch immer - aber irgendwie verschlaegt es mich dann
doch immer wieder zu den gleichen Wettkaempfen. Ich scheine eine
bodenstaendige Ader zu haben.
>Bin schon
>gespannt, was Du als nächstes planst.
Bin selbst gespannt, was das naechste Jahr so bringt.
>Vielen DAnk für den schönen Bericht und gute ERholung,
Danke - den Beinen ging es schon am Dienstag wieder so gut, dass ich
problemlos (nach Wochen endlich mal wieder) zum Folkloretanzen gehen
konnte. Ansonsten habe ich dieses Wochenende sehr lang geschlafen, was
ich mal auch noch unter "Marathon-Erholung" verbuche ... aber ich bin
sowieso Langschlaeferin - schoen, wenn man dann so eine gute Ausrede
dafuer hat ;-)
Gruss,
Katrin
Autor: Winfried Strallhofer (2006-11-06 10:09:15)
Katrin Wicker hat geschrieben:
>Winfried Strallhofer wrote:
>>Katrin Wicker hat geschrieben:
>>>Da ich als Zielzeit auf dem Anmeldezettel 3:59:59 angegeben hatte,
>>
>>Sowas habe ich noch nie ausfüllen müssen,
>
>Nein? Wie wird man dann einem Startblock zugeordnet bei euch?
Naja, wenn dann nach Bestzeit, aber ich laufe nur sehr selten bei
Läufen, wo solche Angaben überhaupt gefragt sind.
>>gibt man da das Ziel A, B
>>oder C an? Oder <rot13>tne qnf trurvzr Mvry</rot13>?
>
>Aehm, wie bitte?
Zielzeiten hat man beim Marathon doch immer mehrere, da könnte man
sich also aussuchen, welches man angibt, womöglich eben sogar das ...
- Ahh, liegt es am nicht direkt lesbaren Teil? Beim Agent: markieren
und <ctrl>+<3> drücken, oder Rechtsklick und "Apply
ROT13".
>>Aha, Katrin übernimmt die Tempomacherrolle selbst.
>
>Das Gedraengel hinter dem Hasen war auch nicht sooo angenehm.
Verstehe, ich bin nur zweimal in einer gehasten Gruppe gelaufen, und
beide Male hat es Kollissionen gegeben, und auch der freiere Blick
auf die Strecke ist angenehmer.
Grüße
Winfried
--
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Autor: Katrin Wicker (2006-11-06 21:15:17)
Winfried Strallhofer wrote:
>Katrin Wicker hat geschrieben:
>>Winfried Strallhofer wrote:
>>>Katrin Wicker hat geschrieben:
>
>>>>Da ich als Zielzeit auf dem Anmeldezettel 3:59:59 angegeben
hatte,
>>>
>>>Sowas habe ich noch nie ausfüllen müssen,
>>
>>Nein? Wie wird man dann einem Startblock zugeordnet bei euch?
>
>Naja, wenn dann nach Bestzeit, aber ich laufe nur sehr selten bei
>Läufen, wo solche Angaben überhaupt gefragt sind.
Du startest sowieso immer aus der ersten Reihe, wuerd ich mal sagen.
Da brauchst Du Dir um Startblocks keine Gedanken machen ;-)
>>>gibt man da das Ziel A, B
>>>oder C an? Oder <rot13>tne qnf trurvzr Mvry</rot13>?
>>
>>Aehm, wie bitte?
>
>Zielzeiten hat man beim Marathon doch immer mehrere, da könnte man
>sich also aussuchen, welches man angibt, womöglich eben sogar das ...
>- Ahh, liegt es am nicht direkt lesbaren Teil? Beim Agent: markieren
>und <ctrl>+<3> drücken, oder Rechtsklick und "Apply
ROT13".
Ooooh :-))
Wikipedia gibt Auskunft ueber ROT13 ... huebsche Spielerei :-)
Ich kannte das noch nicht und bin kindisch genug, um daran meinen
Spass zu haben, danke :-)
Anscheinend habe ich laengst noch nicht alle Untiefen des Usenets und
meines Newsreaders erforscht.
Gruss,
Katrin
Autor: Winfried Strallhofer (2006-11-07 13:58:48)
Katrin Wicker hat geschrieben:
>Winfried Strallhofer wrote:
>>Katrin Wicker hat geschrieben:
>>>Nein? Wie wird man dann einem Startblock zugeordnet bei euch?
>>
>>Naja, wenn dann nach Bestzeit, aber ich laufe nur sehr selten bei
>>Läufen, wo solche Angaben überhaupt gefragt sind.
>
>Du startest sowieso immer aus der ersten Reihe, wuerd ich mal sagen.
Bin ich IIRC noch nie, wenn es mehr als eine oder zwei Reihen gegeben
hat. Selbst bei meinem völlig untypischen Schnellstart beim
Kahlenberglauf vor drei Wochen, wo ich dann immerhin die erste Minute
das Feld angeführt habe, habe ich mich beim Startschuss aus der
zweiten Reihe nach vor durchgezwickt.
>Da brauchst Du Dir um Startblocks keine Gedanken machen ;-)
Meistens sind die Veranstaltungen so klein, dass es keine Blocks
gibt. Ausgenommen der Marathon heuer, da war ich zwar für A1
eingeteilt, allerdings ist die Elite dann noch extra davor.
>Ooooh :-))
>Wikipedia gibt Auskunft ueber ROT13 ... huebsche Spielerei :-)
Manchmal ganz praktisch, aber in Wikipedia ist das eh ganz genau
ausgeführt.
Wobei die Frage offengeblieben ist, ob man bei der Anmeldung
tatsächlich seine geheime Traumzeit angeben soll. :-) Ist aber
eigentlich egal, pragmatisch gelöst nimmt man wohl die Zeit die zum
Anfangstempo passt.
Grüße
Winfried
--
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Autor: Elisabeth Mueller (2006-11-07 22:19:07)
Katrin Wicker schrieb:
>Name des Laufes: Frankfurt Marathon 2006
Ta-daaaa!
>Das war fuer mich ein untypischer Marathon ... fast ein bisschen
>"verkehrte Welt" ...
Also gar nicht unlocker, oder wie?
>Mein Gefuehl in den letzten Tagen vor dem Marathon war daher ziemlich
>zwiespaeltig. Wenn ich ganz tief in mein Inneres gehorcht habe, war da
>immer noch eine Art "Urvertrauen", dass ich die 4h knacken kann.
Auf
>der "Oberflaeche" dagegen war ich mir fast sicher, dass nix
daraus
>wird. ... Toll, schizophren bin ich auch noch geworden.
Beste Voraussetzungen. Schick die schnellere Haelfte auf die Strecke.
>Marathonprojekt-TeilnehmerInnen. Dann Kleiderbeutel abgeben, zweimal
>Toilette aufsuchen (es gibt da welche ohne Schlange, aber ich verrate
>nicht, wo :-p), mit anderen Projektteilnehmern plaudern ...
Du hast da eine Geheimtoilette nur fuer Dich? Das erklaert auch die
gute Zeit.
>Da ich als Zielzeit auf dem Anmeldezettel 3:59:59 angegeben hatte, bin
>ich dem drittletzten Startblock zugeordnet - was fuer ein Aufstieg
>direkt aus dem letzten, den ich gewoehnt bin! Ich quetsche mich also
>ganz hinten in den Startblock "Maritim".
Lustiger Name fuer einen Startblock, besonders angesichts:
>steht fast wie in einer Sardinenbuechse.
> In meiner Naehe steht auch gleich der
>3:59h-Hase.
>Schoen. Ich werde versuchen, ihn erstmal nach Moeglichkeit jedenfalls
>nicht nach vorne aus den Augen zu verlieren.
Deine Hasenerfahrung war ja nicht so schlecht letztens.
>gefallen: Statt den erhofften 152 waren da schon Werte um 158,
>stellenweise sogar 160 zu lesen. Oh je, das ist dafuer eigentlich viel
>zu frueh! Der Gedanke, den Hasen laufen zu lassen und das Tempo etwas
>rauszunehmen schiesst mir durch den Kopf, hat aber keine Chance. Nein,
>ich werde mein Ziel nicht schon auf den ersten 5km aufgeben. Soll der
>bloede Puls doch machen, was er will! Ich werde einfach nicht mehr
>hinschauen, basta. Das Tempo fuehlt sich eigentlich auch noch so an,
>als ob ich es ueber die 42km durchhalten koennte - ich bin nicht am
>Keuchen oder so. Allerdings ist es auch nicht ganz so locker-flockig
>wie letztes Jahr auf den ersten 15-20km, sondern irgendwie leicht
>gehetzt, immer mit Blick auf den roten Luftballon. Auf dem leichten
>Bergab-Abschnitt ab km 5 nehme ich die Chance wahr, lasse es rollen
>und hole dadurch den Hasen ein.
So besonders gut ist der Anfang ja nicht, klingt ja recht verkrampft
fuer Deine Verhaeltnisse.
>Mein linkes Knie faengt schon recht frueh an zu meckern - ich bin da
>nach einem Skiunfall vor 25 Jahren mal operiert worden, aber seit
>meinem ersten Marathon vor drei Jahren hat es sich nicht mehr
>gemuckst.
>Immerhin ist das Meckern nur recht zaghaft.
Das Knie soll ruhig sein, das hat jetzt nix zu sagen.
>Aber ich fuehle mich immer noch ein klein bisschen gehetzt, und das
>beunruhigt mich. Eigentlich sollten sich die ersten 15-20km beim
>Marathon wie von alleine laufen. Wenn das nicht so ist, muss doch
>hinten der Einbruch kommen, oder?
Du hast eigentlich genau so begonnen, wie man immer liest, dass man es
nicht soll.
>jetzt laeuft doch alles prima, bei km 15 stoppe ich 1:23:53 und habe
>damit ca. anderthalb Minuten Vorsprung auf 3:59:59. "Jetzt sei endlich
>zufrieden und geniesse den Lauf!" befehle ich mir.
Und recht hast Du.
>Das Knie hat das Meckern inzwischen wieder eingestellt, und in
>Goldstein, dem Wohngebiet, bin ich immerhin so entspannt, dass ich die
>fantasievollen Anfeuerungen der Anwohner geniessen kann. Rasseln,
>Blecheimer, Trommeln, Stereoanlagen - alles muss herhalten.
Das klingt jetzt wieder schoen.
>Fuer km 28 stoppe ich 6:01 Min. - ups, der erste km ueber 6 Minuten.
>Aber letztes Jahr hatte ich auch einen sehr langsamen km in dieser
>Gegend, kein Grund zur Aufregung. Es geht jetzt nach Hoechst leicht
>bergauf, und im Vergleich zu den vorigen Streckenabschnitten ist hier
>die Hoelle los. Ein bisschen kommt es mir vor wie eine Henkersmahlzeit
>- die letzte gute Stimmung vor der gefuerchteten langen Mainzer
>Landstrasse zurueck in die Innenstadt.
Diese elend langen gerade Strassen, die koennen sich ziiiiiiehen.
>Ungefaehr bei km 31 hoere ich einen Zuschauer sagen: "Da kommen die
>4h-Laeufer". Aha, der 4h-Hase muss jetzt also ganz dicht hinter mir
>sein. Ich weiss, dass es jetzt schwer werden wird, aber ich bin wild
>entschlossen zu kaempfen. Wenigstens versuche ich, mir das selbst
>einzureden. Ich nehme ein klein bisschen Tempo raus, um den Hasen
>herankommen zu lassen und um dann genug Kraft zu haben, an ihm
>dranzubleiben. Der Hase holt mich ein, und ich hoere ihn sagen: "Ein
>bisschen Tempo rausnehmen jetzt". Oh, das hoere ich gern!
Klingt nach guter Einteilung.
>[km 35-42]
>An der Verpflegungsstelle bei km 35 macht der Hase eine Handbewegung,
>die sagt "langsam jetzt". Ich sehe dazu eigentlich keine
Veranlassung,
>schnappe mir ein Wasser und eine Apfelschorle und laufe weiter.
Lass den langsamen Hasen doch einfach stehen. Du willst ja *sub* 4
laufen.
>3:45:17h bei km 40, immer noch mehr als zwei Minuten Vorsprung - das
>Ding ist sozusagen gegessen.
Mahlzeit. Sogar wenn Du auf allen vieren kriechen musst, die Sub 4
hast Du.
>Im Ziel stoppe ich 3:57:04, offiziell werden es 3:56:44 - keine
>Ahnung, wo mika diese 20 Sekunden noch gefunden hat.
Aber so schoen deutlich unter vier Stunden, daran gibt es nichts zu
ruetteln.
>[NWKGJ]
>Ich bin gluecklich und stolz - deutlich unter 4h gelaufen und damit
>alle meine Lauf-Lebensziele dieses Jahr erreicht. :-) Das war ein
>klasse Jahr mit einem tollen Abschluss!
Hurra! Hoch sollst Du leben!
>Heute, am Tag danach, habe ich etwas Muskelkater in den Beinen und
>Schultern, aber nichts Dramatisches. Treppen runtergehen ist
>problemlos vorwaerts und freihaendig moeglich :-)
Das ist irgendwie ... unverschaemt.
>Irgendwie war das ein seltsamer Marathon - die erste Haelfte war
>weniger locker-flockig als sonst, dafuer war die zweite Haelfte und
>insbesondere km 30-38 viel unproblematischer als ich das gewoehnt bin.
>Mit offiziell 1:57:46h auf der ersten und 1:58:58h auf der zweiten
>Haelfte bin ich auch so gleichmaessig gelaufen wie noch nie.
Freu Dich doch!
>So, Schluss jetzt - der Bericht ist mal wieder lang geworden, obwohl
>ich eigentlich dachte, dass ich gar nicht viel zu berichten habe.
Ach, so ein Bericht kann gar nicht lang genug sein.
>Herzlichen Dank an drsl fuers Daumendruecken, Mitfiebern und die
>moralische Unterstuetzung und die Ermutigungen im Vorfeld!
Aber gerne doch.
Nochmal mit Verspaetung ganz herzliche Glueckwuensche,
Elisabeth
Autor: Katrin Wicker (2006-11-08 20:20:03)
Elisabeth Mueller wrote:
>Katrin Wicker schrieb:
>
>>Das war fuer mich ein untypischer Marathon ... fast ein bisschen
>>"verkehrte Welt" ...
>
>Also gar nicht unlocker, oder wie?
Nicht so wie erwartet, nein.
>>Marathonprojekt-TeilnehmerInnen. Dann Kleiderbeutel abgeben, zweimal
>>Toilette aufsuchen (es gibt da welche ohne Schlange, aber ich verrate
>>nicht, wo :-p), mit anderen Projektteilnehmern plaudern ...
>
>Du hast da eine Geheimtoilette nur fuer Dich? Das erklaert auch die
>gute Zeit.
;-)
>>Da ich als Zielzeit auf dem Anmeldezettel 3:59:59 angegeben hatte, bin
>>ich dem drittletzten Startblock zugeordnet - was fuer ein Aufstieg
>>direkt aus dem letzten, den ich gewoehnt bin! Ich quetsche mich also
>>ganz hinten in den Startblock "Maritim".
>
>Lustiger Name fuer einen Startblock,
Ist der Name des Hotels direkt an der Messe, und das Hotel ist einer
der Sponsoren. Die Startbloecke sind alle nach Sponsoren benannt.
>besonders angesichts:
>>steht fast wie in einer Sardinenbuechse.
LOL!
>>gefallen: Statt den erhofften 152 waren da schon Werte um 158,
>>stellenweise sogar 160 zu lesen. Oh je, das ist dafuer eigentlich viel
>>zu frueh! Der Gedanke, den Hasen laufen zu lassen und das Tempo etwas
>>rauszunehmen schiesst mir durch den Kopf, hat aber keine Chance. Nein,
>>ich werde mein Ziel nicht schon auf den ersten 5km aufgeben. Soll der
>>bloede Puls doch machen, was er will! Ich werde einfach nicht mehr
>>hinschauen, basta. Das Tempo fuehlt sich eigentlich auch noch so an,
>>als ob ich es ueber die 42km durchhalten koennte - ich bin nicht am
>>Keuchen oder so. Allerdings ist es auch nicht ganz so locker-flockig
>>wie letztes Jahr auf den ersten 15-20km, sondern irgendwie leicht
>>gehetzt, immer mit Blick auf den roten Luftballon. Auf dem leichten
>>Bergab-Abschnitt ab km 5 nehme ich die Chance wahr, lasse es rollen
>>und hole dadurch den Hasen ein.
>
>So besonders gut ist der Anfang ja nicht, klingt ja recht verkrampft
>fuer Deine Verhaeltnisse.
Ja, am Anfang war es unlockerer als sonst. Es rollte irgendwie nicht
"von alleine" in dem Tempo, das ich gern gehabt haette.
>>Aber ich fuehle mich immer noch ein klein bisschen gehetzt, und das
>>beunruhigt mich. Eigentlich sollten sich die ersten 15-20km beim
>>Marathon wie von alleine laufen. Wenn das nicht so ist, muss doch
>>hinten der Einbruch kommen, oder?
>
>Du hast eigentlich genau so begonnen, wie man immer liest, dass man es
>nicht soll.
Na ja, ich bin ja jetzt nicht den ersten Kilometer im 10km-Tempo
losgejagt. Das Tempo war ja schon noch irgendwie "kontrolliert", es
haette halt ein klein bisschen mehr "von alleine" gehen koennen.
>>Das Knie hat das Meckern inzwischen wieder eingestellt, und in
>>Goldstein, dem Wohngebiet, bin ich immerhin so entspannt, dass ich die
>>fantasievollen Anfeuerungen der Anwohner geniessen kann. Rasseln,
>>Blecheimer, Trommeln, Stereoanlagen - alles muss herhalten.
>
>Das klingt jetzt wieder schoen.
Ja, da war ich dann endlich einigermassen entspannt :-)
>>[km 35-42]
>>An der Verpflegungsstelle bei km 35 macht der Hase eine Handbewegung,
>>die sagt "langsam jetzt". Ich sehe dazu eigentlich keine
Veranlassung,
>>schnappe mir ein Wasser und eine Apfelschorle und laufe weiter.
>
>Lass den langsamen Hasen doch einfach stehen. Du willst ja *sub* 4
>laufen.
Wollte er ja auch. Auf seinem Ballon stand "3:59".
>>3:45:17h bei km 40, immer noch mehr als zwei Minuten Vorsprung - das
>>Ding ist sozusagen gegessen.
>
>Mahlzeit. Sogar wenn Du auf allen vieren kriechen musst, die Sub 4
>hast Du.
Ja, da war es klar - vor allem da es keine Anzeichen dafuer gab, dass
ich demnaechst kriechen muesste.
>>Heute, am Tag danach, habe ich etwas Muskelkater in den Beinen und
>>Schultern, aber nichts Dramatisches. Treppen runtergehen ist
>>problemlos vorwaerts und freihaendig moeglich :-)
>
>Das ist irgendwie ... unverschaemt.
Na, das hast Du doch bei Deinem Ultra auch schon festgestellt, dass
das Stiegen-Runtergehen am Tag danach ueberhaupt kein Problem ist.
>>Irgendwie war das ein seltsamer Marathon - die erste Haelfte war
>>weniger locker-flockig als sonst, dafuer war die zweite Haelfte und
>>insbesondere km 30-38 viel unproblematischer als ich das gewoehnt bin.
>>Mit offiziell 1:57:46h auf der ersten und 1:58:58h auf der zweiten
>>Haelfte bin ich auch so gleichmaessig gelaufen wie noch nie.
>
>Freu Dich doch!
Tu ich ja :-)
>Nochmal mit Verspaetung ganz herzliche Glueckwuensche,
Nochmal vielen Dank :-)
Gruss,
Katrin
Autor: Torsten Metzner (2006-11-09 13:33:23)
Katrin Wicker wrote:
>154-157, spaeter zeitweise sogar auf 152. Im Nachhinein verstaendlich,
>denn der Abschnitt zwischen km 10 und 15 war mit 28:46 langsamer als
>die beiden vorherigen 5km-Abschnitte (27:30 und 27:19).
Hi Katrin,
die 27er Zeiten sind ja auch um einiges schneller als dein geplanter
Schnitt, da wir aber ja alle wußten dass du es besser kannst :-) und du
mit deiner oberen Beschränkung von 85% immer sehr konservativ auf Nummer
sicher läufst, alles voll im grünen Bereich, was man ja auch am
fallenden
Puls bemerkt. Läuft doch super.
>Eigentlich sollten sich die ersten 15-20km beim
>Marathon wie von alleine laufen.
Stimmt aber besser so und die Pulswerte passen, was bei mir dann
eigentlich auch bedeutet ich komme durch, als anders rum. Also mit
lockeren Beinen sehr schnell laufen und dabei zu hohe Pulswerte haben.
Da könnte man dann eher einbrechen, auch wenn sich die Beine so schön
locker anfühlen.
>Das Knie hat das Meckern inzwischen wieder eingestellt,
Siehst du, laufen ist gesund.
>Und schwer werden muss es jetzt
>doch bald, das war bisher immer so. Ich warte also. Und warte. Na ja,
>so richtig leicht ist es natuerlich nicht mehr jetzt, ich spuere schon
>meine Beine. Aber es wird auch nicht schwerer. Kein Problem, mit dem
>Hasen mitzuhalten auf km 34 und 35, und diese beiden km waren letztes
>Jahr richtig schwer.
Du bist einfach gut vorbereitet und einen Tuck :-) zu langsamm
unterwegs. Sorry ist nicht böse gemeint. So wie dir ging es mir in Essen
nämlich auch, die Beine waren nicht mehr locker, liefen aber einfach
weiter und ich dachte an meinen ersten M in Berlin und wegen meiner
geringen M-Erfahrung daran, dass es irgendwann noch richtig hart werden
müsste.
>dass ich es schaffen werde, diese letzte Schleife war noch nie ein
>Problem.
Freu dich darüber, gerade hinten kurz vor dem Ziel, tut es doch immer
irgendwie weh. Bei mir im letzten M ab KM39, da haute mir einen mit dem
Hämmerchen immer leicht auf die schmerzende Oberschenkel- und
Wadenmuskulatur.
>bringen. Die letzten 2,195 Marathon-km werden mit einem Schnitt
>von 5:22 Min./km mal wieder so ziemlich meine schnellsten
Du Glückliche so "entspannt" möchte ich auch mal ins Ziel
kommen, obwohl
vielleicht doch nicht, dann hätte ich ja etwas verschenkt :-)
>Einen Becher Tee genommen und irgendwo auf den Boden gesetzt. Andere
>Sitzmoeglichkeiten im Bereich der Zielverpflegung sind leider nicht
>vorhanden, aber auch egal. Vorsichtig den Tee getrunken - oh oh, mein
>Magen rebelliert mal wieder.
Ich nehme alles zurück, du hast dich verausgabt. Hier habe ich
Glück, solche Magenprobleme habe ich "nie" nach dem Laufen. Hats
du die
Probleme imemr nur nach dem Marathon oder nach jedem schnellen Lauf?
>Mit offiziell 1:57:46h auf der ersten und 1:58:58h auf der zweiten
>Haelfte bin ich auch so gleichmaessig gelaufen wie noch nie.
Sehr schöne Renneinteilung, ein schöner Bericht und eine für
dich tolle
Zeit und keine Angst uns fällt hier für dich schon etwas für
2007 ein.
Wie wäre es mit einer zaghaften 3:50h? Im Training dafür wirst du
dann
ja sehen, was sich wirklich ergibt.
>Und der Puls? Ab km 31 lagen die Durchschnittswerte pro km teilweise
>bei 160 und mehr, aber es waren auch da noch einzelne km mit 158 oder
>159 dabei. Auf dem letzten km waren es 166. Insgesamt im Schnitt 157 =
>84% HFmax und damit "nur" zwei Schlaege hoeher als vor einem
Jahr.
Siehst du solche Pulswerte gehen auch für dich total unproblematisch,
deine Grenze hast du hier bestimmt noch nicht erreicht.
Herzlichen Glückwunsch und danke für den Bericht,
ToM
