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[Bericht] 33. real,- Berlin-Marathon - Thomas Mantay


[Bericht] 33. real,- Berlin-Marathon - Thomas Mantay
Autor: Thomas Mantay (2006-10-01 02:01:32)

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[x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
[x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschließlich für die Usenetgruppen
de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter drsl.de
und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch auszugs-
weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich nicht zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.

Name des Laufes: 33. real,- Berlin-Marathon
Datum: 24.9.2006 (Sun)
Ort: Berlin
Postleitzahl: D1
Homepage (Veranstalter):
http://www.scc-events.com/events/berlin marathon/2006/
Ihr Name: Thomas Mantay
Ihre eMail-Adresse: mantay at web de
Streckenlaengen: MA
Beschaffenheit: Asphalt, nicht einen Meter Kopfsteinpflaster
Profil: sehr flach, so gut wie keine Steigungen
Wetter: wolkenlos, 17,5°C (9.00 Uhr) bis 23,7°C (12.00 Uhr), viel zu
warm und windig
Teilnehmer: 39696
Bericht:
Nachdem ich dieses Jahr beim Hamburg-Marathon verletzungsbedingt passen
musste, muss ich mein Jahreswerk also wieder in Berlin erledigen -
genau wie letztes Jahr. Aber Berlin ist ein gutes Pflaster für mich,
hab ich doch letztes Jahr mit 2:50:59 h zum ersten Mal die 3-h-Grenze
gebrochen. Da meine Trainingsleistungen dieses Jahr etwas besser
ausgefallen sind, setze ich mir eine 2:48:XX als Ziel. Das macht einen
Kilometerschnitt von 4 Minuten.

Am Sonntagmorgen klingelt um 6.23 Uhr das Telefon. Hat mich die Frau
von der Hotelrezeption doch glatt um 7 Minuten betrogen! Sauerei! :)
Zum Frühstück zieh ich mir 2 Brötchen mit allerhand süßem Zeug, 2
Tassen Tee und ein paar Gläser O-Saft rein und treff mich mit meinem
Bekannten Jürgen, der ebenfalls mitläuft, um 7.45 Uhr am Reichstag. Bis
90 Minuten vor dem Lauf trinke ich noch O-Saft, danach nur noch Wasser.
Ab 8.40 Uhr wird nichts mehr getrunken, sonst gibt das Seitenstechen
auf den ersten Kilometern. Um 8.30 Uhr stehe ich *neben* meinem
Startblock (C), um schneller mal in die Büsche verschwinden zu können.
Ausreichend getrunken hat man, wenn man sofort nach dem Trinken wieder
pinkeln muss. Ein paar Minuten vor dem Start gelten meine Gedanken
meinem Kumpel Markus, mit dem ich hier letztes Jahr stand. Ein
Zeckenbiss vor Wochen hat leider dafür gesorgt, dass er nicht
trainieren konnte. So muss ich das Ding also dieses Mal alleine wuppen
... Punkt 9.00 Uhr erfolgt der Startschuss und 1 Minute danach geht das
Rennen auch für mich los.

Im Gegensatz zum letzten Jahr geht es heuer flotter voran beim Start,
für den ersten Kilometer brauche ich 4:20. Um nicht längere Zeit einem
Rückstand hinterherzulaufen, gebe ich gleich auf dem 2. Kilometer Gas
(3:47) und liege bei KM 5 mit 19:58 exakt im Plan.

Bei KM 6 schaue ich auf meinen Pulser und glaube meinen Augen nicht zu
trauen: Das Ding zeigt alles Achten an und alle Segment leuchten auf -
das Ding hat sich aufgehängt! Mitten im Marathonlauf! Ich fluche auf
die Deppen von Polar und überlege, wie ich das Beste aus der Situation
mache. Ich binde die Uhr ab, drücke alle 5 Tasten auf einmal (Reset),
binde die Uhr wieder um (was bestimmt 3 Minuten gedauert hat im vollen
Lauf) klick mich durch irgendwelche Einstellungsmenüs durch und drücke
dann endlich bei KM 8 wieder die Starttaste. Von jetzt an kann ich
meine Gesamtzeit nur noch anhand der Zeiten für jeden einzelnen
Kilometer abschätzen.

Bei KM 10 liege ich bei 40:15, hab also schon einen kleinen Malus. In
dieser Zeit muss sich irgendwann ein Läufer vom TSV Egerdorfelden (?)
zu mir gesellt haben, mit dem ich die nächsten 25 Kilometer zusammen
laufe. Er lief jeden Kilometer wie ein Uhrwerk in fast genau 4 Minuten.
Nach 10 Kilometern fühlen sich meine Beine noch fast ungebraucht an.
Aufgrund der hohen Temperaturen ziehe ich mir an jeder Wasserstelle
mindestens 2 Becher Wasser rein und kippe mir mindestens einen weiteren
Becher über den Kopf. Diese Aktion kostet mich leider jedesmal 7-10
Sekunden.

Die 15-km-Marke erreiche ich nach 1:00:06 und die Halbmarathonmarke
nach 1:24:36. Meine Zielzeit ist also noch drin zu dieser Zeit.
Mittlerweile kostet es mich schon richtig Kraft, nach den Aufenthalten
bei den Wasserstationen die Geschwindigkeit wieder aufzunehmen.
Zwischen KM 25 und 27 zieht mein zufälliger Begleiter plötzlich das
Tempo auf 3:45 an; ich dachte schon, dass er mir jetzt weglaufen will,
aber das kann ich natürlich nicht zulassen. :) Er fiel dann aber wieder
zurück auf den gewohnten 4er-Schnitt. Bei KM 27 fiel mir das Laufen
plötzlich schwerer. Ich kann zwar das Tempo weiterhin halten, aber ich
muss mich schon gut dafür konzentrieren. Bei KM 29 dachte ich daran,
wie der gute Markus letztes Jahr Probleme im Oberschenkel bekam und
schon fast aufgeben wollte. Mir gehts aber körperlich noch gut.

Für KM 34 braucht der andere Läufer dann 4:12, und bei mir gehen die
Alarmlampen an. Einen Kilometer "Bewährungschance" gebe ich ihm noch,
vielleicht ging es auf dem letzten Kilometer auch bergauf, ohne dass
ich es mitbekommen habe. Aber auch für den nächsten KM braucht er mit
4:09 zu lange. Von diesem Augenblick an ziehe ich das Tempo an. Vor dem
Rennen hatte ich mir vorgenommen, bis KM35 den 4er-Schnitt zu halten und
dann zu entscheiden, ob ich nochmal "angreife" oder nicht. Ich halte
mich aber mit einer Tempoverschärfung zurück, denn ich bin mir nicht
sicher, ob auf den letzten 7 km nicht noch der Mann mit dem Hammer auf
mich wartet. Ab KM 38 (Potsdamer Platz) weht mir ein heftiger Wind
entgegen und es sind kaum noch Läufer da, in deren Windschatten man
laufen konnte. :-/

Ich kann meinen 4er-Schnitt bis KM 40 ganz gut "verteidigen", habe aber
das Gefühl, dass ich aus den ersten Kilometern des Rennens noch ein paar
Sekunden aufholen muss - schon allein wegen der ganzen Uhrscheiße! Auf
den letzten 2,2 km kann ich nochmal richtig Gas geben und 22 Sekunden
aufholen. Dazu hat sicherlich auch beigetragen, dass das Brandenburger
Tor in Sichtweite rückte.

Die letzten Meter lief ich im "kontrollierten Vollgas" und erreichte
nach 2:48:46 das Ziel - Punktlandung! Auf den letzten 2 km habe ich
dabei ungefähr 20 Sekunden aufgeholt. Über das gesamte Rennen hinweg
hatte ich keine ernstzunehmende Krise, so dass ich glaube, dass ich
einen etwas höheren KM-Schnitt hätte anpeilen können. Aber hinterher
ist man immer schlauer. Und man muss ja auch noch Ziele für den
nächsten Marathon haben. Das nächste Ziel wird 2:45 sein.

Hier die Kilometerzeiten. Sie sind zum Teil geschätzt wegen des
Pulserproblems.

1,0 04:20,0 0:04:20
2,0 03:47,0 0:08:07
3,0 03:57,0 0:12:04
4,0 03:57,0 0:16:01
5,0 03:57,0 0:19:58
6,0 04:20,2 0:24:18
7,0 04:00,0 0:28:18
8,0 03:53,3 0:32:12
9,0 04:02,6 0:36:14
10,0 04:00,4 0:40:15
11,0 03:52,7 0:44:07
12,0 04:01,8 0:48:09
13,0 04:08,2 0:52:17
14,0 03:45,8 0:56:03
15,0 04:03,2 1:00:06
16,0 04:06,6 1:04:13
17,0 03:54,1 1:08:07
18,0 03:56,2 1:12:03
19,0 04:05,0 1:16:08
20,0 03:58,1 1:20:06
21,0 04:05,5 1:24:12
21,1 00:24,7 1:24:36
22,0 03:41,3 1:28:18
23,0 03:48,3 1:32:06
24,0 04:04,3 1:36:10
25,0 04:01,8 1:40:12
26,0 04:03,0 1:44:15
27,0 04:03,0 1:48:18
28,0 03:59,7 1:52:18
29,0 03:55,5 1:56:13
30,0 04:02,4 2:00:16
31,0 04:01,7 2:04:17
32,0 03:46,7 2:08:04
33,0 03:38,3 2:11:42
34,0 04:12,1 2:15:54
35,0 04:09,4 2:20:04
36,0 04:03,0 2:24:07
37,0 04:02,8 2:28:10
38,0 03:57,8 2:32:07
39,0 04:05,5 2:36:13
40,0 04:07,5 2:40:20
41,0 03:49,6 2:44:10
42,0 03:55,5 2:48:06
42,2 00:41,2 2:48:46,8


# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team

[Bericht] 33. real,- Berlin-Marathon - Thomas Mantay
Autor: Heiko Streich (2006-10-01 17:56:03)

[Bericht] 33. real,- Berlin-Marathon - Thomas Mantay
Autor: Heiko Streich (2006-10-01 17:56:03)

Thomas Mantay schrieb:

> Bei KM 6 schaue ich auf meinen Pulser und glaube meinen Augen nicht zu
> trauen: Das Ding zeigt alles Achten an und alle Segment leuchten auf -
> das Ding hat sich aufgehängt! Mitten im Marathonlauf! Ich fluche auf
> die Deppen von Polar und überlege, wie ich das Beste aus der Situation
> mache. Ich binde die Uhr ab, drücke alle 5 Tasten auf einmal (Reset),
> binde die Uhr wieder um (was bestimmt 3 Minuten gedauert hat im vollen
> Lauf) klick mich durch irgendwelche Einstellungsmenüs durch und drücke
> dann endlich bei KM 8 wieder die Starttaste. Von jetzt an kann ich
> meine Gesamtzeit nur noch anhand der Zeiten für jeden einzelnen
> Kilometer abschätzen.
...
> ... - schon allein wegen der ganzen Uhrscheiße!

Hallo, Thomas,

ähm - ich glaube ja nicht an Psi-Phänomene und so was, aber: Etwa dort
ist auch meine Uhr (eine plötrige Timex Ironman, kein Pulser) plötzlich
stehengeblieben. Und bei einem Bekannten ebenfalls irgendwo in dieser
Ecke ... Ich habe dann bei km 10 wieder alles auf 0 gestellt und habe so
getan, als finge ich von vorne an. Von solchen Zeiten wie Du träume ich
allerdings nicht mal; Glückwunsch dazu und danke für den Bericht. Am
Ende war ich bei dem Wetter froh, nach 3:55:40 noch halbwegs würdevoll
ins Ziel zu kommen.

Gruß, Hei- nein, ich bin nicht abergläubisch -ko

[Bericht] 33. real,- Berlin-Marathon - Thomas Mantay
Autor: Thomas Mantay (2006-10-01 22:16:04)

Heiko Streich schrieb:

> ähm - ich glaube ja nicht an Psi-Phänomene und so was, aber: Etwa dort
> ist auch meine Uhr (eine plötrige Timex Ironman, kein Pulser) plötzlich
> stehengeblieben. Und bei einem Bekannten ebenfalls irgendwo in dieser
> Ecke ... Ich habe dann bei km 10 wieder alles auf 0 gestellt und habe so
> getan, als finge ich von vorne an. Von solchen Zeiten wie Du träume ich
> allerdings nicht mal; Glückwunsch dazu und danke für den Bericht. Am
> Ende war ich bei dem Wetter froh, nach 3:55:40 noch halbwegs würdevoll
> ins Ziel zu kommen.

Oh, das ist ja interessant. Könnte es vielleicht an einem äußeren
Einfluss gelegen haben? Bei mir muss es irgendwo zwischen KM 5 und 6
passiert sein, also in Alt-Moabit.

Vielleicht gibt es einen Berliner hier, der sich in der Gegend auskennt.
Ein Atomkraftwerk dort wäre mir aufgefallen. :)

Ich hab meine Uhr übrigens zu Polar zur Inspektion gegeben. Der Händler
hat mir freundlicherweise eine Ersatzuhr zur Verfügung gestellt.

Gruß,
Thomas

[Bericht] 33. real,- Berlin-Marathon - Thomas Mantay
Autor: Thomas Mantay (2006-10-01 02:01:32)

# Begin Template
[x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
[x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschließlich für die Usenetgruppen
de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter drsl.de
und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch auszugs-
weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich nicht zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.

Name des Laufes: 33. real,- Berlin-Marathon
Datum: 24.9.2006 (Sun)
Ort: Berlin
Postleitzahl: D1
Homepage (Veranstalter):
http://www.scc-events.com/events/berlin marathon/2006/
Ihr Name: Thomas Mantay
Ihre eMail-Adresse: mantay at web de
Streckenlaengen: MA
Beschaffenheit: Asphalt, nicht einen Meter Kopfsteinpflaster
Profil: sehr flach, so gut wie keine Steigungen
Wetter: wolkenlos, 17,5°C (9.00 Uhr) bis 23,7°C (12.00 Uhr), viel zu
warm und windig
Teilnehmer: 39696
Bericht:
Nachdem ich dieses Jahr beim Hamburg-Marathon verletzungsbedingt passen
musste, muss ich mein Jahreswerk also wieder in Berlin erledigen -
genau wie letztes Jahr. Aber Berlin ist ein gutes Pflaster für mich,
hab ich doch letztes Jahr mit 2:50:59 h zum ersten Mal die 3-h-Grenze
gebrochen. Da meine Trainingsleistungen dieses Jahr etwas besser
ausgefallen sind, setze ich mir eine 2:48:XX als Ziel. Das macht einen
Kilometerschnitt von 4 Minuten.

Am Sonntagmorgen klingelt um 6.23 Uhr das Telefon. Hat mich die Frau
von der Hotelrezeption doch glatt um 7 Minuten betrogen! Sauerei! :)
Zum Frühstück zieh ich mir 2 Brötchen mit allerhand süßem Zeug, 2
Tassen Tee und ein paar Gläser O-Saft rein und treff mich mit meinem
Bekannten Jürgen, der ebenfalls mitläuft, um 7.45 Uhr am Reichstag. Bis
90 Minuten vor dem Lauf trinke ich noch O-Saft, danach nur noch Wasser.
Ab 8.40 Uhr wird nichts mehr getrunken, sonst gibt das Seitenstechen
auf den ersten Kilometern. Um 8.30 Uhr stehe ich *neben* meinem
Startblock (C), um schneller mal in die Büsche verschwinden zu können.
Ausreichend getrunken hat man, wenn man sofort nach dem Trinken wieder
pinkeln muss. Ein paar Minuten vor dem Start gelten meine Gedanken
meinem Kumpel Markus, mit dem ich hier letztes Jahr stand. Ein
Zeckenbiss vor Wochen hat leider dafür gesorgt, dass er nicht
trainieren konnte. So muss ich das Ding also dieses Mal alleine wuppen
... Punkt 9.00 Uhr erfolgt der Startschuss und 1 Minute danach geht das
Rennen auch für mich los.

Im Gegensatz zum letzten Jahr geht es heuer flotter voran beim Start,
für den ersten Kilometer brauche ich 4:20. Um nicht längere Zeit einem
Rückstand hinterherzulaufen, gebe ich gleich auf dem 2. Kilometer Gas
(3:47) und liege bei KM 5 mit 19:58 exakt im Plan.

Bei KM 6 schaue ich auf meinen Pulser und glaube meinen Augen nicht zu
trauen: Das Ding zeigt alles Achten an und alle Segment leuchten auf -
das Ding hat sich aufgehängt! Mitten im Marathonlauf! Ich fluche auf
die Deppen von Polar und überlege, wie ich das Beste aus der Situation
mache. Ich binde die Uhr ab, drücke alle 5 Tasten auf einmal (Reset),
binde die Uhr wieder um (was bestimmt 3 Minuten gedauert hat im vollen
Lauf) klick mich durch irgendwelche Einstellungsmenüs durch und drücke
dann endlich bei KM 8 wieder die Starttaste. Von jetzt an kann ich
meine Gesamtzeit nur noch anhand der Zeiten für jeden einzelnen
Kilometer abschätzen.

Bei KM 10 liege ich bei 40:15, hab also schon einen kleinen Malus. In
dieser Zeit muss sich irgendwann ein Läufer vom TSV Egerdorfelden (?)
zu mir gesellt haben, mit dem ich die nächsten 25 Kilometer zusammen
laufe. Er lief jeden Kilometer wie ein Uhrwerk in fast genau 4 Minuten.
Nach 10 Kilometern fühlen sich meine Beine noch fast ungebraucht an.
Aufgrund der hohen Temperaturen ziehe ich mir an jeder Wasserstelle
mindestens 2 Becher Wasser rein und kippe mir mindestens einen weiteren
Becher über den Kopf. Diese Aktion kostet mich leider jedesmal 7-10
Sekunden.

Die 15-km-Marke erreiche ich nach 1:00:06 und die Halbmarathonmarke
nach 1:24:36. Meine Zielzeit ist also noch drin zu dieser Zeit.
Mittlerweile kostet es mich schon richtig Kraft, nach den Aufenthalten
bei den Wasserstationen die Geschwindigkeit wieder aufzunehmen.
Zwischen KM 25 und 27 zieht mein zufälliger Begleiter plötzlich das
Tempo auf 3:45 an; ich dachte schon, dass er mir jetzt weglaufen will,
aber das kann ich natürlich nicht zulassen. :) Er fiel dann aber wieder
zurück auf den gewohnten 4er-Schnitt. Bei KM 27 fiel mir das Laufen
plötzlich schwerer. Ich kann zwar das Tempo weiterhin halten, aber ich
muss mich schon gut dafür konzentrieren. Bei KM 29 dachte ich daran,
wie der gute Markus letztes Jahr Probleme im Oberschenkel bekam und
schon fast aufgeben wollte. Mir gehts aber körperlich noch gut.

Für KM 34 braucht der andere Läufer dann 4:12, und bei mir gehen die
Alarmlampen an. Einen Kilometer "Bewährungschance" gebe ich ihm noch,
vielleicht ging es auf dem letzten Kilometer auch bergauf, ohne dass
ich es mitbekommen habe. Aber auch für den nächsten KM braucht er mit
4:09 zu lange. Von diesem Augenblick an ziehe ich das Tempo an. Vor dem
Rennen hatte ich mir vorgenommen, bis KM35 den 4er-Schnitt zu halten und
dann zu entscheiden, ob ich nochmal "angreife" oder nicht. Ich halte
mich aber mit einer Tempoverschärfung zurück, denn ich bin mir nicht
sicher, ob auf den letzten 7 km nicht noch der Mann mit dem Hammer auf
mich wartet. Ab KM 38 (Potsdamer Platz) weht mir ein heftiger Wind
entgegen und es sind kaum noch Läufer da, in deren Windschatten man
laufen konnte. :-/

Ich kann meinen 4er-Schnitt bis KM 40 ganz gut "verteidigen", habe aber
das Gefühl, dass ich aus den ersten Kilometern des Rennens noch ein paar
Sekunden aufholen muss - schon allein wegen der ganzen Uhrscheiße! Auf
den letzten 2,2 km kann ich nochmal richtig Gas geben und 22 Sekunden
aufholen. Dazu hat sicherlich auch beigetragen, dass das Brandenburger
Tor in Sichtweite rückte.

Die letzten Meter lief ich im "kontrollierten Vollgas" und erreichte
nach 2:48:46 das Ziel - Punktlandung! Auf den letzten 2 km habe ich
dabei ungefähr 20 Sekunden aufgeholt. Über das gesamte Rennen hinweg
hatte ich keine ernstzunehmende Krise, so dass ich glaube, dass ich
einen etwas höheren KM-Schnitt hätte anpeilen können. Aber hinterher
ist man immer schlauer. Und man muss ja auch noch Ziele für den
nächsten Marathon haben. Das nächste Ziel wird 2:45 sein.

Hier die Kilometerzeiten. Sie sind zum Teil geschätzt wegen des
Pulserproblems.

1,0 04:20,0 0:04:20
2,0 03:47,0 0:08:07
3,0 03:57,0 0:12:04
4,0 03:57,0 0:16:01
5,0 03:57,0 0:19:58
6,0 04:20,2 0:24:18
7,0 04:00,0 0:28:18
8,0 03:53,3 0:32:12
9,0 04:02,6 0:36:14
10,0 04:00,4 0:40:15
11,0 03:52,7 0:44:07
12,0 04:01,8 0:48:09
13,0 04:08,2 0:52:17
14,0 03:45,8 0:56:03
15,0 04:03,2 1:00:06
16,0 04:06,6 1:04:13
17,0 03:54,1 1:08:07
18,0 03:56,2 1:12:03
19,0 04:05,0 1:16:08
20,0 03:58,1 1:20:06
21,0 04:05,5 1:24:12
21,1 00:24,7 1:24:36
22,0 03:41,3 1:28:18
23,0 03:48,3 1:32:06
24,0 04:04,3 1:36:10
25,0 04:01,8 1:40:12
26,0 04:03,0 1:44:15
27,0 04:03,0 1:48:18
28,0 03:59,7 1:52:18
29,0 03:55,5 1:56:13
30,0 04:02,4 2:00:16
31,0 04:01,7 2:04:17
32,0 03:46,7 2:08:04
33,0 03:38,3 2:11:42
34,0 04:12,1 2:15:54
35,0 04:09,4 2:20:04
36,0 04:03,0 2:24:07
37,0 04:02,8 2:28:10
38,0 03:57,8 2:32:07
39,0 04:05,5 2:36:13
40,0 04:07,5 2:40:20
41,0 03:49,6 2:44:10
42,0 03:55,5 2:48:06
42,2 00:41,2 2:48:46,8


# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team

[Bericht] 33. real,- Berlin-Marathon - Thomas Mantay
Autor: Heiko Streich (2006-10-01 17:56:03)

Thomas Mantay schrieb:

> Bei KM 6 schaue ich auf meinen Pulser und glaube meinen Augen nicht zu
> trauen: Das Ding zeigt alles Achten an und alle Segment leuchten auf -
> das Ding hat sich aufgehängt! Mitten im Marathonlauf! Ich fluche auf
> die Deppen von Polar und überlege, wie ich das Beste aus der Situation
> mache. Ich binde die Uhr ab, drücke alle 5 Tasten auf einmal (Reset),
> binde die Uhr wieder um (was bestimmt 3 Minuten gedauert hat im vollen
> Lauf) klick mich durch irgendwelche Einstellungsmenüs durch und drücke
> dann endlich bei KM 8 wieder die Starttaste. Von jetzt an kann ich
> meine Gesamtzeit nur noch anhand der Zeiten für jeden einzelnen
> Kilometer abschätzen.
...
> ... - schon allein wegen der ganzen Uhrscheiße!

Hallo, Thomas,

ähm - ich glaube ja nicht an Psi-Phänomene und so was, aber: Etwa dort
ist auch meine Uhr (eine plötrige Timex Ironman, kein Pulser) plötzlich
stehengeblieben. Und bei einem Bekannten ebenfalls irgendwo in dieser
Ecke ... Ich habe dann bei km 10 wieder alles auf 0 gestellt und habe so
getan, als finge ich von vorne an. Von solchen Zeiten wie Du träume ich
allerdings nicht mal; Glückwunsch dazu und danke für den Bericht. Am
Ende war ich bei dem Wetter froh, nach 3:55:40 noch halbwegs würdevoll
ins Ziel zu kommen.

Gruß, Hei- nein, ich bin nicht abergläubisch -ko

[Bericht] 33. real,- Berlin-Marathon - Thomas Mantay
Autor: Thomas Mantay (2006-10-01 22:16:04)

Heiko Streich schrieb:

> ähm - ich glaube ja nicht an Psi-Phänomene und so was, aber: Etwa dort
> ist auch meine Uhr (eine plötrige Timex Ironman, kein Pulser) plötzlich
> stehengeblieben. Und bei einem Bekannten ebenfalls irgendwo in dieser
> Ecke ... Ich habe dann bei km 10 wieder alles auf 0 gestellt und habe so
> getan, als finge ich von vorne an. Von solchen Zeiten wie Du träume ich
> allerdings nicht mal; Glückwunsch dazu und danke für den Bericht. Am
> Ende war ich bei dem Wetter froh, nach 3:55:40 noch halbwegs würdevoll
> ins Ziel zu kommen.

Oh, das ist ja interessant. Könnte es vielleicht an einem äußeren
Einfluss gelegen haben? Bei mir muss es irgendwo zwischen KM 5 und 6
passiert sein, also in Alt-Moabit.

Vielleicht gibt es einen Berliner hier, der sich in der Gegend auskennt.
Ein Atomkraftwerk dort wäre mir aufgefallen. :)

Ich hab meine Uhr übrigens zu Polar zur Inspektion gegeben. Der Händler
hat mir freundlicherweise eine Ersatzuhr zur Verfügung gestellt.

Gruß,
Thomas

[Bericht] 33. real,- Berlin-Marathon - Thomas Mantay
Autor: Thomas Mantay (2006-10-01 02:01:32)

# Begin Template
[x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
[x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschließlich für die Usenetgruppen
de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter drsl.de
und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch auszugs-
weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich nicht zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.

Name des Laufes: 33. real,- Berlin-Marathon
Datum: 24.9.2006 (Sun)
Ort: Berlin
Postleitzahl: D1
Homepage (Veranstalter):
http://www.scc-events.com/events/berlin marathon/2006/
Ihr Name: Thomas Mantay
Ihre eMail-Adresse: mantay at web de
Streckenlaengen: MA
Beschaffenheit: Asphalt, nicht einen Meter Kopfsteinpflaster
Profil: sehr flach, so gut wie keine Steigungen
Wetter: wolkenlos, 17,5°C (9.00 Uhr) bis 23,7°C (12.00 Uhr), viel zu
warm und windig
Teilnehmer: 39696
Bericht:
Nachdem ich dieses Jahr beim Hamburg-Marathon verletzungsbedingt passen
musste, muss ich mein Jahreswerk also wieder in Berlin erledigen -
genau wie letztes Jahr. Aber Berlin ist ein gutes Pflaster für mich,
hab ich doch letztes Jahr mit 2:50:59 h zum ersten Mal die 3-h-Grenze
gebrochen. Da meine Trainingsleistungen dieses Jahr etwas besser
ausgefallen sind, setze ich mir eine 2:48:XX als Ziel. Das macht einen
Kilometerschnitt von 4 Minuten.

Am Sonntagmorgen klingelt um 6.23 Uhr das Telefon. Hat mich die Frau
von der Hotelrezeption doch glatt um 7 Minuten betrogen! Sauerei! :)
Zum Frühstück zieh ich mir 2 Brötchen mit allerhand süßem Zeug, 2
Tassen Tee und ein paar Gläser O-Saft rein und treff mich mit meinem
Bekannten Jürgen, der ebenfalls mitläuft, um 7.45 Uhr am Reichstag. Bis
90 Minuten vor dem Lauf trinke ich noch O-Saft, danach nur noch Wasser.
Ab 8.40 Uhr wird nichts mehr getrunken, sonst gibt das Seitenstechen
auf den ersten Kilometern. Um 8.30 Uhr stehe ich *neben* meinem
Startblock (C), um schneller mal in die Büsche verschwinden zu können.
Ausreichend getrunken hat man, wenn man sofort nach dem Trinken wieder
pinkeln muss. Ein paar Minuten vor dem Start gelten meine Gedanken
meinem Kumpel Markus, mit dem ich hier letztes Jahr stand. Ein
Zeckenbiss vor Wochen hat leider dafür gesorgt, dass er nicht
trainieren konnte. So muss ich das Ding also dieses Mal alleine wuppen
... Punkt 9.00 Uhr erfolgt der Startschuss und 1 Minute danach geht das
Rennen auch für mich los.

Im Gegensatz zum letzten Jahr geht es heuer flotter voran beim Start,
für den ersten Kilometer brauche ich 4:20. Um nicht längere Zeit einem
Rückstand hinterherzulaufen, gebe ich gleich auf dem 2. Kilometer Gas
(3:47) und liege bei KM 5 mit 19:58 exakt im Plan.

Bei KM 6 schaue ich auf meinen Pulser und glaube meinen Augen nicht zu
trauen: Das Ding zeigt alles Achten an und alle Segment leuchten auf -
das Ding hat sich aufgehängt! Mitten im Marathonlauf! Ich fluche auf
die Deppen von Polar und überlege, wie ich das Beste aus der Situation
mache. Ich binde die Uhr ab, drücke alle 5 Tasten auf einmal (Reset),
binde die Uhr wieder um (was bestimmt 3 Minuten gedauert hat im vollen
Lauf) klick mich durch irgendwelche Einstellungsmenüs durch und drücke
dann endlich bei KM 8 wieder die Starttaste. Von jetzt an kann ich
meine Gesamtzeit nur noch anhand der Zeiten für jeden einzelnen
Kilometer abschätzen.

Bei KM 10 liege ich bei 40:15, hab also schon einen kleinen Malus. In
dieser Zeit muss sich irgendwann ein Läufer vom TSV Egerdorfelden (?)
zu mir gesellt haben, mit dem ich die nächsten 25 Kilometer zusammen
laufe. Er lief jeden Kilometer wie ein Uhrwerk in fast genau 4 Minuten.
Nach 10 Kilometern fühlen sich meine Beine noch fast ungebraucht an.
Aufgrund der hohen Temperaturen ziehe ich mir an jeder Wasserstelle
mindestens 2 Becher Wasser rein und kippe mir mindestens einen weiteren
Becher über den Kopf. Diese Aktion kostet mich leider jedesmal 7-10
Sekunden.

Die 15-km-Marke erreiche ich nach 1:00:06 und die Halbmarathonmarke
nach 1:24:36. Meine Zielzeit ist also noch drin zu dieser Zeit.
Mittlerweile kostet es mich schon richtig Kraft, nach den Aufenthalten
bei den Wasserstationen die Geschwindigkeit wieder aufzunehmen.
Zwischen KM 25 und 27 zieht mein zufälliger Begleiter plötzlich das
Tempo auf 3:45 an; ich dachte schon, dass er mir jetzt weglaufen will,
aber das kann ich natürlich nicht zulassen. :) Er fiel dann aber wieder
zurück auf den gewohnten 4er-Schnitt. Bei KM 27 fiel mir das Laufen
plötzlich schwerer. Ich kann zwar das Tempo weiterhin halten, aber ich
muss mich schon gut dafür konzentrieren. Bei KM 29 dachte ich daran,
wie der gute Markus letztes Jahr Probleme im Oberschenkel bekam und
schon fast aufgeben wollte. Mir gehts aber körperlich noch gut.

Für KM 34 braucht der andere Läufer dann 4:12, und bei mir gehen die
Alarmlampen an. Einen Kilometer "Bewährungschance" gebe ich ihm noch,
vielleicht ging es auf dem letzten Kilometer auch bergauf, ohne dass
ich es mitbekommen habe. Aber auch für den nächsten KM braucht er mit
4:09 zu lange. Von diesem Augenblick an ziehe ich das Tempo an. Vor dem
Rennen hatte ich mir vorgenommen, bis KM35 den 4er-Schnitt zu halten und
dann zu entscheiden, ob ich nochmal "angreife" oder nicht. Ich halte
mich aber mit einer Tempoverschärfung zurück, denn ich bin mir nicht
sicher, ob auf den letzten 7 km nicht noch der Mann mit dem Hammer auf
mich wartet. Ab KM 38 (Potsdamer Platz) weht mir ein heftiger Wind
entgegen und es sind kaum noch Läufer da, in deren Windschatten man
laufen konnte. :-/

Ich kann meinen 4er-Schnitt bis KM 40 ganz gut "verteidigen", habe aber
das Gefühl, dass ich aus den ersten Kilometern des Rennens noch ein paar
Sekunden aufholen muss - schon allein wegen der ganzen Uhrscheiße! Auf
den letzten 2,2 km kann ich nochmal richtig Gas geben und 22 Sekunden
aufholen. Dazu hat sicherlich auch beigetragen, dass das Brandenburger
Tor in Sichtweite rückte.

Die letzten Meter lief ich im "kontrollierten Vollgas" und erreichte
nach 2:48:46 das Ziel - Punktlandung! Auf den letzten 2 km habe ich
dabei ungefähr 20 Sekunden aufgeholt. Über das gesamte Rennen hinweg
hatte ich keine ernstzunehmende Krise, so dass ich glaube, dass ich
einen etwas höheren KM-Schnitt hätte anpeilen können. Aber hinterher
ist man immer schlauer. Und man muss ja auch noch Ziele für den
nächsten Marathon haben. Das nächste Ziel wird 2:45 sein.

Hier die Kilometerzeiten. Sie sind zum Teil geschätzt wegen des
Pulserproblems.

1,0 04:20,0 0:04:20
2,0 03:47,0 0:08:07
3,0 03:57,0 0:12:04
4,0 03:57,0 0:16:01
5,0 03:57,0 0:19:58
6,0 04:20,2 0:24:18
7,0 04:00,0 0:28:18
8,0 03:53,3 0:32:12
9,0 04:02,6 0:36:14
10,0 04:00,4 0:40:15
11,0 03:52,7 0:44:07
12,0 04:01,8 0:48:09
13,0 04:08,2 0:52:17
14,0 03:45,8 0:56:03
15,0 04:03,2 1:00:06
16,0 04:06,6 1:04:13
17,0 03:54,1 1:08:07
18,0 03:56,2 1:12:03
19,0 04:05,0 1:16:08
20,0 03:58,1 1:20:06
21,0 04:05,5 1:24:12
21,1 00:24,7 1:24:36
22,0 03:41,3 1:28:18
23,0 03:48,3 1:32:06
24,0 04:04,3 1:36:10
25,0 04:01,8 1:40:12
26,0 04:03,0 1:44:15
27,0 04:03,0 1:48:18
28,0 03:59,7 1:52:18
29,0 03:55,5 1:56:13
30,0 04:02,4 2:00:16
31,0 04:01,7 2:04:17
32,0 03:46,7 2:08:04
33,0 03:38,3 2:11:42
34,0 04:12,1 2:15:54
35,0 04:09,4 2:20:04
36,0 04:03,0 2:24:07
37,0 04:02,8 2:28:10
38,0 03:57,8 2:32:07
39,0 04:05,5 2:36:13
40,0 04:07,5 2:40:20
41,0 03:49,6 2:44:10
42,0 03:55,5 2:48:06
42,2 00:41,2 2:48:46,8


# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team

[Bericht] 33. real,- Berlin-Marathon - Thomas Mantay
Autor: Heiko Streich (2006-10-01 17:56:03)

Thomas Mantay schrieb:

> Bei KM 6 schaue ich auf meinen Pulser und glaube meinen Augen nicht zu
> trauen: Das Ding zeigt alles Achten an und alle Segment leuchten auf -
> das Ding hat sich aufgehängt! Mitten im Marathonlauf! Ich fluche auf
> die Deppen von Polar und überlege, wie ich das Beste aus der Situation
> mache. Ich binde die Uhr ab, drücke alle 5 Tasten auf einmal (Reset),
> binde die Uhr wieder um (was bestimmt 3 Minuten gedauert hat im vollen
> Lauf) klick mich durch irgendwelche Einstellungsmenüs durch und drücke
> dann endlich bei KM 8 wieder die Starttaste. Von jetzt an kann ich
> meine Gesamtzeit nur noch anhand der Zeiten für jeden einzelnen
> Kilometer abschätzen.
...
> ... - schon allein wegen der ganzen Uhrscheiße!

Hallo, Thomas,

ähm - ich glaube ja nicht an Psi-Phänomene und so was, aber: Etwa dort
ist auch meine Uhr (eine plötrige Timex Ironman, kein Pulser) plötzlich
stehengeblieben. Und bei einem Bekannten ebenfalls irgendwo in dieser
Ecke ... Ich habe dann bei km 10 wieder alles auf 0 gestellt und habe so
getan, als finge ich von vorne an. Von solchen Zeiten wie Du träume ich
allerdings nicht mal; Glückwunsch dazu und danke für den Bericht. Am
Ende war ich bei dem Wetter froh, nach 3:55:40 noch halbwegs würdevoll
ins Ziel zu kommen.

Gruß, Hei- nein, ich bin nicht abergläubisch -ko