[Bericht] 7. Achenseelauf
Autor: Rolf Kersten (2006-09-04 21:44:51)
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[x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
[x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschließlich für die
Usenetgruppen
de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter drsl.de
und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch auszugs-
weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich nicht
zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
Name des Laufes: 7. Internationaler Achenseelauf
Datum: 03.09.2006 (Sun)
Ort: Pertisau am Achensee
Postleitzahl: Österreich
Homepage (Veranstalter): www.achenseelauf.at
Ihr Name: Rolf Kersten
Ihre eMail-Adresse: rolf.kersten at web de
Streckenlaengen: 23,2km
Beschaffenheit: 15 Radweg, 5km Bergpfad, 3km Schotter
Profil: Erst flach, dann bergig
Wetter: bewoelkt, 12-15 Grad
Teilnehmer: 1600
Bericht:
Was für ein schöner Lauf! Super Panorama die ganze Zeit, Abwechslung
im
zweiten Teil und Schlemmerbuffet im Ziel. Aber erstmal...
<VWKGJ>
Ich trainiere gerade auf mein Ziel "Unter 4h" für den
München Marathon
(welches in in Regensburg um 10 Sekunden verfehlt habe) und hatte mich
im Frühjahr angemeldet, weil mir 23km um einen See als guter
Testwettkampf erschienen.
Kurz vor dem Lauf dann habe ich in drsl dann mal "Achenseelauf"
eingegeben und zwei schöne aber alarmierende Berichte (Danke Gernot)
gefunden, wonach die zweite Hälfte eher ein Berglauf ist. Oha. Aber
genug der Vorrede.
</VWKGJ>
Sonntag früh um sieben Uhr. Nudelauflauf und Rotwein mit Freunden am
Vorabend, den Rest Kuchen mit Kaffee zum Frühstück - das sollte doch
eine ideale Grundlage sein, den Magen auf die Red Bulls an den
Labestationen (der Lauf ist schließlich in Österreich)
vorzubereiten.
Nach eineinhalb Stunden malerischer Autofahrt durch die Berge komme ich
in Pertisau am Achensee an, bekomme einen Parkplatz auf einer großen
Wiese und meine Startnummer. Im Begrüßungspaket befindet sich neben
dem
üblichen Müsliriegel auch ein Trinflaschengurt und - als Souvenier
ein
Paket Buchstabennudeln!
Es ist kalt so früh. Also länger warmlaufen und Taktik
überlegen. Gernot
hatte empfohlen, die ersten 15km so schnell wie möglich zu laufen, weil
auf den dann folgenden fünf Bergkilometern eh Stop-n-Go mit
Ausruhgelegenheit zu erwarten ist. Also beschließe ich, mein avisiertes
Marathontempo (5:30min/km) anzupeilen und mich auf den Berg zu freuen.
Ein krachender Böllerschuß am Start zwingt uns, die ersten Kilometer
taub zu laufen. Offensichtlich sollen keine anderen Sinne unsere Augen
von der Kulisse ablenken, die sich jetzt vor uns entfaltet: Den ersten
Kilometer geht es leicht bergab durch Pertisau zum Ufer des Sees, dann
immer am See entlang. Wir passieren die Endstation der Dampfeisenbahn,
die aus dem Inntal herauf zum See fährt, umrunden die Südspitze und
laufen dann unterhalb der in den Fels gehauenen Straße am Ostufer des
Sees nach Norden.
Meine Kilometerzeiten sind genau im Plan, und ich fühle mich super. Auf
dem See kreuzt ein Ausflugsdampfer mit Zuschauern, dazwischen
Schlauchboote mit Sanitätshelfern. Ein Schlauchboot wäre im Falle
eines
Falle schneller vor Ort als ein Krankenwagen. Später am Westufer sollten
wir Streckenposten mit ausreichend Seil sehen, bereit, Hilfebedürftige
zum Schlauchboot auf dem See abzuseilen. Bei Kilometer 9 kommt die erste
kurze Steigung. Freundlicherweise haben die Veranstalter links und
rechts Spiegel aufgestellt, damit jeder die Größe seiner
Schweißperlen
mit denen des Hintermanns vergleichen kann :-)
10km Zwischenzeit ist 54:00, alles im Plan. Bei Achenkirch und Kilometer
14 umrunden wir die Nordspitze des Sees und eine seltsame Unruhe breitet
sich im Feld aus. Hektische Zwischenspurts, Überholmanöver - kurze
Zeit
später erkenne ich warum: Stau, noch bevor der Bergpfad richtig
angefangen hat. Ab jetzt gilt Überholverbot, an das sich auch brav jeder
hält.
Die nächsten 5km werden auf diese Weise sehr kurzweilig; Man hat
Muße
den Ausblick auf den See zu genießen und ein wenig mit seinen Nachbarn
zu quatschen. Zwischendurch kurze Laufabschnitte, dann wieder 40cm hohe
Stufen hoch und am Ende steil wieder runter auf Seehöhe. Dort gibt es
das erste Mal Red Bull zu trinken, und weiter geht es in ein Waldstück.
Der Weg wird allerdings noch nicht breiter, Stufen und Wurzelwerk
erfordern höchste Konzentration. Das Durchschnittstempo ist inzwischen
auf mehr als 6:00min/km abgesackt. Hoffentlich gehen die
Endspurtkilometer nicht auch durch den Wald!
Nein, denn der Achensee ist ein läuferfreundlicher See: Die letzten zwei
Kilometer läuft man auf einem breiten Promenadenweg nach Pertisau ein.
Hier kann ich das Tempo noch einmal richtig anziehen, das Ziel schon
fast vor Augen. Das macht Spaß. So wie der ganze Lauf, 2 Stunden und 19
Minuten lang.
Im Ziel bekommen wir unsere Medaille, soviel Red Bull wie wir wollen,
aber auch Wasser, Iso, Kuchen, Bananen, Müsliriegel... Das tut gut!
Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Lauf, bestens organisiert,
abwechslungsreich und durch wunderbare Landschaft.
Dank fuers Lesen,
Rolf
# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team
Autor: Hartmut Streppel (2006-09-04 22:46:41)
Autor: Hartmut Streppel (2006-09-04 22:46:41)
Hallo ROlf,
Rolf Kersten schrieb:
> <VWKGJ>
> Ich trainiere gerade auf mein Ziel "Unter 4h" f
Autor: Gernot Saborowski (2006-09-05 09:54:47)
Rolf Kersten wrote:
> <VWKGJ>
> Kurz vor dem Lauf dann habe ich in drsl dann mal "Achenseelauf"
> eingegeben und zwei schöne aber alarmierende Berichte (Danke Gernot)
Gerne, freut es mich doch, wenn meine Berichte gelesen werden ;-)(
> Ein krachender Böllerschuß am Start zwingt uns, die ersten
Kilometer
> taub zu laufen. Offensichtlich sollen keine anderen Sinne unsere Augen
> von der Kulisse ablenken, die sich jetzt vor uns entfaltet:
*lach* So habe ich das noch nicht interpretiert...
> 10km Zwischenzeit ist 54:00, alles im Plan. Bei Achenkirch und Kilometer
> 14 umrunden wir die Nordspitze des Sees und eine seltsame Unruhe breitet
> sich im Feld aus. Hektische Zwischenspurts, Überholmanöver -
kurze Zeit
> später erkenne ich warum: Stau, noch bevor der Bergpfad richtig
> angefangen hat. Ab jetzt gilt Überholverbot, an das sich auch brav
jeder
> hält.
Dann hattest Du aber Glück - bei meinen beiden Teilnahmen war das nicht
so.
> Die nächsten 5km werden auf diese Weise sehr kurzweilig; Man hat
Muße
> den Ausblick auf den See zu genießen und ein wenig mit seinen
Nachbarn
> zu quatschen. Zwischendurch kurze Laufabschnitte, dann wieder 40cm hohe
> Stufen hoch und am Ende steil wieder runter auf Seehöhe.
Gell, doch ein Berglauf ;-) Aber ein sehr feiner.
> Der Weg wird allerdings noch nicht breiter, Stufen und Wurzelwerk
> erfordern höchste Konzentration. Das Durchschnittstempo ist
inzwischen
> auf mehr als 6:00min/km abgesackt.
Geht ja noch :-) - bei mir waren es bis zu 8min/km
> Nein, denn der Achensee ist ein läuferfreundlicher See: Die letzten
zwei
> Kilometer läuft man auf einem breiten Promenadenweg nach Pertisau
ein.
> Hier kann ich das Tempo noch einmal richtig anziehen, das Ziel schon
> fast vor Augen. Das macht Spaß. So wie der ganze Lauf, 2 Stunden und
19
> Minuten lang.
Klasse, Glückwunsch dazu! Drei Minuten schneller als ich letztes Jahr
war. Gab es auch wieder die tollen Medaillen?
> Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Lauf, bestens organisiert,
> abwechslungsreich und durch wunderbare Landschaft.
Allerdings. Wenn es das Training erlaubt würde ich nächstes Jahr auch
wieder mitmachen.
Viele Grüße & Danke für den Bericht,
-Gernot
--
www.spirit-of-photography.com
Autor: Rolf Kersten (2006-09-04 21:44:51)
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de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter drsl.de
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weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich nicht
zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
Name des Laufes: 7. Internationaler Achenseelauf
Datum: 03.09.2006 (Sun)
Ort: Pertisau am Achensee
Postleitzahl: Österreich
Homepage (Veranstalter): www.achenseelauf.at
Ihr Name: Rolf Kersten
Ihre eMail-Adresse: rolf.kersten at web de
Streckenlaengen: 23,2km
Beschaffenheit: 15 Radweg, 5km Bergpfad, 3km Schotter
Profil: Erst flach, dann bergig
Wetter: bewoelkt, 12-15 Grad
Teilnehmer: 1600
Bericht:
Was für ein schöner Lauf! Super Panorama die ganze Zeit, Abwechslung
im
zweiten Teil und Schlemmerbuffet im Ziel. Aber erstmal...
<VWKGJ>
Ich trainiere gerade auf mein Ziel "Unter 4h" für den
München Marathon
(welches in in Regensburg um 10 Sekunden verfehlt habe) und hatte mich
im Frühjahr angemeldet, weil mir 23km um einen See als guter
Testwettkampf erschienen.
Kurz vor dem Lauf dann habe ich in drsl dann mal "Achenseelauf"
eingegeben und zwei schöne aber alarmierende Berichte (Danke Gernot)
gefunden, wonach die zweite Hälfte eher ein Berglauf ist. Oha. Aber
genug der Vorrede.
</VWKGJ>
Sonntag früh um sieben Uhr. Nudelauflauf und Rotwein mit Freunden am
Vorabend, den Rest Kuchen mit Kaffee zum Frühstück - das sollte doch
eine ideale Grundlage sein, den Magen auf die Red Bulls an den
Labestationen (der Lauf ist schließlich in Österreich)
vorzubereiten.
Nach eineinhalb Stunden malerischer Autofahrt durch die Berge komme ich
in Pertisau am Achensee an, bekomme einen Parkplatz auf einer großen
Wiese und meine Startnummer. Im Begrüßungspaket befindet sich neben
dem
üblichen Müsliriegel auch ein Trinflaschengurt und - als Souvenier
ein
Paket Buchstabennudeln!
Es ist kalt so früh. Also länger warmlaufen und Taktik
überlegen. Gernot
hatte empfohlen, die ersten 15km so schnell wie möglich zu laufen, weil
auf den dann folgenden fünf Bergkilometern eh Stop-n-Go mit
Ausruhgelegenheit zu erwarten ist. Also beschließe ich, mein avisiertes
Marathontempo (5:30min/km) anzupeilen und mich auf den Berg zu freuen.
Ein krachender Böllerschuß am Start zwingt uns, die ersten Kilometer
taub zu laufen. Offensichtlich sollen keine anderen Sinne unsere Augen
von der Kulisse ablenken, die sich jetzt vor uns entfaltet: Den ersten
Kilometer geht es leicht bergab durch Pertisau zum Ufer des Sees, dann
immer am See entlang. Wir passieren die Endstation der Dampfeisenbahn,
die aus dem Inntal herauf zum See fährt, umrunden die Südspitze und
laufen dann unterhalb der in den Fels gehauenen Straße am Ostufer des
Sees nach Norden.
Meine Kilometerzeiten sind genau im Plan, und ich fühle mich super. Auf
dem See kreuzt ein Ausflugsdampfer mit Zuschauern, dazwischen
Schlauchboote mit Sanitätshelfern. Ein Schlauchboot wäre im Falle
eines
Falle schneller vor Ort als ein Krankenwagen. Später am Westufer sollten
wir Streckenposten mit ausreichend Seil sehen, bereit, Hilfebedürftige
zum Schlauchboot auf dem See abzuseilen. Bei Kilometer 9 kommt die erste
kurze Steigung. Freundlicherweise haben die Veranstalter links und
rechts Spiegel aufgestellt, damit jeder die Größe seiner
Schweißperlen
mit denen des Hintermanns vergleichen kann :-)
10km Zwischenzeit ist 54:00, alles im Plan. Bei Achenkirch und Kilometer
14 umrunden wir die Nordspitze des Sees und eine seltsame Unruhe breitet
sich im Feld aus. Hektische Zwischenspurts, Überholmanöver - kurze
Zeit
später erkenne ich warum: Stau, noch bevor der Bergpfad richtig
angefangen hat. Ab jetzt gilt Überholverbot, an das sich auch brav jeder
hält.
Die nächsten 5km werden auf diese Weise sehr kurzweilig; Man hat
Muße
den Ausblick auf den See zu genießen und ein wenig mit seinen Nachbarn
zu quatschen. Zwischendurch kurze Laufabschnitte, dann wieder 40cm hohe
Stufen hoch und am Ende steil wieder runter auf Seehöhe. Dort gibt es
das erste Mal Red Bull zu trinken, und weiter geht es in ein Waldstück.
Der Weg wird allerdings noch nicht breiter, Stufen und Wurzelwerk
erfordern höchste Konzentration. Das Durchschnittstempo ist inzwischen
auf mehr als 6:00min/km abgesackt. Hoffentlich gehen die
Endspurtkilometer nicht auch durch den Wald!
Nein, denn der Achensee ist ein läuferfreundlicher See: Die letzten zwei
Kilometer läuft man auf einem breiten Promenadenweg nach Pertisau ein.
Hier kann ich das Tempo noch einmal richtig anziehen, das Ziel schon
fast vor Augen. Das macht Spaß. So wie der ganze Lauf, 2 Stunden und 19
Minuten lang.
Im Ziel bekommen wir unsere Medaille, soviel Red Bull wie wir wollen,
aber auch Wasser, Iso, Kuchen, Bananen, Müsliriegel... Das tut gut!
Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Lauf, bestens organisiert,
abwechslungsreich und durch wunderbare Landschaft.
Dank fuers Lesen,
Rolf
# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team
Autor: Hartmut Streppel (2006-09-04 22:46:41)
Hallo ROlf,
Rolf Kersten schrieb:
> <VWKGJ>
> Ich trainiere gerade auf mein Ziel "Unter 4h" f
Autor: Gernot Saborowski (2006-09-05 09:54:47)
Rolf Kersten wrote:
> <VWKGJ>
> Kurz vor dem Lauf dann habe ich in drsl dann mal "Achenseelauf"
> eingegeben und zwei schöne aber alarmierende Berichte (Danke Gernot)
Gerne, freut es mich doch, wenn meine Berichte gelesen werden ;-)(
> Ein krachender Böllerschuß am Start zwingt uns, die ersten
Kilometer
> taub zu laufen. Offensichtlich sollen keine anderen Sinne unsere Augen
> von der Kulisse ablenken, die sich jetzt vor uns entfaltet:
*lach* So habe ich das noch nicht interpretiert...
> 10km Zwischenzeit ist 54:00, alles im Plan. Bei Achenkirch und Kilometer
> 14 umrunden wir die Nordspitze des Sees und eine seltsame Unruhe breitet
> sich im Feld aus. Hektische Zwischenspurts, Überholmanöver -
kurze Zeit
> später erkenne ich warum: Stau, noch bevor der Bergpfad richtig
> angefangen hat. Ab jetzt gilt Überholverbot, an das sich auch brav
jeder
> hält.
Dann hattest Du aber Glück - bei meinen beiden Teilnahmen war das nicht
so.
> Die nächsten 5km werden auf diese Weise sehr kurzweilig; Man hat
Muße
> den Ausblick auf den See zu genießen und ein wenig mit seinen
Nachbarn
> zu quatschen. Zwischendurch kurze Laufabschnitte, dann wieder 40cm hohe
> Stufen hoch und am Ende steil wieder runter auf Seehöhe.
Gell, doch ein Berglauf ;-) Aber ein sehr feiner.
> Der Weg wird allerdings noch nicht breiter, Stufen und Wurzelwerk
> erfordern höchste Konzentration. Das Durchschnittstempo ist
inzwischen
> auf mehr als 6:00min/km abgesackt.
Geht ja noch :-) - bei mir waren es bis zu 8min/km
> Nein, denn der Achensee ist ein läuferfreundlicher See: Die letzten
zwei
> Kilometer läuft man auf einem breiten Promenadenweg nach Pertisau
ein.
> Hier kann ich das Tempo noch einmal richtig anziehen, das Ziel schon
> fast vor Augen. Das macht Spaß. So wie der ganze Lauf, 2 Stunden und
19
> Minuten lang.
Klasse, Glückwunsch dazu! Drei Minuten schneller als ich letztes Jahr
war. Gab es auch wieder die tollen Medaillen?
> Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Lauf, bestens organisiert,
> abwechslungsreich und durch wunderbare Landschaft.
Allerdings. Wenn es das Training erlaubt würde ich nächstes Jahr auch
wieder mitmachen.
Viele Grüße & Danke für den Bericht,
-Gernot
--
www.spirit-of-photography.com
Autor: Rolf Kersten (2006-09-04 21:44:51)
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[x] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
[x] Disclaimer: dieser Bericht ist ausschließlich für die
Usenetgruppen
de.rec.sport.laufen.* bestimmt und darf darüber hinaus unter drsl.de
und damit verwandten Seiten gespeichert werden. Einer (auch auszugs-
weisen) Veröffentlichung außerhalb des Usenets stimme ich nicht
zu.
Ausgenommen hiervon ist das Usenetarchiv groups.google.de.
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
Name des Laufes: 7. Internationaler Achenseelauf
Datum: 03.09.2006 (Sun)
Ort: Pertisau am Achensee
Postleitzahl: Österreich
Homepage (Veranstalter): www.achenseelauf.at
Ihr Name: Rolf Kersten
Ihre eMail-Adresse: rolf.kersten at web de
Streckenlaengen: 23,2km
Beschaffenheit: 15 Radweg, 5km Bergpfad, 3km Schotter
Profil: Erst flach, dann bergig
Wetter: bewoelkt, 12-15 Grad
Teilnehmer: 1600
Bericht:
Was für ein schöner Lauf! Super Panorama die ganze Zeit, Abwechslung
im
zweiten Teil und Schlemmerbuffet im Ziel. Aber erstmal...
<VWKGJ>
Ich trainiere gerade auf mein Ziel "Unter 4h" für den
München Marathon
(welches in in Regensburg um 10 Sekunden verfehlt habe) und hatte mich
im Frühjahr angemeldet, weil mir 23km um einen See als guter
Testwettkampf erschienen.
Kurz vor dem Lauf dann habe ich in drsl dann mal "Achenseelauf"
eingegeben und zwei schöne aber alarmierende Berichte (Danke Gernot)
gefunden, wonach die zweite Hälfte eher ein Berglauf ist. Oha. Aber
genug der Vorrede.
</VWKGJ>
Sonntag früh um sieben Uhr. Nudelauflauf und Rotwein mit Freunden am
Vorabend, den Rest Kuchen mit Kaffee zum Frühstück - das sollte doch
eine ideale Grundlage sein, den Magen auf die Red Bulls an den
Labestationen (der Lauf ist schließlich in Österreich)
vorzubereiten.
Nach eineinhalb Stunden malerischer Autofahrt durch die Berge komme ich
in Pertisau am Achensee an, bekomme einen Parkplatz auf einer großen
Wiese und meine Startnummer. Im Begrüßungspaket befindet sich neben
dem
üblichen Müsliriegel auch ein Trinflaschengurt und - als Souvenier
ein
Paket Buchstabennudeln!
Es ist kalt so früh. Also länger warmlaufen und Taktik
überlegen. Gernot
hatte empfohlen, die ersten 15km so schnell wie möglich zu laufen, weil
auf den dann folgenden fünf Bergkilometern eh Stop-n-Go mit
Ausruhgelegenheit zu erwarten ist. Also beschließe ich, mein avisiertes
Marathontempo (5:30min/km) anzupeilen und mich auf den Berg zu freuen.
Ein krachender Böllerschuß am Start zwingt uns, die ersten Kilometer
taub zu laufen. Offensichtlich sollen keine anderen Sinne unsere Augen
von der Kulisse ablenken, die sich jetzt vor uns entfaltet: Den ersten
Kilometer geht es leicht bergab durch Pertisau zum Ufer des Sees, dann
immer am See entlang. Wir passieren die Endstation der Dampfeisenbahn,
die aus dem Inntal herauf zum See fährt, umrunden die Südspitze und
laufen dann unterhalb der in den Fels gehauenen Straße am Ostufer des
Sees nach Norden.
Meine Kilometerzeiten sind genau im Plan, und ich fühle mich super. Auf
dem See kreuzt ein Ausflugsdampfer mit Zuschauern, dazwischen
Schlauchboote mit Sanitätshelfern. Ein Schlauchboot wäre im Falle
eines
Falle schneller vor Ort als ein Krankenwagen. Später am Westufer sollten
wir Streckenposten mit ausreichend Seil sehen, bereit, Hilfebedürftige
zum Schlauchboot auf dem See abzuseilen. Bei Kilometer 9 kommt die erste
kurze Steigung. Freundlicherweise haben die Veranstalter links und
rechts Spiegel aufgestellt, damit jeder die Größe seiner
Schweißperlen
mit denen des Hintermanns vergleichen kann :-)
10km Zwischenzeit ist 54:00, alles im Plan. Bei Achenkirch und Kilometer
14 umrunden wir die Nordspitze des Sees und eine seltsame Unruhe breitet
sich im Feld aus. Hektische Zwischenspurts, Überholmanöver - kurze
Zeit
später erkenne ich warum: Stau, noch bevor der Bergpfad richtig
angefangen hat. Ab jetzt gilt Überholverbot, an das sich auch brav jeder
hält.
Die nächsten 5km werden auf diese Weise sehr kurzweilig; Man hat
Muße
den Ausblick auf den See zu genießen und ein wenig mit seinen Nachbarn
zu quatschen. Zwischendurch kurze Laufabschnitte, dann wieder 40cm hohe
Stufen hoch und am Ende steil wieder runter auf Seehöhe. Dort gibt es
das erste Mal Red Bull zu trinken, und weiter geht es in ein Waldstück.
Der Weg wird allerdings noch nicht breiter, Stufen und Wurzelwerk
erfordern höchste Konzentration. Das Durchschnittstempo ist inzwischen
auf mehr als 6:00min/km abgesackt. Hoffentlich gehen die
Endspurtkilometer nicht auch durch den Wald!
Nein, denn der Achensee ist ein läuferfreundlicher See: Die letzten zwei
Kilometer läuft man auf einem breiten Promenadenweg nach Pertisau ein.
Hier kann ich das Tempo noch einmal richtig anziehen, das Ziel schon
fast vor Augen. Das macht Spaß. So wie der ganze Lauf, 2 Stunden und 19
Minuten lang.
Im Ziel bekommen wir unsere Medaille, soviel Red Bull wie wir wollen,
aber auch Wasser, Iso, Kuchen, Bananen, Müsliriegel... Das tut gut!
Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Lauf, bestens organisiert,
abwechslungsreich und durch wunderbare Landschaft.
Dank fuers Lesen,
Rolf
# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team
Autor: Hartmut Streppel (2006-09-04 22:46:41)
Hallo ROlf,
Rolf Kersten schrieb:
> <VWKGJ>
> Ich trainiere gerade auf mein Ziel "Unter 4h" f
