[Nichtlaufbericht] Urlaub in der Dauphine und in Südfrankreich
Autor: "Sabine Kohwagner" (2006-05-09 22:35:13)
Für die, die sich bescher haben, dass der Urlaubsbericht im
Trainingsposting
gar so knapp war und alle anderen, die sich sonst noch so für Skitouren
und
Klettern interessieren.:-)
Karfreitag um 8.00 gehts los - nachdem wir eine halbe Stunde gepackt haben,
ist auch tatsächlich alles im Auto verstaut. Nur der Fotoapparat liegt
einsam und vergessen in Markus Zimmer, das wird uns aber erst in Italien
klar :-((
Bis Innsbruck regnets, optimales Fahrwetter, dann scheint die Sonne, es wird
unerträglich warm im Auto und es zieht sich. Aber für einen
Westalpenurlaub
muss man halt einen Tag im Auto in Kauf nehmen.
Um 18.00 trudeln wir dann pünklich in Villar dArene, kurz oberhalb von La
Grave (das kenn vielleicht der ein oder andere) ein. Wir, das sind Tobi,
Till, Markus und ich. Dort treffen wir dann noch Peter und Flo vom
Tegernsee - Vater und Sohn, ein echt cooles Gespann, beide mit unverschämt
kleinen Rucksäcken, was mich den Rest der Woche zur Verzweiflung bringt.
Ich
weiß immer noch nicht, wie sie das geschafft haben, bzw. was ichdaheim
lassen können hätte... Unsere Unterkunft hat uns Till verschafft, der
vor 2
Jahren schon mal dort war - eine total gemütliche "Gite", super
Essen mit
suppe, Salat, Hauptspeise, KÄse und Nachspeise - und dazu pro Person 2.-?
für den Wein - nachfüllen am 10-Liter-Kanister erledigt man selber.
Gut,
dass wir am nächsten Tag nur eine kleine Tagestour machen wollen :-)
Samstag früh scheint noch die Sonne, man sieht im Westen aber schon eine
dunkle Wolkenwand. Mal sehn, wie langs hält. Rauf zum Pass, und ienfach
mal
den vielen Leuten nachgelaufen - da haben wir wohl eine ziemliche Modetour
erwischt, aber grade recht zum Reinschnuppern in ein neues Gebiet.
Zusätzlich zu uns 6 sind noch 2 Freunde aus GEnf dabei und Sabine - die
wollte die Durchquerung eigentlich auch mitgehen. Aber es kommt anders.
Während dem Gipfelanstieg holen uns die Wolken ein, es weht ein
ungemütlich
kalter Wind und der Schnee bleibt hart, der erwünschte Firn bleibt aus.
Wir
machen uns bald wieder vom Acker und freuen uns schon auf die warme Gite.
Etwa 100Meter unterm Gipfel bleibt Sabine in einer harten Spur hängen, es
gibt einen leichten Schnalzer und das wars dann wohl. Skifahren geht nciht
mehr, das Knie ist instabil, wir tippen alle gleich auf Bänderriss (es war
dann auch das Kreuzband, wie sie mittlerweiel weiß :-() Sie versuchts
dann
mit runtergehen, das geht aber auch nicht wirklich, also bauen wir einen
Skischlitten. Ich nehme mir fest vor, in Zukunft auch auf Tagestouren wieder
Material mizunehmen - manchmal braucht mans eben doch. Es ist zwar
beruhigend zu sehen,d ass das ganze funktioniert, ein besonderer Spaß war
die Abfahrt für Sabine aber sicher nicht. Total durchgefroren kommen wir 2
Stunden später unten an - und alle schauen ziemlich doof aus der
Wäsche. So
schnell kanns gehen und der lang ersehnte Urlaub ist dahin. Wir fühlen
alle
mit Sabine, dies aber tapfer und mit Fassung trägt. Gleichzeitig bangen
wir,
was die Woche noch bringt, wenns schon so angeht.
Am nächsten Tag können wir nochmal ausschlafen, der
Hüttenanstieg dauert nur
1,5 Stunden. Der Rucksack ist sauschwer und ichbin froh, dass am Tag darauf
erst mal eine Tagestour von der Hütte angesagt ist. Dort angekommen,
müssen
wir erstmal feststellen,d ass die Reservierung unserer Freunde wohl nicht
angekommen ist. DA wir alle Null Französisch können, gibts ein
bisschen hin
und her, schließlich findet sich aber für jeden ein Plätzchen.
Dann brechen
wir wieder auf und erstürmen der "Hüttengipfel", um schon
mal Dauphine-Luft
zu schnuppern. Die Kulisse ist grandios: Wilde Felklötze, dazwischen
zerrissene Gletscher und schmale Kare und Rinnen. Die erste davon nehmen wir
und genießen oben einen fantastischen Rundblick und danach eine Abfahrt
in
bestem Pulverschnee!
Das ABendessen kann mit den letzten Abenden nicht mithalten, ist aber in
Ordnung. Weniger begeistert sind wir von der Frühstückszeit: 4.30.
Westalpen - die spinnen, die Franzosen. Sooo groß ist unser Berg nicht
und
was wollen wir mittag schon wieder an der Hütte. Wir setzen uns durch und
dürfen um 6.00 aufstehen. Außerdem erfahren wir noch, dass auf dem
"Agneux"
schon seit einer Woche keiner mehr oben war - da können wir usnere
Spurfähigkeiten wohl gleich mal unter Beweise stellen.
Bei wolkenlosem Himmel gehts am Montag los, zuerst gemütlich ein Tal
entlang, dann über Moränenhügel und einen ersten steilen Hang.
Bald sehen
wir, dass schon eien Gruppe unterwegs ist, da können wir uns die Spurerei
schon mal sparen. Spätes Aufstehen hat so seine Vorteile :-)
IN einer Scharte angelangt schauen wir erstmal etwas dumm aus der Wäsche.
Es
geht mindestens 100hm wieder runter und das sehr steil und felsdurchsetzt.
Also tragen wir die Ski bergab bis auf den Gletscher. So richtig wohl
fühle
ich mich nicht beim Rückwärts absteigen, Gott sei dAnk ist der Schnee
aber
sehr weich. Unten leuchtet die Sonne gnadenlos und es wird richtig warm.
Kurz vor der nächsten Steilstufe haben wir dann die anderen eingeholt und
übernehmen die Spurarbeit. Auf den Gipfel kommt man nciht so leicht, der
Grat ist brüchig und ekelhaft, also erklären wir die Scharte zum
Ziel,
genießen das grandiose Panorama und richten uns auf eine gemütliche
Brotzeit
ein. Nach und nach trudeln die Franzosen ein und verbreiten eine ungeahnte
Hektik. Wir riechen den Braten - die wollen den noch unverspurten Hang als
erste hinunterfahren. Hmmm, 10 Leute, das ist nicht so nett, andererseits
haben sie sichs ja eigentlich verdient. Wir packen auch zusammen, schaffens
aber nicht mehr vor ihnen wegzukommen. An einer Engstelle staut sichs dann
und wir müssen ziemlich lange warten, wovon meine Männer recht
genervt sind.
Also wird beschlossen, gnadenlos zu überholen, um beim GEgenanstieg nicht
wieder warten zu müssen. Wir schießen den Hang hinunter, bis die
Oberschenkel brennen, fellen auf, hasten die flache Strecke entlang und
schaffen es tatsächlich vor den anderen, die Rinnen hinaufzustapen. Die
Sonne brennt, der Schweiß strömt, aber wir sind oben. Und dann leigt
ein
langer, unverspurter, endlos genialer Hang vor uns. Die Abfahrt der Woche,
GEnuss pur! Pulver geht fast übergangslos in Firn über. Die anderen
sehen
wir an der Scharte noch lange Pause machen, sie haben sich wohl auch ganz
shcön verausgabt.
Die Nachmittage an der Hütte werden uns meist recht lang. Ratschen,
schlafen, schauen, Sachen trocknen - 5 Stunden bis zum Abendessen wollen
rumgebracht werden und die Schafkopfkarten hat auch jeder daheim gelassen.
Mit Lektüre schauts mangels Französischkenntnissen auch eher schlecht
aus.
Und wieder beginnt ein sonniger Tag, diesmal sind wir jedoch einige Stunden
im Schatten. Prompt friert mein Kamel ein. Naja, solangs nicht warm ist, ist
der Durst nicht so groß und ich hab ja noch die Thermoskanne. Nach einem
Flachstück gehts erstmal zu Fuß die erste Rinne hoch (viel stapfen
heißts
die Woche) und dann einen steilen Hang mit Ski weiter. Ich trau mich nicht
so recht und gehe ganz vorsichtig, dadurch falle ich immer weiter zurück.
Irgendwann überfällt mich dann die Angst und ich kreigs nicht mehr
geregelt.
Auf den Lawinenbollern greifen di eHarscheisen nciht mehr, ich trau mcih
nicht mehr weiter. Peinlich! Peter ruft mir dann zu, ich soll mit Steigeisen
weitergehen. Der Umbau ist gar nicht so leicht, ich habe Schiss, dass mir
irgendetwas runterfällt, aber dann ists doch geschafft. Gerade als ich
weiter will, ist Peterauch schon da und nimmt mir den Rucksack ab. Oh Mann,
ist mir das Peinlich, vor allem, weil meiner soviel schwerer ist als seiner.
ER lästert dann auch ganz schön :-)
Bei den anderen angelangt geht Markus mit mir zu Fuß weiter. Oje, ich
hasse
doch Ski tragen. Aber sicherer fühle ich mcih doch mit den Steigeisen.
Leider kommen wir so den anderen erst recht nicht mehr nach, jede Pause wir
dfür mcih 10 Minuten kürzer als für den Rest und der Tag stresst
mich immer
mehr. Die letzten 400hm dann wieder mit Ski, aber es ist sauwarm und ich bin
ziemlich am Ende. Den Gipfel schenk ich mir dann lieber, dafür kann ich
mit
Markus bei gutem Firn abfahren, bei den anderen ists dann schon fast zu
weich.
Diesmal sind wir richtig angemeldet auf der Hütte und es finden sich sogar
Schafkopfkarten. Ab jetzt lösen wir uns die Nachmittag über ab. Nur
diesmal
habenwir frühstückstechnisch keinen Erfolg. 4.30, keine Diskussion.
Meine
Begeisterung, imDunkeln loszugehen hält sich sehr in Grenzen, aber trotz
aller Trödelei sind wir natürlcih um 5.30 startklar. Also Stirnlampen
anknipsen und ab in die Nacht. Peter rast lso, dass ichmich frage, welche
Drogen er genommen hat. Was geht hier ab? Ich hasse Kaltstarts, das kann mir
den ganzen Tag versauen. Missmutig hechle ich dahin. Nach einer halben
Stunde beruhigt sich das GAnze aber, nur tobi und Flo stiefeln voran, der
Rest geht gemütlicher und ich entspanne mich etwas. Langsam wirds auch
hell
und wir erleben einen fantastischen Sonnenaufgang. Der Dome de Neige, unser
Ziel, leuchtet uns entgegen, während wir über den flachen Gletscher
gehen.
Vor dem 700hm langen, steilen Gipfelhang gibts dann direkt mal eine
ausgiebige Rast. Und dann schanufen wir uns dem Gipfel entgegen, der
immerhin fast 400m hoch ist. Die Spur geht zwischen wilden Eisbrüchen
hindurch, absolut beeindruckend. Unvorstellbar, dass man wirklich mit Ski
bis fast auf den Gipfel kommt. Mein Kamel ist schon wieder gefroren, ich
hätte gerne ab und zu genuckelt, aber es geht auch so.
Schneckenmäßig, aber
irgendwann sind wir dann oben. Wow! Mal wieder super Aussciht, der MonBlanc
grüßt herüber udn wir bgutachten eine Seilschaft, die den
Hauptgipfel des
Barre des Ecrins erklimmen wollen, ein ziemlcih langer, felsiger Grat. Sie
geben ihr Vorhaben dann aber auf, ist wohl schwerer als erwartet. So richtig
gemütlich ists auf DAuer nicht am Gipfel, also machen wir uns an die
Abfahrt. nach ein paar Metern geht meine Bindung auf, sie war owhl nciht
richtig zu. Ich liege im Schnee und hab den Ski grad noch unter dem Haxen
eingeklemmt. Unter mir ein steiler Hang, darunter jede Menge
Gletscherspalten. Verdammter Mist! Ich versuche, den Fuß liegenzulassen,
den
Ski gleichzeitig mit der hand zu halten und herauszuziehen, hab aber keine
Chance. Bangend lasse ich los. gott sei DAnk bleibt der Ski etwa 20 Meter
unter mir brav liegen. PuuuHhhh! Das hätte schief gehen können. Also
Ski
holen und den anderen nachfahren. Der Hang ist diesmal schon recht zerspurt,
dafür gibts untern am gletscher wieder tollen Firn. die genialen
tourentage
häufen sich, es ist einfach unglaublich, welches Glück wir mit Wetter
und
Verhältnissen haben. Im Nebel hätten wir kaum eine Chance gehabt,
zwischen
den Spalten dort rauf zu finden.
Am nächsten Tag gehts wieder mit schwerem Rucksack weiter. eine lange,
aber
landschaftlich einmalige Etappe. links von uns 1000,-hohe Felswnde, eine
beeindruckender als die andere. Die letzten Aufsteigsmeter wollen mal wieder
zu Fuß zurückgelegt werden - ich wusste nicht, dass 200hm so lang
sein
können. Ächz! Aber irgendwann gehts dann doch wieder bergab und
wieder
fantastische Hänge. Unten dann eine wilde Querung am Sommerweg über
einen
Felsabbruch hinweg. Lieber nicht nach unten schauen. Unter uns liegt eine
kleine Selbstversorgerhütte, vor der wir jemand sitzen sehen. Dort
angelangt, gibts ein großes Hallo - ein Bekannter aus unsere Sektion!
Zufälle gibts! ER macht die Rund ein die andere Richtung. Nach einem
kurzen
Schnack nehmen wir das letzte Stück der Abfahrt in Angriff. Viele Latschen
versperren den Weg. REchts geht eine Rinne weg, darin eine Spur. sollen wirs
riskieren? Da der andere nciht mehr hochgekommen ist, wirds schon gehen. Es
folgt eine abenteuerliche Schluchtabfahrt, schmale Rinnen, Lawinenkegel,
unten ein Bach - aber es geht durch bis in den Talboden!
Dann heißts noch ein Stück schieben, raus in den Frühling. Hier
auf 1700m
ist alles grün, welch ein Kontrast.
Am 6. Tag ist nur Aufstieg angesagt. Fast ein Ruhetag also :-) Aber di
e1300hm wollen auch gegangen sein. Zuerst gehts sehr flach dahin, dann
machen wir Pause und dann sinds nur noch 800hm. Die Sonne steht im Hang, es
ist heiß und ich weiß, dass ichmal lieber langsam mache. Tobi will
sich
nicht abhängen lassen und liefert sich mit Markus ein Rennen, bis er
völlig
fertig einbricht. Ich verfolge das Ganze schmunzelnd aus sicherer
ENtfernung. Heilfroh über meien Camelback nuckle ich vor mich hin und
versuche, einfach meinen Trott zu gehen. Es gelingt soweit ganz gut.
Anstrengend, aber okay.
Die Hütte liegt auf einem Felsvorsprung auf ca. 3000m, wie ien Adlernest.
eine gigantische Lage, ein super Blick! Leider ist nicht geheizt, sodass es
auf der Terrasse wärmer ist als drin. Eigetnlich hab ich genug Sonne
abgekriegt, aber frieren will icha uch nciht. Also vermumme ich mich wie ein
Wüstenbewohner udn verdöse den Nachmittag auf der
Hüttenterrasse. Sehr
spannend der Weg zum Kloo - man muss zuerst durch einen Eistunnel, dann
gibts ein Loch im Boden (Frankreich hat ja nur Stehkloos) und drumherum eine
Eisschicht. Irgendwie verfolgt mich die Vorstellung, wo mein Fuß bei
einem
ausrutscher landet und ich nehme es mit der Hydrierung an diesem Abend nicht
os genau. In der Nacht da runter, da kann ich drauf verzichten!
Am nächsten Tag wollen wir als Abschluss noch die Meige machen - im
Führer
als sehr anspruchsvoll beschrieben, ein langer Grat - ich mag keine Grate.
Ich bin also einigermaßen gespannt, wie das wohl ausschaut und ob ich da
rauf komme.
Stapfetapen wechseln mit Skiaufstieg und ABfahrt - ein einziges Auf und Ab.
Dann kommt mal wieder eine lange Rinne, bestimmt 200hm am Stück. Ich
stiefle
tapfer los, aber das Ding nimmt und nimmt kein Ende. Fürchten tu ich mich
auch, aber nur ein bisschen, ich habs im Griff. Aber den anderen komm ich
nciht nach, keine Chance. Immer wieder stehenbleiben zum Verschnaufen. DA
kommt doch glatt Markus daher und nimmt mir den Rucksack ab. Ist ja lieb!
Plötzlich bin ich viel beweglicher in der Hüfte, die großen
Stufen sind
nicht mehr wild und stehen bleiben ist auch nciht mehr nötig. Trotzdem -
ich
bin platt. Trotz Pause erhole ich mich nciht mehr und schleppemich die
letzten 200hm hinter den anderen her. Meine Entscheidung ist klar: Der
Gipfel hat keinen Sinn, obwohl der Grat harmlos aussieht. Aber davor kommt
iene kleine eiswand, in der ich mich sicher zu Tode fürchte und ich werde
rauf und runter länger brauchen als der REst und die Abfahrt muss ja auch
noch geschafft werden. Leider merkt man meiner Ankündigung wohl an, dass
es
mir schon schwer fällt, untenzubleiben, ich kann ein paar schniefer nicht
utnerdrücken. Markus verspricht mir dnan, bei mir zu bleiben und sagt, wir
haben genug Zeit. Also probier ichs. Tapfer wurschtle ich mich das
Eiswändchen hoch, unsicher zwar, aber ich lassmcih raufmotiveiren.
Allerdings bin ich schon sehr froh, dass wir für den ABstieg das Seil
dabei
haben. Der grat ist lang, aber nicht schwer und dann steh ich wirklich am
Gipfel. Was für ein Abschluss! Jeder grinst glücklich vor sich hin,
es war
einfach eine geniale Woche!
Aber noch steht der Abstieg bevor, das ist immer schlimmer als rauf und ich
brauche ewig. Die Abfahrt ist dann für mich nicht mehr der pure Genuss,
ich
bin platt und habe keine Kraft mehr in den Beinen. Also heißt es einfach
runterzukommen. Unten wirds sehr batzig, aber wir können noch fast bis in
den Ort fahren. Und dann stehen wir wieder im Frühling, sauwarm ists, wir
sind verbrannt, verschwitzt und überglücklich, dass alles so gut
geklappt
hat. Abends haben wir uns nochmals in der bewährten Gite einquartiert und
feiern bei leckerem Lamm und Wein!
So, das war die Endlos-Version von mir.
Kürzer und dafür mit ein paar Bildchen und den ganzen FAkten gibts
das Ganze
jetzt auch bei www.stadler-markus.de/files/skitour/touren/dauphine.htm
Falls es jemand (Elisabeth?) tatsächlich bis hierher geschafft haben
sollte,
vielen DAnk fürs Lesen. Für den 2. Teil bin ich jetzt zu müde,
Fortsetzung
folgt. Der wird aber kürzer :-))
Guts Nächtle, Sabine
Autor: Hartmut Streppel (2006-05-09 22:59:11)
Autor: Hartmut Streppel (2006-05-09 22:59:11)
Hallo Sabine,
Sabine Kohwagner schrieb:
> F
Autor: Katja Volland (2006-05-09 23:19:47)
Sabine Kohwagner schrieb:
[...einen tollen Bericht]
>
> Falls es jemand (Elisabeth?) tatsächlich bis hierher geschafft haben
sollte,
> vielen DAnk fürs Lesen. Für den 2. Teil bin ich jetzt zu
müde, Fortsetzung
> folgt. Der wird aber kürzer :-))
wow, beeindruckende Woche!
Danke fürs Schreiben!
>
> Guts Nächtle, Sabine
Schlaf gut!
Kat-"auf den 2.Teil froi"-ja
--
**** Sommer ist, wenn man trotzdem lacht *****
Autor: Elisabeth Mueller (2006-05-12 09:13:00)
Sabine Kohwagner schrieb:
>Für die, die sich bescher haben, dass der Urlaubsbericht im
Trainingsposting
>gar so knapp war und alle anderen, die sich sonst noch so für
Skitouren und
>Klettern interessieren.:-)
Hier!
>Karfreitag um 8.00 gehts los - nachdem wir eine halbe Stunde gepackt haben,
>ist auch tatsächlich alles im Auto verstaut. Nur der Fotoapparat liegt
>einsam und vergessen in Markus Zimmer, das wird uns aber erst in Italien
>klar :-((
Das ist aber bloed.
>Dort treffen wir dann noch Peter und Flo vom
>Tegernsee - Vater und Sohn, ein echt cooles Gespann, beide mit
unverschämt
>kleinen Rucksäcken, was mich den Rest der Woche zur Verzweiflung
bringt. Ich
>weiß immer noch nicht, wie sie das geschafft haben, bzw. was
ichdaheim
>lassen können hätte...
Find ich auch immer wieder fantastisch.
Sind die mit dem ausgekommen, was sie mithatten, oder mussten sie
borgen? Mein lieber Mann geht auch immer moeglichst ohne Gepaeck, und
unterwegs borgt er sich von mir alles moegliche, von Taschentuechern
ueber Landkarten, Kugelschreiber, Nagelschere, Pflaster,
Wasserflasche, bis zum Woerterbuch (im Ausland). Und ich bin die, die
alles schleppt und dann noch ausgepottet wird.
>Samstag früh scheint noch die Sonne, man sieht im Westen aber schon
eine
>dunkle Wolkenwand. Mal sehn, wie langs hält. Rauf zum Pass, und
ienfach mal
>den vielen Leuten nachgelaufen - da haben wir wohl eine ziemliche Modetour
>erwischt, aber grade recht zum Reinschnuppern in ein neues Gebiet.
Mach ich auch lieber, die erste Runde muss eine Standardrunde sein.
>Etwa 100Meter unterm Gipfel bleibt Sabine in einer harten Spur hängen,
es
>gibt einen leichten Schnalzer und das wars dann wohl. Skifahren geht nciht
>mehr, das Knie ist instabil, wir tippen alle gleich auf Bänderriss (es
war
>dann auch das Kreuzband, wie sie mittlerweiel weiß :-()
Ach die Aermste! Schick ihr unbekannterweise liebe Besserungsgruesse!
>Dann brechen
>wir wieder auf und erstürmen der "Hüttengipfel", um
schon mal Dauphine-Luft
>zu schnuppern. Die Kulisse ist grandios: Wilde Felklötze, dazwischen
>zerrissene Gletscher und schmale Kare und Rinnen. Die erste davon nehmen
wir
>und genießen oben einen fantastischen Rundblick und danach eine
Abfahrt in
>bestem Pulverschnee!
Ach wie trauere ich dem Fotoapparat nach.
>
>Ordnung. Weniger begeistert sind wir von der Frühstückszeit:
4.30.
>Westalpen - die spinnen, die Franzosen.
Das ist aber schon ein bisserl uebertrieben.
>Bei wolkenlosem Himmel gehts am Montag los, zuerst gemütlich ein Tal
>entlang, dann über Moränenhügel und einen ersten steilen
Hang. Bald sehen
>wir, dass schon eien Gruppe unterwegs ist, da können wir uns die
Spurerei
>schon mal sparen. Spätes Aufstehen hat so seine Vorteile :-)
Klug gemacht.
>Auf den Gipfel kommt man nciht so leicht, der
>Grat ist brüchig und ekelhaft, also erklären wir die Scharte zum
Ziel,
Das find ich sehr vernuenftig. In den Bergen darf man nur nicht zu
stur sein.
>Und dann leigt ein
>langer, unverspurter, endlos genialer Hang vor uns. Die Abfahrt der Woche,
>GEnuss pur!
Geniess es - das ist einfach traumhaft!
>Und wieder beginnt ein sonniger Tag, diesmal sind wir jedoch einige Stunden
>im Schatten. Prompt friert mein Kamel ein.
Aber man geht doch nicht mit einem Kamel auf die Alpen, dafuer nimmt
man doch Elefanten. ;-)
>Ich trau mich nicht
>so recht und gehe ganz vorsichtig, dadurch falle ich immer weiter
zurück.
>Irgendwann überfällt mich dann die Angst und ich kreigs nicht
mehr geregelt.
>Auf den Lawinenbollern greifen di eHarscheisen nciht mehr, ich trau mcih
>nicht mehr weiter. Peinlich! Peter ruft mir dann zu, ich soll mit
Steigeisen
>weitergehen. Der Umbau ist gar nicht so leicht, ich habe Schiss, dass mir
>irgendetwas runterfällt, aber dann ists doch geschafft.
Wenn Du schon mal Angst hast, dann ist das eine Stelle, zu der ich im
Leben nie hingekommen waere.
>Nur diesmal
>habenwir frühstückstechnisch keinen Erfolg. 4.30, keine
Diskussion.
Huettenwirte sind eben die Herren, da hilft alles nix.
>Die Spur geht zwischen wilden Eisbrüchen
>hindurch, absolut beeindruckend. Unvorstellbar, dass man wirklich mit Ski
>bis fast auf den Gipfel kommt.
Und hoffentlich auch wieder runter.
>Abfahrt. nach ein paar Metern geht meine Bindung auf, sie war owhl nciht
>richtig zu. Ich liege im Schnee und hab den Ski grad noch unter dem Haxen
>eingeklemmt. Unter mir ein steiler Hang, darunter jede Menge
>Gletscherspalten. Verdammter Mist! Ich versuche, den Fuß
liegenzulassen, den
>Ski gleichzeitig mit der hand zu halten und herauszuziehen, hab aber keine
>Chance. Bangend lasse ich los. gott sei DAnk bleibt der Ski etwa 20 Meter
>unter mir brav liegen. PuuuHhhh!
Das war knapp.
>Viele Latschen
>versperren den Weg. REchts geht eine Rinne weg, darin eine Spur. sollen
wirs
>riskieren? Da der andere nciht mehr hochgekommen ist, wirds schon gehen. Es
>folgt eine abenteuerliche Schluchtabfahrt, schmale Rinnen, Lawinenkegel,
>unten ein Bach - aber es geht durch bis in den Talboden!
Noch mal Glueck gehabt.
>Am 6. Tag ist nur Aufstieg angesagt. Fast ein Ruhetag also :-)
Hohoho.
>Sehr
>spannend der Weg zum Kloo - man muss zuerst durch einen Eistunnel, dann
>gibts ein Loch im Boden (Frankreich hat ja nur Stehkloos) und drumherum
eine
>Eisschicht.
War einiges von dem Eis vielleicht gelb?
>Irgendwie verfolgt mich die Vorstellung, wo mein Fuß bei einem
>ausrutscher landet und ich nehme es mit der Hydrierung an diesem Abend
nicht
>os genau. In der Nacht da runter, da kann ich drauf verzichten!
Da haelt man sich gerne zurueck.
>
>Meine Entscheidung ist klar: Der
>Gipfel hat keinen Sinn, obwohl der Grat harmlos aussieht. Aber davor kommt
>iene kleine eiswand, in der ich mich sicher zu Tode fürchte und ich
werde
>rauf und runter länger brauchen als der REst und die Abfahrt muss ja
auch
>noch geschafft werden. Leider merkt man meiner Ankündigung wohl an,
dass es
>mir schon schwer fällt, untenzubleiben, ich kann ein paar schniefer
nicht
>utnerdrücken. Markus verspricht mir dnan, bei mir zu bleiben und sagt,
wir
>haben genug Zeit. Also probier ichs. Tapfer wurschtle ich mich das
>Eiswändchen hoch, unsicher zwar, aber ich lassmcih raufmotiveiren.
>Allerdings bin ich schon sehr froh, dass wir für den ABstieg das Seil
dabei
>haben. Der grat ist lang, aber nicht schwer und dann steh ich wirklich am
>Gipfel. Was für ein Abschluss! Jeder grinst glücklich vor sich
hin, es war
>einfach eine geniale Woche!
Du bist wahnsinnig tapfer!
>
>Aber noch steht der Abstieg bevor, das ist immer schlimmer als rauf und ich
>brauche ewig. Die Abfahrt ist dann für mich nicht mehr der pure
Genuss, ich
>bin platt und habe keine Kraft mehr in den Beinen. Also heißt es
einfach
>runterzukommen. Unten wirds sehr batzig, aber wir können noch fast bis
in
>den Ort fahren. Und dann stehen wir wieder im Frühling, sauwarm ists,
wir
>sind verbrannt, verschwitzt und überglücklich, dass alles so gut
geklappt
>hat. Abends haben wir uns nochmals in der bewährten Gite einquartiert
und
>feiern bei leckerem Lamm und Wein!
Das habt Ihr Euch verdient!
>
>So, das war die Endlos-Version von mir.
Schoen wars.
>Falls es jemand (Elisabeth?) tatsächlich bis hierher geschafft haben
sollte,
>vielen DAnk fürs Lesen.
Ich habs verschlungen, das war wirklich gut beschrieben, bei der
Eiswand wurde es mir echt gruselig.
>Für den 2. Teil bin ich jetzt zu müde, Fortsetzung
>folgt.
Gut.
>Der wird aber kürzer :-))
Muss aber nicht.
Danke!
Elisabeth
Autor: Sabine Kohwagner (2006-05-15 09:34:54)
Hallo Elisabeth,
Elisabeth Mueller wrote:
> Sabine Kohwagner schrieb:
>> Nur der Fotoapparat liegt
>> einsam und vergessen in Markus Zimmer, das wird uns aber erst in
>>Italien
>> klar :-((
> Das ist aber bloed.
Ärgert mich auch immer noch!
>> Dort treffen wir dann noch Peter und Flo vom
>> Tegernsee - Vater und Sohn, ein echt cooles Gespann, beide mit
unverschämt
>> kleinen Rucksäcken, was mich den Rest der Woche zur Verzweiflung
bringt. Ich
>> weiß immer noch nicht, wie sie das geschafft haben, bzw. was
ichdaheim
>> lassen können hätte...
> Find ich auch immer wieder fantastisch.
> Sind die mit dem ausgekommen, was sie mithatten, oder mussten sie
> borgen? Mein lieber Mann geht auch immer moeglichst ohne Gepaeck, und
> unterwegs borgt er sich von mir alles moegliche, von Taschentuechern
> ueber Landkarten, Kugelschreiber, Nagelschere, Pflaster,
> Wasserflasche, bis zum Woerterbuch (im Ausland). Und ich bin die, die
> alles schleppt und dann noch ausgepottet wird.
Ne, durchschmarotzt haben sie sich nicht. Sind schon erfahrene
Bergsteiger, der Vater war früher auf mehreren Expeditionen. Sie hatten
sehr wenig Brotzeit dabei, haben dafür halt öfter auf den Hütten
gekauft. War uns halt zu teuer und ich wollte Markus nicht alles
schleppen lassen, er hatte eh das Seil. Aber am Ende war die Brotzeit ja
weg und der gEwichtsunterschied imme rnoch groß. Sind wohl die
Kleinigkeite, die sich geläüppert haben - so hab ich halt gern eine
Hüttenhose, um nicht in der klammen Skihose rumsitzen zu müssen etc.
Pickel haben sie auch nicht mitgenommen - das hätt ich nicht riskieren
mögen. wir haben ihn zwar kaum gebraucht, hätte aber auch anders
kommen
können. Und am letzten Tag war ich schon sehr froh um das Teil.
>> (es war
>> dann auch das Kreuzband, wie sie mittlerweiel weiß :-()
> Ach die Aermste! Schick ihr unbekannterweise liebe Besserungsgruesse!
Mach ich ;-) sie wird heut operiert. Die letzten Wochen war sie fleißig
radfahren zum Muskelaufbau, ich denk mal, sie wird das schnell wieder
hinkriegen. Aber der sommer ist natürlich erst mal futsch, sportlich
gesehen.
> Ach wie trauere ich dem Fotoapparat nach.
Ich hoffe, Du hast wenigstens die paar Bildchen auf Markus Seite
gefunden.
>> Ordnung. Weniger begeistert sind wir von der Frühstückszeit:
4.30.
>> Westalpen - die spinnen, die Franzosen.
> Das ist aber schon ein bisserl uebertrieben.
allerdings. Es gibt schon Situationen, wo man im Dunkeln los muss, im
Sommer oft wirklich wichtig. Aber in den Westalpen wirds oft aus Prinzip
gemacht, die sind da etwas eigen.
>> Auf den Gipfel kommt man nciht so leicht, der
>> Grat ist brüchig und ekelhaft, also erklären wir die Scharte
zum Ziel,
> Das find ich sehr vernuenftig. In den Bergen darf man nur nicht zu
> stur sein.
In dem Fall fiel die Entscheidung nicht schwer, der Grat sah wirklcih
nicht schön aus und die Aussicht von der Scharte war auch schon ziemlich
gut.
>> Und wieder beginnt ein sonniger Tag, diesmal sind wir jedoch einige
Stunden
>> im Schatten. Prompt friert mein Kamel ein.
> Aber man geht doch nicht mit einem Kamel auf die Alpen, dafuer nimmt
> man doch Elefanten. ;-)
Ach so ein Kamel ist schon nicht dumm, ist ein super Wasserspeicher
:-)Nur die Kälte gefällt so einem Wüstenbewohner halt nicht...
> Wenn Du schon mal Angst hast, dann ist das eine Stelle, zu der ich im
> Leben nie hingekommen waere.
Ich schätze mal, dass auch viele meine rskitourengehenden freund ebei
dieser durchquerung ihre Probleme gehabt hätten. Andererseits gibts auch
viele, die das völlig locker machen. Die Bandbreite ist groß wie so
oft
;-)
>> Die Spur geht zwischen wilden Eisbrüchen
>> hindurch, absolut beeindruckend. Unvorstellbar, dass man wirklich mit
Ski
>> bis fast auf den Gipfel kommt.
> Und hoffentlich auch wieder runter.
Logo! Fahren kann man mehr als mit Ski gehen. Zur Not rutscht man halt
ein paar Meter seitlich ab, wenns einem zu steil und zu eng wird.
>> Viele Latschen
>> versperren den Weg. REchts geht eine Rinne weg, darin eine Spur.
sollen wirs
>> riskieren? Da der andere nciht mehr hochgekommen ist, wirds schon
gehen. Es
>> folgt eine abenteuerliche Schluchtabfahrt, schmale Rinnen,
Lawinenkegel,
>> unten ein Bach - aber es geht durch bis in den Talboden!
> Noch mal Glueck gehabt.
Naja, wir haben schon genau geschaut, ob da eine Spur wieder raufkommt
und auf der Karte sahs auch gut aus. ABer genau wissen konnte mans nicht
- im schlimmsten FAll hätten wir wieder rauf müssen, was nach dem
langen
Tag sicher keinen gefreut hätte.
>> Sehr
>> spannend der Weg zum Kloo - man muss zuerst durch einen Eistunnel,
dann
>> gibts ein Loch im Boden (Frankreich hat ja nur Stehkloos) und
drumherum eine
>> Eisschicht.
> War einiges von dem Eis vielleicht gelb?
so genau hab ich nicht geschaut, aber ich würds stark vermuten.
> Du bist wahnsinnig tapfer!
Nö, gar nicht. Ich wollt halt einfach da rauf :-)
>>
>> Falls es jemand (Elisabeth?) tatsächlich bis hierher geschafft
haben sollte,
>> vielen DAnk fürs Lesen.
> Ich habs verschlungen, das war wirklich gut beschrieben, bei der
> Eiswand wurde es mir echt gruselig.
Freut mich, wenn ein bisschen was rüberkommt von den Erlebnissen und
Gefühlen. Der Erlebnisfaktor war wirklich sehr hoch diesmal. Ichhab
schon viele tolle Skitourengemacht, aber so viele schöne, anspruchsvolle
Touren an einem Stück in einer dermaßen grandiosen Umgebung und mti
dem
Wetterglück noch nie.
>> Der wird aber kürzer :-))
> Muss aber nicht.
Ist er glaub ich doch nicht geworden ;-) bin halt ne Quasseltante
Grüßle,
Sa- eigentlich steht heuer ein Familienauslug nach Wien an, wir haben
aber noch keinen Termin gefunden - wenns klappt, hau ich mi rnen Abend
für ein Läufchen frei -bine
--
Newsoffice.de - Die Onlinesoftware zum Lesen und Schreiben im Usenet
Die Signatur läßt sich nach Belieben anpassen ;-)
Autor: Elisabeth Mueller (2006-05-16 22:12:17)
Sabine Kohwagner schrieb:
>Hallo Elisabeth,
>
>Elisabeth Mueller wrote:
>> Mein lieber Mann geht auch immer moeglichst ohne Gepaeck, und
>> unterwegs borgt er sich von mir alles moegliche, von Taschentuechern
>> ueber Landkarten, Kugelschreiber, Nagelschere, Pflaster,
>> Wasserflasche, bis zum Woerterbuch (im Ausland). Und ich bin die, die
>> alles schleppt und dann noch ausgepottet wird.
>
>Ne, durchschmarotzt haben sie sich nicht. Sind schon erfahrene
>Bergsteiger, der Vater war früher auf mehreren Expeditionen. Sie
hatten
>sehr wenig Brotzeit dabei, haben dafür halt öfter auf den
Hütten
>gekauft. War uns halt zu teuer und ich wollte Markus nicht alles
>schleppen lassen, er hatte eh das Seil. Aber am Ende war die Brotzeit ja
>weg und der gEwichtsunterschied imme rnoch groß. Sind wohl die
>Kleinigkeite, die sich geläüppert haben - so hab ich halt gern
eine
>Hüttenhose, um nicht in der klammen Skihose rumsitzen zu müssen
etc.
>Pickel haben sie auch nicht mitgenommen - das hätt ich nicht riskieren
>mögen. wir haben ihn zwar kaum gebraucht, hätte aber auch anders
kommen
>können. Und am letzten Tag war ich schon sehr froh um das Teil.
Also das mit der Huettenhose und dem Pickel versteh ich total, das
sind doch einfach Notwendigkeiten.
>> Ach wie trauere ich dem Fotoapparat nach.
>Ich hoffe, Du hast wenigstens die paar Bildchen auf Markus Seite
>gefunden.
Die Bilder sind wunderschoen! Wie aus dem Bilderbuch, dass es sowas
wirklich gibt, und dass Du dort warst, einfach wunderschoen!
>> Wenn Du schon mal Angst hast, dann ist das eine Stelle, zu der ich im
>> Leben nie hingekommen waere.
>
>Ich schätze mal, dass auch viele meine rskitourengehenden freund ebei
>dieser durchquerung ihre Probleme gehabt hätten. Andererseits gibts
auch
>viele, die das völlig locker machen. Die Bandbreite ist groß wie
so oft
>;-)
Ich bin sowas von nicht schwindelfrei, es gibt sogar Treppenhaeuser,
die ich nicht gehen kann. :-(
>> Du bist wahnsinnig tapfer!
>
>Nö, gar nicht. Ich wollt halt einfach da rauf :-)
Na ja, bei den schoenen Anblicken.
>Sa- eigentlich steht heuer ein Familienauslug nach Wien an, wir haben
>aber noch keinen Termin gefunden - wenns klappt, hau ich mi rnen Abend
>für ein Läufchen frei -bine
Cool! Da freu ich mich drauf. Hoffentlich kommst Du nicht gerade, wenn
wir auf Urlaub sind. Meld Dich rechtzeitig!
Elisabeth
Autor: "Sabine Kohwagner" (2006-05-09 22:35:13)
Für die, die sich bescher haben, dass der Urlaubsbericht im
Trainingsposting
gar so knapp war und alle anderen, die sich sonst noch so für Skitouren
und
Klettern interessieren.:-)
Karfreitag um 8.00 gehts los - nachdem wir eine halbe Stunde gepackt haben,
ist auch tatsächlich alles im Auto verstaut. Nur der Fotoapparat liegt
einsam und vergessen in Markus Zimmer, das wird uns aber erst in Italien
klar :-((
Bis Innsbruck regnets, optimales Fahrwetter, dann scheint die Sonne, es wird
unerträglich warm im Auto und es zieht sich. Aber für einen
Westalpenurlaub
muss man halt einen Tag im Auto in Kauf nehmen.
Um 18.00 trudeln wir dann pünklich in Villar dArene, kurz oberhalb von La
Grave (das kenn vielleicht der ein oder andere) ein. Wir, das sind Tobi,
Till, Markus und ich. Dort treffen wir dann noch Peter und Flo vom
Tegernsee - Vater und Sohn, ein echt cooles Gespann, beide mit unverschämt
kleinen Rucksäcken, was mich den Rest der Woche zur Verzweiflung bringt.
Ich
weiß immer noch nicht, wie sie das geschafft haben, bzw. was ichdaheim
lassen können hätte... Unsere Unterkunft hat uns Till verschafft, der
vor 2
Jahren schon mal dort war - eine total gemütliche "Gite", super
Essen mit
suppe, Salat, Hauptspeise, KÄse und Nachspeise - und dazu pro Person 2.-?
für den Wein - nachfüllen am 10-Liter-Kanister erledigt man selber.
Gut,
dass wir am nächsten Tag nur eine kleine Tagestour machen wollen :-)
Samstag früh scheint noch die Sonne, man sieht im Westen aber schon eine
dunkle Wolkenwand. Mal sehn, wie langs hält. Rauf zum Pass, und ienfach
mal
den vielen Leuten nachgelaufen - da haben wir wohl eine ziemliche Modetour
erwischt, aber grade recht zum Reinschnuppern in ein neues Gebiet.
Zusätzlich zu uns 6 sind noch 2 Freunde aus GEnf dabei und Sabine - die
wollte die Durchquerung eigentlich auch mitgehen. Aber es kommt anders.
Während dem Gipfelanstieg holen uns die Wolken ein, es weht ein
ungemütlich
kalter Wind und der Schnee bleibt hart, der erwünschte Firn bleibt aus.
Wir
machen uns bald wieder vom Acker und freuen uns schon auf die warme Gite.
Etwa 100Meter unterm Gipfel bleibt Sabine in einer harten Spur hängen, es
gibt einen leichten Schnalzer und das wars dann wohl. Skifahren geht nciht
mehr, das Knie ist instabil, wir tippen alle gleich auf Bänderriss (es war
dann auch das Kreuzband, wie sie mittlerweiel weiß :-() Sie versuchts
dann
mit runtergehen, das geht aber auch nicht wirklich, also bauen wir einen
Skischlitten. Ich nehme mir fest vor, in Zukunft auch auf Tagestouren wieder
Material mizunehmen - manchmal braucht mans eben doch. Es ist zwar
beruhigend zu sehen,d ass das ganze funktioniert, ein besonderer Spaß war
die Abfahrt für Sabine aber sicher nicht. Total durchgefroren kommen wir 2
Stunden später unten an - und alle schauen ziemlich doof aus der
Wäsche. So
schnell kanns gehen und der lang ersehnte Urlaub ist dahin. Wir fühlen
alle
mit Sabine, dies aber tapfer und mit Fassung trägt. Gleichzeitig bangen
wir,
was die Woche noch bringt, wenns schon so angeht.
Am nächsten Tag können wir nochmal ausschlafen, der
Hüttenanstieg dauert nur
1,5 Stunden. Der Rucksack ist sauschwer und ichbin froh, dass am Tag darauf
erst mal eine Tagestour von der Hütte angesagt ist. Dort angekommen,
müssen
wir erstmal feststellen,d ass die Reservierung unserer Freunde wohl nicht
angekommen ist. DA wir alle Null Französisch können, gibts ein
bisschen hin
und her, schließlich findet sich aber für jeden ein Plätzchen.
Dann brechen
wir wieder auf und erstürmen der "Hüttengipfel", um schon
mal Dauphine-Luft
zu schnuppern. Die Kulisse ist grandios: Wilde Felklötze, dazwischen
zerrissene Gletscher und schmale Kare und Rinnen. Die erste davon nehmen wir
und genießen oben einen fantastischen Rundblick und danach eine Abfahrt
in
bestem Pulverschnee!
Das ABendessen kann mit den letzten Abenden nicht mithalten, ist aber in
Ordnung. Weniger begeistert sind wir von der Frühstückszeit: 4.30.
Westalpen - die spinnen, die Franzosen. Sooo groß ist unser Berg nicht
und
was wollen wir mittag schon wieder an der Hütte. Wir setzen uns durch und
dürfen um 6.00 aufstehen. Außerdem erfahren wir noch, dass auf dem
"Agneux"
schon seit einer Woche keiner mehr oben war - da können wir usnere
Spurfähigkeiten wohl gleich mal unter Beweise stellen.
Bei wolkenlosem Himmel gehts am Montag los, zuerst gemütlich ein Tal
entlang, dann über Moränenhügel und einen ersten steilen Hang.
Bald sehen
wir, dass schon eien Gruppe unterwegs ist, da können wir uns die Spurerei
schon mal sparen. Spätes Aufstehen hat so seine Vorteile :-)
IN einer Scharte angelangt schauen wir erstmal etwas dumm aus der Wäsche.
Es
geht mindestens 100hm wieder runter und das sehr steil und felsdurchsetzt.
Also tragen wir die Ski bergab bis auf den Gletscher. So richtig wohl
fühle
ich mich nicht beim Rückwärts absteigen, Gott sei dAnk ist der Schnee
aber
sehr weich. Unten leuchtet die Sonne gnadenlos und es wird richtig warm.
Kurz vor der nächsten Steilstufe haben wir dann die anderen eingeholt und
übernehmen die Spurarbeit. Auf den Gipfel kommt man nciht so leicht, der
Grat ist brüchig und ekelhaft, also erklären wir die Scharte zum
Ziel,
genießen das grandiose Panorama und richten uns auf eine gemütliche
Brotzeit
ein. Nach und nach trudeln die Franzosen ein und verbreiten eine ungeahnte
Hektik. Wir riechen den Braten - die wollen den noch unverspurten Hang als
erste hinunterfahren. Hmmm, 10 Leute, das ist nicht so nett, andererseits
haben sie sichs ja eigentlich verdient. Wir packen auch zusammen, schaffens
aber nicht mehr vor ihnen wegzukommen. An einer Engstelle staut sichs dann
und wir müssen ziemlich lange warten, wovon meine Männer recht
genervt sind.
Also wird beschlossen, gnadenlos zu überholen, um beim GEgenanstieg nicht
wieder warten zu müssen. Wir schießen den Hang hinunter, bis die
Oberschenkel brennen, fellen auf, hasten die flache Strecke entlang und
schaffen es tatsächlich vor den anderen, die Rinnen hinaufzustapen. Die
Sonne brennt, der Schweiß strömt, aber wir sind oben. Und dann leigt
ein
langer, unverspurter, endlos genialer Hang vor uns. Die Abfahrt der Woche,
GEnuss pur! Pulver geht fast übergangslos in Firn über. Die anderen
sehen
wir an der Scharte noch lange Pause machen, sie haben sich wohl auch ganz
shcön verausgabt.
Die Nachmittage an der Hütte werden uns meist recht lang. Ratschen,
schlafen, schauen, Sachen trocknen - 5 Stunden bis zum Abendessen wollen
rumgebracht werden und die Schafkopfkarten hat auch jeder daheim gelassen.
Mit Lektüre schauts mangels Französischkenntnissen auch eher schlecht
aus.
Und wieder beginnt ein sonniger Tag, diesmal sind wir jedoch einige Stunden
im Schatten. Prompt friert mein Kamel ein. Naja, solangs nicht warm ist, ist
der Durst nicht so groß und ich hab ja noch die Thermoskanne. Nach einem
Flachstück gehts erstmal zu Fuß die erste Rinne hoch (viel stapfen
heißts
die Woche) und dann einen steilen Hang mit Ski weiter. Ich trau mich nicht
so recht und gehe ganz vorsichtig, dadurch falle ich immer weiter zurück.
Irgendwann überfällt mich dann die Angst und ich kreigs nicht mehr
geregelt.
Auf den Lawinenbollern greifen di eHarscheisen nciht mehr, ich trau mcih
nicht mehr weiter. Peinlich! Peter ruft mir dann zu, ich soll mit Steigeisen
weitergehen. Der Umbau ist gar nicht so leicht, ich habe Schiss, dass mir
irgendetwas runterfällt, aber dann ists doch geschafft. Gerade als ich
weiter will, ist Peterauch schon da und nimmt mir den Rucksack ab. Oh Mann,
ist mir das Peinlich, vor allem, weil meiner soviel schwerer ist als seiner.
ER lästert dann auch ganz schön :-)
Bei den anderen angelangt geht Markus mit mir zu Fuß weiter. Oje, ich
hasse
doch Ski tragen. Aber sicherer fühle ich mcih doch mit den Steigeisen.
Leider kommen wir so den anderen erst recht nicht mehr nach, jede Pause wir
dfür mcih 10 Minuten kürzer als für den Rest und der Tag stresst
mich immer
mehr. Die letzten 400hm dann wieder mit Ski, aber es ist sauwarm und ich bin
ziemlich am Ende. Den Gipfel schenk ich mir dann lieber, dafür kann ich
mit
Markus bei gutem Firn abfahren, bei den anderen ists dann schon fast zu
weich.
Diesmal sind wir richtig angemeldet auf der Hütte und es finden sich sogar
Schafkopfkarten. Ab jetzt lösen wir uns die Nachmittag über ab. Nur
diesmal
habenwir frühstückstechnisch keinen Erfolg. 4.30, keine Diskussion.
Meine
Begeisterung, imDunkeln loszugehen hält sich sehr in Grenzen, aber trotz
aller Trödelei sind wir natürlcih um 5.30 startklar. Also Stirnlampen
anknipsen und ab in die Nacht. Peter rast lso, dass ichmich frage, welche
Drogen er genommen hat. Was geht hier ab? Ich hasse Kaltstarts, das kann mir
den ganzen Tag versauen. Missmutig hechle ich dahin. Nach einer halben
Stunde beruhigt sich das GAnze aber, nur tobi und Flo stiefeln voran, der
Rest geht gemütlicher und ich entspanne mich etwas. Langsam wirds auch
hell
und wir erleben einen fantastischen Sonnenaufgang. Der Dome de Neige, unser
Ziel, leuchtet uns entgegen, während wir über den flachen Gletscher
gehen.
Vor dem 700hm langen, steilen Gipfelhang gibts dann direkt mal eine
ausgiebige Rast. Und dann schanufen wir uns dem Gipfel entgegen, der
immerhin fast 400m hoch ist. Die Spur geht zwischen wilden Eisbrüchen
hindurch, absolut beeindruckend. Unvorstellbar, dass man wirklich mit Ski
bis fast auf den Gipfel kommt. Mein Kamel ist schon wieder gefroren, ich
hätte gerne ab und zu genuckelt, aber es geht auch so.
Schneckenmäßig, aber
irgendwann sind wir dann oben. Wow! Mal wieder super Aussciht, der MonBlanc
grüßt herüber udn wir bgutachten eine Seilschaft, die den
Hauptgipfel des
Barre des Ecrins erklimmen wollen, ein ziemlcih langer, felsiger Grat. Sie
geben ihr Vorhaben dann aber auf, ist wohl schwerer als erwartet. So richtig
gemütlich ists auf DAuer nicht am Gipfel, also machen wir uns an die
Abfahrt. nach ein paar Metern geht meine Bindung auf, sie war owhl nciht
richtig zu. Ich liege im Schnee und hab den Ski grad noch unter dem Haxen
eingeklemmt. Unter mir ein steiler Hang, darunter jede Menge
Gletscherspalten. Verdammter Mist! Ich versuche, den Fuß liegenzulassen,
den
Ski gleichzeitig mit der hand zu halten und herauszuziehen, hab aber keine
Chance. Bangend lasse ich los. gott sei DAnk bleibt der Ski etwa 20 Meter
unter mir brav liegen. PuuuHhhh! Das hätte schief gehen können. Also
Ski
holen und den anderen nachfahren. Der Hang ist diesmal schon recht zerspurt,
dafür gibts untern am gletscher wieder tollen Firn. die genialen
tourentage
häufen sich, es ist einfach unglaublich, welches Glück wir mit Wetter
und
Verhältnissen haben. Im Nebel hätten wir kaum eine Chance gehabt,
zwischen
den Spalten dort rauf zu finden.
Am nächsten Tag gehts wieder mit schwerem Rucksack weiter. eine lange,
aber
landschaftlich einmalige Etappe. links von uns 1000,-hohe Felswnde, eine
beeindruckender als die andere. Die letzten Aufsteigsmeter wollen mal wieder
zu Fuß zurückgelegt werden - ich wusste nicht, dass 200hm so lang
sein
können. Ächz! Aber irgendwann gehts dann doch wieder bergab und
wieder
fantastische Hänge. Unten dann eine wilde Querung am Sommerweg über
einen
Felsabbruch hinweg. Lieber nicht nach unten schauen. Unter uns liegt eine
kleine Selbstversorgerhütte, vor der wir jemand sitzen sehen. Dort
angelangt, gibts ein großes Hallo - ein Bekannter aus unsere Sektion!
Zufälle gibts! ER macht die Rund ein die andere Richtung. Nach einem
kurzen
Schnack nehmen wir das letzte Stück der Abfahrt in Angriff. Viele Latschen
versperren den Weg. REchts geht eine Rinne weg, darin eine Spur. sollen wirs
riskieren? Da der andere nciht mehr hochgekommen ist, wirds schon gehen. Es
folgt eine abenteuerliche Schluchtabfahrt, schmale Rinnen, Lawinenkegel,
unten ein Bach - aber es geht durch bis in den Talboden!
Dann heißts noch ein Stück schieben, raus in den Frühling. Hier
auf 1700m
ist alles grün, welch ein Kontrast.
Am 6. Tag ist nur Aufstieg angesagt. Fast ein Ruhetag also :-) Aber di
e1300hm wollen auch gegangen sein. Zuerst gehts sehr flach dahin, dann
machen wir Pause und dann sinds nur noch 800hm. Die Sonne steht im Hang, es
ist heiß und ich weiß, dass ichmal lieber langsam mache. Tobi will
sich
nicht abhängen lassen und liefert sich mit Markus ein Rennen, bis er
völlig
fertig einbricht. Ich verfolge das Ganze schmunzelnd aus sicherer
ENtfernung. Heilfroh über meien Camelback nuckle ich vor mich hin und
versuche, einfach meinen Trott zu gehen. Es gelingt soweit ganz gut.
Anstrengend, aber okay.
Die Hütte liegt auf einem Felsvorsprung auf ca. 3000m, wie ien Adlernest.
eine gigantische Lage, ein super Blick! Leider ist nicht geheizt, sodass es
auf der Terrasse wärmer ist als drin. Eigetnlich hab ich genug Sonne
abgekriegt, aber frieren will icha uch nciht. Also vermumme ich mich wie ein
Wüstenbewohner udn verdöse den Nachmittag auf der
Hüttenterrasse. Sehr
spannend der Weg zum Kloo - man muss zuerst durch einen Eistunnel, dann
gibts ein Loch im Boden (Frankreich hat ja nur Stehkloos) und drumherum eine
Eisschicht. Irgendwie verfolgt mich die Vorstellung, wo mein Fuß bei
einem
ausrutscher landet und ich nehme es mit der Hydrierung an diesem Abend nicht
os genau. In der Nacht da runter, da kann ich drauf verzichten!
Am nächsten Tag wollen wir als Abschluss noch die Meige machen - im
Führer
als sehr anspruchsvoll beschrieben, ein langer Grat - ich mag keine Grate.
Ich bin also einigermaßen gespannt, wie das wohl ausschaut und ob ich da
rauf komme.
Stapfetapen wechseln mit Skiaufstieg und ABfahrt - ein einziges Auf und Ab.
Dann kommt mal wieder eine lange Rinne, bestimmt 200hm am Stück. Ich
stiefle
tapfer los, aber das Ding nimmt und nimmt kein Ende. Fürchten tu ich mich
auch, aber nur ein bisschen, ich habs im Griff. Aber den anderen komm ich
nciht nach, keine Chance. Immer wieder stehenbleiben zum Verschnaufen. DA
kommt doch glatt Markus daher und nimmt mir den Rucksack ab. Ist ja lieb!
Plötzlich bin ich viel beweglicher in der Hüfte, die großen
Stufen sind
nicht mehr wild und stehen bleiben ist auch nciht mehr nötig. Trotzdem -
ich
bin platt. Trotz Pause erhole ich mich nciht mehr und schleppemich die
letzten 200hm hinter den anderen her. Meine Entscheidung ist klar: Der
Gipfel hat keinen Sinn, obwohl der Grat harmlos aussieht. Aber davor kommt
iene kleine eiswand, in der ich mich sicher zu Tode fürchte und ich werde
rauf und runter länger brauchen als der REst und die Abfahrt muss ja auch
noch geschafft werden. Leider merkt man meiner Ankündigung wohl an, dass
es
mir schon schwer fällt, untenzubleiben, ich kann ein paar schniefer nicht
utnerdrücken. Markus verspricht mir dnan, bei mir zu bleiben und sagt, wir
haben genug Zeit. Also probier ichs. Tapfer wurschtle ich mich das
Eiswändchen hoch, unsicher zwar, aber ich lassmcih raufmotiveiren.
Allerdings bin ich schon sehr froh, dass wir für den ABstieg das Seil
dabei
haben. Der grat ist lang, aber nicht schwer und dann steh ich wirklich am
Gipfel. Was für ein Abschluss! Jeder grinst glücklich vor sich hin,
es war
einfach eine geniale Woche!
Aber noch steht der Abstieg bevor, das ist immer schlimmer als rauf und ich
brauche ewig. Die Abfahrt ist dann für mich nicht mehr der pure Genuss,
ich
bin platt und habe keine Kraft mehr in den Beinen. Also heißt es einfach
runterzukommen. Unten wirds sehr batzig, aber wir können noch fast bis in
den Ort fahren. Und dann stehen wir wieder im Frühling, sauwarm ists, wir
sind verbrannt, verschwitzt und überglücklich, dass alles so gut
geklappt
hat. Abends haben wir uns nochmals in der bewährten Gite einquartiert und
feiern bei leckerem Lamm und Wein!
So, das war die Endlos-Version von mir.
Kürzer und dafür mit ein paar Bildchen und den ganzen FAkten gibts
das Ganze
jetzt auch bei www.stadler-markus.de/files/skitour/touren/dauphine.htm
Falls es jemand (Elisabeth?) tatsächlich bis hierher geschafft haben
sollte,
vielen DAnk fürs Lesen. Für den 2. Teil bin ich jetzt zu müde,
Fortsetzung
folgt. Der wird aber kürzer :-))
Guts Nächtle, Sabine
Autor: Hartmut Streppel (2006-05-09 22:59:11)
Hallo Sabine,
Sabine Kohwagner schrieb:
> F
