[Bericht] Rheinenergiemarathon Bonn, Max
Autor: Max Ehlers (2006-04-03 21:49:41)
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[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
[X] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
Name des Laufes: RheinEnergie Marathon Bonn
Datum: 2.4.2006 (Sun)
Ort: Bonn
Postleitzahl: D5
Homepage (Veranstalter): http://www.rheinenergie-marathon-bonn.de
Ihr Name: Max Ehlers
Ihre eMail-Adresse: max at ehlers24 de
Streckenlaengen: MA, HM
Beschaffenheit: Asphalt, wenig Kopfsteinpflaster
Profil: eigentlich flach
Wetter: trocken, frühlingshaft warm, windig
Teilnehmer: 2400 (Marathon)
Bericht:
Um es kurz zu machen: Mal wieder Bonner DRSL-Treffen, mal wieder
Marathon, mal wieder Hase, mal wieder in 2:59:59. Hat Spaß gemacht.
Wer sich bis hierher gescrollt hat, will mehr wissen. Also:
Am Samstag habe ich es genossen, mal nicht Gastgeber der drsl-Fete zu
sein. So konnte ich ganz ungezwungen kommen (coole location), sehen
(all die vielen drsler), genießen (2 Bier und eine Wagenradpizza) und
gehen (nach Hause, immerhin rechtzeitig um kurz nach 12 im Bett zu
sein).
2. Frühstück am Morgen im Hotel Königshof mit der 4h-Häsin,
die erzählt
hat, dass sie in Vorbereitung eines 100ers nach dem Lauf gleich noch
18km nach Hause laufen wollte.
Startnummer "10" auf dem Hasenshirt (hübsch, nicht das
übliche
langweilige weiss) festgemacht. Kurz HM-Start geguckt, umgezogen,
Tasche im 0-99 Zelt abgegeben. Zum Start getrabt. Man hatte mir gesagt,
es würde im Startbereich vormontierte Hasenschilder geben. Da da nichts
war, habe ich mich einfach so mitten vorne rein gestellt und wurde auch
gleich von mehreren angesprochen, die sich mir anschließen wollten.
Bloß
von meinem Mithasen, Robert Langfeld, war nichts zu sehen. Matthias ein
paar Reihen vor mir Glück gewünscht. Auch nicht unweit stand mein
Trainingspartner Niki , der sein Marathon-Debüt vor sich hatte und ein
verdammt starker Läufer ist. Man durfte gespannt sein.
Peng, und los. Das mit dem Pace (4:15) finden ist ja nicht einfach,
aber da war zum Glück Daniel, der nicht nur minutiös vorbereitet war,
sondern noch dazu so ein Tempomessding hatte. Entsprechend trafen wir
den 1. km ziemlich genau (4:21). Der 2. sass dann ganz exakt (4:15),
und irgendwo da hoppelte auch ein anderer Hase an uns vorbei, den ich
durch beherzten Zuruf jedoch bremsen konnte. Uffz, da war er also.
Richtiger Crack, ist vor 5 Jahren mal eine 2:15 gelaufen, und will auch
im Herbst wieder was schnelles machen. Er stand beim Start viel weiter
hinten und hatte im Gedränge Mühe, nach vorne zu kommen. Wegen das
Startchaos habe ich dann vorgeschlagen, Schäferhund zu spielen und mal
zu gucken, ob sich womöglich weiter hinten noch versprengte Schäflein
herumtrieben. Ich ließ mich also zurückfallen und hab die Leute
übereifrig angequatscht ob sie Sub3 laufen wollten und ob sie sich der
Herde anschließen wollten. Als ich eine gute Minute verloren hatte und
bei denen angekommen war, die im Schnitt 3:20 laufen wollten, gab ich
wieder Gas und rannte unter viel Gespött ("hast Dich wohl
verlaufen?")
wieder nach vorne, nicht ohne noch mal in die Büsche abzubiegen.
Ob das eine kluge Aktion war? Auf eine 4:54 (incl Pinkelpause) folgten
eine 3:52, 4:00, 3:50, 3:46, und kurz vorm Unterqueren der Brücke war
ich wieder dran an der Herde. Im Gegenwind am Rheinufer hatte ich
einige etwas zu langsame Splits, da ich wieder wieder den Hirtenhund
gab und Buschbesuchern half, wieder Anschluss zu finden. Das musste
natürlich wieder reingeholt werden, daher folgten einige Kilometer im
Bereich 4:10, um Einzelläufer und Grüppchen wieder ans Feld
heranzuführen. Das "Feld" bestand zu diesem Zeitpunkt aus ca. 25
Läufern (diesmal keine Frau). Beim Halbmarathon hatte ich 1:29:49, ein
bisschen langsamer als erwünscht. Nun bröselte die Gruppe Stück
für
Stück auseinander, irgendwann musste auch Daniel abreissen lassen. Ich
muss zugeben, dass auch ich es so langsam anstrengend fand, was ich
redselig wie immer auch allen mitgeteilt habe. Ich hoffte, dadurch die
Schmerzen jener zu lindern, die nicht meine Gewissheit hatten, es
relativ locker zu schaffen.
Nicht lindern konnte ich die Schmerzen von einem Läufer, der infolge
einer kleinen Kollision plötzlich auf der Straße lag und laut
fluchte.
Er konnte zwar direkt weiterlaufen, hatte sich aber an Ellenbogen und
Oberschenkel ordentlich verletzt und litt ziemlich - ich glaube er hat
es letztlich auch geschafft.
Bei km 39/40 gab es nur noch Einzelkämpfer, und wir beiden Hasen haben
geguckt, wem wir noch helfen konnten. Auf den letzten 2 km lief ich an
der zweiten Frau vorbei, die schon ziemlich fertig und langsam war. Ich
wollte ihr noch mal Windschatten geben, aber es war schnell klar, dass
sie nicht mehr unter 3 bleiben würde. Mir selbst dämmerte erst
spät,
dass ich verdammt knapp dran war. Komisch, Robert, der deutlich hinter
mir lief, hatte doch gesagt, es wäre noch Luft...
Als ich auf den Bertha-von-Suttner-Platz kam, erschrak ich dann so
richtig. Das war ja noch viel weiter als gedacht mit den ganzen Kurven.
Also musste ich - zum Glück hatte ich ohnehin niemand im Schlepptau -
noch einen richtigen Sprint hinlegen, um noch eine 2 vorne stehen zu
haben. Naja, hat ja geklappt. Robert kam ein ganzes Stück nach mir rein
und hatte trotzdem eine deutlich niedrigere Nettozeit. Ach so, die
Bruttonettogeschichte, aber darüber ist unsere Kanzlerin ja auch schon
gestolpert...
Danach nur gute Nachrichten: Svenja (die letztes Jahr noch beim
Sub3-Team war), hat sich offenbar auf dem letzten km noch auf Platz 2
bei den Frauen vorgekämpft. Matthias hatte endlich die 2:50 geknackt,
und dann auch noch so komfortabel. Vereinskollege Detlev war Dritter
beim HM geworden hinter uns Magnus, mit einer guten Zeit angesichts
dessen, dass er vor einer Woche auch schon HM mit voller Kraft gelaufen
war. Trainingskumpel Niki hat in seinem zarten Alter ein grandioses
Marathondebüt mit 2:42 hingelegt und wurde Bonner Stadtmeister.
So, das langt jetzt erstmal.
tschö
Max
# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team
Autor: Elisabeth Mueller (2006-04-05 00:30:27)
Autor: Elisabeth Mueller (2006-04-05 00:30:27)
Max Ehlers schrieb:
>Name des Laufes: RheinEnergie Marathon Bonn
>Um es kurz zu machen: Mal wieder Bonner DRSL-Treffen, mal wieder
>Marathon, mal wieder Hase, mal wieder in 2:59:59. Hat Spaß gemacht.
Was?
Das war alles?
>Am Samstag habe ich es genossen, mal nicht Gastgeber der drsl-Fete zu
>sein. So konnte ich ganz ungezwungen kommen (coole location), sehen
>(all die vielen drsler), genießen (2 Bier und eine Wagenradpizza) und
>gehen (nach Hause, immerhin rechtzeitig um kurz nach 12 im Bett zu
>sein).
Du hast auch sehr locker ausgesehen.
>
>2. Frühstück am Morgen im Hotel Königshof mit der
4h-Häsin, die erzählt
>hat, dass sie in Vorbereitung eines 100ers nach dem Lauf gleich noch
>18km nach Hause laufen wollte.
Einfach nur oerksig.
>Peng, und los. Das mit dem Pace (4:15) finden ist ja nicht einfach,
>aber da war zum Glück Daniel, der nicht nur minutiös vorbereitet
war,
>sondern noch dazu so ein Tempomessding hatte. Entsprechend trafen wir
>den 1. km ziemlich genau (4:21). Der 2. sass dann ganz exakt (4:15),
>und irgendwo da hoppelte auch ein anderer Hase an uns vorbei, den ich
>durch beherzten Zuruf jedoch bremsen konnte. Uffz, da war er also.
>Richtiger Crack, ist vor 5 Jahren mal eine 2:15 gelaufen, und will auch
>im Herbst wieder was schnelles machen. Er stand beim Start viel weiter
>hinten und hatte im Gedränge Mühe, nach vorne zu kommen.
So, jetzt kann es eigentlich ohne Zwischenfaelle gleichmaessig
weiterlaufen.
>Als ich eine gute Minute verloren hatte und
>bei denen angekommen war, die im Schnitt 3:20 laufen wollten, gab ich
>wieder Gas und rannte unter viel Gespött ("hast Dich wohl
verlaufen?")
>wieder nach vorne, nicht ohne noch mal in die Büsche abzubiegen.
Diesmal alleine?
>Nun bröselte die Gruppe Stück für
>Stück auseinander, irgendwann musste auch Daniel abreissen lassen. Ich
>muss zugeben, dass auch ich es so langsam anstrengend fand, was ich
>redselig wie immer auch allen mitgeteilt habe. Ich hoffte, dadurch die
>Schmerzen jener zu lindern, die nicht meine Gewissheit hatten, es
>relativ locker zu schaffen.
Ich denke, das hilft.
>Nicht lindern konnte ich die Schmerzen von einem Läufer, der infolge
>einer kleinen Kollision plötzlich auf der Straße lag und laut
fluchte.
>Er konnte zwar direkt weiterlaufen, hatte sich aber an Ellenbogen und
>Oberschenkel ordentlich verletzt und litt ziemlich - ich glaube er hat
>es letztlich auch geschafft.
Autsch, sind schon die "normalen" Marathonbelastungen gross, aber das
ist ja unmenschlich.
>Als ich auf den Bertha-von-Suttner-Platz kam, erschrak ich dann so
>richtig. Das war ja noch viel weiter als gedacht mit den ganzen Kurven.
Dabei kennst Du die Strecke. Ja, diese Kurven sind echt fies!
>Danach nur gute Nachrichten: Svenja (die letztes Jahr noch beim
>Sub3-Team war), hat sich offenbar auf dem letzten km noch auf Platz 2
>bei den Frauen vorgekämpft.
Ich gratuliere unbekannterweise!
>Matthias hatte endlich die 2:50 geknackt,
>und dann auch noch so komfortabel. Vereinskollege Detlev war Dritter
>beim HM geworden hinter uns Magnus, mit einer guten Zeit angesichts
>dessen, dass er vor einer Woche auch schon HM mit voller Kraft gelaufen
>war. Trainingskumpel Niki hat in seinem zarten Alter ein grandioses
>Marathondebüt mit 2:42 hingelegt und wurde Bonner Stadtmeister.
>
>So, das langt jetzt erstmal.
Ja, jetzt darfst Du aufhoeren.
Elisabeth
Autor: Max Ehlers (2006-04-03 21:49:41)
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[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
[X] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
Name des Laufes: RheinEnergie Marathon Bonn
Datum: 2.4.2006 (Sun)
Ort: Bonn
Postleitzahl: D5
Homepage (Veranstalter): http://www.rheinenergie-marathon-bonn.de
Ihr Name: Max Ehlers
Ihre eMail-Adresse: max at ehlers24 de
Streckenlaengen: MA, HM
Beschaffenheit: Asphalt, wenig Kopfsteinpflaster
Profil: eigentlich flach
Wetter: trocken, frühlingshaft warm, windig
Teilnehmer: 2400 (Marathon)
Bericht:
Um es kurz zu machen: Mal wieder Bonner DRSL-Treffen, mal wieder
Marathon, mal wieder Hase, mal wieder in 2:59:59. Hat Spaß gemacht.
Wer sich bis hierher gescrollt hat, will mehr wissen. Also:
Am Samstag habe ich es genossen, mal nicht Gastgeber der drsl-Fete zu
sein. So konnte ich ganz ungezwungen kommen (coole location), sehen
(all die vielen drsler), genießen (2 Bier und eine Wagenradpizza) und
gehen (nach Hause, immerhin rechtzeitig um kurz nach 12 im Bett zu
sein).
2. Frühstück am Morgen im Hotel Königshof mit der 4h-Häsin,
die erzählt
hat, dass sie in Vorbereitung eines 100ers nach dem Lauf gleich noch
18km nach Hause laufen wollte.
Startnummer "10" auf dem Hasenshirt (hübsch, nicht das
übliche
langweilige weiss) festgemacht. Kurz HM-Start geguckt, umgezogen,
Tasche im 0-99 Zelt abgegeben. Zum Start getrabt. Man hatte mir gesagt,
es würde im Startbereich vormontierte Hasenschilder geben. Da da nichts
war, habe ich mich einfach so mitten vorne rein gestellt und wurde auch
gleich von mehreren angesprochen, die sich mir anschließen wollten.
Bloß
von meinem Mithasen, Robert Langfeld, war nichts zu sehen. Matthias ein
paar Reihen vor mir Glück gewünscht. Auch nicht unweit stand mein
Trainingspartner Niki , der sein Marathon-Debüt vor sich hatte und ein
verdammt starker Läufer ist. Man durfte gespannt sein.
Peng, und los. Das mit dem Pace (4:15) finden ist ja nicht einfach,
aber da war zum Glück Daniel, der nicht nur minutiös vorbereitet war,
sondern noch dazu so ein Tempomessding hatte. Entsprechend trafen wir
den 1. km ziemlich genau (4:21). Der 2. sass dann ganz exakt (4:15),
und irgendwo da hoppelte auch ein anderer Hase an uns vorbei, den ich
durch beherzten Zuruf jedoch bremsen konnte. Uffz, da war er also.
Richtiger Crack, ist vor 5 Jahren mal eine 2:15 gelaufen, und will auch
im Herbst wieder was schnelles machen. Er stand beim Start viel weiter
hinten und hatte im Gedränge Mühe, nach vorne zu kommen. Wegen das
Startchaos habe ich dann vorgeschlagen, Schäferhund zu spielen und mal
zu gucken, ob sich womöglich weiter hinten noch versprengte Schäflein
herumtrieben. Ich ließ mich also zurückfallen und hab die Leute
übereifrig angequatscht ob sie Sub3 laufen wollten und ob sie sich der
Herde anschließen wollten. Als ich eine gute Minute verloren hatte und
bei denen angekommen war, die im Schnitt 3:20 laufen wollten, gab ich
wieder Gas und rannte unter viel Gespött ("hast Dich wohl
verlaufen?")
wieder nach vorne, nicht ohne noch mal in die Büsche abzubiegen.
Ob das eine kluge Aktion war? Auf eine 4:54 (incl Pinkelpause) folgten
eine 3:52, 4:00, 3:50, 3:46, und kurz vorm Unterqueren der Brücke war
ich wieder dran an der Herde. Im Gegenwind am Rheinufer hatte ich
einige etwas zu langsame Splits, da ich wieder wieder den Hirtenhund
gab und Buschbesuchern half, wieder Anschluss zu finden. Das musste
natürlich wieder reingeholt werden, daher folgten einige Kilometer im
Bereich 4:10, um Einzelläufer und Grüppchen wieder ans Feld
heranzuführen. Das "Feld" bestand zu diesem Zeitpunkt aus ca. 25
Läufern (diesmal keine Frau). Beim Halbmarathon hatte ich 1:29:49, ein
bisschen langsamer als erwünscht. Nun bröselte die Gruppe Stück
für
Stück auseinander, irgendwann musste auch Daniel abreissen lassen. Ich
muss zugeben, dass auch ich es so langsam anstrengend fand, was ich
redselig wie immer auch allen mitgeteilt habe. Ich hoffte, dadurch die
Schmerzen jener zu lindern, die nicht meine Gewissheit hatten, es
relativ locker zu schaffen.
Nicht lindern konnte ich die Schmerzen von einem Läufer, der infolge
einer kleinen Kollision plötzlich auf der Straße lag und laut
fluchte.
Er konnte zwar direkt weiterlaufen, hatte sich aber an Ellenbogen und
Oberschenkel ordentlich verletzt und litt ziemlich - ich glaube er hat
es letztlich auch geschafft.
Bei km 39/40 gab es nur noch Einzelkämpfer, und wir beiden Hasen haben
geguckt, wem wir noch helfen konnten. Auf den letzten 2 km lief ich an
der zweiten Frau vorbei, die schon ziemlich fertig und langsam war. Ich
wollte ihr noch mal Windschatten geben, aber es war schnell klar, dass
sie nicht mehr unter 3 bleiben würde. Mir selbst dämmerte erst
spät,
dass ich verdammt knapp dran war. Komisch, Robert, der deutlich hinter
mir lief, hatte doch gesagt, es wäre noch Luft...
Als ich auf den Bertha-von-Suttner-Platz kam, erschrak ich dann so
richtig. Das war ja noch viel weiter als gedacht mit den ganzen Kurven.
Also musste ich - zum Glück hatte ich ohnehin niemand im Schlepptau -
noch einen richtigen Sprint hinlegen, um noch eine 2 vorne stehen zu
haben. Naja, hat ja geklappt. Robert kam ein ganzes Stück nach mir rein
und hatte trotzdem eine deutlich niedrigere Nettozeit. Ach so, die
Bruttonettogeschichte, aber darüber ist unsere Kanzlerin ja auch schon
gestolpert...
Danach nur gute Nachrichten: Svenja (die letztes Jahr noch beim
Sub3-Team war), hat sich offenbar auf dem letzten km noch auf Platz 2
bei den Frauen vorgekämpft. Matthias hatte endlich die 2:50 geknackt,
und dann auch noch so komfortabel. Vereinskollege Detlev war Dritter
beim HM geworden hinter uns Magnus, mit einer guten Zeit angesichts
dessen, dass er vor einer Woche auch schon HM mit voller Kraft gelaufen
war. Trainingskumpel Niki hat in seinem zarten Alter ein grandioses
Marathondebüt mit 2:42 hingelegt und wurde Bonner Stadtmeister.
So, das langt jetzt erstmal.
tschö
Max
# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team
Autor: Elisabeth Mueller (2006-04-05 00:30:27)
Max Ehlers schrieb:
>Name des Laufes: RheinEnergie Marathon Bonn
>Um es kurz zu machen: Mal wieder Bonner DRSL-Treffen, mal wieder
>Marathon, mal wieder Hase, mal wieder in 2:59:59. Hat Spaß gemacht.
Was?
Das war alles?
>Am Samstag habe ich es genossen, mal nicht Gastgeber der drsl-Fete zu
>sein. So konnte ich ganz ungezwungen kommen (coole location), sehen
>(all die vielen drsler), genießen (2 Bier und eine Wagenradpizza) und
>gehen (nach Hause, immerhin rechtzeitig um kurz nach 12 im Bett zu
>sein).
Du hast auch sehr locker ausgesehen.
>
>2. Frühstück am Morgen im Hotel Königshof mit der
4h-Häsin, die erzählt
>hat, dass sie in Vorbereitung eines 100ers nach dem Lauf gleich noch
>18km nach Hause laufen wollte.
Einfach nur oerksig.
>Peng, und los. Das mit dem Pace (4:15) finden ist ja nicht einfach,
>aber da war zum Glück Daniel, der nicht nur minutiös vorbereitet
war,
>sondern noch dazu so ein Tempomessding hatte. Entsprechend trafen wir
>den 1. km ziemlich genau (4:21). Der 2. sass dann ganz exakt (4:15),
>und irgendwo da hoppelte auch ein anderer Hase an uns vorbei, den ich
>durch beherzten Zuruf jedoch bremsen konnte. Uffz, da war er also.
>Richtiger Crack, ist vor 5 Jahren mal eine 2:15 gelaufen, und will auch
>im Herbst wieder was schnelles machen. Er stand beim Start viel weiter
>hinten und hatte im Gedränge Mühe, nach vorne zu kommen.
So, jetzt kann es eigentlich ohne Zwischenfaelle gleichmaessig
weiterlaufen.
>Als ich eine gute Minute verloren hatte und
>bei denen angekommen war, die im Schnitt 3:20 laufen wollten, gab ich
>wieder Gas und rannte unter viel Gespött ("hast Dich wohl
verlaufen?")
>wieder nach vorne, nicht ohne noch mal in die Büsche abzubiegen.
Diesmal alleine?
>Nun bröselte die Gruppe Stück für
>Stück auseinander, irgendwann musste auch Daniel abreissen lassen. Ich
>muss zugeben, dass auch ich es so langsam anstrengend fand, was ich
>redselig wie immer auch allen mitgeteilt habe. Ich hoffte, dadurch die
>Schmerzen jener zu lindern, die nicht meine Gewissheit hatten, es
>relativ locker zu schaffen.
Ich denke, das hilft.
>Nicht lindern konnte ich die Schmerzen von einem Läufer, der infolge
>einer kleinen Kollision plötzlich auf der Straße lag und laut
fluchte.
>Er konnte zwar direkt weiterlaufen, hatte sich aber an Ellenbogen und
>Oberschenkel ordentlich verletzt und litt ziemlich - ich glaube er hat
>es letztlich auch geschafft.
Autsch, sind schon die "normalen" Marathonbelastungen gross, aber das
ist ja unmenschlich.
>Als ich auf den Bertha-von-Suttner-Platz kam, erschrak ich dann so
>richtig. Das war ja noch viel weiter als gedacht mit den ganzen Kurven.
Dabei kennst Du die Strecke. Ja, diese Kurven sind echt fies!
>Danach nur gute Nachrichten: Svenja (die letztes Jahr noch beim
>Sub3-Team war), hat sich offenbar auf dem letzten km noch auf Platz 2
>bei den Frauen vorgekämpft.
Ich gratuliere unbekannterweise!
>Matthias hatte endlich die 2:50 geknackt,
>und dann auch noch so komfortabel. Vereinskollege Detlev war Dritter
>beim HM geworden hinter uns Magnus, mit einer guten Zeit angesichts
>dessen, dass er vor einer Woche auch schon HM mit voller Kraft gelaufen
>war. Trainingskumpel Niki hat in seinem zarten Alter ein grandioses
>Marathondebüt mit 2:42 hingelegt und wurde Bonner Stadtmeister.
>
>So, das langt jetzt erstmal.
Ja, jetzt darfst Du aufhoeren.
Elisabeth
Autor: Max Ehlers (2006-04-03 21:49:41)
# Begin Template
[ ] Ich widerspreche der Archivierung auf DRSL.de.
[X] Ich habe den Bericht auf DRSL.de archiviert.
Name des Laufes: RheinEnergie Marathon Bonn
Datum: 2.4.2006 (Sun)
Ort: Bonn
Postleitzahl: D5
Homepage (Veranstalter): http://www.rheinenergie-marathon-bonn.de
Ihr Name: Max Ehlers
Ihre eMail-Adresse: max at ehlers24 de
Streckenlaengen: MA, HM
Beschaffenheit: Asphalt, wenig Kopfsteinpflaster
Profil: eigentlich flach
Wetter: trocken, frühlingshaft warm, windig
Teilnehmer: 2400 (Marathon)
Bericht:
Um es kurz zu machen: Mal wieder Bonner DRSL-Treffen, mal wieder
Marathon, mal wieder Hase, mal wieder in 2:59:59. Hat Spaß gemacht.
Wer sich bis hierher gescrollt hat, will mehr wissen. Also:
Am Samstag habe ich es genossen, mal nicht Gastgeber der drsl-Fete zu
sein. So konnte ich ganz ungezwungen kommen (coole location), sehen
(all die vielen drsler), genießen (2 Bier und eine Wagenradpizza) und
gehen (nach Hause, immerhin rechtzeitig um kurz nach 12 im Bett zu
sein).
2. Frühstück am Morgen im Hotel Königshof mit der 4h-Häsin,
die erzählt
hat, dass sie in Vorbereitung eines 100ers nach dem Lauf gleich noch
18km nach Hause laufen wollte.
Startnummer "10" auf dem Hasenshirt (hübsch, nicht das
übliche
langweilige weiss) festgemacht. Kurz HM-Start geguckt, umgezogen,
Tasche im 0-99 Zelt abgegeben. Zum Start getrabt. Man hatte mir gesagt,
es würde im Startbereich vormontierte Hasenschilder geben. Da da nichts
war, habe ich mich einfach so mitten vorne rein gestellt und wurde auch
gleich von mehreren angesprochen, die sich mir anschließen wollten.
Bloß
von meinem Mithasen, Robert Langfeld, war nichts zu sehen. Matthias ein
paar Reihen vor mir Glück gewünscht. Auch nicht unweit stand mein
Trainingspartner Niki , der sein Marathon-Debüt vor sich hatte und ein
verdammt starker Läufer ist. Man durfte gespannt sein.
Peng, und los. Das mit dem Pace (4:15) finden ist ja nicht einfach,
aber da war zum Glück Daniel, der nicht nur minutiös vorbereitet war,
sondern noch dazu so ein Tempomessding hatte. Entsprechend trafen wir
den 1. km ziemlich genau (4:21). Der 2. sass dann ganz exakt (4:15),
und irgendwo da hoppelte auch ein anderer Hase an uns vorbei, den ich
durch beherzten Zuruf jedoch bremsen konnte. Uffz, da war er also.
Richtiger Crack, ist vor 5 Jahren mal eine 2:15 gelaufen, und will auch
im Herbst wieder was schnelles machen. Er stand beim Start viel weiter
hinten und hatte im Gedränge Mühe, nach vorne zu kommen. Wegen das
Startchaos habe ich dann vorgeschlagen, Schäferhund zu spielen und mal
zu gucken, ob sich womöglich weiter hinten noch versprengte Schäflein
herumtrieben. Ich ließ mich also zurückfallen und hab die Leute
übereifrig angequatscht ob sie Sub3 laufen wollten und ob sie sich der
Herde anschließen wollten. Als ich eine gute Minute verloren hatte und
bei denen angekommen war, die im Schnitt 3:20 laufen wollten, gab ich
wieder Gas und rannte unter viel Gespött ("hast Dich wohl
verlaufen?")
wieder nach vorne, nicht ohne noch mal in die Büsche abzubiegen.
Ob das eine kluge Aktion war? Auf eine 4:54 (incl Pinkelpause) folgten
eine 3:52, 4:00, 3:50, 3:46, und kurz vorm Unterqueren der Brücke war
ich wieder dran an der Herde. Im Gegenwind am Rheinufer hatte ich
einige etwas zu langsame Splits, da ich wieder wieder den Hirtenhund
gab und Buschbesuchern half, wieder Anschluss zu finden. Das musste
natürlich wieder reingeholt werden, daher folgten einige Kilometer im
Bereich 4:10, um Einzelläufer und Grüppchen wieder ans Feld
heranzuführen. Das "Feld" bestand zu diesem Zeitpunkt aus ca. 25
Läufern (diesmal keine Frau). Beim Halbmarathon hatte ich 1:29:49, ein
bisschen langsamer als erwünscht. Nun bröselte die Gruppe Stück
für
Stück auseinander, irgendwann musste auch Daniel abreissen lassen. Ich
muss zugeben, dass auch ich es so langsam anstrengend fand, was ich
redselig wie immer auch allen mitgeteilt habe. Ich hoffte, dadurch die
Schmerzen jener zu lindern, die nicht meine Gewissheit hatten, es
relativ locker zu schaffen.
Nicht lindern konnte ich die Schmerzen von einem Läufer, der infolge
einer kleinen Kollision plötzlich auf der Straße lag und laut
fluchte.
Er konnte zwar direkt weiterlaufen, hatte sich aber an Ellenbogen und
Oberschenkel ordentlich verletzt und litt ziemlich - ich glaube er hat
es letztlich auch geschafft.
Bei km 39/40 gab es nur noch Einzelkämpfer, und wir beiden Hasen haben
geguckt, wem wir noch helfen konnten. Auf den letzten 2 km lief ich an
der zweiten Frau vorbei, die schon ziemlich fertig und langsam war. Ich
wollte ihr noch mal Windschatten geben, aber es war schnell klar, dass
sie nicht mehr unter 3 bleiben würde. Mir selbst dämmerte erst
spät,
dass ich verdammt knapp dran war. Komisch, Robert, der deutlich hinter
mir lief, hatte doch gesagt, es wäre noch Luft...
Als ich auf den Bertha-von-Suttner-Platz kam, erschrak ich dann so
richtig. Das war ja noch viel weiter als gedacht mit den ganzen Kurven.
Also musste ich - zum Glück hatte ich ohnehin niemand im Schlepptau -
noch einen richtigen Sprint hinlegen, um noch eine 2 vorne stehen zu
haben. Naja, hat ja geklappt. Robert kam ein ganzes Stück nach mir rein
und hatte trotzdem eine deutlich niedrigere Nettozeit. Ach so, die
Bruttonettogeschichte, aber darüber ist unsere Kanzlerin ja auch schon
gestolpert...
Danach nur gute Nachrichten: Svenja (die letztes Jahr noch beim
Sub3-Team war), hat sich offenbar auf dem letzten km noch auf Platz 2
bei den Frauen vorgekämpft. Matthias hatte endlich die 2:50 geknackt,
und dann auch noch so komfortabel. Vereinskollege Detlev war Dritter
beim HM geworden hinter uns Magnus, mit einer guten Zeit angesichts
dessen, dass er vor einer Woche auch schon HM mit voller Kraft gelaufen
war. Trainingskumpel Niki hat in seinem zarten Alter ein grandioses
Marathondebüt mit 2:42 hingelegt und wurde Bonner Stadtmeister.
So, das langt jetzt erstmal.
tschö
Max
# Vielen Dank fuer die Verwendung dieses Templates
# Ihr DRSL.de-Team
Autor: Elisabeth Mueller (2006-04-05 00:30:27)
Max Ehlers schrieb:
>Name des Laufes: RheinEnergie Marathon Bonn
>Um es kurz zu machen: Mal wieder Bonner DRSL-Treffen, mal wieder
>Marathon, mal wieder Hase, mal wieder in 2:59:59. Hat Spaß gemacht.
Was?
Das war alles?
>Am Samstag habe ich es genossen, mal nicht Gastgeber der drsl-Fete zu
>sein. So konnte ich ganz ungezwungen kommen (coole location), sehen
>(all die vielen drsler), genießen (2 Bier und eine Wagenradpizza) und
>gehen (nach Hause, immerhin rechtzeitig um kurz nach 12 im Bett zu
>sein).
Du hast auch sehr locker ausgesehen.
>
>2. Frühstück am Morgen im Hotel Königshof mit der
4h-Häsin, die erzählt
>hat, dass sie in Vorbereitung eines 100ers nach dem Lauf gleich noch
>18km nach Hause laufen wollte.
Einfach nur oerksig.
>Peng, und los. Das mit dem Pace (4:15) finden ist ja nicht einfach,
>aber da war zum Glück Daniel, der nicht nur minutiös vorbereitet
war,
>sondern noch dazu so ein Tempomessding hatte. Entsprechend trafen wir
>den 1. km ziemlich genau (4:21). Der 2. sass dann ganz exakt (4:15),
>und irgendwo da hoppelte auch ein anderer Hase an uns vorbei, den ich
>durch beherzten Zuruf jedoch bremsen konnte. Uffz, da war er also.
>Richtiger Crack, ist vor 5 Jahren mal eine 2:15 gelaufen, und will auch
>im Herbst wieder was schnelles machen. Er stand beim Start viel weiter
>hinten und hatte im Gedränge Mühe, nach vorne zu kommen.
So, jetzt kann es eigentlich ohne Zwischenfaelle gleichmaessig
weiterlaufen.
>Als ich eine gute Minute verloren hatte und
>bei denen angekommen war, die im Schnitt 3:20 laufen wollten, gab ich
>wieder Gas und rannte unter viel Gespött ("hast Dich wohl
verlaufen?")
>wieder nach vorne, nicht ohne noch mal in die Büsche abzubiegen.
Diesmal alleine?
>Nun bröselte die Gruppe Stück für
>Stück auseinander, irgendwann musste auch Daniel abreissen lassen. Ich
>muss zugeben, dass auch ich es so langsam anstrengend fand, was ich
>redselig wie immer auch allen mitgeteilt habe. Ich hoffte, dadurch die
>Schmerzen jener zu lindern, die nicht meine Gewissheit hatten, es
>relativ locker zu schaffen.
Ich denke, das hilft.
>Nicht lindern konnte ich die Schmerzen von einem Läufer, der infolge
>einer kleinen Kollision plötzlich auf der Straße lag und laut
fluchte.
>Er konnte zwar direkt weiterlaufen, hatte sich aber an Ellenbogen und
>Oberschenkel ordentlich verletzt und litt ziemlich - ich glaube er hat
>es letztlich auch geschafft.
Autsch, sind schon die "normalen" Marathonbelastungen gross, aber das
ist ja unmenschlich.
>Als ich auf den Bertha-von-Suttner-Platz kam, erschrak ich dann so
>richtig. Das war ja noch viel weiter als gedacht mit den ganzen Kurven.
Dabei kennst Du die Strecke. Ja, diese Kurven sind echt fies!
>Danach nur gute Nachrichten: Svenja (die letztes Jahr noch beim
>Sub3-Team war), hat sich offenbar auf dem letzten km noch auf Platz 2
>bei den Frauen vorgekämpft.
Ich gratuliere unbekannterweise!
>Matthias hatte endlich die 2:50 geknackt,
>und dann auch noch so komfortabel. Vereinskollege Detlev war Dritter
>beim HM geworden hinter uns Magnus, mit einer guten Zeit angesichts
>dessen, dass er vor einer Woche auch schon HM mit voller Kraft gelaufen
>war. Trainingskumpel Niki hat in seinem zarten Alter ein grandioses
>Marathondebüt mit 2:42 hingelegt und wurde Bonner Stadtmeister.
>
>So, das langt jetzt erstmal.
Ja, jetzt darfst Du aufhoeren.
Elisabeth
